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6 Regeln für ein zufriedenes Freelancerleben

Ein zufriedenes Leben zu führen, ist dir auch als Selbstständiger nicht verwehrt. Der Selbstständige hat es schließlich schon schwierig genug: Er scheitert gelegentlich, macht Fehler, muss lernen und sich zu allem Überfluss auch noch selbst verwalten. Da kommt die Person hinter dem Business (das bist du!) schnell einmal zu kurz. Außerdem führt Unzufriedenheit, die sich so im Laufe von Monaten und Jahren ansammelt, auch dazu, dass Freunde und Partner vernachlässigt werden. Man genügt sich selbst und anderen also nicht mehr.

Und dann kommt schließlich die spürbare Unzufriedenheit und mit ihr die Frustration. Mit der Frustration verliert sich der Glaube daran, dass wir das Richtige tun und das senkt die Motivation. Die Motivation hält dich und mich aber am Laufen. Ohne Motivation kann es kein gutes Schaffen geben.

Und weil du besser darin beraten bist, nicht unzufrieden zu sein, sollen dir hier einmal sechs Regeln - oder vielmehr gute Ratschläge - nahe gebracht werden. Schreibe sie dir auf, tätowiere sie dir auf den Unterarm oder behalte sie wenigstens im Gedächtnis. Und dabei geht es dabei gar nicht um dein Business. Es geht nur um dich und wie du ein zufriedenes Freelancerleben genießen kannst.

1. Höre besser zu und verstehe, was gesagt wird - und was eben nicht gesagt wird

Zuzuhören ist wichtig, denn nur so kannst du Informationen im Gespräch erlangen. Aber hast du es schon einmal damit versucht, das Gesagte immer vollständig zu verstehen? Sicherlich kannst du bei deinen Freunden auch die unausgesprochenen Dinge deuten und erahnen. Aber das geht auch mit anderen Personen. Bringe die Sachen, die du hörst, immer in einen Kontext. Achte darauf, wer da zu dir spricht und welche Erfahrungen du mit diesem Menschen gemacht hast.

Sei dir dessen bewusst, dass die Wahrnehmung eines Gesprächs von deinen Intentionen abhängt. Willst du etwas Bestimmtes hören, dann wirst du das auch hören - oder zumindest etwas, was ähnlich klingt. Nimm dich doch einmal heraus aus der Situation und betrachte deine Kommunikation von außen. Ein Gespräch ist ganzheitlich und braucht Raum. Du bist nicht der Punkt, an dem die Worte einfach nur ankommen. Du bist vielmehr ein Statist und dein Gesprächspartner ist auch Statist. Ihr beide agiert miteinander und nicht nebeneinander. Das gilt in jedem Gespräch und mag es dir noch so banal vorkommen. Sobald zwei Menschen miteinander interagieren, gibt es eine Beziehungsebene. Diese richtig auf Anhieb einzuordnen gelingt nicht jedem. Das ist vielleicht eine Sache der Intuition.

Aber du kannst dennoch versuchen, das Gesagte immer gründlich aufzunehmen und darauf achten, dass dir feine Nuancen und nonverbale Hinweise nicht entgehen. Diese analytische Sicht auf das Zuhören macht ein paar Dinge klarer: Erstens haben viele Menschen erhebliche Probleme damit, zielführend zu kommunizieren. Und zweitens versteht man einander besser, wenn man nicht durchgehend eine Erwartungshaltung beim Zuhören hat. Schließlich ist Kommunikation der Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis. Richtiges Zuhören - und eben auch das Achten auf die Dinge, die nicht gesagt werden - erfordert es, den Mitmenschen Raum zu geben. Und das hilft dir am Ende im Beruf und im Zwischenmenschlichen.

2. Nimm deine Bedenken wahr und handle entsprechend

Du musst nicht alles hinnehmen, nur weil die Welt es dir eben so vor die Füße geworfen hat und es schon irgendwie klappen könnte. Wenn du einer Sache nichts abgewinnen kannst, oder sie dir im weitesten Sinne falsch vorkommt, dann äußere das. Finde andere Wege und sprich mit den Beteiligten darüber. Sei ehrlich zu dir und deiner Umwelt, wenn du meinst, dass etwas einfach so nicht gehen kann. Konfrontiere deine Kunden, Projektpartner, Freunde und Partner mit deinen Bedenken.

Wenn du merkst, dass du auf eine Sackgasse zu steuerst, dann kehre um. Das heißt nicht, dass du bei jedem Zweifel an einer Sache sofort kehrtmachen sollst. Aber wenn dein mulmiges Bauchgefühl sich meldet, solltest du dir zumindest die Zeit dazu nehmen, noch einmal über die Sache nachzudenken. Schaden kann es nicht.

Denke einfach daran, dass du dir selbst am nächsten stehst und du dich selbst am besten verstehst. Du bist der erste Verteidiger deiner kreativen, sozialen und beruflichen Wünsche. Du musst die Dinge dir selbst gegenüber rechtfertigen können.

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3. Sei sozial so aktiv wie du kannst

Wenn du ohnehin schon Schwierigkeiten damit hast, dich im sozialen Umfeld zu bewegen, dann solltest du daran arbeiten. Ziehe dich nicht aus sozialen Situationen heraus, sondern durchlebe sie solange, wie es dir möglich ist. Manche Menschen behaupten ja, dass sie gern durchgehend allein seien, aber die medizinische Forschung ist sich weitestgehend darin einig, dass soziale Isolation ein Risikofaktor für das Entstehen von Depressionen ist.

Du musst selber herausfinden, wie viel soziale Interaktion du brauchst. Das Wichtigste ist, dass du oft genug aus dem Haus kommst und ab und an auch mal etwas Neues machst. Dabei lernst du auch ganz nebenbei Leute kennen - du networkst - und kannst du das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Das Schönste aber ist, dass Freunde und Bekannte eine gute Gesellschaft sind. Du kannst mit ihnen ein gutes Essen genießen, sie hören dir zu, du hörst ihnen zu. Sie sind ein Garant für ein zufriedenes Leben.

4. Akzeptiere beschissene Tage

Jeder Mensch hat das Recht dazu, sich beschissen zu fühlen. Ob du nun traurig bist oder deprimiert, ob es grundlos ist oder nicht - das alles spielt keine Rolle. Wenn es so weit ist, dann nimm es einfach hin. Nimm dir ein paar Stunden oder einen Tag für dich und lasse dich auf das Gefühl ein. Es gibt wenig, was emotional im Nachhinein so belastend sein kann wie aufgeschobenes Traurigsein.

Du kannst dich natürlich auch mit Arbeit ablenken, aber dann konfrontierst du dich nicht mit deinen Gefühlen. Lasse sie zu, suche dir jemanden zum Reden und dann tue das, was dich wieder aufmuntert. So ein beschissener Tag mit seiner beschissenen Stimmung geht auch wieder vorbei. Die Kunst besteht darin, es einfach zuzulassen. Und wenn es gerade nicht geht - weil du etwa eine Deadline einzuhalten hast - dann sorge wenigstens dafür, dass du anschließend Raum für dich bekommst.

5. Behalte deine körperliche Gesundheit im Blick

Ich kenne Menschen, die vier, fünf Tage am Stück arbeiten (ohne Schlaf), nur um dann einen drei Tage andauernden Zusammenbruch zu erleiden. Der Zusammenbruch besteht dann meist aus physischer Erschöpfung in Kombination mit enorm schlechter Laune. Dabei wissen die meisten Menschen, dass einem gesunden Körper ein gesunder Geist innewohnt.

Schlafe also genug und achte auf deine Work-Life-Balance und halte dich um Gottes Willen von zu viel Zucker und Junkfood fern. So sehr der Fraß auch schmecken mag, bist du besser darin beraten, dich halbwegs gesund zu ernähren. Getreu dem Motto "An apple a day keeps the doctor away (but if the doctor is cute forget about the fruit)" solltest du deine Snacks auch durch Obst und Gemüse ersetzen. Und wenn du planst, eine Mahlzeit einzunehmen, dann gönne deinem Körper ruhig etwas Ordentliches. Tiefkühlpizza ist an einem Sonntagnachmittag angebracht, wenn du erst um 13 Uhr aufgestanden bist, aber ein richtiges Abendessen darf auch gern Fisch, Gemüse, Salat und ein gutes Stück Fleisch enthalten.

Ganz nebenbei kurbelt eine abwechslungsreiche Ernährung auch deinen Stoffwechsel an. Und wer einen besseren Stoffwechsel hat, kann sich indes besser konzentrieren. Du siehst also, warum sich eine gute Ernährung lohnt. Aber natürlich gehört auch noch der leidige Sport dazu, wenn du fit bleiben willst. Es ist eigentlich egal, welchen Sport du ausübst. Hauptsache, du machst irgendetwas regelmäßig.

6. Erhalte deine Leidenschaften

Du liebst es, dich in einem Meerjungfrauenkostüm ins Nass zu stürzen oder Libretti von Wagner auswendig zu lernen? - Gut so! Mache einfach weiter damit und gib diese Dinge niemals auf. Ich zum Beispiel liebe das Puzzeln. Das ist auch nicht interessant für viele, aber es erhält meine innere Ruhe und damit meine Zufriedenheit. Wenn du also etwas hast, was du leidenschaftlich gern tust und was dich gleichzeitig wieder mit neuer Energie versorgt, dann mache es einfach.

Doch es geht nicht nur um praktische Leidenschaften, wie etwa das Puzzeln oder Schwimmen in Kostümen. Es geht auch um innere Einstellungen, um Passionen, um Wünsche. Vergiss all diese Dinge nicht und verrate dich nicht selbst. Bleibe dir selbst treu und versuche, dich an deine eigenen Richtlinien zu halten. So kommt es nicht zu einem inneren Widerspruch und auch nicht zu Unzufriedenheit.

Zu guter Letzt: Übe dich in Selbstzufriedenheit

Halte dich eine Zeit lang grob an diese Richtlinien und werde ein zufriedener Freelancer. Und zu deinem zufrieden Freelancerleben gehört auch noch eine Zutat, die noch nicht angesprochen wurde: Selbstzufriedenheit.

Und damit ist die Selbstzufriedenheit im besten Sinne gemeint, nämlich die Zufriedenheit mit sich selbst. Wenn du merkst, dass du gerade einfach gut bist, dann genieße dieses Gefühl. Schöpfe Selbstvertrauen daraus und werde anschließend noch besser. Mit sich selbst zufrieden zu sein, ist eine Grundvoraussetzung dafür, auch glücklich sein zu können. Also verhalte dich doch einfach so, dass du selbst mit dir zufrieden bist. Genüge dir selbst und sei zufrieden mit dir und dem, was du tust.