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Passives Einkommen aufbauen - Der Traum vom schnellen Geld

Immer wieder liest man im Internet von Geschäftsmodellen, mit denen sich kinderleicht mehrere tausend Euro pro Monat verdienen lassen sollen – und das ganz ohne Arbeit, quasi von allein. Solche Versprechen sind natürlich Blödsinn und gründen sich meist auf einem Schneeballsystem, in dem der Mensch am Ende der Kette ordentlich zahlen muss. Das ist nicht nur unseriös, sondern auch gefährlich für den, der in solch ein Modell einsteigt.

Und dennoch: Es gibt sie. Legale Methoden, mit denen sich passives Einkommen generieren lässt. Davon bringt sicherlich nicht jede das große Geld. Ein lukratives Nebeneinkommen ist aber möglich. Allerdings nur, wenn man viel Arbeit in den Aufbau seiner passiven Einkommensströme steckt.

Was versteht man unter passivem Einkommen?

Was ist passives Einkommen überhaupt? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich erst einmal das aktive Einkommen definieren.

Aktives Einkommen

Aktives Einkommen ist immer an die Tätigkeit einer Person über einen bestimmten Zeitraum bzw. an eine konkrete Arbeitsleistung gebunden. Gut veranschaulichen lässt sich das am Stundensatz eines Festangestellten. Vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Stundenlohn von 10 Euro bei einer 40 Stunden-Woche, kann der Arbeitnehmer pro Woche ein aktives Einkommen von 400 Euro verzeichnen. Sein Lohn ist in diesem Fall direkt an seine Arbeitszeit gekoppelt.

Passives Einkommen

Beim passiven Einkommen ist der Lohn für eine Tätigkeit nicht an eine bestimmte Arbeitszeit gekoppelt – es besteht also keine lineare Verbindung zwischen Tätigkeit und Verdienst . Gut veranschaulichen lässt sich das an der Tätigkeit eines Autors. Der Zeitaufwand, den ein Autor zum Schreiben eines Buches aufwendet, steht nicht in direkter Relation zu dem späteren Einkommen, das er mit seinem Werk erzielt. So kann es sein, dass der Autor sechs Monate an seinem Buch sitzt und einen Bestseller schreibt oder fünf Jahre an einem Roman arbeitet, der kaum gekauft wird. Die aufgewendete Arbeitszeit steht also nicht im direkten Verhältnis zum generierten Einkommen.

Passive Einkommensströme: Geld von ganz allein?

Von passiven Einkommensströmen kannst du im besten Fall bis zu deinem Tod leben. Das Modell: Einmal Arbeit investieren und danach entspannt zurücklehnen, um auf das Geld zu warten. Das kann entweder durch Investitionen erreicht werden oder durch selbst hervorgebrachte Produkte und Werke wie Bücher oder Software. Was man dabei aber nie vergessen sollte: Ganz ohne Arbeit und Risiken funktioniert die Generierung von passivem Einkommen nicht.

Schreibst du ein Buch, von dessen Tantiemen du leben möchtest, besteht das Risiko, dass du viel Zeit und Arbeit in den Schreibprozess investiert hast, das Buch aber nicht den Absatz findet, den du dir vorstellst. Investierst du neben deiner Zeit auch Geld, steigt dein Risiko, da immer die Möglichkeit besteht, dass du dein Geld komplett verlierst. Etwa beim Crowdinvesting (siehe: Passives Einkommen offline generieren).

Wie baue ich mir ein passives Einkommen auf?

Das Schöne am passiven Einkommen ist, dass nach einem ersten Arbeitsaufwand das Geld quasi von selbst in die Kassen gespült wird. Klingt eigentlich sehr schön, einfach ist das aber dennoch nicht.

Leider denken immer noch viel zu viele Menschen, dass sich passives Einkommen ganz ohne Arbeitsaufwand generieren lässt. Das ist genau nicht der Fall. Wer wirklich ein vernünftiges passives Einkommen erzielen möchte, muss arbeiten. Wer keine Lust auf Arbeit hat, sollte sich also vom Traum des großen Geldes durch das passive Einkommen verabschieden. Wer das Thema dagegen spannend findet und Lust hat, sich mit seinen Möglichkeiten, ein passives Einkommen aufzubauen, auseinandersetzen möchte, dem möchte ich im Folgenden einige Inspirationen liefern.

Ich selbst habe nur wenige der folgenden Strategien zum Aufbau eines passiven Einkommens ausprobiert, bin bei meiner Recherche zu dem Thema aber immer wieder über diese Möglichkeiten gestolpert und möchte sie dir nicht vorenthalten.

Passives Einkommen durch Investitionen oder Arbeitsleistung

Es gibt zwei Möglichkeiten, passives Einkommen zu generieren: entweder online oder offline. Die digitale Variante setzt immer ein Gros an Eigeninitiative und Engagement voraus. Bei den Offline-Varianten ist die Generierung von passivem Einkommen primär an Investitionen gekoppelt.

Bei passivem Einkommen, das durch die eigene Arbeitsleistung generiert wird, ist das Risiko eines Geldverlustes nicht wirklich hoch. Du investierst einmal Zeit und Arbeit in ein Projekt – etwa ins Schreiben eines Buchs – und kannst dich danach über die Tantiemen freuen. Das Risiko ist in diesem Fall nicht der Geldverlust, sondern dass du zu wenig Einnahmen im Verhältnis zur investierten Arbeit bekommst.

Anders verhält es sich bei Investitionen . Wer sich in der Finanzwelt auskennt und gerne spekuliert, kann durch die richtigen Investitionen eine Menge Geld ohne viel Arbeitsaufwand verdienen. Bei diesem Modell zur Generierung eines passiven Einkommens, ist das Risiko des Geldverlustes jedoch besonders hoch. Unter Umständen sieht man das investierte Geld nie wieder.

Welche Möglichkeiten du hast, passives Einkommen durch eigene Arbeitsleistungen oder Investitionen zu erzielen und welche Möglichkeiten du online sowie offline hast, verrate ich dir in folgenden Beispielen.

Passives Einkommen online generieren

Affiliate Marketing

Hast du einen Blog oder eine Webseite, kannst du in deine Artikel Affiliate Links einfügen. Sie führen zu den von dir vorgestellten oder erwähnten Produkten, die deine Leser dann auf der Website, auf die er weitergeleitet wurde, kaufen können. Für jeden verkauften Artikel (Sale) oder jede Kontaktanbahnung (Lead) erhältst du eine Provision.

YouTube-Videos

Ein eigener YouTube-Kanal kann eine tolle Möglichkeit sein, auf Dauer ein attraktives passives Einkommen zu erzielen. Allerdings nur, wenn der Kanal erfolgreich ist und mehrere tausend Views pro Video vorweisen kann. Darunter lohnt es sich nicht wirklich. Deshalb solltest du bei der Erstellung eines Videos darauf achten, dass es für deine Target Audience wirklich interessant, lustig oder unterhaltsam ist. Geld bekommst du übrigens durch das YouTube-Partnerprogramm oder über Affiliate Links, die du unterhalb oder in Infoboxen innerhalb des Videos platzierst. In unserem Blog Artikel Wie kann ich mit Youtube Geld verdienen? erfährst du mehr dazu.

Programmieren, Komponieren, Schreiben

Grundsätzlich kannst du jedes geistige Werk online vermarkten. Zum Beispiel ein eBook, das zu einem bestimmten Problem Lösungswege aufzeigt, mit einem Lied, das du geschrieben hast oder mit einem WordPress-Template, das die Käufer für ihren Blog nutzen können. Der Clou: Sind der Song, das eBook oder das Template einmal fertig und stehen online zum Verkauf bereit, brauchst du nichts weiter zu unternehmen. Ein typisches Charakteristikum von passivem Einkommen.

Stock Fotografie

Wenn du gerne und gut fotografierst, solltest du deine Fotografien bei Anbietern wie Fotolia zum Verkauf anbieten. Du verkaufst dann Webseitenbetreibern und Unternehmen die Lizenzen für die Nutzung deiner Fotos. Umso mehr Fotos du zum Verkauf anbietest, desto größer ist die Chance, ein attraktives passives Einkommen zu erzielen.

Bannerwerbung

Wenn du eine erfolgreiche Website mit mehreren tausend Besuchern pro Monat hast, kann sich die Einbindung von einem oder mehreren Bannern in die Page lohnen (bitte nicht übertreiben, sonst wirkt die Page überladen und unprofessionell). Bei einer sehr gut besuchten Website kann alleine ein Banner mehrere hundert Euro pro Monat einbringen. Aber dazu muss die Website wirklich erfolgreich und der CPC hoch sein.

Passives Einkommen offline generieren

Immobilien

Der Klassiker für Menschen, die genug Geld besitzen, um sich verschiedenste Immobilien zu leisten. Über die Mieteinnahmen generiert man – je nach Lage und Größe der Immobilie – ein mehr oder weniger attraktives passives Einkommen.

Tagesgeldkonten

Wer Geld spart und es richtig anlegt, kann sich über Zinsen freuen. Doch leider befinden wir uns aktuell in einem absoluten Zinstief. Die Anlage auf einem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto lohnt kaum noch. Dennoch: Wer zu viel Bargeld übrig hat, sollte sein Geld nicht auf seinem Girokonto liegen lassen. Ein Vergleich der Tagesgeldkonditionen lohnt sich.

Crowdinvesting

Das Konzept des Crowdinvestings finde ich genial. Hierbei investieren mehrere Personen wie Anleger und Investoren Geld in ein Startup. Auf diese Weise wird man Anteilsinhaber des Startups und profitiert von den Unternehmenswertsteigerungen und Gewinnen. Besonders schön finde ich die Idee, dass man gezielt in nachhaltige Projekte investieren oder junge Unternehmen mit Potenzial unterstützen kann. Die Auszahlung erfolgt entweder zu einem festen Zinssatz oder in Abhängigkeit von den Gewinnen. Aber Vorsicht: Es besteht das Risiko, dass man sein Geld nie wieder sieht, sollte das Startup insolvent gehen oder nicht die gewünschten Gewinne erzielen.

P2P-Kredite

Auf dieses Konzept der Geldinvestition bin ich durch die Werbung des P2P-Anbieters Auxmoney aufmerksam geworden. Vielleicht kennst du sie auch? Der Slogan „Einer braucht Geld – Viele geben es“ ist Programm. Das Prinzip ist einfach. Als Investor bist du nicht der Kreditnehmer, sondern der Kreditgeber. Du leihst also jemandem Geld, der dir dafür Zinsen zahlt. P2P-Kredite zu vergeben ist in Zeiten von niedrigen Zinsen sicherlich eine attraktiv wirkende Variante, sein Geld für sich arbeiten zu lassen. Aber Vorsicht: Dieses Vorgehen ist auch mit hohen Risiken verbunden.

Automatengeschäft

Mal etwas ganz Anderes, für alle die, die ungern spekulieren. Mit dem Aufbau von Waschanlagen, Spielautomaten und Co. lässt sich ebenfalls passives Einkommen generieren. Auch in diesem Fall wird zunächst Geld investiert, das passive Einkommen fließt dann aber nicht gänzlich von allein. Sämtliche Geräte müssen regelmäßig gewartet und unterhalten werden.

Passives Einkommen generieren – Fazit

All die oben genannten Beispiele sind nur als Inspiration gedacht. Eine Garantie, dass du mit einer der Methoden erfolgreich passives Einkommen generierst, kann ich dir leider nicht geben.

Um erfolgreich passive Einkommensströme zu erzielen, solltest du deine individuellen Voraussetzungen genauestens überprüfen. Hast du einiges an Eigenkapital zur Verfügung, sind Investitionen denkbar. Hast du eine besondere Stärke – kannst du etwa gut komponieren oder bist ein hervorragender Programmierer – biete deine Werke und Ware online an.

So oder so – du kannst mit beiden Techniken passives Einkommen aufbauen. Oder du versuchst dich an einem Mix aus verschiedenen Techniken. Das große Geld kommt aber nicht von ganz allein: Arbeit und Zeit müssen investiert werden.