facebook-pixel

Autosuggestion – ein Erfolgsrezept?

Auftragsflaute? Motivationstief? Das Ziel aus den Augen verloren? Perspektivlosigkeit? Kommt dir bekannt vor? Sei beruhigt - viele Selbständige kennen das. Und stellen sich immer wieder die Frage, wie sie beruflich wieder erfolgreicher, motivierter oder fokussierter werden können. Das Angebot an erfolgversprechenden Seminaren und speziellen Trainingsmethoden, Coachings und Webinaren gleicht heutzutage einem Dschungel, der ungefähr so schwierig zu durchdringen ist, wie der Regenwald im Amazonas. Manche bieten diese Trainings für horrende Summen an, neben allerlei Online-Seminaren, die für lau erhältlich sind. Aber was ist das Richtige? Wie kann man hier die Spreu vom Weizen trennen und welches Angebot verspricht die Lösung für mein individuelles Problem? Was ist, wenn ich mir das super teure Seminar, das den ultimativen Erfolg für einen wahren Auftragsregen verspricht, einfach nicht leisten kann?

Wir haben einen Vorschlag für dich: Denn es gibt eine clevere Methode, die ganz einfach ist und nichts kostet – für die lediglich ein bisschen Disziplin und der Wille zu Veränderung erforderlich sind: die Autosuggestion . Alle Skeptiker werden jetzt wahrscheinlich sofort die Nase rümpfen und abwinken. Alle anderen hoffentlich neugierig weiter lesen. Für beide Gruppen werden wir in diesem Blog Post die Geheimnisse lüften und erklären, wie du mit Hilfe von Autosuggestion deinem Erfolg - in welcher Richtung auch immer - auf die Sprünge helfen kannst.

Autosuggestion – eine Begriffserklärung

Der Begriff Suggestion meint laut Wörterbuch „die geistig-seelische Beeinflussung eines Menschen, mit dem Ziel, ihn zu einem bestimmten Verhalten zu veranlassen. Meist ist das eine Handlung, die eine Person bei einer anderen bewirkt, in dem sie dieser etwas suggeriert, was diese Person dann glauben soll. Bei der Autosuggestion geht es um einen selbst. Und dich selbst. Dieser Begriff stammt aus dem Griechisch-Lateinischen und kann mit dem Vorgang der geistig-seelischen Selbstbeeinflussung erklärt werden. Das bedeutet, dass sich die Psyche beziehungsweise dein Unterbewusstes durch verschiedene Methoden trainieren lässt, zum Beispiel an etwas Bestimmtes zu glauben und damit einem bestimmten Ziel näher zu kommen oder es zu verwirklichen. Zu diesen Methoden zählen unter anderem Techniken wie die Selbstaffirmation, Visualisierungen oder die Imagination (Vorstellung) eines von dir persönlich gesetzten und erwünschten Zieles.

Wie Autosuggestion funktioniert

Oft spricht man in Zusammenhang mit Autosuggestion auch von den so genannten „sich selbst erfüllenden Prophezeiungen“. Leider taucht dieser Begriff oft auch in der okkulten Szene auf, weswegen er bei vielen in einem negativ besetzten Licht steht. Auch Esoteriker verwenden ihn allzu gerne. Allerdings kann er letztlich aber ganz einfach als ein psychischer Mechanismus erklärt werden, denn unser Unterbewusstes hat großen Einfluss auf unsere Einstellungen und Ansichten, wie wir die Welt und wie wir uns in ihr sehen. Die Effektivität der Autosuggestionen basiert eben genau auf diesem psychischen Mechanismus, der sich der selbst erfüllenden Prophezeiung bedient, weil vor allem die unbewussten Gedanken oft besonders wirksam sind, obwohl wir sie nicht bemerken bzw. sie uns eben nicht bewusst sind. Sie beeinflussen unser Denken und unser Handeln - in negativer und positiver Weise.

In der Regel wird bei der Autosuggestion ein formelhafter Gedanke, ein Wunsch, ein Satz oder einfach, das was du erreichen möchtest über einen längeren Zeitraum mental verbal und / oder visuell wiederholt, also auch durch die bildliche Vorstellungskraft (Imagination). Und wie bei vielen anderen Dingen wird der Erfolg über häufiges Wiederholen erreicht, so dass du diesen Gedanken oder Satz irgendwann derart verinnerlichst, dass er zum festen Bestandteil deines Denkprozesses wird und dass er sich von einem bloßen Gedanken in deine innere Überzeugung verwandelt. Bis er dann auch in dein Handeln übergeht. Es ist quasi wie ein Mantra, dass du immer wiederholst. Jeder kennt das Sprichwort: „Steter Tropfen höhlt den Stein“ - genau so funktioniert das auch bei der Autosuggestion. Dieser Effekt kann zusätzlich noch verstärkt werden, wenn du diesen Vorgang gleichzeitig mit bestimmten Entspannungstechniken, wie zum Beispiel Autogenem Training oder bestimmten Atemübungen kombinierst. Auch in der fernöstlichen Meditation, wie zum Beispiel im Buddhismus, kommt dieser Wirkmechanismus zum Tragen.

