facebook-pixel
Online Pesona

Mit 10 einfachen Schritten zu einer besseren und professionelleren Online-Persönlichkeit werden

Die allermeisten Menschen holen sich ihre ersten Informationen online ein. Dass Profile in den sozialen Medien, Blogs, womöglich auch Äußerungen in Foren und sonstige Hinterbleibsel im Internet von Recruitern und (neugierigen) Kunden und Geschäftspartnern durchsucht werden, überrascht nicht. Schließlich sind die allermeisten Menschen sehr freizügig im Internet unterwegs und machen sich nicht allzu viele Gedanken darum, wer das alles Jahre später noch lesen wird. 

Das Ganze ist aber nicht weiter tragisch, da die meisten Nutzer sich daran gewöhnt haben oder gar nicht erst darüber nachdenken. Die Menschen, die sich allen sozialen Medien, Payback-Punkten und nicht zuletzt dem Smartphone verweigern, machen eine überschaubare Minderheit aus. Im modernen Leben und im modernen Arbeitsumfeld ist ein Online-Auftritt einfach Usus. Und um den soll es hier gehen. 

Denn wenn du dich schon online exponierst, solltest du bedenken, dass alles, was du unter deinem Klarnamen oder deinem Unternehmensnamen hinterlässt, mit dir verbunden wird. Umgekehrt sind die Äußerungen von dir als Privatperson schwierig von den Äußerungen von dir als Freelancer oder Unternehmer zu trennen. 

Alles gute Gründe, um online möglichst gute Spuren zu hinterlassen. Denn, ausgehend davon, dass sich Menschen wohl zuerst online über dich informieren, hast du dank der vielen leicht zugänglichen Kanäle alle Möglichkeiten, einen guten Eindruck zu hinterlassen und Menschen direkt von dir zu überzeugen. Du kannst dank deiner Online-Persönlichkeit Professionalität, einen guten Zugang zu deinem Business und Kontaktmöglichkeiten direkt darstellen. Wie du das anstellen kannst, erfährst du hier.

1. Sei deine eigene Marke

Als Freelancer, vor allem als digitaler Nomade oder Tätiger in einem hochgradig von sozialen Medien, schnellem Austausch und flachen Hierarchien geprägtem Umfeld bist du auf Wiedererkennungsmerkmale angewiesen. 

Du bist als – in der Regel – Solo-Selbstständiger dein eigener Markenbotschafter. Und diese Marke, die du hoffentlich pflegst (mehr dazu hier), musst du transportieren. Dein Logo, dein Wording, deine Projekte – all das sollte in deine Online-Auftritt mit einfließen. Und wo nicht viel Platz ist, da tut es auch ein Verweis auf deine Website, wie etwa in der Twitter-Bio oder in sonstigen Profilen. 

Verabschiede dich auch vom Gedanken, das „Private“ vom Beruflichen bei einem Account zu trennen. Das ist Unsinn. Wenn du bisher deine Social-Media-Profile vor allem für dein privates Vergnügen betrieben hast, dann solltest du dir für deine Selbstständigkeit bei Bedarf direkt neue zulegen. Da kannst du dann von Anfang an ganz das transportieren, was dein Business ausmacht.

Personal Branding.

2. Hab dich im Blick

Wenn dein Business wächst und du auch online mehr und mehr Spuren hinterlassen hast, dann kann es auch vorkommen, dass über dich geredet wird. Es ist sinnvoll, das Internet gelegentlich mal nach sich und seinem Business zu befragen. Insbesondere dann, wenn irgendwo Kritik aufkommt oder es zu Falschdarstellungen kommt, solltest du schnell handeln.

Gleichzeitig solltest du darauf achten, nicht überall präsent zu sein. Zwei, drei gut gepflegte Profile bei Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn und Co. plus deiner Website genügen völlig. 

3. Habe eine professionelle Kontaktadresse

„xXDragonSlayer93Xx@yahoo.de“ ist zwar ganz cool (für einen 13-Jährigen), aber nicht wirklich professionell. Eine professionelle E-Mail-Adresse ist schon sinnvoll. Und wenn die E-Mail-Adresse direkt noch auf dein Business verweist, ist dies umso besser. 

Generell lohnt es sich, eine feste E-Mail-Adresse für die Arbeit zu haben, die von anderen Dingen unbehelligt bleibt. So behältst du den Überblick. 

4. Das Portrait als Wiedererkennungsmerkmal

Freelancer sind Mensch und Business in einer Person. Es ist also oftmals eine gute Idee, ein gutes Bild von sich anzufertigen oder anfertigen zu lassen. Ein Portrait oder ähnliches (Hauptsache Gesicht) ist da empfehlenswert. Eine Aufnahme von Weitem, die dich vor dem Eiffelturm zeigt, ist hingegen wenig persönlich und gehört allenfalls auf Instagram oder Facebook. 

Nutze also ein schickes Bild von dir (oder das deines Logos, wenn es in deinem Business Sinn ergibt) und nutze es kanalübergreifend als Profilbild. So erkennt man dich schnell wieder und hat eine Vorstellung davon, welche sympathische und gut aussehende Person da eigentlich diese tolle Arbeit leistet. 

5. Leiste dir eine Website

Eine Website ist wichtig, denn du kannst hier

- dein Business näher beschreiben

- Kontaktmöglichkeiten schaffen

- ganz allein entscheiden, was du hier ĂĽber dich schreibst und was du mitteilst

- auch eine Art Blog unterbringen

- Kundenbewertungen und Empfehlungen bĂĽndeln

- deinen professionellen Auftritt orchestrieren.

