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Über den Sinn und Zweck von Freelancer - Jobportalen

Klar, das Leben als Freelancer ist für viele äußerst attraktiv und Ziel aller beruflichen Begierden. Verspricht es doch subjektiv gesehen, das Paradies für alle Berufstätigen zu sein: Arbeiten wann und wo man möchte (natürlich je nach Branche), viel Flexibilität, die Möglichkeit einer ausgewogenen „ Work-Life-Balance “, keine Chefs oder anstrengenden Kollegen, niemand, der einem reinredet und große Freiheiten. Ist das die Sonnenseite - und läuft das bei dir in deinem Freelancerleben so?

Oder musst du an dieser Stelle bei ganz objektiver Betrachtung mit dem Kopf schütteln? Denn neben den vielversprechenden und hochgepriesenen Freiräumen gibt es leider auch unangenehme Seiten beziehungsweise zumindest immer wieder zu bewältigende Hürden, die bisweilen ganz schön hoch ausfallen können: Die up and downs, mit denen du umgehen musst. Absagen auf Bewerbungen, die du hinnehmen musst. Der tägliche Kampf um`s ausreichende Auftragsvolumen, damit am Ende des Monats genug übrig bleibt. Die lästige Kunden-Akquise , um eben dieses dafür notwendige Auftragsvolumen zu erreichen. Langwierige oder frustrierende Honorarverhandlungen. Nervige Kunden, mit denen du trotzdem professionell umgehen musst. Und die Fähigkeit auch Durststrecken, mit denen es bisweilen jeder Freelancer zu tun bekommt, mit einem kühlen Kopf durchzustehen. Alles Gründe, die die möglichen Schattenseiten des Freelancer Daseins aufzeigen. Es bleibt jedem selbst überlassen, welche der beiden Seiten überwiegen und wie man damit umgeht. Und jeder muss wissen, ob er dem auf Dauer gewachsen ist.

Es gäbe zu diesem Thema also viel zu besprechen, aber picken wir heute einmal einen Punkt heraus und nehmen das Thema „wie du Jobs & Aufträge an Land ziehen kannst“ unter die Lupe.

Um an genug Aufträge zu kommen, gibt es unter anderem diese Möglichkeiten:

  • (Kalt-) Akquise, das heißt du trittst an ganz neue, potentielle Kunden heran
  • Akquise im bereits bestehenden Kundenstamm, z.B. dich nach längerer Zeit mal wieder in Erinnerung bringen, nach Folgeaufträgen fragen etc.
  • Akquirierung über dein Netzwerk
  • Aufträge erzielen über spezielle Börsen in deinem Metier, wie z.B. Texterbörsen etc.
  • Nutzung von Jobportalen & Bewerben auf Stellenanzeigen
  • E-Recruiting, Platzierung eigener Ausschreibungen auf Jobportalen

Mit den beiden letzt genannten Aspekten möchten wir uns im Folgenden näher befassen. Denn Jobportale haben Hochkonjunktur. Als Freelancer wird man sich früher oder später dazu hinreißen lassen, sich bei einem oder mehreren Anbietern zu registrieren, vor allem natürlich in Zeiten, in denen Auftragsflaute herrscht.

Was sind die Vorteile von Jobportalen?

Kosten: Früher musste man tief in die Tasche greifen, wenn man sich dafür entschied, eine kleine Print-Stellenanzeige zu schalten. Und der Erfolg war keineswegs garantiert. Eventuell war es am Ende eine absolute Fehlinvestition. Bei den meisten Jobportalen gibt es heute die Möglichkeit, seinen Lebenslauf einzustellen, sich mit seinem Profil zu präsentieren, damit potentielle Auftraggeber sich die passenden Kandidaten heraussuchen können. Anders herum bekommst du passende Angebote zugeschickt. Alle gewünschten Aspekte, die mit deiner Tätigkeit zu tun haben, kannst du über spezielle Filter eintragen. Zum Beispiel: Beruf, gewünschte Tätigkeit, Ort, Beschäftigungsart, Häufigkeit der Zusendung von Stellenangeboten per Mail.

Aber Achtung: Viele der unzähligen Portale haben unterschiedliche Stufen, wobei meist nur ein so genannter Basistarif kostenlos ist. Vielfach ist das aber völlig uninteressant, denn du bekommst zwar Stellenangebote, kannst dich aber unter Umständen gar nicht darauf bewerben, weil der Kunde unsichtbar bleibt. Willst du dich bewerben, benötigst du die Kontaktdaten und dafür musst du einen höheren und und damit kostenpflichtigen Level abschließen. Du musst für dich abwägen, welche Kosten für dich adäquat sind.

