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Kinder, ein Wettbewerbsnachteil? Von wegen! Warum gerade Mütter die besseren Freiberuflerinnen sind!

Sie können nur in Teilzeit arbeiten, haben ungeplante Ausfallzeiten, weil das Kind plötzlich krank wird oder die Kita einen Schließtag einberuft, sind unflexibel in der Urlaubsplanung und arbeiten nie über die reguläre Arbeitszeit hinaus. Mütter (und auch Väter) sind häufig Vorurteilen ausgesetzt, was ihr Arbeitspensum und ihre Einstellung zum Job angeht. Dabei können sie so viel mehr, wovon Kinderlose nur träumen können. Denn gerade aufgrund ihrer Elternschaft sind Mütter sogar doppelt qualifiziert: Sie sind wahre Organisationstalente, bewahren auch in stressigen Situationen Ruhe, meistern plötzlich auftretende Probleme kreativ, sozial und effizient und haben dabei immer noch ein motivierendes Lächeln auf dem Gesicht.

Selbstständigkeit und Mutterschaft - die perfekte Symbiose

Selbstständige schätzen ihre zeitliche Flexibilität, das Arbeiten an den verschiedensten Orten und vor allem das selbstbestimmte Setzen von Prioritäten. Mit der Elternschaft verändert sich insbesondere für viele Mütter auch der Anspruch an den Job. Lässt er sich mit den Betreuungszeiten, spontanen Ausfällen und familiären Pflichten kombinieren und haben Arbeitgeber/innen Verständnis für die neuen Lebensumstände?

Es wundert also nicht, dass sich viele Mütter erst nach ihrer ersten Schwangerschaft selbstständig machen. Die starren Arbeitszeiten eines Angestelltenverhältnisses gehen immer weniger konform mit den Ansprüchen einer Mutterschaft. Sobald ein Kind den eigenen Lebensmittelpunkt ablöst, verändert sich das eigene Leben schlagartig . Nicht nur privat, auch im Berufsleben ist nichts mehr wie es vorher war. Zum Glück! Veränderung heißt auch Erfahrung, die auch im Job durchaus vorteilhaft sein kann.

Warum Mütter die besseren Freiberufler sind

Um es gleich vorweg zu nehmen, natürlich sind nicht nur Mütter (oder Väter) die besseren Arbeitnehmer/innen beziehungsweise Freelancer. Auch Kinderlose können wahre Allrounder sein. Dennoch ist die Elternschaft nicht zu unterschätzen, im Gegenteil, sie ist sogar ein ganz wichtiger Teil der Expertise, die sich im Lebenslauf selbstbewusst und berechtigt neben Studienabschluss und Berufserfahrung einreihen darf. Familiengründung ist eine Weiterbildung, die sich oftmals nur in der flüchtigen Randbemerkung im Lebenslauf wiederfindet, still und zurückhaltend, getreu nach dem Motto: Hoffentlich fragt keiner nochmal genau nach. Das muss aber nicht sein. Ein selbstbewusstes Auftreten als Mutter, vermittelt potentiellen Auftraggebern/Auftraggeberinnen auch den Eindruck, man hätte alles im Griff, der Familienalltag läuft reibungslos und wenn das mal nicht der Fall ist, wird eine Lösung geschaffen. Ist die Kinderbetreuung zum Beispiel noch nicht gesichert, gibt es zahlreiche Alternativen , um Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Mütter, verheimlicht eure Mutterschaft nicht, weder im Bewerbungsanschreiben, noch im Bewerbungsgespräch. Stellt euch selbstbewusst vor, mit dem was ihr könnt und wollt. Im Prinzip seid ihr ja doppelt qualifiziert, weil ihr neben Berufserfahrung, Ausbildung usw. noch einen Familienalltag rockt.

