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Die 15 schlimmsten Freelance Jobs aller Zeiten

Als Freiberufler hat man es nicht leicht. Manchmal laufen die Gesch√§fte nicht. Dann klappt alles wie am Schn√ľrchen, aber f√ľr viel Arbeit gibt es wenig Geld und die Zahlungsmoral der Kunden war schon besser. Auch sonst bereitet der Arbeitsalltag mehr Frust als Lust, denn die aktuellen Auftr√§ge sind mehr Pflichterf√ľllung als Leidenschaft. Um die Laune nachhaltig aufzubessern, kann es helfen, die Liste der 15 schlimmsten Freelance Jobs aller Zeiten anschauen. Nach deren Lekt√ľre ist garantiert nichts mehr so schlimm, wie es scheint.

1. Kotzsammler

Unter all den schlimmen Freelance Jobs auf der Liste f√§llt es schwer, den Sieger zu k√ľren. Doch der Kotzsammler hat das Zeug zur Nummer Eins. Zwar stimmt es nicht, dass die alten R√∂mer entsprechende R√§umlichkeiten hatten, um sich, dr√ľcken wir es vornehm aus, vom Hals aus zu erleichtern. Doch es war g√§ngige Praxis, zwischen den G√§ngen einer √ľppigen Mahlzeit Speisereste zu erbrechen, um Platz f√ľr mehr Essen zu machen. Erleichtert wurde sich in spezielle Gef√§√üe oder ganz praktisch auf den Boden, um die Orgie nicht unn√∂tig zu unterbrechen. Die undankbare Aufgabe der Reinigung fiel dem Kotzsammler zu.

2. Kakerlakensammler

W√§hrend einen heute nur noch das Finanzamt bluten l√§sst, √ľbernahm das im Mittelalter auch gerne der Arzt. Bestimmte Therapien wie Schr√∂pfen oder Aderlass sind heute nahezu ausgestorben. Auch die Behandlung mit Blutegeln ruht sanft in den Annalen der Geschichte, obwohl sie sich doch einst einer unglaublichen Beliebtheit erfreute. Allerdings mussten die Tierchen von irgendwo herkommen und hier kommt der Blutegelsammler ins Spiel. Seine Aufgabe bestand darin, in Fl√ľssen und kleinen T√ľmpeln im Wasser herum zu waten, bis sich die Biester in seinen Beinen festbissen. Danach zog er sie schnell ab, sammelte die Blutegel in einem Eimer und verkaufte die Ausbeute an den √∂rtlichen Doktor oder Barbier.

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3. Saitenmacher

F√ľr die schlimmsten Freelance Jobs der Geschichte war es durchaus empfehlenswert, mit Tieren in jedem Zustand gut zu k√∂nnen. Da macht auch der Saitenmacher keine Ausnahme. Um eine Geige zum Klingen zu bringen, brauchte es n√§mlich mindestens ein Schaf, aus dessen Bestandteilen Saiten gemacht wurden. Daf√ľr musste das Tier erst vorsichtig geschlachtet werden, um die kostbaren Innereien intakt zu halten. Die wurden in einer stundenlangen Prozedur von Blutgef√§√üen, Muskeln und Fett befreit und schlie√ülich in einer Aschel√∂sung eingeweicht. Nach dem Trocknen wurden die Innereien in Handarbeit kunstvoll miteinander verflochten und ergaben auf diese Weise wohlklingende Saiten.

4. Knochensammler

Wo Fleisch gegessen und Leder gegerbt wird, fallen auch viele Knochen an. Die Aufgabe des Knochensammlers, der unter anderem im viktorianischen England unterwegs war, bestand darin, diese Knochen beim Metzger, Gerber oder auch einfach aus den M√ľlleimern einzusammeln und zu reinigen. Danach wurden die guten St√ľcke weiterverkauft und zu Bei√üringen f√ľr Babys oder Zahnb√ľrstengriffen verarbeitet. Daf√ľr nicht geeignetes Knochenmaterial wurde an Seifensieder und Hersteller von D√ľngemitteln zu einem g√ľnstigen Preis abgegeben.

5. Schlangenmelker

Dieser schon in alten Handschriften √ľberlieferte Beruf existiert bis heute, was ihn zu einem echten Dauerbrenner der schlimmsten Freelance Jobs macht. Die Rede ist vom Schlangenmelker. Das Gift der Schlangen wird aus ihren Z√§hnen mit einer bestimmten Technik heraus gemolken und aus der Fl√ľssigkeit sp√§ter ein Mittel gewonnen, das gegen Schlangenbisse hilft. Der Beruf birgt ein gewisses Risiko. Der ungekr√∂nte K√∂nig der Schlangenmelker, Bill Haast, wurde knapp 100 Jahre alt und hat in seiner Karriere 172 Bisse von Giftschlangen √ľberlebt.

6. Krötenesser

Quacksalber leben von der Show. Denn nur, wenn die gut ist, lassen sich die Kunden auch anlocken und behandeln. In der Entourage eines jeden Wunderdoktors fand sich einst der Kr√∂tenesser. Um die erstaunliche Wirkung der zum teuren Preis angepriesenen Medizin zu demonstrieren, musste der auf Jahrm√§rkten und Messen vor den Augen der neugierigen Masse giftige Kr√∂ten verspeisen. Im Anschluss daran erfolgte mit gro√üem Brimborium die Wunderheilung durch des Quacksalbers Medizin und nat√ľrlich der Ansturm der Menge auf das Mittelchen.

7. Leichenausgräber

Nachdem Leichen√∂ffnungen zu medizinischen Forschungsarbeiten auch in Europa erlaubt waren, bestand nat√ľrlich ein entsprechender Bedarf an Verstorbenen. Woher die kamen, war den Universit√§ten relativ egal, man verlie√ü sich auf die Dienste des Leichenausgr√§bers. Der suchte seine Beute zum Verkauf aus mehr oder weniger frischen Gr√§bern zusammen und exhumierte den Verstorbenen kurzerhand. Wenn die Gesch√§fte schlecht gingen, wurden ganz abgebr√ľhte Vertreter ihrer Zunft auch schon einmal selbst zum M√∂rder.

8. Fleischspießdreher

Fleisch war ein Genuss, den sich in der Renaissance nur die Oberschicht leisten konnte. Doch wenn die tafelte, dann gab es kein Halten mehr. Gegrillt wurden Schaf, Rind oder Schwan auf dem offenen Feuer. Aufgabe des Fleischspie√üdreher war es, darauf zu achten, dass alles sch√∂n kross und gleichm√§√üig durchgebraten wurde. Der Job erforderte nicht nur eine Menge K√∂rperkraft, sondern auch die Bereitschaft, √ľber Stunden nahe am Feuer zu sitzen und Fettspritzer zu ertragen.

9. M√ľllsammler

M√ľllmann ist noch heute nicht gerade ein Traumjob, obwohl die Arbeitsbedingungen sich extrem verbessert haben. Denn einst suchten die M√ľllsammler √ľberall im Morast der Stra√üen oder an Gew√§sserr√§ndern nach den Hinterlassenschaften, die selbst den Stra√üenkehrern nicht gut genug zum Aufsammeln waren. Was der Tag an Ausbeute bringen w√ľrde, war stets eine neue √úberraschung. Von Metall- und Knochenresten bis hin zu den Leichen Ermordeter, die an Leichenausgr√§ber weiterverkauft wurden, war alles m√∂glich.

10. Rattenfänger

Den Rattenf√§nger von Hameln kennt jedes Kind, Doch der Job war nicht nur im Mittelalter popul√§r, sondern bis weit ins 19. Jahrhundert hinein. Als mit der Industrialisierung die St√§dte wuchsen, zogen mit Heerscharen an Ratten unbeliebte Mitbewohner ein. Der Rattenf√§nger wurde an den Ort der Plage gerufen und rieb sich seine H√§nde mit einem √Ėlgemisch ein, das mit Anis und Thymian versetzt war. Den Geruch fanden die Ratten offensichtlich so rattenscharf, dass sie, einmal angelockt, leicht mit blo√üen H√§nden einzufangen waren.

11. Streichholzmädchen

Die Fabrikation von Streichh√∂lzern an sich ist gar nicht einmal so schlecht, wenn es da nicht diesen Part geben w√ľrde, in dem die kleinen Holzst√ľcke in Phosphorl√∂sung getaucht werden m√ľssen. Denn das Einatmen dieser Chemikalie verursachte bei den Frauen √ľber die Jahre erhebliche gesundheitliche Probleme. Zun√§chst bildeten sich an den Z√§hnen Abszesse, die zu einer √ľbel riechenden Zahnf√§ule f√ľhrten. Es kam auch vor, dass der √ľber die Jahre unfreiwillig aufgenommene Phosphor die Kieferknochen unheimlich leuchten lie√ü. Die durch den Job verursachten Probleme konnten in der Regel nur durch eine Entfernung des Kieferknochens behoben werden.

12. Stuhlpfleger

Adel verpflichtet - und das manchmal zu, mit Verlaub gesagt, beschissenen Jobs. √úber Jahrhunderte hinweg galt es als unschicklich, wenn eine K√∂nigliche Hoheit sich selbst den Hintern abwischen musste. Der Stuhlpfleger brachte den Majest√§ten den Toilettenstuhl, putzte den k√∂niglichen Hintern ab und sammelte die herrschaftlichen Exkremente ein, damit der Leibarzt den Gesundheitszustand des Regenten √ľberwachen konnte. Bei Verstopfung musste auch ein Einlauf in den royalen Hintern gemacht werden. Traditionell wurde dieser zwar ehrenhafte, aber in Wahrheit ziemlich ekelhafte Job an ein Mitglied des Hochadels vergeben.

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13. S√ľndenesser

Es stirbt sich leichter, wenn alle S√ľnden vor dem Tod vergeben und vergessen sind. Doch nicht immer klappte das mit der Beichte so, wie es sein sollte. Wenn jemand pl√∂tzlich und unerwartet verstarb, schlug daher die Stunde des S√ľndenessers, einer der schhlimmsten Freelance Jobs. Schlie√ülich musste ja einer den Toten von den schmerzhaften und ewigen Qualen des H√∂llenfeuers erl√∂sen. Das geschah, indem ein St√ľck Brot auf die Brust des Verstorbenen gelegt wurde, das wie ein Schwamm alle bewusst und unbewusst begangenen S√ľnden aufsaugte. Im Anschluss daran verspeiste der S√ľndenesser Brot samt Schandtaten, eine lausige Bezahlung und ewige Verdammnis eingeschlossen.

14. Latrinenleerer

In Zeiten vor der Wassersp√ľlung waren Latrinenleerer nachts in den Stra√üen unterwegs, um Exkremente einzusammeln und anschlie√üend vor den Toren der Stadt zu entsorgen. Der Geruch der Ausscheidungen war so stark, dass er nicht nur den Kleidern anhaftete, sondern manch Latrinenleerer an diesen Gasen auf Dauer verstarb.

15. Kaminjunge

Und der letzte schlimme Freelance Job auf unserer Liste, war der des Kaminjungen. Ein Schornstein ist eng, weshalb deren Reinigung von Kindern √ľbernommen wurde. Das f√ľhrte nicht nur zu Verletzungen beim Klettern, sondern verst√§ndlicherweise auch zu Panikattacken. Um das Kind dazu zu bewegen, aus dem Kamin kommen, heizte manch Meister ein. Unz√§hlige Kinder blieben dabei stecken und starben den Erstickungstod bei dieser grausamen Prozedur.

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