Der französische Apotheker Émile Coué ist übrigens Begründer der Autosuggestions-Lehre (19. Jahrhundert), als er herausfand, dass die Medikamente bei seinen Kunden unterschiedlich wirkten – je nachdem welche Worte er ihnen bei der Übergabe mitgab. Das ließ ihn schlussfolgern, dass sich das individuelle körperliche Wohlbefinden durch Suggestions-Formeln beeinflussen, verändern und zudem auch verbessern lässt.

Kontist - Banking for freelancers

Do your thing, not your taxes

Learn more

Autosuggestion – ein probates Mittel zum Erfolg

Autosuggestion als Kunst der Selbstbeeinflussung kann dir also zu beruflichem Erfolg verhelfen, denn außer deinen Qualifikationen, deinen Fähigkeiten und deinem Abschluss hängt Erfolg in großem Maße immer von deinen persönlichen Einstellungen ab. Wenn du dir insgesamt wenig zutraust oder immer wieder von Pessimismus angetrieben bist, wirst du es vielleicht schwer haben, beruflich so richtig durchzustarten. Nicht, weil du es nicht kannst, sondern weil du dir Kraft deines Glaubens selbst Steine in den Weg legst. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dies laut formulierst und es gegenüber anderen immer wieder in die Welt posaunst oder ob sich das im Geheimen in dir abspielt oder du versuchst, es zu unterdrücken... der Effekt ist immer der gleiche. Und wenn sich dann das Ergebnis einstellt, was du immer befürchtest, siehst du dich in deinem Glauben auch noch bestätigt – so nach dem Motto „Hab ich doch gesagt, dass ich es nicht schaffe“. Und da sind wir dann wieder bei der selbst erfüllenden Prophezeiung, allerdings im negativen Sinne.

Typische Stolperfallen sind zum Beispiel Sätze wie:

  • „Das schaffe ich doch eh nicht“
  • „Ich bin nicht gut genug“
  • „Ich habe doch sowieso keine Chance gegen die anderen“
  • „Ich werde nie große Kunden haben“
  • „Ich werde nicht das gewünschte Honorar bekommen“
  • „Ich werde keinen Erfolg haben“

Diese Liste könnte noch um viele, viele Sätze (so genannte negative Glaubenssätze deiner Persönlichkeit) erweitert werden. Alle tragen dazu bei, dass du quasi unbewusst selbst dafür verantwortlich bist, dass sich kein Erfolg oder was auch immer einstellt. Die Macht des Unbewussten ist fast die größte überhaupt.

Und hier setzt die Autosuggestion ein. Es geht darum, diese oben genannten negativen, inneren Ansichten und Überzeugungen in positive Glaubenssätze zu verwandeln. Denn das Prinzip der selbst erfüllenden Prophezeiung macht es auch möglich, dass du Einfluss auf deinen beruflichen Erfolg nehmen kannst, also im positiven Sinne.

Ein praktisches Beispiel: Falls dir bisher der Mut gefehlt hat, dich gegenüber deinen Kunden selbstbewusst zu präsentieren und zu verkaufen, kannst du durch Autosuggestion deine inneren Überzeugungen (z.B. „Die anderen sind besser als ich“ oder „Kunden ziehen mich sowieso immer über den Tisch“) dahin gehend verändern, dass du dir mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen in diesem Bereich aneignest. Ein mögliches Mantra hierfür wäre: „Ich bin stark und habe alle nötigen Fähigkeiten, meinen Kunden gegenüber selbstbewusst aufzutreten“. Wenn du diesen Satz verinnerlichen kannst, wird er sich in deinem „System“ ausbreiten und dein Glaube über dein Kunden-Verhalten wird sich verändern. Bei einer erfolgreichen Autosuggestion wird sich dein Selbstbewusstsein verbessern und du wirst Kunden innerlich gestärkt gegenübertreten. Gleichzeitig werden sich auch die Kunden in ihrem Verhalten dir gegenüber verändern, denn sie nehmen dich jetzt als gleichberechtigten Partner wahr und behandeln dich entsprechend. Dies gibt dir wiederum noch mehr Selbstvertrauen – ein positiver Kreislauf ist nun am Wirken und die einst negativ besetzte selbst erfüllende Prophezeiung (ich habe kein Selbstvertrauen und werde darin von meinen Kunden immer wieder bestätigt) wird sich in eine positive verwandeln. Das hat Einfluss auf dein gesamtes Arbeitsleben. Dein Selbstvertrauen wächst und du legst deinem beruflichen Erfolg keine Steine mehr in den Weg.

Weitere praktische Tipps

Dass der Erfolg der Autosuggestion maßgeblich von der Regelmäßigkeit der Durchführung und dem häufigem Wiederholen abhängt, hatten wir schon erwähnt. Es gibt aber noch ein paar weitere Anhaltspunkte, damit du diese Methode auch wirklich erfolgreich anwenden kannst:

1. Formuliere dein individuelles Ziel, das heißt, was du erreichen möchtest. z.B. beruflich erfolgreicher werden und nicht mehr so schüchtern gegenüber den Kunden sein.

2. Formuliere deinen Satz, deine Gedanken, dein Mantra immer in der Ich-Form. z.B. ich trete meinen Kunden gegenüber selbstbewusst auf und verwirkliche meine Honorar-Vorstellung, die ich für angemessen halte.

3. Formuliere immer in der Gegenwartsform.

4. Formuliere immer in einer positiven Form. also, niemals: Ich möchte nicht mehr so schüchtern sein, sondern siehe Punkt 2.

5. Achte beim „Aufsagen“ oder Visualisieren immer darauf , eine positive Grundstimmung einzunehmen. Versuche dich quasi in die freudige Stimmung zu versetzen, die du haben wirst, wenn du das Ziel erreicht hast. Habe stets ein Lächeln auf den Lippen.

6. Mache diese Übung regelmäßig, mehrmals über den Tag verteilt.

7. Verstärkt wird der Effekt , wenn du sie vor dem Spiegel ausführst und den Blickkontakt zu dir selber hältst.

8. Weiterhin wird der Effekt verstärkt , wenn du auch während des restlichen Tages damit beschäftigt bleibst, damit du es noch tiefer verinnerlichen kannst. Meditationen oder Entspannungstechniken können ebenfalls helfen.

9. Stelle dir so realistisch wie möglich vor, wie du dich fühlst, wenn du dein Ziel erreicht hast.

Nochmal deutlich gesagt: Wiederholung ist schon die halbe Miete. Wiederhole dein Mantra morgens beim Aufwachen, auf dem Weg zur Arbeit oder wenn du zuhause arbeitest, nimm dir ein paar Minuten, bevor du den Rechner anmachst, in der Mittagspause, auf dem Nachhauseweg und abends beim Zubettgehen. Um das oben genannte Beispiel aufzugreifen: Besonders wichtig ist dein Mantra, wenn du mit einem Kunden telefonierst oder zu einem persönlichen Termin unterwegs bist. Bevor du den Hörer abnimmst bzw. bevor du den Raum betrittst: Formuliere dein Ziel im Form deines Mantras.

Darauf kannst du noch achten: Gerade wenn wir uns neu mit solchen Techniken beschäftigen und alte (negative) Glaubenssätze stark in uns wirken, kann eine Veränderung natürlich nicht auf Anhieb oder per Knopfdruck klappen. Veränderungen brauchen Zeit. Rückfälle oder -schläge, Zweifel und schlechte Tage schlagen uns gerne ein Schnippchen. Deswegen kann es immer passieren, dass wir wieder in unsere alten Glaubensmuster zurückfallen. Das ist normal und überhaupt nicht schlimm. Wichtig ist nur, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Wenn du bemerkst, dass sich ein alter negativer Gedanke eingeschlichen hast, super. Denn das Bemerken ist schon ein Riesenschritt. Beobachte dich auf deinem Weg aufmerksam. Wenn du dich dabei erwischt, ersetze den negativen Satz sofort durch deinen positiven.

Fakt ist: Autosuggestion hat nichts mit Zauberei zu tun. Wir wollen sie auch nicht in die Esoterik-Ecke packen. Einen Anspruch auf definitiven Erfolg gibt es ebenfalls nicht. Aber wenn du an die Kraft der Psyche glaubst, kannst du mit der richtigen Einstellung und ein bisschen Übung eine Veränderung in deinem Leben bewirken, alte Muster klären, Ziele erreichen und beruflich erfolgreicher werden. Interessant zu diesem Thema könnten für dich auch diese beiden Blog Posts sein: 6 Tipps um Deine Selbstmotivation zu steigern! und Wie werde ich erfolgreicher in dem, was ich tue? .