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Mütter haben immer den Rundumblick

Stellt euch folgende Situation vor: Eine Mutter (oder Vater) von einem Kleinkind ist zu Besuch bei einem befreundeten Pärchen, kinderlos. Den großen Zeh noch nicht einmal über die Türschwelle gesetzt, legen Eltern sogleich ihre unsichtbare 360-Grad-Ansicht-Maske an. In Raketengeschwindigkeit werden sofort alle potentiellen Gefahrenquellen für ihr Kleinkind ausfindig gemacht: ungesicherte Steckdosen, gefährliche Treppenstufen, spitze Tischkanten usw. und es wird keine Sekunde dauern, bis eines der Elternteile die antiquare Vase in der Hand hält, um sie drei Etagen höher ins Regal zu stellen. Mütter sind wahre Alles-Checker! Während sich andere noch bei der Begrüßung aufhalten, haben sie in kürzester Zeit fremde Wohnungen analysiert und potenzielle Gefährdungen für ihr Kleinkind ausfindig gemacht. Dieser Rundumblick ist auch für Arbeitgeber/innen äußerst attraktiv, denn Mütter denken mit, und das nicht nur für sich, sondern auch immer im Sinne des ganzen Teams.

Mütter sind geduldig

Die wohl prägnanteste Fähigkeit, die man mit der Elternschaft lernt, ist die Geduld. Das bedeutet für Eltern vielmals die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, Ruhe zu bewahren, umzudenken und ungeplante Situationen sinnvoll zu nutzen.

Mütter wissen wie lange es dauern kann, bis sich das Kind am Morgen fertig angezogen hat. Eine Viertelstunde später, die Schuhe bereits angezogen und die Türklinke abmarschbereit in der Hand, fällt dem Kind spontan ein, jetzt unbedingt noch das eine und vor allem ganz wichtige Legoteil suchen zu müssen. Jetzt hat man als Mutter die Wahl zwischen langen Diskussionen oder dem (schnellen) Suchen. Beides ist mit einem langen Geduldsfaden verbunden, der sich ziehen kann wie Kaugummi. Ist das Legoteil dann endlich gefunden, geht's meistens auch im Raketenstart los. Nicht jeder Morgen läuft wie am Schnürchen, das wissen Mütter. Mit dieser Fähigkeit können sie aber auch entspannt an den Jobauftrag gehen. Kommt etwas Unvorhergesehenes dazwischen oder erreicht sie das Feedback nicht rechtzeitig, ist das kein Grund zur Panik, denn Mütter wissen, auch das geht vorbei.

Mütter haben immer einen Plan B

Mütter haben einen straffen Terminplan und rechnen jederzeit mit dem Ungewissen. Die Kita könnte plötzlich anrufen und mitteilen, es wären Läuse auf dem Kopf des Kindes entdeckt worden oder die Oma verpasst die Straßenbahn und kommt zu spät um den Großen von der Schule zu holen - Zwischenfälle, die so gar nicht in den Berufsalltag passen, aber doch jederzeit vorkommen können. Für jeden einzelnen, noch so unrealistischen Fall haben Mütter immer einen Plan B im Kopf. Sobald etwas den normalen Alltag durcheinander bringt, und das ist regelrecht an der Tagesordnung, wird kurzerhand umgedacht, das Netzwerk von Freund/innen und Bekannten akquiriert und der Tagesablauf gerettet. Davon bekommen Arbeitgeber/innen allerdings fast nie etwas mit. Für Mütter ist die Organisation neben dem Job einfach nur ganz normaler Alltag.

Mütter arbeiten schnell und effizient

Während sich junge Arbeitnehmer/innen am Morgen noch erschöpft und verkatert an die Arbeit machen, weil das Business Event mal wieder länger gedauert hat, klotzen Mütter bereits fleißig ran. Ineffiziente Kaffeepausen können sie sich nicht leisten, verschieben von lästigen Aufgaben und Deadlines auch nicht. Mütter müssen ständig im Hinterkopf behalten, dass ihnen Irgendetwas dazwischen kommt, denn jeder ungeplante Zwischenfall bedeutet noch mehr Organisation und Koordination und schließlich auch mehr Arbeit. Effizient ist das nicht. Um das zu vermeiden, arbeiten Mütter und Väter das Wichtigste lieber so schnell wie möglich weg. Getreu dem Motto: Leistung abliefern statt Arbeitszeit durchhalten.

