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IT-Berufe und ihre Entwicklung - Eine Analyse der IT-Landschaft

Eine Analyse der IT-Landschaft vom Freelancer-Marktplatz Malt 

Tech-Skills sind in den letzten Jahren zu einer Art heiligen Gral geworden. Jeder braucht sie, jeder sucht sie. Der technologische Fortschritt wächst rasant und bringt Unternehmen unter Aufholdruck. Gleichzeitig entstehen in kürzester Zeit neue Jobkategorien, die fast im selben Moment schon zur Mangelware werden. Das Rennen um technologischen Fortschritt ist schon längst ein Rennen um seltene Tech-Talente geworden. 

Das Gute: Arbeitnehmer oder Freelancer, die diese Fähigkeiten vorweisen können, haben gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Dafür ist es jedoch notwendig sich ständig weiterzuentwickeln, um mit dem technologischen Fortschritt mitzuhalten

Aber was sind die Technologie-Trends von morgen? Wie positioniert man sich am Besten auf dem Markt und in welche Skills investiert man? 

Der Freelancer-Marktplatz Malt hat im letzten Jahr erstmals die internen Daten auf seiner Plattform analysiert, um genau diese Fragen zu beantworten. Anhand 300.000 Suchanfragen und über 3000 Projekten, die pro Monat auf dem B2B-Marktplatz durchgeführt werden, gewährt Malt einen Blick hinter die Kulissen von Angebot und Nachfrage auf dem Freelancer-Markt.

Die Ergebnisse zeigen die nachgefragtesten technischen Kompetenzen auf Seiten der Unternehmen, aufstrebende IT-Berufe und in welche Richtung sie sich entwickeln, sowie einen Überblick über den Arbeitsmarkt und durchschnittliche Freelancer-Honorare. 

 

Unternehmen suchen zunehmend gezielte IT-Kenntnisse

Top Dogs und Underdogs

Der Malt Index untersucht die Suchvolumen von Technologien und zeigt dabei das Gesamtvolumen sowie das Wachstum zum Vorjahr. An der Spitze des Index spiegelt sich der Bedarf in Unternehmen nach Back-End Entwicklern und Data Science Experten wieder. Die hohe Nachfrage nach PHP, Python und Java zeigen diesen Bedarf. Doch trotz der hohen Stellung von Java im Ranking, leidet die Programmiersprache an einem Nachfragerückgang. Die häufigere Verwendung von serverseitigem JavaScript, der wachsende Erfolg von Kotlin (+ 112%) und der Ruf von Java eine alternde Sprache zu sein, erklären diesen Trend. 

Am Ende des Rankings finden sich die Technologien mit einem geringeren Suchvolumen, die aber ein beachtliches Wachstum zum Vorjahr aufweisen und damit ein Hinweis auf zukünftige Relevanz sind. 

Profile unter der Lupe: Welche IT-Kenntnisse tauchen häufig zusammen auf? 

Eine Analyse der Verteilung von Fähigkeiten, die von IT-Freiberuflern auf ihrem Malt-Profil angegeben werden, zeigt in der Auswertung aufschlussreiche Überschneidungen zwischen den verschiedenen Berufen. 

Die Zukunft heiĂźt DevOps: Die Transformation des Systemadministrators

Mit dem Aufkommen der Cloud und Lösungen wie Terraform gibt es eine Verlagerung von der Systemadministration zu virtuellen Infrastrukturen. Sysadmin-Freelancer geben häufig weitere Fähigkeiten im Bereich DevOps, Cyber Security, Cloud, Virtualization und Database Administration an. Alles sind Bereiche mit zunehmender Automatisierung. 

Der Beruf des Systemadministrators wird in Zukunft verstärkt mit Automatisierung arbeiten - mit Werkzeugen und Praktiken aus der Entwicklung. Die Überschneidung des Systemadministrators mit dem DevOps-Bereich ist zweifellos ein Hinweis darauf, dass programmierbare Infrastruktur (Infrastructure as Code) auch für die Systemadministration bestimmend sein wird. 

Business Gateways zwischen Backend und Frontend

Die Komplexität der Front-End-Entwicklung hat stark zugenommen. Hier ist nun eine andere Expertise notwendig, die Back-End- und Front-End-Entwickler segmentiert und gleichzeitig zusammenführt.

Auf der Front-End-Seite werden heutzutage Arbeitsmethoden verwendet, die frĂĽher nur auf der Back-End-Seite verwendet wurden (z.B. automatische Tests, komplexere Build-Mechanik, Client-Server-Programmierlogik, Design-Patterns, usw.).

In diesem Sinne sind die Methoden zwar näher, erfordern aber eine vertiefte Kenntnis in einer größeren Anzahl an Tools, was im Gegenzug die Kluft zu den Back-End-Entwicklern vergrößert hat.

Gleichzeitig werden im Bereich Design neue Aspekte wichtig. Obwohl der Bereich UX/UI noch immer eine eigene Expertise darstellt, wird für Front-End Entwickler immer mehr Fachwissen in diesem Bereich erforderlich sein. Die Implementierung einer Geschäftslogik wird nicht funktionieren, wenn man nicht gleichzeitig UX mitdenkt.

Insgesamt zeigt die Studie, dass die Spezialisierung im IT-Bereich immer stärker zunimmt. Unternehmen suchen zunehmend nach sehr spezifischen Fähigkeiten, während IT-Karrieren immer fließender werden. Es ist durchaus üblich den Anwendungsbereich mehrmals zu ändern. Entwickler können sich auf Sicherheit spezialisieren, zur Systemadministration gehen, sich Richtung Cloud-Technologien positionieren oder mobile Entwickler werden, usw. 

Bei der Spezialisierung zählt natürlich auch die eigene Vorliebe, aber wer sich nicht sicher ist, dem kann die Analyse von Malt ein paar wegweisende Trends aufzeigen. 

Die Technologie Trends von morgen

Ab in die Cloud und aus unendlich vielen Daten lernen

Ein deutlicher Trend ist der Weg in die Wolken: Immer mehr Unternehmen wünschen sich mehr Flexibilität beim Speicher, wollen aber auch die Cloud für mehr Rechenleistung nutzen. Dementsprechend hoch ist die Anzahl an Verträgen, die mit Cloud-Experten abgeschlossen werden. Die beliebteste Plattform bleibt Amazon Web Service, wobei Mitbewerber aufholen. Die Nachfrage nach Google Cloud-Experten auf Malt ist um 78 Prozent gestiegen, knapp vor Azure, Microsofts Cloud-Dienst.

Data Science ist ebenfalls bei einer wachsenden Zahl von Unternehmen im Mainstream angekommen. Diese Wissenschaft beschäftigt sich mit riesigen Datenmengen, um damit beispielsweise eine künstliche Intelligenz zu füttern oder Machine Learning zu ermöglichen. Auch hier ist die Nachfrage nach Spezialisten, etwa beim Data Engineer oder Data Scientist, stark gestiegen. 

Data Science ist Mainstream

Das Wachstum von Technologien wie Python (+4,54%), Scikit Learn (+438%) und Matlab (218%) sind ein Hinweis auf den weiter steigenden Bedarf im Bereich Data Science. Die Zunahme des Datenvolumens und die Demokratisierung des maschinellen Lernens haben das Wachstum dieses Berufsstandes ermöglicht, insbesondere in Bereichen, in denen die Nutzung und Interpretation von Daten von entscheidender Bedeutung ist, wie z.B. E-Commerce, Marketing oder Finanzen. 

Die hohe Nachfrage nach Data Science zeigt, dass der Bereich auf der Digitalisierungs-Agenda der Unternehmen angekommen ist. Aber wie spruchreif sind Projekte zu KI und maschinellem Lernen wirklich? 

Hugo Lassiege, Gründer und CTO von Malt, glaubt, dass immer noch an vielen Stellen die notwendige Menge an Fachwissen fehlt. 

"Ich denke, es gibt immer noch viele Datenprojekte, die etwas wackelig sind, auch wenn die Nachfrage nach Expertise bemerkenswert ist. Wir sehen eine stärkere Segmentierung der Datenberufe. Unternehmen beginnen nun, die Rolle des Data Engineers besser zu verstehen.“

In der Realität arbeitet der Data Scientist zunächst mit dem Data Engineer zusammen, dessen Aufgabe es ist, die Daten zu bereinigen, nutzbar und verfügbar zu machen, indem die Flows verwaltet werden. 

Und es bestehen weitere Lücken, die neue Berufsbilder erfordern: 

“Viele Unternehmen haben dieselben Probleme mit ihren Daten. Sie haben Datenwissenschaftler, die sehr interessante Dinge tun, aber die Verwendung von einer Applikation zur Datenanalyse und das Entwerfen eines Modells für maschinelles Lernen erfordert eine unterschiedliche Expertise. Data Engineers sind nicht unbedingt in der Lage, ML-Pipelines zu industrialisieren, weshalb der Ingenieur für maschinelles Lernen in der IT-Berufslandschaft auftaucht. Er ist das fehlende Bindeglied zwischen dem Entwickler und dem Datenwissenschaftler.” 

Front-End-Frameworks liegen im Trend

Front-End-Frameworks helfen Entwicklern dabei ihre Anwendungen zu strukturieren und damit schneller zu entwickeln. React.js und Angular sind populäre Beispiele. Aber auch Vue.js wird dank seiner einfachen Handhabung immer stärker nachgefragt (+50%). Wenn sich der Trend fortsetzt, könnte er Angular schnell entthronen und zum Marktführer werden. 

Alle diese Ergebnisse zeigen, wie hochspezialisiert aber auch wie flexibel Karrieren im Tech-Bereich geworden sind. Wer sich gut auf dem IT-Markt positionieren möchte, könnte davon profitieren, sich auf ein sehr spezifisches Feld zu fokussieren. 

Gleichzeitig ist es mittlerweile normal, dass diese speziellen Fähigkeiten während einer Karriere häufig wechseln. So beginnt der Laufweg eines IT-Experten vielleicht als Systemadministrator, um später an Cloud-Technologien zu arbeiten, sich danach auf Cyber Security zu konzentrieren, um letztendlich mobiler Entwickler zu werden. Diese Vermischung wird auch an einzelnen Berufsbildern deutlich: Immer mehr Back-End-Entwickler sehen sich auch als Front-End-Entwickler und umgekehrt.

Wenn du aktuell in einer Weiterentwicklungsphase befindest und deinen Schritt planst, wirf einen Blick in die Malt Tech Trends. In der Studie werden nicht nur die Entwicklungen auf dem Markt detailliert beleuchtet, du erhältst auch konkrete Tipps welche Weiterbildung sich als Freelancer lohnen kann. 

Die Malt-Community als Ort der Chancen und Begegnungen

Ob im E-Commerce oder der Software-Entwicklung: Die Tech-Branche setzt traditionell stark auf Freelancer. Der Online-Marktplatz Malt stellt die  digitale Plattform zur Verfügung, um Freelancer und Unternehmen zusammenzubringen. Mit einem sicheren und lokalen Modell ermöglichen sie faire Tagessätze für Freelancer und eine sichere, unkomplizierte Umgebung, um die Zusammenarbeit so einfach wie möglich zu machen. Alles mit dem Ziel mehr Selbstbestimmung für Freelancer und Unternehmen zu ermöglichen. 

www.malt.de 

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