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Warum du als Selbständiger gerade jetzt deinen mentalen, körperlichen und seelischen Zustand stärken solltest

Ausgelöst durch das Corona-Virus, das uns seit Ende Februar alle in Atem hält, hat gerade jeder mit sehr individuellen Lebenssituationen und auch Problemen zu kämpfen. Die Mehrheit spricht von einer Krise und einem tiefen Einschnitt, der unsere Welt in ein Davor und Danach unterteilt. Obwohl das genaue Danach ja noch gar nicht absehbar ist. 

Heute konzentrieren wir uns nat√ľrlich wieder vor allem auf die Arbeitsbereiche, die der Freiberufler und Selbst√§ndigen. Fakt ist, viele unter ihnen, und vielleicht auch du, hatten in den letzten Monaten und auch aktuell mit gro√üe arbeitsm√§√üige und demnach auch finanzielle Einbu√üen zu verkraften und mit viel Unsicherheit zu k√§mpfen.

Denn die Sorge dar√ľber, was wohl weiter geschehen wird, ist bei der Vielzahl der Berufst√§tigen sehr gro√ü: Was ist mit den Unternehmen meiner Auftraggeber? Wie geht es mit meinem eigenen Unternehmen weiter, mit meiner Selbst√§ndigkeit? Komme ich als Solopreneur √ľber die Runden? Kann ich meine Angestellten halten? Und ganz aktuell, was passiert jetzt, wo man von der zweiten Welle spricht?

Diese √Ąngste, die sich in unsicheren Zeiten entwickeln, f√ľhren unweigerlich zu Stress¬† - gedanklichem, k√∂rperlichem sowie seelischem - was dann als Konsequenz Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und letztlich auf unsere Leistungsf√§higkeit hat, die wir ja gerade im Beruflichen ziemlich n√∂tig brauchen.

Fragt man Fachleute, raten die stets zu Ruhe und Besonnenheit, um nicht zu viele Stresshormone zu produzieren. Aber sag das mal einem Freiberufler, der am Rande der Existenz steht oder einem Selbständigen, der keine Aufträge mehr bekommt. Da hängt ja nicht nur die Arbeit dran, sondern auch der gesamte private Bereich.

Dennoch - und in diesem Sinne kannst du dich ein wenig entspannen - gibt es gute Möglichkeiten, wie du Ruhe, Besonnenheit und vor allem Gesundheit in deinem Leben fördern kannst, um allen Widrigkeiten gewachsen zu sein. 

Selbständigkeit verlangt einem vieles ab, birgt aber auch viele Möglichkeiten

Wie also in diesem Sinne damit umgehen? Denn viele veranlasst eine Krisensituation dazu, noch h√§rter als zuvor zu arbeiten, sich noch mehr anzustrengen und an die Grenzen oder dar√ľber hinaus zu gehen, um sich irgendwie √ľber Wasser zu halten. Andere wiederum nutzen die Zeit, um sich um die (berufliche) Dinge zu k√ľmmern, f√ľr die man sonst keine Zeit hat. So nach dem Motto: Besser sich um etwas Sinnvolles k√ľmmern, als nur tatenlos dazusitzen und abzuwarten.

Unsere heutigen Anregungen beziehen sich allerdings nicht auf die rein praktischen Angelegenheiten deines Business wie zum Beispiel¬† "wenn es schlecht l√§uft, organisiere dich neu, nutze effizientere Zeitmanagement-Methoden, verwende bessere Tools f√ľr deine Selbst√§ndigkeit oder organisiere deinen Arbeitsplatz/dein Homeoffice effektiver.

Auch wenn diese Tipps trotz Corona und Auftragseinbußen alle auch Sinn machen, sich ebenfalls  positiv auswirken und dir zu besserer Produktivität und Erfolg verhelfen können - soll es heute ausschließlich um Empfehlungen gehen, die dich selbst als Person betreffen. Dich als Mensch in den Vordergrund stellen. Und zwar auf allen Ebenen - wie eben schon erwähnt auf der mentalen, körperlichen und seelischen.