Mütter sind flexibel

Mütter sind es gewohnt zu jeder Tages- und Nachtzeit zu arbeiten oder zu schlafen. Die ersten Monate mit Baby stellen alles in Frage, was man in seinem Leben über Biorhythmus, Schlafpensum und geregelte Mahlzeiten gelernt hat. Vielmehr findet sich nun ein Puzzle aller einzelnen Teile vor - ungeordnet und jeden Tag anders. Das erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, wie zum Beispiel Emails schreiben, wenn das Kind schläft oder beschäftigt ist, sei das 15 Uhr nachmittags oder nachts um eins. Mütter haben gelernt sich ihre „freie“ Zeit sinnvoll einzuteilen und auch, dass ein Tag aus 24 Stunden besteht und nicht aus 10 Stunden Arbeitszeit, 8 Stunden Schlaf und 6 Stunden Freizeit.

Mütter sind kreativ

Wenn man mit der Elternschaft was für’s Leben lernt, dann ist es Kreativität. Mütter können aus einem Schlamassel einen „Superwomen-Rettungsakt" zaubern und das auch noch mit Ruhe und Motivation. Folgende Situation: Die Mutter ist im Home-Office und der Auftrag muss unbedingt heute fertig gestellt werden, beide Kinder sind krank, der Babysitter ist bereits ausgebucht, die Freunde müssen selbst arbeiten und Oma und Opa sind auf einer Kreuzfahrt und durchqueren gerade den Panama-Kanal. Was nun, die Deadline aufgrund von Mütterpflichten verschieben? Niemals! Mütter haben nicht umsonst den Ruf als Organisationstalente mit fünf Armen! Mütter bauen dann lieber ein „Piratenschloss“ ins Kinderzimmer und geben den Kids spielerisch eine Schatzkarte mit Aufgaben an die Hand, während sie noch schnell die Wärmflasche zubereiten und neben dem Business-Telefonat, die Kombüse als Meisterköchin in Beschlag nehmen. Von zu Hause arbeiten und mit Unterbrechungen zurecht kommen , für Mütter kein Problem.

Mütter sind die Allround-Talente, nach denen sich jeder Arbeitgeber sehnen sollte

Mütter arbeiten gern. Denn entgegen vieler Vorurteile, es gäbe für sie nur das Thema: Windeln, Betreuungsplatz und gesundes Essen, möchten Mütter nicht nur für ihre Kinder da sein, sondern auch beruflich ihren Platz finden, sich weiterbilden und auch das Leben leben, das sie vor der Geburt ihres Kindes hatten. Nur anders eben - entsprechend ihrer neuen Lebensumstände. Das Trennen der Nabelschnur nach der Geburt, ist ja nicht gleichbedeutend mit einer Verabschiedung aus dem Berufsleben. Bye Bye Job, willkommen Kind?! Nein, so einfach ist das nicht.

Mütter haben Biss. Sie kämpfen sich durch jede noch so schwierige Situation. Während andere noch das Problem analysieren, haben Mütter die Lösung schon im Kopf. Da sind sie erprobt, denn ihr Familienalltag ist durchzogen von unvorhergesehenen Unfällen, Krankheiten, Wutanfällen, Kuschelattacken und Rockzipfel-Akrobatik. Mütter sind einfach tolle Arbeitnehmerinnen und Freelancer. Sie sind strukturiert, arbeiten effizient und händeln zeitgleich Familienalltag und Aufträge konzentriert und durchdacht.

Für Arbeitgeber/innen ist die Einstellung von Müttern sicherlich eine Herausforderung und ihre Befürchtungen, sie könnten immer mal wieder spontan ausfallen und keine Überstunden leisten, kommen nicht von ungefähr. Möchte man mit Müttern zusammenarbeiten verlangt das ein hohes Maß an Flexibilität, Rücksicht und Empathie. Dafür bekommt man diesen Anteil aber auch eins zu eins wieder zurück. Die Zusammenarbeit mit Mütter basiert nämlich oftmals auf einer gut organisierten, stabilen und loyalen Arbeitsmoral.