Eine Website, die du nach einem Baukastensystem zusammensetzen kannst, kostet bei den meisten Anbietern nur wenige Euro im Monat. Es ist relativ einfach und es lohnt sich. Denn nicht zuletzt kannst du deine Business-Website immer und überall im Internet bewerben. 

Insgesamt macht es sich auch besser, wenn zukünftige mögliche Kunden nicht das Gefühl haben, dass du dein Business primär über Twitter und Instagram ins Internet bringst, sondern du diese und ähnliche Kanäle nur zur erweiterten Kommunikation nutzt. Schließlich findet man ja schon alles Wichtige auf deiner professionell gestalteten und übersichtlichen Website.

6. Verbinde Information, Kontaktmöglichkeit und Annehmlichkeiten für Kunden und Interessierte

Deine Website sollte kundenfreundlich sein. Je nachdem, was du genau tust, bedeutet dies unterschiedliche Dinge. Wichtig sind aber Übersichtlichkeit, eine präzise Darstellung dessen, worum es geht und zugängliche und leicht auffindbare Kontaktmöglichkeiten. 

Das gleiche gilt auch für deine anderen Äußerungen im Internet. Insofern sie einen Business-Bezug haben, etwa Fragen von Interessierten beantworten, sollte ein kleiner Hinweis angehängt werden, dass man dich auch hier und dort kontaktieren kann, oder dass mehr Informationen auf deiner Website vorhanden sind (mit Link). 

Du kannst sogar ganz spezielle Annehmlichkeiten für Kunden einrichten, indem du beispielsweise Zahlungen per Kreditkarte oder Paypal zulässt. Hauptsache, es ist einfach und zugänglich.

7. Sei konsistent und professionell in der Kommunikation 

Wording, Wording, Wording! Wenn du im Bezug auf dein Business Dinge immer auf bestimmte Art und Weise benennst, dann solltest du auch konsequent dabei bleiben. Denn auch das prägt sich ein. Das Ganze ist auch wichtig beim Netzwerken. 

Mindestens genau so wichtig ist aber auch die Fähigkeit, ohne größere Unfälle auf der orthographischen Ebene drei bis fünf Sätze schreiben zu können. Denn lieblos hingerotzte und von Fehlern durchsetzte Texte und Posts sind einfach alles andere als professionell wirkend. 

Was an „Verzierung“ (Smileys, Emojis, GIFs, etc.) okay ist, hängt von dir und deiner Branche ab. Dass die Kommunikation bei jungen Digital Natives und Personal Coaches etwas ungezwungener als bei selbstständigen Bestattern, ist klar. Aber achte am besten darauf, dass deine schriftlichen Hinterlassenschaften im Netz nicht den Eindruck hinterlassen, dass du „nicht einmal schreiben kannst“.

8. Verschiedene Social-Media-Kanäle nutzen und in Einklang bringen

Das Orchester deiner Profile in sozialen Netzwerken sollte nicht allzu viele Disharmonien aufweisen. Versuche, wenige Kanäle gut zu pflegen und überall eine ähnliche Qualität anzubieten. Und nutze vor allem die Stärken des jeweiligen Netzwerkes aus. 

Durch ein einheitliches Profilbild, einen Verweis beim einen auf das andere Profil und das gleiche Wording, trägst du wieder zur Markenbildung bei. Durch eine gleichbleibende Qualität sorgst du für Professionalität. Und wenn sich ein Kanal als überflüssig entpuppt, dann kann er auch eingestampft werden. 

9. Den Elevator Pitch unterbringen

Der Elevator Pitch kann dir dabei helfen, dich und dein Business schnell vorzustellen. Einmal kreiert, ist er eine Art Universal-Tool: Du kannst ihn in ein Profil schreiben, du kannst ihn als auf deiner Website direkt zu Anfang anbringen oder aber du nutzt ihn, um dich vorzustellen. 

So ein Elevator Pitch erfüllt im Internet vor allem den Zweck, Menschen mit einer eher kurzen Aufmerksamkeitsspanne die wichtigen Informationen schnell darzubieten. Daraus lässt sich auch schlussfolgern, dass diese Kommunikationstechnik ganz allgemein für die Kommunikation online praktisch ist. Sie hält dich davon ab, Überflüssiges zu schreiben und bietet anderen das, was sie brauchen. 

10. Mach klar, dass du weiĂźt, was du tust

Im Internet wie ein Profi zu wirken, ist im Grunde nicht so schwierig. Das Geheimnis besteht darin, kommunikativ keinen Zweifel daran zu erzeugen, dass du in deinem Business routiniert und schon seit langer Zeit zuhause bist. Gleichzeitig solltest du auf offensichtliche Fehler (Unhöflichkeit, schlechte Rechtschreibung, Unsachlichkeit) verzichten. 

Professionell auftreten tust du, indem du bei Posts, Tweets und ähnlichem klar kommunizierst und Fragen professionell beantwortest. Die Eigenwerbung, aber auch inhaltliche Diskussionen, kannst du geradlinig und zielführend aufziehen. Auf Konjunktive verzichtest du, denn Konjunktive öffnen das Tor zum Zweifeln. Du „könntest“ nicht etwas tun, sondern du „kannst“ es. 

Selbstbewusst sollte deine Online-Persönlichkeit sein. Denn Selbstbewusstsein zieht an, lässt dich souverän wirken und bringt dich mit deinen Mitmenschen auf Augenhöhe. Im Business ist das besonders wichtig. 

Do your thing, not your taxes