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Wie kann man mit Bloggen Geld verdienen?

F√ľr Viele ein Traum: Mit dem eigenen Blog bequem von zu Hause aus Geld verdienen. Auf dem Weg dorthin gilt es jedoch einige Stolpersteine zu beachten, von denen viele schon vor dem Beginn der eigentlichen T√§tigkeit liegen. Wir zeigen dir, welche M√∂glichkeiten du hast, mit Bloggen Geld zu verdienen und auch, was du dabei beachten musst.

Die Vorbereitung

Den Blog zu monetarisieren ist f√ľr viele Blogger ein logischer Schritt. Man hat seine Stammbesucher, kann den einen oder anderen Klick durch Google verzeichnen und auch schon ein erstes Konzept im Hinterkopf. Das ist gut! Aber reicht das schon aus? Bereits bevor du deine erste Kampagne startest, musst du dir √ľber wichtige Punkte Gedanken machen.

Gewerbe ist Pflicht

Es reicht nicht, sich bei einem Partnerprogramm anzumelden oder gegen Bezahlung Blogbeitr√§ge zu ver√∂ffentlichen. Bevor du √ľberhaupt t√§tig werden darfst, musst du deine T√§tigkeit beim Finanzamt anmelden. Es gilt das Prinzip der Gewinnerzielungsabsicht. Das bedeutet, dass du schon vor der Aufnahme deiner T√§tigkeit eine Gewerbeanmeldung abgeben musst - selbst wenn du nur einen einzelnen Werbebanner oder einen Affiliate-Link im Blog einbaust, ist das vorab anmeldepflichtig. Du hast damit die Absicht, Gewinn zu erzielen. Hier findest du eine Schritt-f√ľr-Schritt-Anleitung , die dich auf dem Weg zur Gewerbeanmeldung begleitet.

Die Rechtsform

Mit der Gewerbeanmeldung musst du dir auch Gedanken dar√ľber machen, welche Rechtsform du w√§hlst. Viele Blogger melden ein Einzelunternehmen an. Es ist schnell und einfach gegr√ľndet, au√üerdem sind keine Kapitaleinlagen notwendig. Was vorteilhaft klingt, hat aber einen Haken: Als Einzelunternehmer bist du mit deinem Privatverm√∂gen f√ľr die Verluste des Unternehmens haftbar.

Als Alternative zum Einzelunternehmen kannst du dich zum Beispiel f√ľr die Unternehmergesellschaft entscheiden. Anders als das Einzelunternehmen handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft. Das bedeutet, dass Privat- und Gesch√§ftsverm√∂gen getrennt werden und bei Verlusten nur mit dem Firmenkapital gehaftet wird. Vereinfacht gesagt ist die haftungsbeschr√§nkte Unternehmergesellschaft eine GmbH, die nicht das eigentlich f√ľr die Gr√ľndung n√∂tige Stammkapital von 25.000 Euro hat - denn welcher Blog hat das schon?

Es gibt nat√ľrlich noch wesentlich mehr Gesellschaftsformen. F√ľr das Betreiben und insbesondere die Gr√ľndung eines kommerziellen Blogs sind sie aber wegen der Anforderungen, des Aufwands und den Kosten f√ľr die Gr√ľndung weitestgehend uninteressant.

Steuerpflicht beachten

Wenn du mit Bloggen Geld verdienen willst und bereits Gewinne einf√§hrst, musst du sie in der Steuererkl√§rung angeben. Da die meisten Blogs zu Beginn aber √ľberschaubare Eink√ľnfte generieren werden, empfiehlt sich, die Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen. Sie besagt, dass bei einem Umsatz von unter 17.500 Euro im Jahr keine Umsatzsteuer in den Rechnungen ausgewiesen werden muss. Das vereinfacht dir den Aufwand bei der Buchhaltung, bringt aber den Nachteil mit sich, dass du bei Investitionen keine Vorsteuer abziehen darfst. Das rechnet sich aber erst, wenn du gro√üe Anschaffungen f√ľr deine T√§tigkeit machen m√ľsstest - was f√ľr einen Blogger eher eine Ausnahme sein sollte.

Die eigene L√ľcke finden und guten Content liefern

Mit einem Blog von Null auf Hundert durchzustarten ist ziemlich illusorisch. Um erste Einnahmen generieren zu k√∂nnen, solltest du im Idealfall bereits √ľber ein gutes Publikum f√ľr deine Seite verf√ľgen. Das erreichst du in erster Linie √ľber zwei Punkte.

Finde deine Nische

Die Bloggerszene ist gro√ü und viele Provider bieten die WordPress-Installation im One-Click-Verfahren an. Dadurch w√§chst die Bloglandschaft t√§glich. Das solltest du bedenken und zu deinem Vorteil nutzen. Ein erfolgreicher Blog sollte eine Marktnische besetzen, in der sich die Konkurrenz in einem √ľberschaubaren Rahmen bewegt. Gleichzeitig sollte sie aber auch nicht zu speziell sein, sodass es ein ausreichend gro√ües Publikum gibt. Wichtig ist auch, dass du dich in der von dir gew√§hlten Marktl√ľcke bestens auskennst, denn...

Content is king

Dein Blog wird sich nur dann √ľber steigende Besucherzahlen freuen, wenn du hochwertigen Content lieferst. Die Leser merken, ob du nur Halbwissen zu einem Thema mitbringst, oder ob du dich wirklich auskennst. Schreibe Artikel, die einen Mehrwert bieten, die gut recherchiert sind und die deine Leser ansprechen. Damit steigerst du deine Chance, dich mit anderen Blogs aus deinem Themenbereich zu vernetzen, was direkt der Bekanntheit und damit den Besucherzahlen deiner eigenen Seite zu gute kommt. Von wertvollen Backlinks ganz abgesehen.

Verdienstmöglichkeiten

Du hast dein Thema gefunden, bist gut vernetzt und kannst auf vielgelesene und interessante Artikel zur√ľckblicken und hast ein Gewerbe angemeldet? Gut, du hast die ersten Schritte auf dem Weg zur Monetarisierung deines Blogs erfolgreich hinter dich gebracht. Jetzt wird es interessant. Welche M√∂glichkeiten stehen dir offen, um mit Bloggen Geld zu verdienen?

Affiliate-Werbung

Affiliate-Werbung ist eines der bekanntesten Mittel, um Geld mit dem eigenen Blog zu verdienen. Bei einem solchen Programm verlinkst du auf Artikel eines (Online-)H√§ndlers und erh√§ltst f√ľr jeden √ľber den Blog vermittelten Verkauf eine kleine Provision. Am bekanntesten ist wohl das Amazon-Partnerprogramm, welches meiner Meinung nach auch das sinnvollste ist. Der Grund ist einfach: Die meisten Onlinek√§ufer haben ein Amazonkonto und k√∂nnen so, ohne sich auf einer neuen Plattform anmelden zu m√ľssen, bequem auf ihr ohnehin vorhandenes Kundenkonto zugreifen. Zudem gibt es auf Amazon kaum Einschr√§nkungen in der Produktwahl. Affiliate-Werbung bietet sich zum Beispiel an, wenn du auf deinem Blog Produkttests durchf√ľhrst oder dein Content generell die M√∂glichkeit bietet, Werbelinks so einzubinden, dass sie nat√ľrlich und nicht aufdringlich wirken. Allerdings sind die Provisionen und damit deine m√∂glichen Gewinne bei Affiliate-Programmen vergleichsweise gering. Bei Amazon liegt sie zwischen 1,0 % und 10 % des Artikelpreises, abh√§ngig davon, um was f√ľr ein Produkt es sich handelt.

Diese Art der Werbung ist auf jeden Fall die einfachste und schnellste Art mit Bloggen Geld zu verdienen.

Bannerwerbung

Ein weiteres bekanntes und beliebtes Mittel, um mit dem eigenen Blog Geld zu verdienen, sind Werbebanner. Hier kann man grob zwischen zwei unterschiedlichen Herangehensweisen unterscheiden. Eines ist aber beiden Varianten gemein: Vermeide es, deine Besucher mit zu vielen Werbebannern zu erschlagen. Das wirkt unprofessionell und abschreckend.

Pay-per-Click-Werbung

Als Pay-per-Click-Werbung werden automatische und zumeist kontextbasierte Werbeeinblendungen bezeichnet. Der Blogger erh√§lt eine Verg√ľtung f√ľr jeden Klick auf eines der eingeblendeten Banner. Auch hier ist die Gewinnspanne relativ gering, denn besonders kleine Blogs haben im Normalfall nicht den n√∂tigen Traffic, um mit Pay-per-Click-Werbung gro√üe Einnahmen generieren zu k√∂nnen. Mit Google AdSense gibt es aber auf der anderen Seite einen gro√üen Anbieter, dessen Einblendungen sich in den meisten g√§ngigen CMS-Tools wie zum Beispiel WordPress mit einem Plugin in die Beitr√§ge einbinden lassen. So kannst du ohne viel Aufwand ein passives Einkommen generieren, das ¬Ľeinfach mitl√§uft¬ę.

Fotograf vor seiner Kameraausr√ľstung an einem Tisch sitzend, pr√ľft am Smartphone sinnvolle Tipps und Tricks f√ľr erfolgreiches Instagram Marketing.

Direktwerbung

Die andere M√∂glichkeit ist, freie Werbepl√§tze im Blog direkt zu vermieten. Das hat den gro√üen Vorteil, dass du die volle Kontrolle dar√ľber hast, welche Inhalte von dir beworben werden. Au√üerdem gehen die Einnahmen, welche deutlich h√∂her als bei Pay-per-Click-Werbung sind, zu hundert Prozent an dich. Allerdings ist diese Form der Bannerwerbung wesentlich aufw√§ndiger umzusetzen, da du dich selbst um Werbepartner bem√ľhen und mit ihnen abrechnen musst. Wie viel du f√ľr einen solchen Werbeplatz veranschlagen kannst, h√§ngt von der Bekanntheit deines Blogs ab und l√§sst sich pauschal nicht sagen.

