Wie sieht das perfekte Homeoffice aus? | Kontist
Selbstständigkeit

Wie sieht das perfekte Homeoffice aus?

Nina Sickinger

Freelance Editor

4. Feb. 2020

Egal ob du schon länger im Homeoffice arbeitest und etwas an dessen Beschaffenheit optimieren und verändern möchtest oder ob du überlegst, in Zukunft deinen Arbeitsplatz in dein eigenes Zuhause zu verlegen – du kannst dabei auf einige Dinge achten, um es dir einerseits so richtig schön zu machen. Und andererseits auch richtig gute Voraussetzungen zu schaffen, um effektiv arbeiten zu können. Denn die passende Einrichtung unter ergonomischen und funktionalen Gesichtspunkten, ein Arbeitszimmer mit angenehmem Flair und ein paar weitere Feinheiten sorgen für mehr Produktivität und Energie. Die Arbeitsumgebung hat maßgeblichen Einfluss darauf. 

Natürlich ist es auch wichtig, seinen Arbeitsplatz den örtlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Nicht jeder hat beispielsweise einen separaten Raum zur Verfügung, der ausschließlich als Arbeitszimmer nutzbar ist. Viele sind gezwungen „ihr Büro“ im Wohn- oder Schlafzimmer aufzuschlagen. Das muss allerdings kein Nachteil sein, wenn du hier einige Aspekte berücksichtigst.

So wäre es in diesem Fall ratsam, den Arbeitsbereich vom Wohnbereich, und wenn auch nur minimal, zu trennen. Das kann mit entsprechenden Einrichtungsgegenständen wie eine „symbolische“ Wand aus Pflanzen oder Raumteilern (Regale, Paravents etc.) leicht umgesetzt werden. Aber dazu später mehr. Jetzt geht es erst einmal um die verschiedenen Aspekte, die du für ein gut funktionierendes Homeoffice beachten kannst.

Was gehört zum perfekten Homeoffice

  • Ordnung: Als erstes findet hier das Sprichwort „Ordnung ist das halbe Leben“ Anwendung, denn es trifft zu Hundert Prozent zu. Das bedeutet: Trenne dich von allem Überflüssigen, zumindest was dein Büro bzw. deinen Arbeitsplatz im eigenen Zuhause anbelangt. Überlege, was du zum Arbeiten brauchst, was du häufig benutzt und was dir die Ordnung erleichtert. So kannst du schon mal Platz sparen und alles wegräumen, was dich ablenkt oder stört. Alles Wichtige und die Dinge, die du täglich benötigst, sollten immer griffbereit sein, damit du deinen Arbeits- und Konzentrationsprozess nicht unterbrechen musst, nur um einen Stift oder eine Akte zu holen bzw. den Drucker zu bedienen.

    Wenn du viel „Kleinzeug“ für deine Arbeit benötigst, organisiere dies in funktionalen Behältern, Boxen oder Mappen und beschrifte sie. Das hilft dir den Überblick zu behalten und alles, was du brauchst, schnell zu finden. Wenn du zu denjenigen gehörst, die das Chaos lieben und denkst, nur so bist du gut in deinem Schaffensprozess – probiere einmal die ordentliche Variante. Du wirst vielleicht erstaunt sein, zu entdecken, dass du doch an der einen oder anderen „Stelle“ organisierter und effektiver arbeiten wirst.

  • Flair: Die richtige Arbeitsatmosphäre hat einen immens großen Einfluss auf uns. Bist du fest angestellt, musst du die Gegebenheiten, die dein Arbeitgeber dir bietet, akzeptieren und dich mit ihnen arrangieren. Dazu gehören auch Großraumbüros, die oft eher dem Wartebereich eines Bahnhofs gleichen, aber bezüglich Flair nicht viel zu bieten haben. Hast du deinen Arbeitsplatz im eigenen Zuhause, bist du frei in dessen Gestaltung und kannst ihn deinen persönlichen Bedürfnissen anpassen.

    Auch das, was man als Flair bezeichnet, ist individuell verschieden. Manche mögen es funktional-nüchtern, andere bevorzugen den etwas lieblichen oder auch den mondänen Stil – diese Faktoren hängen sicherlich ganz von deinem Metier und deinem Geschmack ab. Doch am meisten Wert solltest du unbedingt darauf legen: dass du dich gut fühlst an deinem Arbeitsplatz.