Denn was du in diesen Zeiten genauso brauchst, um deine Unsicherheiten, Ungewissheiten, deine √Ąngste, Sorgen und deinen Stresslevel im Blick zu haben und in den Griff zu bekommen, sind Anregungen, die gut f√ľr deine Gesundheit, dein Wohlbefinden und deine dringend ben√∂tigte Entspannung sind.¬†

Was du in dieser Hinsicht also tun kannst, haben wir hier f√ľr dich zusammengefasst:

  • Achte auf und arbeite an deiner mentalen Haltung

    Es gibt viele Studien, die den positiven Einfluss von mentalen √úbungen auf die Leistungsf√§higkeit des Gehirns und demzufolge auf die Leistungsf√§higkeit insgesamt zeigen. Diese √úbungen k√∂nnen gerade jetzt zu wahren Rettern f√ľr Freiberufler und Selbst√§ndige werden. Denn in unruhigen Zeiten (von au√üen) ist es tats√§chlich sehr wichtig, innere Ruhe zu bewahren.

    Du kannst hierzu Verschiedenes in deinen Alltag integrieren, wie zum Beispiel Mediation, Yoga, Atemtechniken, so genannte Achtsamkeits√ľbungen, autogenes Training oder was auch immer dir in diesem Zusammenhang gut tut. Schon ein paar Minuten Meditation t√§glich k√∂nnen Stress l√∂sen, f√ľr Entspannung sorgen und gleichzeitig die Konzentration und Leistungsf√§higkeit verbessern.

    Manchmal reicht es aber auch schon, zum Feierabend eine Kerze anzuz√ľnden, sch√∂ne ruhige Musik aufzulegen und einfach nur still dazusitzen und der Flamme der Kerze zuzuschauen. Ich wei√ü, gerade wenn man 1000 Gedanken im Kopf hat und Zukunftssorgen dir die Ruhe nehmen, f√§llt dies schwer. Dennoch ist es einen Versuch wert.

    Wenn wir es schaffen, auf diese Art (oder auf deine ganz pers√∂nliche) zur Ruhe zu kommen und auch mal die "Gedanken zu z√§hmen", ist das ein gro√üer Zugewinn an Lebensqualit√§t. Probiere es einfach aus, nach einiger Zeit wirst du den positiven Aspekt sp√ľren.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, die bitte nicht mit "billigem Esoterik-Kram" betitelt werden sollten, sondern als simple Chance, dir selbst etwas Gutes zu tun:

- Anstatt st√§ndig die negativen Dinge oder diejenigen, die grad nicht so laufen, in den Vordergrund zu stellen - wann hast du dir mal √ľberlegt, f√ľr was du in deinem Leben dankbar bist? Auch wenn das zun√§chst schwierig erscheinen mag, du wirst erstaunt sein, wie viele Dinge dir doch einfallen werden.

Und die Freude dar√ľber tut einfach nur gut und lenkt deinen Fokus auf die Dinge, die ziemlich erfolgreich f√ľr dich laufen. Wenn du deinen¬† Blickwinkel ver√§ndern kannst, erscheint die Zukunft heller und freundlicher.¬†

- Bleibe optimistisch, auch wenn das zwischendurch unmöglich erscheint. Klar, die Krise geht dadurch nicht schneller vorbei. Aber bedenke: wenn es eh schon schwer ist, machst du es dir mit ständig pessimistischen Gedanken noch schwerer.

Denkst du jetzt vielleicht grad insgeheim, "ich bin aber kein optimistischer Mensch", dann wirst du erstaunt sein, denn das kann man tatsächlich lernen Optimismus kannst du lernen.

- Auch ein wichtiger Aspekt: Sei freundlich zu dir selbst und zu anderen. Mache Komplimente. Sage nette Dinge zu dir und anderen. Baue dich auf, anstatt dich nur auf deine Sorgen zu konzentrieren. Das gibt dir Kraft und positive Energie. Und meistens gibt es dann auch Komplimente zur√ľck, was f√ľr noch mehr Energie sorgt.¬†

¬†¬†¬†¬†- Pflege deine sozialen Kontakte. Triff Freunde, gehe auf andere zu (nat√ľrlich mit dem n√∂tigen Abstand!) und soweit m√∂glich besuche Veranstaltungen, Workshops (unter Umst√§nden auch digital). Bleibe in Verbindung. Wenn es schlecht l√§uft, ziehen wir uns oft lieber zur√ľck, weil die anderen nicht sehen sollen, dass es einem vielleicht gerade nicht gut geht.

