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Alles was du wissen musst, um einen Online-Shop zu erstellen!

Heute ist es einfacher denn je, einen Online-Shop zu erstellen. Es gibt viele Programme, die dir dabei helfen können. Dennoch ist die Herausforderung hier nicht primär, wie du deinen Online-Shop erstellst und zum Laufen bringst – viel schwieriger ist es Besucher auf deine Seite zu “locken” und sie in zahlende Kunden zu verwandeln. Leider werden die Leute erstmal nicht in Heerscharen in dein Online-Geschäft kommen. Es gibt einige Fakten die du beachten solltest, um den von dir erstellten Online-Shop erfolgreich zu gestalten.

Tipps um einen erfolgreichen Online-Shop zu erstellen

1. Produktrezensionen

Manchmal sind die besten Fürsprecher für deinen Online-Shop und deine Produkte die Kunden selbst. Deine Produktbeschreibung kann die Kunden nur zu einem Teil davon überzeugen, bei dir im Shop zu kaufen. Du solltest deinen Kunden immer die Möglichkeit geben, deine Produkte zu beurteilen. Die Meinung anderer Kunden ist für neue, potenzielle Kunden extrem wichtig. Nutze also diese Funktion und fordere deine Kunden aktiv auf, Bewertungen abzugeben.

Hier sind ein paar Statistiken, die du beachten solltest, wenn du dir einen Online-Shop erstellst. Sie zeigen, dass Produkt-Bewertungen sehr wichtig sind:

  • Bewertungen erzielen eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 18 % und mit 50 oder mehr Bewertungen zu einem Produkt kann man seinen Verkauf um 4,6 % steigern (Reevoo)
  • 58 % der Verbraucher bevorzugen Websites, die Bewertungen anbieten (MarketingSherpa)
  • 63 % der Kunden werden eher einen Kauf tätigen, wenn die Webseite Bewertungen hat (iPerceptions)
  • Verbraucherbewertungen werden fast 12 mal mehr vertraut als Produktbeschreibungen, die von Herstellern kommen (EXPO Communications)
  • Besucher, die Bewertungen lesen, haben einen 6 % höheren durchschnittlichen Bestellwert als diejenigen, die es nicht tun (Bazaarvoice)

2. Qualitativ hochwertige Bilder

Ehrlich, wer kauft schon etwas online, ohne vorher ein Bild davon gesehen zu haben? Ohne Bilder kommt heute kein Onlinehändler mehr aus. Glücklicherweise haben sogar die heutigen Smartphones sehr fähige Kameras, mit denen du qualitativ hochwertige Produktfotos schießen kannst. Es gibt wirklich keine Entschuldigung, deine Produkte nicht zu zeigen.

Beim Schießen eines Fotos für den von dir erstellten Online-Shop, solltest du nicht nur auf das Produkt achten, sondern auch versuchen darzustellen, wie das Produkt verwendet wird.

Ein paar Tipps für die Aufnahme von Qualitätsbildern sind:

  • Reinige zuerst das Objektiv
  • Schieße das Foto mit viel Licht
  • Versuche verschiedene Winkel aus
  • Erhöhe die Auflösung
  • Schaue dir die Spezial-Aufnahmemodi an
  • Verwende verschiedene Apps

3. Einfacher Zahlungsprozess

Der Warenkorb ist der letzte Stopp für Kunden auf ihrer Shopping-Reise. Möchtest du deinen eigenen Online-Shop erstellen, ist eine der besten Möglichkeiten, die Verkäufe zu erhöhen, Leuten so viel wie möglich zu vereinfachen. Dies betrifft vor allem den Bezahlprozess. Schließlich ist das der Ort, an dem die Besucher endlich deine Kunden werden. Um den Zahlungsprozess so einfach wie möglich zu machen, kannst du folgende Tipps verwenden:

  • Stelle mehrere Zahlungsmethoden zur Verfügung
  • Zwinge die Leute nicht, sich anmelden zu müssen
  • Stelle sicher, dass die Bezahlseite mit dem Rest deiner Seite übereinstimmt
  • Vermeide die Weiterleitung von Kunden auf andere Angebote bzw. Seiten
  • Mache Fehler leicht behebbar
  • Frage nicht nach unnötigen Informationen
  • Beruhige die Leute mit Sicherheitszertifikaten
  • Halte Ablenkungen auf einem absoluten Minimum

4. Online-Shop mit schnellen Ladezeiten erstellen

Heutzutage denken wir nicht wirklich über Ladezeiten im Internet nach, weil wir eine zuverlässige High-Speed-internet-Verbindung für selbstverständlich halten. Eine Sache ist sicher: Die Leute sind sehr ungeduldig und haben keine Lust darauf zu warten, dass eine Seite endlich geladen ist. Eine Statistik zeigt, dass 1 von 4 Usern die Webseite verlassen, wenn sie nicht innerhalb von 4 Sekunden geladen ist. Hier dreht sich alles um einen schnellen und bequemen Einkauf. Also musst du deinen Shop für hohe Geschwindigkeiten optimieren.

5. Qualitäts-Design

Eine Infografik von KISSmetrics zeigt, dass 42 % der Online-Shopper sich ihre Meinung über eine Webseite alleine aufgrund des Gesamtdesigns bilden. 52 % sind aufgrund der Layouts nicht zurückgekehrt. Was dies für deinen Online-Shop bedeutet ist: es lohnt sich langfristig in einen professionell erstellten Online-Shop zu investieren! Außerdem erhöht ein professioneller Shop die Glaubwürdigkeit und gibt deinem Shop seinen ganz speziellen, einzigartigen Charakter.

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6. Cross-Selling

Das ist ein Verkaufsschlager vom Feinsten. Zeige den Besuchern auf deinen Produktseiten andere Artikel, die andere Kunden zusammen bzw. zusätzlich gekauft haben. Zum Beispiel, ein Kunde braucht ein paar Batterien für seine Kamera. Warum nicht eine zusätzliche Speicherkarte für seine Kamera anzeigen und anbieten? Dies ist deine Chance, deinen Umsatz zu steigern, weil du so Artikel zeigst, die Besucher eventuell gar nicht gesucht hätten. Denke aber jedoch daran, diese Funktion nicht auf deiner Bezahlseite zu integrieren, um Ablenkungen auf ein absolutes Minimum zu halten. Die Funktion muss bereits bei der Detailansicht der Produkte sichtbar sein.

7. Einfache Shop-Navigation und Suchfunktion

Eine der wichtigsten Regeln ist, dass sich Kunden gut in dem Online-Shop, den du erstellt hast, orientieren können und Produkte leicht finden. Das bedeutet, dass dein Online-Shop durch effektive Kategorien-, Filter- und Suchsysteme einfach zu navigieren sein muss. Kunden kaufen online weil sie es gerne bequem und einfach haben wollen, deshalb sollte man es ihnen so einfach und leicht wie möglich machen. Sind Produkte leicht zu finden, wirkt sich dies auch positiv auf den Wert des Warenkorbs aus, sprich sie generieren einen höheren Umsatz.

8. Fantastischer Kundensupport

Um ehrlich zu sein: es kann immer etwas schief gehen – Produkte sind beschädigt, du hast Server-Probleme oder es gibt Probleme bei der Lieferung. Unabhängig davon, was es für ein Problem ist, du musst immer in der Lage sein, mit verärgerten Kunden umzugehen. Dies kann der Schlüssel zur Erhaltung bestehender und Gewinnung neuer Kunden sein, da man durch einen fantastischen Kundensupport eine starke Kundenbindung herstellen kann. Der Kunde soll ein positives Einkaufserlebnis haben und dazu gehört auch ein zuverlässiger Kundensupport. Und mit dem weit verbreiteten Einsatz von Social Media, können sich Nachrichten über schlechte Kundenerfahrungen schnell verbreiten und dies möchte ja wohl kein Shopbetreiber.