    Denn ist dies nicht der Fall, hat das unmittelbaren und zwar negativen Einfluss auf deine Produktivität und Leistungsfähigkeit. Bei der Einrichtung deines Arbeitsplatzes ist natürlich alles erlaubt, was dir gefällt und was dich in deinem persönlichen Schaffen positiv unterstützt. Aber achte darauf, dich nicht von einem „Zuviel“ ablenken zu lassen. 
  • Geräte: Zu allererst stellt sich hier die Frage: Was brauchst du für deinen Job? Was benötigst du, um dein Homeoffice perfekt auszustatten und zu gestalten? Was sind deine Vorlieben: Arbeitest du gerne mit einem Laptop, den du auch mal flexibel einsetzen und überall mit hinnehmen kannst ? Oder gehört ein Desktop-PC mit externem Bildschirm zu deinem Lieblings-Arbeitswerkzeug?

    Keine Frage, letzter hat aus rein ergonomischer Betrachtungsweise einen Vorteil zum Notebook. Denn du kannst die einzelnen Komponenten wie Tastatur und Bildschirm so platzieren, wie es für dich am optimalsten ist und du gut arbeiten kannst. Diese Möglichkeit besteht beim Laptop nicht, da alles in einem Gerät fest integriert ist. Außerdem verursacht die Position des oft kleineren Displays bei Laptops häufig Nacken- und Rückenschmerzen. Nachteil des Desktop-Rechners ist, dass du ihn nicht mitnehmen kannst, da er fest auf dem Schreibtisch positioniert sein muss.


    Tipp: Wer auf den flexiblen Laptop nicht verzichten, das Risiko von Sitz-Fehlhaltungen dennoch minimieren möchte, kann zusätzlich einen externen Bildschirm auch ans Notebook anschließen. Das bringt nicht nur einen gesundheitlichen Vorteil, sondern bei gewissen Tätigkeiten auch eine Arbeitserleichterung, wie zum Beispiel bei Recherche-Tätigkeiten. 
  • Wenn du all diese Dinge beachtest und sie erfolgreich umsetzt, bleibt noch ein Faktor entscheidend: Bist du zufrieden mit deiner selbständigen Tätigkeit – denn auch das wirkt sich darauf aus, ob du in deinem Homeoffice erfolgreich bist. Im Blogartikel 6 Regeln für ein zufriedenes Freelancerleben findest du ein paar Anregungen dazu.

So lässt sich dein Büro im eigenen Zuhause perfekt abrunden

Mit Accessoires und den folgenden Anregungen kannst du dein Homeoffice noch weiter optimieren:

  • Du musst nicht unbedingt einen grünen Daumen haben, aber definitiv gut geeignet für ein ausgewogenes Klima im Raum sind Pflanzen. Und verfügst du wirklich nicht über ein gewisses Händchen, gibt es genügend Vertreter, die recht pflegeleicht daher kommen. Grünpflanzen verleihen deinem Arbeitszimmer eine luftige Atmosphäre und sorgen für sauerstoffreiche Luft. Den jeweiligen Jahreszeiten entsprechend darf es dann ruhig auch mal etwas Buntes oder Blühendes sein.

  • Sich ins richtige Licht zu setzen, ist manchmal gar nicht so leicht. Und was viele nicht wissen: gerade am Arbeitsplatz ist dies immens wichtig. Um das Beste für dich zu finden, dafür musst du erst einmal die örtlichen Gegebenheiten checken. Hast du Tageslicht zur Verfügung und wenn ja wie viel? Musst du zusätzlich künstlich beleuchten? Ist dein Arbeitszimmer von Haus aus eher dunkel, musst du auch beachten, dass du in den Wintermonaten eher noch „mehr“ Licht benötigst und dies sehr wichtig auch fürs Immunsystem ist. Denn nichts hat unproduktivere Auswirkungen als ein zu dunkler Raum bzw. zu wenig Licht. So dürfen es im Winter (und natürlich auch im Sommer) ruhig auch Tageslicht-Lampen sein. 