Zeit: Wenn du dich in Jobportalen über freie Projekte & Jobs informieren möchtest, geht das digital sofort und zu jeder Zeit. Du musst nicht mehr – ebenfalls wie früher – auf die Wochenendausgabe der Zeitung mit Stellenangeboten warten. Umgekehrt kannst du digital sofort & jederzeit in Jobportalen ein Profil anlegen und dich von Auftraggebern finden lassen oder selbst Ausschreibungen verfassen. Das heißt ausgeschriebene Jobs & Projekte sowie dein Profil und deine Suche sind an 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche möglich.

Immer aktuell: Die Datenbanken mit Stellenanzeigen werden i.d.R. täglich aktualisiert, das heißt du bekommst, wenn du es wünscht jeden Tag neue Angebote per Mail zugesandt. Du als Bewerber kannst selbst entscheiden, wie oft du dein Profil aktualisierst und wie regelmäßig du es pflegst.

Örtlich ungebunden: Alle Jobportale sind natürlich überregional, das heißt du kannst in allen Gebieten der Bundesrepublik suchen und dich präsentieren. Viele Portale bieten auch weltweiten Service. In der heutigen digitalen Welt ist man ja nicht mehr unbedingt an einen festen Ort gebunden, um tätig zu sein. Natürlich kommt es hier immer auf die Branche an.

Schnell: Die meisten beruflichen Interaktionen laufen heute fast ausschließlich über Email. Auch Bewerbungen werden heute digital abgewickelt. Die Zeiten, in denen man zuerst in den Copyshop laufen musste, um dann Dutzendweise Bewerbungs-Mappen mit der Post zu verschicken sind glücklicherweise vorbei. Manche Arbeitgeber führen Bewerbungsgespräche auch über Skype oder ähnliche Medien ab. Das ist sehr praktisch, weil es wenig Zeit und Aufwand in Anspruch nimmt.

Hohe Praktikabilität: Hast du eine eigene Homepage für dein Business, ist es noch einfacher. Denn du kannst sie bei Jobportalen deinem Profil hinzufügen. So haben potentielle Auftraggeber noch schneller die Möglichkeit, sich über dich und deine Qualifikationen, Fähigkeiten und Referenzen zu informieren.

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Was sind die Nachteile von Jobportalen?

Übergroßes Angebot: Bei der großen Vielzahl an Jobbörsen und -portalen im Internet ist es manchmal schwierig überhaupt den Überblick zu behalten. So manch eine Plattform, die zunächst einen guten Eindruck gemacht hat, stellt sich im Nachhinein oft als Kuckucksei heraus, weil sie nur minderwertige oder Billigjobs im Angebot hat oder weil sie mit versteckten Kosten arbeitet. Also, Augen auf. Meist kommst du als Freelancer nicht drum herum, dich vorher schlau zu machen und eigene Marktforschung zu betreiben, welche Portale empfehlenswert sind und nicht mit Dumping-Honoraren arbeiten. Die Gefahr ist auch, dass man sich auf zu vielen Plattformen anmeldet, aber gar nicht die Kapazitäten hat, sich um alle zu kümmern. Das kann leicht zu einem Organisationschaos führen.

Mangelnde Aufmerksamkeit: Begehrte Jobportale haben natürlich die meisten Nutzer bzw. Bewerberprofile. Um bei diesen Mengen herauszustechen, musst du dir für dein Profil schon etwas Besonderes einfallen lassen und auch Suchmaschinen-orientiert agieren. Außerdem solltest du es immer aktuell halten, um up to date zu sein. Vermeiden solltest du langweilige, nichts sagende Ausschreibungen. Die gehen in der Masse einfach unter. Du solltest herausstellen, was dich auszeichnet, was dich besonders macht. Es darf auch witzig sein, mal auch frech oder etwas provokant klingen. Aber beachte: Es kommt immer darauf an, in welcher Branche du tätig bist. Für eine Ausschreibung als Banker gelten auf jeden Fall andere Kriterien als für freie Texter oder Art Direktoren. Sei kreativ und gestalte ein Profil, das anspricht und Kunden begeistert.

Immer schnell, aktiv und präsent sein: Das Internet ist schnelllebig, deswegen sollte man sich regelmäßig aktiv mit den jeweiligen Portalen befassen. Das kann sehr Zeitaufwändig werden und man sich leicht verzetteln. Außerdem verpasst du eventuell gute Jobs, wenn du nicht immer online bist.