9. Warenwirtschaftssystem

Der Warenumschlag deines Online-Shops wird durch die Anzahl der bestellten Artikel definiert. Mehr Bestellungen bedeuten in der Regel auch einen höheren Umschlag. Wenn du eine große Produktpalette hast, dann wird dein Warenumschlag immer komplexer. Dies ist der Grund, warum du dir Gedanken über eine Warenwirtschaft machen solltest und wie sie in deinem Unternehmen strukturiert sein könnte. Eine gute Struktur hilft dir die Warenströme im Auge zu behalten. Mit diesem System werden auch der Einkauf, Verkauf und die Lagerhaltung miteinander verknüpft. Was sind also die Aufgaben eines Warenwirtschaftssystems? Kurz gesagt, es muss dir die Verwaltung einfacher machen und dir die Arbeit in diesem Feld abnehmen. Wenn du viele Produkte im Shop hast, viele Bestellungen und oft bei verschiedenen Lieferanten einkaufen musst, dann wird alles komplexer und unübersichtlicher. Es ist sehr wichtig, dass du alle Bestellungen und Warenbestände im Blick hast. Wenn du diese Sachen aus dem Blick verlierst, wird das wahrscheinlich deinen Umsatz schmälern und Kundenbeschwerden verursachen.

Also, die Hauptaufgabe eines Warenwirtschaftssystems ist es, dass die Wareneingänge und Warenausgänge mit dem Einkauf und dem Verkauf verknüpft sind. Diese Verknüpfungen ermöglichen dir, dass du immer den aktuellen Bestand der Waren weißt, was dich effizienter machen wird.

Wenn man es technisch betrachtet, funktioniert ein Warenwirtschaftssystem meistens mit Schnittstellen, welche bestimmte Datenaustauschformate benutzen. Also, falls ein Produkt irgendwo verkauft wird, wird diese Datei viele Informationen wie zum Beispiel die Artikelnummer, verkaufte Stückzahl, Preis etc. beinhalten. Dies hilft bei der zentralen Abwicklung von Rechnungen, Bestellungen und Kundenmanagement.

Viele Shopsysteme die du verwenden kannst, haben bereits ein gut funktionierendes Warenwirtschaftssystem. Leider sind diese meistens nicht in der Installation enthalten, sondern werden von externen Anbietern zur Verfügung gestellt. Viele Shopsysteme haben kleinere Warenwirtschaft-Schnittstellen, aber haben kein hoch entwickeltes System. Einige Shopsysteme, die du verwenden kannst und die manche Warenwirtschaftssysteme zur Verfügung stellen:

ShopsystemWarenwirtschaft
VirtuemartAllfaktura Warenwirtschaft
VirtuemartJTL Wawi (benötigt VM2 Connector)
VirtuemartFaktura gcSync Schnittstelle
MagentoJTL Wawi mit JTLmage
MagentoFaktura-XP
Gambiovario7 Wawi
verschiedeneLexware Warenwirtschaft

10. Logistik

Als Betreibers eines Online-Shops wirst du dich auch mit der Logistik vertraut machen müssen. Lieferketten-Management ist ein wichtiger Bestandteil von jedem Unternehmen heute, aber vor allem im E-Commerce. Da du keinen echten Schaufenster-Shop hast, musst du dich auf die Hilfe von Dritten verlassen, um deine Waren zu lagern und zu versenden. Was ist also Logistik? Logistik ist einfach die Verwaltung der Weise, auf der die Ressourcen erhalten, gelagert und zum Endkunden verschickt werden. Die Planung, Durchführung und Kontrolle der Bewegung und Platzierung dieser Waren und Dienstleistungen müssen alle innerhalb eines bestimmten Systems erfolgen, das spezifische Ziele erreichen soll, die je nach Branche variieren können.

Größere Unternehmen arbeiten oft mit mehreren Parteien, um mit der Nachfrage Schritt zu halten. Allerdings muss dein kleines Unternehmen nicht unbedingt verschiedene Partner haben, um deine Online-Shop-Logistik zu verwalten. Wenn dein Betrieb klein genug ist, kannst du mit lokalen Unternehmen und Organisationen arbeiten, um deine Produkte zu versenden und zu lagern.

Die Logistik im Kleinbetrieb ist nicht allzu komplex. Sobald ein Kunde seine Bestellung auf deiner Webseite vervollständigt, wird die Transaktion die Inventar-Software auslösen, die du hast. Als Einzelhändler, haben die meisten Online-Shop-Plattformen integrierte Bestandsmanagement-Software, sodass eine abgeschlossene Zahlung automatisch dein Inventar entsprechend anpassen wird. Sobald du eine Mitteilung erhältst, ist der Auftrag bestätigt worden. Nun ist es Zeit, das Produkt zu versenden. Abhängig von der Größe deines Vorgangs, können die folgende Schritte variieren:

  • Home/Office-Betrieb : Wenn du deinen Online-Shop von zu Hause oder von einem separaten Büro und du dort auch dein Inventar hast, dann ist alles was du zu tun hast, das Produkt zu verpacken und an den Käufer zu senden. Dies ist eine gute Option für jüngere und kleine Unternehmen, weil sie so das Geld für ein Lager sparen können.
  • Einzelhändler mit einem Laden: Wenn dein Betrieb groß genug ist, um deine Online-Betriebslogistik auszulagern, musst du wahrscheinlich deine Plattform mit einem Dritten, einem Partner, synchronisieren. Auf diese Weise, sobald ein Kunde einen Kauf macht, wird das auch das Distributionszentrum wissen und das Paket schnell versenden. Dieser Ansatz ist gut organisiert und erleichtert den Stress des Versands, sodass du dich auf andere Aspekte deines Online Shops konzentrieren kannst.

Kannst du auch die Produkte auf dem Weg zum Kunden verfolgen? Ja! Da die Logistik so komplex und auf digitale Technologien angewiesen ist, gibt es Optionen für dich, die Produkte in der Lieferkette zu verfolgen. Inventar-Management-Tools geben dir einen Echtzeit-Einblick in deine Produkte, sodass du nie hinter den Kundenaufträgen bist.

Wenn dein Geschäftspartner mit einem Dienst wie DHL, DPD, GLS, Hermes oder UPS arbeitet, kannst du auch die Artikel anhand der von ihnen angegebenen Nummern verfolgen. Sobald das Produkt deine Hände verlässt, kann es eine gute Idee sein, bestimmte Aufträge regelmäßig zu verfolgen. So kannst du sicherzustellen, dass die Ware den Kunden auch wirklich erreicht. Es ist auch eine übliche Praxis, die Tracking-Nummer des Versandunternehmens direkt an den Kunden zu schicken, damit auch er verfolgen kann, wo sich das Paket gerade befindet.

Zusammenfassung

Das Shoppen war für den Kunden noch nie so bequem wie heute. Viele Leute kaufen online ein, weil sie so leichter Zugriff auf Produkte haben, die sie vor Ort nicht so einfach finden würden oder sie schätzen es einfach jederzeit den Einkauf erledigen zu können ohne sich an Öffnungszeiten halten zu müssen. Außerdem ist es ja auch sehr bequem von Zuhause vom Sofa aus shoppen zu gehen und dann die Ware in aller Ruhe zu Hause anzuprobieren. Mit einem Online Shop kannst du eine große Bandbreite an Produkten verkaufen. Die heutige Software und Shop-Systeme ermöglichen dir ganz einfach einen Online-Shop zu erstellen. Wenn du es schaffst, Besucher in deinen Online-Shop zu locken , dann steht deinem Erfolg nichts mehr im Weg.