  • Sorge immer für ausreichend frische Luft. Egal ob im separaten Arbeitszimmer oder auch wenn sich dein Arbeitsplatz in den Wohnbereichen befindet, lüfte regelmäßig gut durch. Nichts ist Leistungsschädigender als verbrauchte Luft. Da lässt rapide die Konzentration nach und du wirst schneller müde. Auch ein Spaziergang zwischendurch hilft deinen Sauerstoffbedarf zu stillen. 
  • Wähle die richtige Zimmer-Temperatur. Glücklich diejenigen, die im Homeoffice arbeiten und Herr über die Temperatur sind. Nichts ist schlimmer als in einem Gemeinschaftsbüro zu sitzen und entweder Saunagefühl oder Nordpol-Atmosphäre ertragen zu müssen. In deinen eigenen vier Wänden kannst du die Temperatur einstellen, die für dich am besten passt. Aber bedenke, auch wenn du z.B. leicht frierst, zu hoch solltest du den Regler nicht drehen – denn hier gilt das gleiche wie bei der Luft: zu warm ist Leistungsschwächend. 

  • Achte auf deinen eigenen Rhythmus. Jeder hat einen ganz eigenen Bio-Rhythmus in sich. Manche Menschen sind absolute Frühaufsteher und deshalb in der ersten Hälfte des Tages am produktivsten. Oder gehörst du zu den Nachteulen und fängst deswegen am nächsten Tag gerne etwas später an? Wie auch immer, lebe und arbeite stets im Einklang mit dir und deinem Körper. Klar kann man sich auch verändern, aber im Wesentlichen solltest du auf deine Signale hören.

    Wenn du selbständig bist und noch dazu im Homeoffice arbeitest, bist du ja in der glücklichen Lage, deinen Arbeitstag so zu gestalten, wie es für dich am besten passt. Von den Gegebenheiten, die Kunden oder Auftraggeber dir stellen, mal ganz abgesehen. Diese solltest du so effektiv wie dir persönlich möglich in deinen eigenen Tages-Rhythmus einbauen.
  • Ausgeglichenheit im Tagesablauf schließt sich nahtlos an den vorherigen Punkt an. Denn nicht nur der Rhythmus spielt eine Rolle, sondern auch die Verteilung von Arbeits- und Konzentrationsphasen und Ruhepausen – sowohl zwischendurch als auch am Abend. Im Trend liegen Begriffe wie „Work-Life-Balance“ und Unternehmen werben schon in ihren Stellenanzeigen damit. So ist es glücklicherweise auch in den Führungsetagen angekommen, dass der Mensch, sprich der Arbeitnehmer, nicht bis ins Unendliche belastbar ist und dass Maßnahmen zur Entspannung immens wichtig sind.

    Angebote in Firmen wie z.B. Sport und Gymnastik oder sogar mobile Masseure sind häufig vertreten. Arbeitest du zuhause, solltest du diese Aspekte natürlich auch berücksichtigen. Du hast das Glück, dir diese Dinge noch leichter zu gönnen und in deinen Arbeitsalltag zu integrieren als Angestellte. 
  • Kürzlich haben wir über effektives Zeitmanagement berichtet. Auch dies ist ein nicht zu verachtender Aspekt, der zum perfekten Homeoffice gehört. Denn was nützt dir das schönste Arbeitszimmer mit den besten Büromöbeln und optimaler Ausstattung, wenn du dich in deiner Arbeit immer wieder verzettelst, Termine nicht einhalten kannst oder im organisatorischen Chaos versinkst. Wenn du hier mehr Infos haben möchtest, schau doch mal in unseren Blog Post Wie funktioniert effektives Zeitmanagement?. Zu diesem Thema gehört natürlich auch, dass du deine Bankgeschäfte gezielt, effektiv, einfach und mit ganz viel Komfort abwickeln kannst. Schau dir dazu doch mal unseren Artikel Next Level Banking für Selbständige an.

  • Nicht unerwähnt sollte bleiben: Wenn du alle Aspekte für dein Büro berücksichtigt hast, gibt es noch Dinge, die man im Auge behalten sollte. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: deine Augen. Für Bildschirm-Tätige ein sehr kostbarstes Gut. Alles Wichtige dazu findest du im Blogartikel Freie Sicht für Freelancer.