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8 Ängste, die dich daran hindern, dich selbständig zu machen

Die Angst, sich selbstständig zu machen, ist tatsächlich nicht unbegründet. Schließlich bedeutet Selbstständigkeit Eigenverantwortung, Risiko und am Anfang viel Ungewissheit. Aber viele Ängste sind fast unbegründet und beruhen auf irrationalen Annahmen. Zum Teil sind diese "Ängste" auch einfach Teil des Freelancer-Lebens.

Viele Menschen beginnen viel später mit ihrem eigenen Business als sie eigentlich könnten. Die Angst, sich selbstständig zu machen, betrifft dabei fast alle Menschen, die noch nie in dieser Situation waren. Aber desto früher man beginnt, desto schneller sammelt man die nötige Erfahrung, die es zum Überwinden der Ängste - und zum Schritt in die selbstbewusste und erfolgreiche Selbstständigkeit - braucht.

Es stimmt zwar, dass der Anfang schwierig sein kann. Es kann sein, dass du scheiterst - aber Ängste sollen dir deinen Werdegang als Freelancer nicht vermiesen. Wenn du wirklich eine Idee hast, einen Plan - und du wirklich weißt, was du willst - dann solltest du ein paar typische Ängste überwinden lernen. Ein paar typische Befürchtungen sollen an dieser Stelle einmal ausgeräumt werden.

1. Die Angst, keine Kunden zu bekommen

Stell dir vor, du bist richtig gut und keiner weiß es. So oder so ähnlich finden sich viele Anfänger wieder. Denn Kunden kommen ja nicht einfach so auf einen zu. Gerade am Anfang geht es um Akquise, Akquise, Akquise! Wenn du hier noch gar nicht weißt, was zu tun hast, dann schau doch einmal hier herein: Mit 5 einfachen Tipps mehr Kunden generieren .

Ansonsten gilt die alte Weisheit: Von viel kommt viel.

Wichtig ist, dass du es mit deiner Arbeit schaffst, einen Kundenstamm aufzubauen. Sobald die ersten Kunden vorhanden und zufrieden sind, geht der Rest mit etwas Pflege deiner Kontakte und weitere Akquise von ganz allein. Die ersten Monate werden dir gewiss viel abverlangen - einfach weil du noch nicht bekannt bist - aber wenn du gut bist, dann kommen auch die Kunden. Freelancing ist ja ein sich aufbauendes Business. Du bist der Herr über deine Leistung und die Anzahl deiner Kunden.

Bereite dich also auf einen schwierigen Start vor und genieße, wie sich dein Kundenstamm allmählich aufbaut.

2. Die Angst vor Ablehnung

Bei der Angst, sich selbstständig zu machen, spielt auch die Angst vor Ablehnung eine ganz große Rolle. Aber ganz ehrlich: Wenn 100 Prozent der Akquiseversuche funktionieren würden, dann wäre ja jeder kommunikativ halbwegs begabte Menschen wahnsinnig erfolgreich. Dass dem nicht so ist, weißt du sicherlich.

Ein "Nein Danke" oder ein schlichtes Nichtbeantworten von Anfragen kommen vor. Und das passiert in den meisten Fällen häufiger, als dass jemand sofort von dir und deiner Leistung begeistert ist. Das macht aber nichts. Es geht ja nicht darum, dass du viele Freunde findest und jeder nett zu dir ist, sondern darum, dass Kunden dich und dein Produkt wollen.

Ablehnung musst du also akzeptieren und einfach nicht weiter beachten. Es kommt immer der nächste Kontakt.

3. Die Angst, nicht ernst genommen zu werden

Anfänger stellen sich diese Frage oft. Die Angst, nicht ernst genommen zu werden, ist eine gravierende. Denn diese nagt am Selbstbewusstsein. Es stimmt, dass "Neulinge" zu Anfang gern belächelt werden. Aber das soll dich nicht entmutigen. Denn sobald du deine ersten Kunden mit deiner Leistung überzeugt hast, folgen Rezensionen, Empfehlungen und die Mund-zu-Mund-Propaganda.

Ganz nebenbei musst du von Anfang an an deiner Selbstdarstellung arbeiten. Hier spielt etwa das Personal Branding (mehr dazu in unserem Blog Artikel Mit 7 Schritten zum perfekten Personal Branding ) eine entscheidende Rolle. Du musst deiner Expertise beweisen und kultivieren. Kunden und potenzielle Kunden werden dich nach und nach zu schätzen wissen. Du musst es lediglich schaffen, mit deiner Arbeit anzufangen, also eine Chance zu bekommen.

Ein anderer Aspekt ist hier das Belächeltwerden durch andere Mitmenschen. Oftmals wird gar nicht richtig verstanden, was ein Freelancer eigentlich ist. Die Tatsache, dass du Eigenverantwortung übernimmst und dein eigener Chef wirst, ist den Leuten manchmal gar nicht bewusst. Beweise diesen Leuten durch deinen Fleiß, deinen Erfolg und deine wachsende Reputation einfach, dass das, was du tust, richtig ist. Und freue dich darüber, dass diese Leute ohnehin zu ängstlich sind, um ihr unfreies Angestelltenverhältnis zu verlassen.

4. Die Angst vor Überforderung

Du bist der Herr über dein Arbeitspensum. Wenn du Angst davor hast, überfordert zu werden, dann musst du dir die Frage stellen, ob du dir deine Selbstständigkeit wirklich zutraust. Schließlich muss es ja möglich sein, dass du von deinem Job auskömmlich leben kannst. Die Work-Life-Balance spielt hier eine große Rolle.

Tatsache ist: Wenn du gut bist, hast du immer etwas zu tun. Wenn du dich dann auch noch zu den richtigen Preisen vermarktest, dann stimmt auch das Verhältnis zwischen Arbeitsaufwand und Bezahlung.

Andere Aspekte der Überforderung, die bei der Angst, sich selbstständig zu machen, eine Rolle spielen, umfassen zum Beispiel: Eine ganze Menge Papierkram, wobei du zumindest die Grundlagen erlernen solltest. Eine ganze Menge Terminplanung, die dir irgendwann selbstverständlich vorkommt. Eine ganze Menge Steuererklärung, für die du dir zur Not Hilfe holst. Eine ganze Menge Zeit, die du dir und deinem Marketing widmen wirst. Warum? - Das erfährst du hier: Eigenes Marketing .

5. Die Angst vor fehlender Jobsicherheit

Diese Angst ist - gelinde gesagt - grober Unfug. Schließlich bedeutet Jobsicherheit ja nur, dass ein Arbeitnehmer davon ausgeht, dass die Wirtschafts- oder Firmenlage nicht dazu führt, dass er abrupt entlassen wird. Das ist aber eine Frage der Nachfrage. Wenn du also etwas anbietest, wofür eine Nachfrage existiert oder geschaffen werden kann, ist deine Jobsicherheit rein an deine Leistung gekoppelt. Wenn du gut bist, dann behältst du deinen Job. Wenn du nicht gut bist, dann funktioniert dein Job vielleicht einfach nicht so, wie du das gedacht hast. Aber das gilt für Angestellte ja genau so.

6. Die Angst, nicht gut genug zu sein

Auch diese Angst ist eine Scheinangst. Schließlich ist es eine Voraussetzung für den Start in die Selbstständigkeit, dass du meinst, etwas anbieten und tun zu können. Es steht außer Frage, dass du dich im Laufe der Zeit auch noch verbessern wirst. Aber wenn du nicht von Anfang an daran glaubst, dass du dein Ding auch wirklich kannst, dann ist es vielleicht gesünder, wenn du erst einmal weitere Erfahrungen sammelst.

Du solltest als Freelancer erst dann einsteigen, wenn du dir wirklich sicher bist, dass es funktionieren kann.

7. Die Angst vor Konfrontationen mit Kunden

Die Angst, sich selbstständig zu machen, hat häufig etwas hiermit zu tun. Schließlich läuft im Business nicht immer alles glatt (denn du suchst ja keine Freunde, sondern Kunden und Geschäftspartner) und deshalb ergeben sich auch mal unangenehme Situationen. Kunden bezahlen dich nicht, behandeln dich schlecht oder sind notorisch unzufrieden.

In solchen Fällen hilft dir nur die Erfahrung. Schließlich musst du lernen, wo du Grenzen ziehst, was du erträgst und wo du eventuell auch etwas brachialer sein musst. Du magst als Freelancer vielleicht auf Kunden angewiesen sein: Aber auf Augenhöhe zu kommunizieren muss immer dein Anliegen sein.

Mit der Erfahrung wachsen deine Möglichkeiten, mit diesen Situationen umzugehen. Und wenn du erst einmal eine gewisse Bekanntheit hast, dann kannst auch du deine Ansprüche an deine Kunden ein wenig hochschrauben. Wenn du aber grundsätzlich Angst vor Konfrontationen hast, dann musst du ganz grundsätzlich erlernen, das abzulegen. Konfrontationen gehören zum Leben - im Business und in allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Und auch aus Problemen kann manchmal noch etwas Gutes erwachsen.

Und manchmal wirst du einfach auf unmögliche Menschen treffen. Da gilt: Runterschlucken, weitermachen!

8. Die Angst vor dem, was Selbstständigkeit bedeutet

Selbstständigkeit bedeutet Freiheit. Selbstständigkeit bedeutet große Chancen und ein Risiko. Selbstständigkeit bedeutet, dass du mit deiner Leistung dein Leben gestalten und bestimmen kannst. Du kannst deine Leidenschaft zum Beruf machen, Menschen kennenlernen, Networking betreiben und dich zu einer Marke ausbauen, die irgendwann viel gefragt ist. Selbstständigkeit bedeutet, dass du lernst, auf eigenen Beinen zu stehen und nur dir etwas schuldig zu sein.

Reicht das, um die die Angst davor zu nehmen?

Wenn du also wirklich den Schritt ins Freelancer-Leben tun willst, du dir dessen ganz sicher bist und du eine gute Idee und einen Plan hast - dann mach es doch einfach.