Teuer: Wenn du bei mehreren Plattformen angemeldet bist und alle Services in vollem Umfang nutzen möchtest, ist das beinahe bei allen kostenpflichtig und kann schnell ins Geld gehen. Wähle mit Bedacht, welche Jobportale für dich wirklich relevant sind und dir einen Nutzen bringen.

Und damit kommen wir zu den einzelnen Jobportalen selbst. Bezugnehmend auf den oben genannten Punkt, zunächst folgender Tipp: Um erst einmal Geld zu sparen, nutze zunächst die Jobportale wie zum Beispiel Monster , Indeed , Trovit Jobs , Stepstone , Stellenanzeigen.de etc., die kostenlos sind und Stellenanzeigen veröffentlichen, auf die du dich direkt bewerben kannst.

Ein Nachteil hier ist allerdings, dass die Auswahl an freien Jobs oft geringer ist als an Festanstellungen.

Welche Jobportale gibt es noch?

Eine kleine Auswahl

Dasauge : ein Kreativ-Netzwerk mit kostenlosen Jobangeboten. Möglichkeiten, sich als Freelancer über eine schriftliche Darstellung hinaus zu präsentieren, gibt es nicht. Hat aber teilweise sehr gute Projekte im Angebot.

DESIGNERDOCK : ebenfalls ein Kreativportal, das aber in Richtung Personalvermittlung geht. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Jobs für Freelancer sind eher rar, aber durchaus manchmal möglich. Bei Vermittlung bezahlt der Freelancer 10 Prozent Provision von dem in Rechnung gestellten Nettohonorar.

Freelance.de : ein Online-Netzwerk, das Freiberuflern Aufträge aus den Bereichen Design, Management, Entwicklung, IT, Technik, Ingenieurwesen, Finanzen, Versicherungen, Recht, Handel, Logistik, Forschung, Marketing, Medien und noch mehr bietet. Die kostenlose Mitgliedschaft hat einige Einschränkungen, so kann man sich nicht auf alle Ausschreibungen bewerben. Möchte man mehr Komfort, muss man eine kostenpflichtige Mitgliedschaft für 12,50€ im Monat abschließen. Dafür erhält man aber auch viele Funktionen.

Twago : in vielen Ländern aktiv und mit mehr als circa 300 000 Nutzern zählt Twago zu Europas führendem Portal für die Vermittlung von Freiberuflern und kleineren Agenturen. Bereiche: Design, Webentwicklung, Text und Marketing. Berechnet wird den Nutzern eine Vermittlungsgebühr in Höhe zwischen 3,5 und 10 Prozent.

Was Sicherheit für die Überweisung des Honorars bringt, ist, dass die Auftrags-Bezahlung über ein spezielles Online-Bezahlsystem durchgeführt werden kann. Außerdem finanziert sich Twago über Credits, die du als Nutzer kaufen kannst, um weitere Features wie zum Beispiel ein SEO-optimiertes Profil zu erhalten. Twago arbeitet mit Randstad-Gruppe zusammen.

Gulp : Portal für freiberufliche IT-, Engineering- und Finance-Spezialisten. Du kannst hier dein eigenes Profil einstellen, um von potentiellen Auftraggebern gefunden zu werden. Gehört ebenfalls zu Randstad.

Projektwerk : ein Portal für Freelancer – Projekte in den Bereichen Marketing, Entwicklung und Controlling. Freelancer und Unternehmen unterschiedlicher Berufsfelder können sich vernetzen und Zusammenarbeit für Projekte vereinbaren. Provisionsfrei und kostenlos.

Außerdem :

Plattformen aus dem Social Media Bereich haben ebenfalls Hochkonjunktur. Über Facebook beispielsweise kannst du beinahe unzähligen speziellen Jobbörsen (Gruppen) beitreten, über die mittlerweile auch große Agenturen und Unternehmen Mitarbeiter suchen. Xing , als eine Art Mischform, fungiert als Netzwerk wie auch als Plattform, über die Projekte etc. vermittelt werden. Viele behaupten, Xing sei eine Goldgrube für Freiberufler. Denn als Karrierenetzwerk bietet es viele Jobs und Projekte für Entwickler und Designer. In den zahlreichen, internen Foren kann man sich austauschen und auch Projekte finden. Auch hier gibt es eine kostenlose und eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft.