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Erfahrungsbericht - Co- Working Space "Rainmaking Loft" Berlin

Das Rainmaking Loft in Berlin ist neben Kopenhagen und London die dritte Dependance des nordischen Coworking Büros.

Eher in den Hinterstraßen, abseits vom großen Trubel in Mitte, zieht sich das flache Sechzigerjahre Gebäude wie ein Raumschiff länglich über eine ausgedehnte Betonfläche.

Trotz der Nähe zum Zentrum, hat man hier irgendwie das Gefühl, abseits unterwegs zu sein. Die Szenerie erinnert ein bisschen an bestimmte Ecken in Downtown LA.

Um das mit runden Bullaugen-Fenstern bestückte Gebäude ziehen sich: Parkplätze, Beton, urbanes Brachland und ein paar Grasflächen.

Das Rainmaking Loft Berlin versteckt sich in Mitte

Ist man noch nie im Rainmaking Loft gewesen, versteht man nicht sofort, wo es sich eigentlich versteckt, erstrecht wenn man wie ich einen katastrophalen Orientierunsgsinn hat.

Rainmaking Loft Coworking Space Berlin

Der Eingang zum Loft befindet sich am hinteren Ende des im 20er Jahre Stil eingerichteten LeLabo. Die Cafe-Bar wurde von Aaron erbaut und eingerichtet, der mit seinem äußeren Erscheinungsbild selbst ziemlich gut ins Ambiente passt.

LeLabo gehört auch de facto zum Coworking Space und bietet den Mietern nicht nur einen lässigen Eingang, sondern 50% Rabatt auf Kaffee!

Rainmaking Loft Eingang

Abgesehen davon, hat das Cafe das perfekte Ambiente für Meetings in lockerer Atmosphäre und abends für ‘After-work’, Konzerte und Cocktails.

Von Pauline, der General Managerin vom Loft, erfahre ich bei einem Rundgang noch mehr über diesen Coworking Space.

Zunächst geht es durch einen großen Veranstaltungsraum. Hier können sich Coworker zwischendurch beim Tischtennis den Kopf frei spielen, aber auch an einem der regelmäßigen Pitch-Events die letzte Start-up-Idee vorstellen.

Wegen der hohen, spitz-zusammenlaufenden Glasdecke wird der Raum auch ‘Cathedral’ genannt. Die Analogie ist ziemlich passend - hier haben sicher schon viele Ideen ihr Taufe erlebt.

Weiter gehts durch den im Umbau begriffenen ‘Skype/Telefon-Kabinen-Raum’ und dann in den großen Coworking Space.

Ein Heim für Techies und co

Das Rainmkaing Loft ist besonders ein Heim für die Tech Start-Up Szene. Durch diesen Fokus kann sich hier ein richtiges Netzwerk entwickeln, wie man unschwer an der Heritage Wall sehen kann.

rainmakin_loft_heritage_wall

Außerdem sitzt hier auch das Startupbootcamp, ein global agierender Start-Up Akzelerator. Ideen werden also nicht nur angeregt, sondern finden hier auch die richtige Adresse zur Realisierung.

Startupbootcamp-Sofa

Im Rainmaking Loft Berlin scheint man als Mieter insgesamt sehr dazu motiviert zu werden, Ideen und Projekte mit anderen zu teilen.

Wie mir Coworker Paul erzählt, findet jeden Freitag ein gemeinsames Frühstück in der Küche statt.

Hier stellt jeder erst sein Projekt vor, dann erzählt man sich was man in der Woche geschafft hat und was in der nächsten auf einen zukommt - ein bischen scrum halt.

Paul findet “es kann schon manchmal etwas nervig sein, aber grundsätzlich hilft es einem enorm dabei, sich zu motivieren”.

Neuankömmlinge erfahren so auch relativ schnell etwas über die Anderen und eventuelle Möglichkeiten zur Kooperation. Community und Netzwerken wird also nicht einfach den Bewohnern überlassen, sondern wird vom Rainmaking Loft aktiv unterstützt und gefordert.

Rainmaking-Loft-Kueche

Dass das Netzwerk die professionelle Basis für viele Start-ups und Freelancer ausmacht, wird hier ernst genommen. Gleichzeitig wird auch dafür gesorgt, dass man die ganz praktischen Arbeits-Voraussetzungen und sogar noch mehr zur Verfügung gestellt bekommt.

Das Loft bietet von Spints, Druckern und Post-Nachstellservice, bis zu Duschen, gemeinsame Sportaktivitäten wie Kickboxen oder wöchentliche Deutschkurse.

Das alles kommt auch zu einem fairen Preis.

Rainmaking-Loft-Kueche
Rainmaking-Loft-Kueche

Meetings in der Berliner Club-Szene

Als ich durch den großen Coworking Raum laufe, frage ich mich zwar, ob die offene Großzügigkeit des Raums und der in ihnen arbeitenden Menschen mir auf die Dauer nicht ein bisschen zu viel sein würden, entdecke aber gleichzeitig, dass das Loft auch gute Rückzugsmöglichkeiten bietet wenn man sie braucht.

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Die Meetingräume, die alle nach bekannten Berliner Clubs benannt sind, variieren in Größe und sind individuell und teilweise sehr gemütlich eingerichtet - im ‘Salon zur wilden Renate’ will man sich eigentlich direkt wie ein Kätzchen zusammenrollen und gar nicht mehr arbeiten, sondern den neuesten Coen-Brothers-Film gucken.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Rainmaking Loft irgendwann ein Mal unter die Urgesteine der ersten Coworking Spaces in Berlin gelistet wird. Mit diesem Gedanken verschwinde ich durch den Eingang zurück ins LeLabo und trinke ein Feierabend-Bier.