Das ist der falsche Weg. Wenn du dich zum Beispiel mit anderen Freiberuflern austauscht, wirst du sehen, dass sie die gleichen Sorgen oder Existenzängste haben. So kann man sich gegenseitig helfen oder Anregungen erhalten, wie die anderen besser mit der Krise umgehen.

  • Achte auf und arbeite an deiner k√∂rperlichen Verfassung

    Der allt√§gliche Druck, genug Auftr√§ge zu generieren, Bestandskunden zu halten, neue Kunden zu gewinnen und dar√ľber hinaus gleichzeitig erstklassige Projekte abzuliefern - all das bedeutet schon in guten Phasen Stress und eine hohe Belastung.
    In Zeiten von Corona, sprich w√§hrend einer Krise, verdoppelt dieser Zustand die negativen Auswirkungen auf unser Wohlbefinden (Gesundheit). So solltest du ein besonderes Augenmerk darauf haben, wie du deinen K√∂rper in einer solchen Phase unterst√ľtzen kannst:

    K√∂rperliche Aktivit√§t und Bewegung sind die Devise. Hier ist erlaubt, was gef√§llt. Egal ob Gymnastik, Yoga, Tanzen, Schwimmen, Badminton, Tennis oder Joggen und vieles mehr. Au√üerdem: Lass das Auto stehen und nehme das Rad und anstatt dem Aufzug die Treppe. W√§hle an Sport und Bewegung das aus, was dir am meisten Spa√ü macht. Dann kannst du davon ausgehen, dass es auch den besten Effekt hat. Wichtig auch: Frische Luft und Sonnenlicht (f√ľrs Vitamin D).

    Gewöhne dir an, täglich mindestens eine halbe Stunde mit einer solchen Aktivität zu verbringen. Nachweislich kann beispielsweise einfaches Gehen den kreativen Output um durchschnittlich 60 Prozent steigern. Generell lässt sich festhalten: All diese Aktivitäten wirken sich optimal auf die Gehirnleistung, Gesundheit und das Immunsystem aus.

  • Achte auf und arbeite an deinem Ern√§hrungsstil

    Das ist sicherlich f√ľr viele eine Herausforderung. Schon in normalen Zeiten, allein wenn man sich mal vornimmt, sich ges√ľnder zu ern√§hren, ein paar Tage zu fasten oder auf bestimmte Genussmittel zu verzichten, klappt das mit den guten Vors√§tzen nicht. Und gerade jetzt geben viele Menschen gesunde Ern√§hrungsgewohnheiten noch schneller auf. Das schw√§cht dich.
    Wenn du aber gesunde Nahrungsmittel auf deine Einkaufsliste setzt, wirst du damit dein Immunsystem und deine geistigen und körperlichen Ressourcen stärken. 

Ein paar Anregungen (Wenn es dir schwer f√§llt, diese Sachen zu integrieren, dann versuche es auf jeden Fall mal f√ľr eine kurze Zeit):

¬†¬†¬†¬†- Streiche Zucker, ges√§ttigte Fetts√§uren, wei√ües Mehl, Fertigprodukte und frittiertes Essen von deiner Liste. Eine Ausnahme: Bittere Schokolade mit einem Kakao-Anteil von mindestens 70 %, besser noch h√∂her. Bitterschokolade ist ein starkes Antioxidans (Radikalf√§nger), das unser Gehirn st√§rkt, unsere Psyche st√§rkt, Entz√ľndungen vorbeugt, die Konzentrationsf√§higkeit f√∂rdert und die Bildung von Endorphinen unterst√ľtzt. Es ist sogar gut f√ľr die Darmflora.


¬† ¬† - W√§hle Nahrungsmittel, die reich an Vitaminen, Ballaststoffen und sekund√§ren Pflanzenstoffen sind. Am besten sind immer Bioprodukte. Allerdings sind die auch teurer, was in finanziell schwierigen Phasen nat√ľrlich nicht ganz einfach ist. Versuche wenigstens ein paar Produkte in Bioqualit√§t in deinen Speiseplan zu integrieren. Setze auch auf Fisch, der reich an Omega-3-Fetts√§uren (f√ľr eine bessere Gehirnfunktion) ist.