Sponsored Posts

Marketingagenturen haben den Wert von uns Bloggern schon lange erkannt. Deswegen boomt das Gesch√§ft mit den sogenannten Sponsored Posts. Mit einer gewissen Bekanntheit kommen die ersten Mails, in denen nach einer Kooperation gefragt wird. Es gibt auch hier unterschiedliche Versionen. Manche Anbieter liefern dir den fertigen Content, sodass du ihn nur noch ver√∂ffentlichen musst. Die Bezahlung liegt im Schnitt zwischen 50 und 70 Euro pro Artikel, was sich vor allem zu Beginn schon sehen lassen kann. Andere Anbieter geben dir ein Thema vor, zu dem du einen Beitrag schreiben und ihn vor der Ver√∂ffentlichung vom Kunden abnehmen lassen musst. Hier liegt die Gewinnspanne h√∂her (150 bis 200 Euro sind bei einem gut besuchten Blog ohne Probleme machbar), allerdings ist es auch aufw√§ndiger. Mittlerweile gibt es auch einige Portale, auf denen du aktiv auf die Suche nach Sponsored Posts gehen kannst. Wichtig: Lass dich nicht dazu verpflichten, solche Artikel ohne den Hinweis darauf zu ver√∂ffentlichen, dass es sich um Werbung handelt. Du w√ľrdest damit Schleichwerbung betreiben, was nach ¬ß 5a, Abs. 6 UWG unzul√§ssig ist. Zudem solltest du nicht zu viele Sponsored Posts ver√∂ffentlichen, die Suchmaschinen m√∂gen das gar nicht und werden das Ranking deines Blogs herabstufen, wenn bezahlte Beitr√§ge √ľberhand nehmen. Wichtig ist auch, dass diese Inhalte in dein Konzept passen und deinen Lesern trotz des werblichen Charakters einen echten Mehrwert bieten.

Premiuminhalte

Premiuminhalte sind so etwas wie die K√∂nigsklasse unter den Einnahmem√∂glichkeiten. Kurz gesagt bietest du deinen Lesern zus√§tzliche Inhalte, die sie gegen Bezahlung lesen k√∂nnen. Es gibt unterschiedliche denkbare Modelle, die aber eines gemein haben: Sie setzen einen gewissen Bekanntheitsgrad und hochwertige Inhalte voraus und sind damit eher f√ľr fortgeschrittene Blogger zu empfehlen.

Die Paywall

Eine Paywall zu installieren hei√üt nichts anderes, als den Lesern deines Blogs eine bestimmte Anzahl von Artikeln im Monat kostenlos zur Verf√ľgung zu stellen. Alles, was √ľber der von dir festgelegten Grenze liegt, muss gegen Bezahlung freigeschaltet werden. Diese Bezahlschranken sind in den g√§ngigen CMS-Systemen leicht mit Plugins zu installieren und ohne gro√üen Aufwand umzusetzen.

Mitgliederseiten

Eine andere M√∂glichkeit, bezahlte Inhalte zur Verf√ľgung zu stellen, ist die Mitgliederseite. Besuchern werden ein paar Artikel zur Verf√ľgung gestellt, um ihr Interesse an deinen Beitr√§gen zu wecken. Eventuell kannst du auch Ausz√ľge aus anderen Artikeln als Teaser anbieten, damit deine Interessenten sehen, welcher Mehrwert sie bei Abschluss einer Mitgliedschaft erwarten w√ľrde. Der volle Umfang deines Artikelarchivs bleibt aber zahlenden Kunden vorbehalten, die sich auf dem Blog registrieren und anmelden m√ľssen, um Vollzugriff auf alle Artikel zu erhalten.

Fazit: Wie kann man mit Bloggen Geld verdienen?

Wie du siehst, bieten sich die unterschiedlichsten M√∂glichkeiten, wenn du mit dem Bloggen Geld verdienen willst. Wie hoch das Einkommen ist, h√§ngt von verschiedenen Punkten ab. Ein wichtiger Schl√ľssel ist, ich kann es nur immer wieder sagen, der Content und direkt damit verbunden die Bekanntheit und die Besucherzahlen deiner Seite. So l√§sst sich schon passiv durch Pay-per-Click-Werbung und Affiliate-Programme ein kleines Nebeneinkommen verdienen. Wenn du bereit bist, Zeit und Arbeit zu investieren, ist es auch m√∂glich, mit deinem Blog ein ansehnliches Nebeneinkommen zu erzielen. Wenn du bereit bist, dich zu professionalisieren, √ľber eine gute Vernetzung und ein tragf√§higes Konzept verf√ľgst, ist es sogar machbar, deinen Lebensunterhalt mit deinem Blog zu verdienen. Was du dir dabei aber klar machen solltest: Es wird nicht von heute auf morgen funktionieren. Ein hauptberuflicher Blogger investiert mindestens so viel Zeit in sein Business wie ein Angestellter in seinen Job und muss sich ebenfalls erst nach oben arbeiten.

Mit Bloggen Geld verdienen ist also keine ganz leichte und schnelle Aufgabe. Aber wenn du ein Thema hast, f√ľr das du brennst, dann geh es an!

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