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Warum ist es so wichtig, sich Zeit fĂŒr das eigene Marketing zu nehmen?

Dein eigenes Marketing ist das, was dich und Kunden zusammen bringt. Das eigene Marketing spiegelt dich wider und bedarf daher deiner stĂ€ndigen Aufsicht und Pflege. Als Freelancer bist du hĂ€ufig genug fĂŒr den Inhalt deiner Selbstdarstellungs- und Werbemaßnahmen verantwortlich. Es handelt sich hierbei um einen fortlaufenden Posten, der immer weiterer Wartung und Nutzung bedarf.

Selbst dann, wenn dein Auftragsbuch so aussieht, als hĂ€ttest du noch ĂŒber Monate zu tun, darfst du das Marketing deshalb nicht schleifen lassen. Es verhĂ€lt sich schließlich so, dass erfolgreiche Eigenwerbung mit dem Aufkommen von Kunden korreliert. Eine nicht mehr umsorgte Form der Eigenwerbung wird hingegen weniger Kunden anziehen - nach einer gewissen Zeit bricht die Auftragsdichte also wieder ein, was mehr oder minder tragisch sein kann. Deswegen ist es wichtig, sich auch bei guter Auslastung noch Zeit fĂŒr das eigene Marketing zu nehmen.

Dabei geht es nicht nur darum, regelmĂ€ĂŸig etwas zu tun, sondern auch regelmĂ€ĂŸig zu reflektieren und einen Plan zu verfolgen. Marketing ist in den meisten FĂ€llen nichts Punktuelles, wo du einfach hier und dort mal eine Mail schreibst oder etwas postest - Marketing befolgt einen Fahrplan und wenn die Weichen richtig gestellt werden, rollt der Zug in Richtung Erfolg.

Zwischen Buchhaltung, Projektplanung, Kundenkontakt und weiteren Arbeitsschritten mag es dir manchmal schwierig scheinen, dich auf etwas banal Scheinendes wie Marketing zu konzentrieren. Die Gedanken "SpĂ€ter!" oder "Zwischendurch mal, wenn ich Zeit habe" sind oftmals da und fĂŒhlen sich auch oft richtig (und vor allem bequem) an. Aber sich auf dem Erfolg von einem bisschen guten Marketing auszuruhen, kann auch bedeuten, dass du nĂ€chsten Monat nicht mehr weißt, wie du deinen KĂŒhlschrank fĂŒllen kannst.

Wie du es also schaffst, deinem Marketing die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und es sogar gleichzeitig besser strukturieren kannst, erfÀhrst du hier.

1. Plane eine feste Zeit ein

Alles beginnt mit dem Zeitmanagement. Je nachdem, was du tust und welche Zielgruppe du hast, ist es entweder wichtig, dass du dich hĂ€ufig darstellst. Es kann aber auch genĂŒgen, wenn du einmal die Woche verlĂ€sslich ein wenig Außenwerbung und AkquisegesprĂ€che durchfĂŒhrst. Einen festen Zeitpunkt fĂŒr das Marketing zu wĂ€hlen, ist in jedem Fall gut. Dabei genĂŒgen oft schon wenige Stunden pro Woche - verteilt auf mehrere Tage oder an einem Tag. Dabei ist es wichtig, dass dies auch durchgezogen wird: Marketing-Zeit ist Marketing-Zeit.

Falls du ein wenig Auffrischung in Sachen Zeitmanagement brauchst, haben wir 10 Tipps fĂŒr erfolgreiches Zeitmanagement fĂŒr dich. Bei der Planung der Zeit ist es wichtig, dass die Zeit auch sinnvoll genutzt werden kann. Wenn du zwecks Werbung viel telefonieren musst, dann ist der beste Zeitpunkt gewiss nicht am spĂ€ten Abend. Überlege dir also auch, wann dein Marketing sinnvoll ist. Wenn es vor allem interaktiv ist, dann musst du dich zeitlich nach deiner Zielgruppe wenden. Wenn es vor allem schriftlicher und bildliche Natur ist (Blog Posts, Kolumnen, Projektbeschreibungen etc.), dann ist die Uhrzeit ziemlich egal.

Dadurch, dass die Pflege des eigenen Marketings zeitlich geplant wird, konkurriert sie gewissermaßen mit anderen Dinge, die gerne aufgeschoben werden. Darunter fallen etwa Rechnungen oder anderer Papierkram. Falls dir das ein wenig ĂŒber den Kopf wĂ€chst und du schon immer effizienter und mit weniger Leidensdruck deine Formalien erledigen wolltest, haben wir noch ein paar Ideen fĂŒr dich, wie du mit 7 Tools massiv Zeit sparen kannst .

Wenn du den optimalen Zeitpunkt gefunden hast, um dich deinem Marketing zu widmen, verzeichne diesen gern als Termin. Immer zu den selben Zeiten wirst du dich nun um dein Marketing kĂŒmmern - und du wirst sehen, dass es viel bringt. Am Ende bist du strukturierter und hast gleichzeitig einen Überblick darĂŒber, was gut funktioniert und was nicht.

Tipp : Wenn du dir Zeit fĂŒr das Marketing nimmst, dann kannst du von der gewöhnlichen Arbeitsbelastung abschalten. Den Zeitpunkt hierfĂŒr also unmittelbar nach das gewöhnliche Wochenhoch zu setzen, kann Entlastung bedeutet.

2. FĂŒhre eine fortlaufende Liste

Zwei Dinge sind beim "Machen" von Marketing Ă€rgerlich: Erstens fĂ€llt einem ganz oft zu diesem Zeitpunkt nichts ein. Und zweitens weiß man nicht, an wen (Kundenakquise!) man sich gerade zuerst wenden sollte.

Beide Probleme erfordern aber den gleichen Lösungsvorschlag. So kannst du einfach immer eine fortlaufende Liste fĂŒhren. Wann immer dir etwas in den Sinn kommt, was du in deiner geschaffenen Marketing-Zeit machen kannst, trage es einfach in diese Liste ein.

  • Du stolperst ĂŒber ein Firmenprofil, das dir attraktiv als Ansprechpartner erscheint? Eintragen!
  • Du hast morgens einen Gedanken bezĂŒglich deiner Social-Media-AktivitĂ€ten? Eintragen!
  • Du hast eine echt gute Idee fĂŒr den Relaunch eines Produktes? Eintragen!
  • Dir fĂ€llt plötzlich etwas ein, was Aufmerksamkeit erzeugen kann? Eintragen!

Und so weiter und so fort - die kleinen Schritte, die dein Marketing erst gut und authentisch machen, sind vielfĂ€ltig. Übrigens: Falls dein Marketing bisher eher rudimentĂ€r existent ist und du dich von Mund-zu-Mund-Propaganda ernĂ€hrst, wĂ€re es doch super, wenn in deiner Marketing-Zeit mal die sozialen Medien fĂŒr dich entdeckst. Zum Einstieg haben wir zum Beispiel das hier fĂŒr dich: Voll vernetzt - wie SelbststĂ€ndige Social Media fĂŒr sich nutzen können .

Deine fortlaufende Liste kannst du in beliebiger Form fĂŒhren. Wichtig ist nur, dass sie nicht ein Sammelbecken fĂŒr alles Mögliche wird, was du einfach nicht angehst. Versuche, in deiner Zeit ganz gezielt Themen abzuarbeiten. Gehe strategisch vor und eröffne nicht zu viele Baustellen auf einmal. FĂŒhre große Schritte mit Hilfe vieler kleiner Zwischenschritte aus und betrachte auch jeden großen Schritt als kleines Zahnrad im Getriebe deines Marketings.

##3. Setze Ziele und bleibe motiviert Die Wahrheit ist, dass die wenigsten Marketing-Methoden durch die Decke gehen und dein Telefon zum GlĂŒhen bringen werden. Diese Dinge brauchen Zeit - mitunter viel Zeit, genau so, wie das Abarbeiten deiner Liste Zeit brauchen wird. Selbst dann, wenn dir etwas Geniales eingefallen ist und du schlagartig die Probleme deiner Kundengruppe lösen kannst, gibt da es da immer noch den Vergleich mit der Konkurrenz, das betriebsinterne oder private AbklĂ€ren um die Notwendigkeit und so weiter.

Aber kontinuierliches Marketing hat einen Effekt. Jede Möglichkeit, im GesprĂ€ch zu bleiben, erhöht deine Chance, einen Auftrag zu erhalten. Nutze also auch weiterhin die Möglichkeiten, die sich gar nicht so richtig anfĂŒhlen mögen, als seien sie enorm wichtig. Vielleicht sind es gerade diese, die den Leuten den Anstoß dafĂŒr geben, sich mit dir und deinem Projekt zu beschĂ€ftigen. (Wie du prĂŒfst, welche Marketing-Maßnahmen sinnvoll sind und welche nicht, klĂ€ren wir gleich.)

Setze dir also Ziele beim Marketing. Das eine Ziel ist die KontinuitĂ€t, welche besonders wichtig ist. Die anderen Ziele sind konkreter und umfassen deshalb Details auf deiner Liste. Setze vor Beginn der Arbeit fest, dass du endlich die "Über"-Beschreibung deiner Homepage ĂŒberarbeitest. Setze fest, dass du endlich die Rezensionen deiner Kunden einarbeitest. Setze beim Telefonieren fest, dass du binnen einer Stunde mindestens drei gute und vielversprechende GesprĂ€che fĂŒhrst.

Du kannst dir Ziele aussuchen. Sie sollten realisierbar sein, aber der Motivation wegen ein bisschen ĂŒber das Ziel hinaus schießen. Dadurch ist sogar das geplante Marketing, welches als Fleißaufgabe daherkam, ein immer wiederkehrendes Erfolgserlebnis. Und die Ziele hier zu erreichen, ist ja erst der Anfang: Schließlich kommen die weiteren Kunden ja erst im Anschluss. Und das bedeutet dauerhaft eine bessere Situation fĂŒr dich.

4. ÜberprĂŒfe und lerne, was funktioniert

Wenn du dich wieder verstĂ€rkt mit deinem Marketing beschĂ€ftigst, beginne ruhig so, dass du die Dinge tust, die du immer getan hast. Die Chancen stehen gut, dass einige von ihnen funktionieren und dir bisher gute Arbeit geleistet haben. Außerdem gibt es ein paar Basics (AktualitĂ€t, VerlĂ€sslichkeit, AuthentizitĂ€t), die immer funktionieren und das RĂŒckgrat deiner gesamten Marketing-Strategie bilden sollten.

Es ist aber auch so, dass viele KanĂ€le sich effektiv als Zeitverschwendung herausstellen können. Dies kann viele GrĂŒnde haben: Zum einen ist es so, dass Privatpersonen und Firmen unterschiedlich auf Netzwerken aktiv sind. Entsprechend hĂ€ngt es von deiner Zielgruppe ab, wie gut du sie erreichst.

Schaue dich also einfach im Kosmos deiner Social-Media-Profile um. Wenn sich deine Zielgruppe dort merklich tummelt, ist es ein Indiz dafĂŒr, zu bleiben. Wenn sie auch mit dir interagiert, umso mehr. Aber wenn auf deine Posts usw. keine nennenswerte Reaktion folgt, dann besteht auch kein guter Grund, diesen Kanal wirklich intensiv zu fördern. Es ist also völlig okay, wenn du ineffiziente KanĂ€le einfach schließt. Wenn alle deine KanĂ€le ineffizient scheinen, dann solltest du dich vorerst auf einen oder zwei konzentrieren und von dort aus durchstarten.

Finde heraus, was deine Kunden zu dir bringt. Frage sie einfach, wie sie auf dich aufmerksam geworden sind oder finde es heraus, indem du dir anschaust, ĂŒber welche Wege sie mit dir kommunizieren. Wenn du den Hauptfaktor gefunden hast, dann baue diesen so gut aus, wie es geht. Dieser Faktor kann dein Schlachtschiff in Sachen Marketing sein und von diesem aus kannst du in weiteren Schritten zu noch mehr PrĂ€senz und noch mehr Kunden kommen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um dein Facebook-Profil, deinen Blog oder deine gewöhnliche Homepage handelt. Wenn deine Kunden und Ansprechpartner dich vor allem darĂŒber finden, dann sieh es dir an und versuche herauszufinden, was daran so gut funktioniert. Baue dies weiter aus und ĂŒbernimm die fĂŒr deine Kunden attraktiven Elemente auch auf andere KanĂ€le.

Außerdem wird es bei der BeschĂ€ftigung mit deinem Marketing gewiss Dinge geben, die zu tun dir unangenehm erscheint. Du musst zwischen den Dingen, die dir einfach lĂ€stig sind und solchen, von denen du selbst kaum ĂŒberzeugt bist, unterscheiden: Erstere mĂŒssen einfach getan werden. Im zweiten Fall solltest du darĂŒber nachdenken, dann diesen Punkt einfach zu lassen. Wenn du selbst nicht an die Sinnhaftigkeit einer bestimmten Maßnahme glaubst und deshalb leidenschaftslos bist, dann bringt es auch wenig. Wenn deine Intuition dir also sagt, dass eine Idee doch nicht gut war oder der Weg doch nicht zielfĂŒhrend ist, dann höre ruhig auf sie. Aber du solltest natĂŒrlich einen Plan B haben.

Wenn du dir Zeit fĂŒr dein Marketing nimmst, kannst du dadurch nicht nur KontinuitĂ€t erzeugen, sondern auch die QualitĂ€t steigern. Eine gesteigerte QualitĂ€t geht mit mehr Kontakten einher - und das wiederum fĂŒllt dein Auftragsbuch. Es handelt sich beim Marketing um eine mittelfristig wirkende AktivitĂ€t, die langfristig deine Situation verbessern kann.

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