  • Achte auf und arbeite an deinen Schlafgewohnheiten

    Du wirst das kennen: Gerade als Selbst√§ndiger k√§mpft man immer wieder mit der Versuchung, Zeit, die eigentlich zum Schlafen da w√§re, mit Arbeit zu f√ľllen. Das ist nie eine gute Idee - Krise hin, Krise her. Wer auf Dauer zu wenig schl√§ft, oft bis in den Abend hinein arbeitet und dann nicht abschalten kann, riskiert Konzentrationsmangel, M√ľdigkeit bis hin zu gesundheitlichen Problemen.

    Auf der anderen Seite hast du vielleicht in der momentanen Situation auch mit Schlafst√∂rungen zu tun. Aufgrund der t√§glichen schlechten Nachrichten, der Panik in den sozialen Medien, Angst vor dem Unbekannten, der Ungewissheit, wie es weitergehen soll oder wegen finanzieller √Ąngste.
    Um deinem K√∂rper, deiner Seele und deinem Gehirn gen√ľgend Ruhe und Zeit zur Regeneration zu geben, solltest du zwischen 7 und 9 Stunden pro Nacht schlafen (ist individuell unterschiedlich). Und falls du unter Schlafst√∂rungen leidest, Gegenma√ünahmen ergreifen. Hier ein paar Tipps:

        - Dunkle dein Schlafzimmer ab. Falls du zu viel Licht von draußen abbekommst, probiere Verdunkelungsvorhänge oder auch eine Schlafmaske.
    ¬† ¬† - Sp√§t abends und vor dem Schlafengehen solltest du auf Fernseher, Computer und Smartphone verzichten. Sowohl das Licht hindert den K√∂rper und den Geist runterzufahren. Als nat√ľrlich auch negative Nachrichten, die man dann mit in den Schlaf nimmt.¬†

¬†¬†- Wenn du schlecht (ein-) schl√§fst, sind spezielle entspannende Atem- oder Meditations√ľbungen sehr hilfreich.
  - Schlafe nicht zu warm und wenn möglich mit frischer Luft. 

  -  Vermeide es zu spät abends noch zu essen. Auch Alkoholkonsum ist oft kontraproduktiv.  

Mehr Tipps zum Krisen meistern, findest du hier Wie ich als Selbständiger am besten mit Stolpersteinen umgehe.

Fazit

Als Selbst√§ndiger verf√ľgst du selbstverst√§ndlich √ľber die n√∂tigen Skills dein Business betreffend. Wie viel Erfahrung du bereits gesammelt hast, h√§ngt davon ab, wie lange du schon dabei bist. Aber du wirst wahrscheinlich dein Homeoffice perfekt eingerichtet haben, den Umgang mit Kunden, auch schwierigen, gelernt haben, aber auch das Einkalkulieren finanzieller Risiken, und das Einhalten kurzer Deadlines geh√∂ren zu deinem Arbeits-Alltag. Auch w√§hrend der aktuellen Krise hast du wahrscheinlich inzwischen gelernt, dich anzupassen und immer besser damit umzugehen.


Aber genau so wichtig ist es,¬† sich jetzt auch um die seelische, geistige und k√∂rperliche Verfassung zu k√ľmmern und diese zu st√§rken, damit du den zuk√ľnftigen, eventuell hohen¬† Wellengang leichter umschiffen kannst. Dann bist du f√ľr alle Widrigkeiten gewappnet und kannst auch in "normalen" Zeiten davon profitieren. Ver√§nderst du deine Lebensweise jetzt und machst dir unsere Anregungen zu Nutze, wird das deine Selbst√§ndigkeit insgesamt und deine Produktivit√§t langfristig positiv beeinflussen.¬†

Und noch ein ganz anderer Tipp zum Schluss: Wenn es finanziell gerade knapp bei dir ist, dann haben wir in diesem Blogartikel Wie du als Freelancer zusätzlich Geld verdienen kannst ein paar Ideen gesammelt.

Do your thing, not your taxes