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Wie du im zweiten Gesundheitsmarkt oder in einem freien Gesundheitsberuf in die Selbständigkeit startest

Die Gesundheitswirtschaft, auch Gesundheitsmarkt genannt, in Deutschland setzt sich aus vielen Bereichen zusammen und wird meist in den ersten und zweiten Gesundheitsmarkt unterteilt. Zum Hauptbereich z√§hlen alle Aspekte der "klassischen" Gesundheitsversorgung, die vorwiegend von den Krankenversicherungen (gesetzliche und private) oder auch der Pflegeversicherung √ľbernommen werden. Deswegen hei√üt er auch erster Gesundheitsmarkt.

Der zweite Gesundheitsmarkt umfasst dagegen alle privat zu finanzierenden Produkte und Dienstleistungen rund um die Gesundheit. Dazu zählen nach allgemeiner Auffassung zum Beispiel frei verkäufliche Arzneimittel sowie individuelle Gesundheitsleistungen, Fitness, Wellness, Entspannung, Gesundheitstourismus und auch die Bereiche Sport, Freizeit und Ernährung. Alles Bereiche, die der primären Gesundheitsvorsorge dienen.

Im letzten Blogbeitrag haben wir uns ja auch schon allgemein mit dem Thema "Selbständig machen im Gesundheitsmarkt" befasst - und es an Hand der Beispiele Physiotherapeut und Heilpraktiker konkretisiert. Falls du ihn noch nicht gelesen hast, findest du ihn hier Wie du im Gesundheitsbereich in die Selbständigkeit startest.

Heute besch√§ftigen wir uns nat√ľrlich wieder mit der Selbst√§ndigkeit - und zwar im Bereich des zweiten Gesundheitsmarktes, der schon l√§nger ein unglaubliches Wachstum verzeichnet. Durch die demografische Entwicklung und einer zus√§tzlichen, sehr hohen Nachfrage an Dienstleistungen in den Sparten Gesundheit, Pflege und Wohlbefinden schie√üen auch immer wieder neue Trends und Perspektiven wie Pilze aus dem Boden. Der zweite Gesundheitsmarkt bietet deswegen gro√üartige M√∂glichkeiten - f√ľr Jobs, f√ľr Wachstum, f√ľr Innovationen.¬†

Wir haben, wie schon im vorherigen Blogartikel, wieder zwei Bereiche ausgesucht und zeigen dir, was es bei einer Selbständigkeit in der Fitness-Branche und in einem so genannten freien Gesundheitsberuf zu beachten gibt. 

Wenn du dich generell √ľber das Thema Existenzgr√ľndung informieren m√∂chtest, klick doch mal hier Existenzgr√ľndung: Worauf du dich gefasst machen solltest.¬†

Selbständig in der Fitness-Branche 

Gerade der Fitness-Aspekt bekommt einen immer h√∂heren Stellenwert in der Gesellschaft. Es gibt mittlerweile unendliche viele Untersuchungen und Studien, die allesamt belegen, wie wichtig Fitness ist, um gesund und - wie im Namen schon enthalten - fit zu werden bzw. zu bleiben. Und zwar egal ob durch einfache Bewegung wie Spazieren gehen und Nordic Walking oder Sport jeglicher Art. Dienlich als Ausgleich f√ľr Stress und die vielen T√§tigkeiten, die heutzutage im Sitzen stattfinden und f√ľr einseitige Belastungen im Alltag.¬† Und das gilt¬† f√ľr Jung und Alt gleicherma√üen.

Im Fitness-Bereich, sprich Fitness-Studios und √§hnliches, bieten sich f√ľr eine Selbst√§ndigkeit zum Beispiel Franchise-Unternehmen an - in dieser Branche ein g√§ngiges Modell. Bekannte Marken sind hier unter anderem Mrs. Sporty, FitBox oder EMS-Lounge.¬†

Eine kurze Definition: Beim Franchise √ľberl√§sst ein bereits bestehendes, etabliertes¬† Unternehmen (= Franchisegeber) seine Gesch√§ftsidee bzw. sein Gesch√§ftskonzept gegen eine einmalige oder auch regelm√§√üig-fortlaufende Geb√ľhr einem Neu-Unternehmer (=Franchisenehmer). Man k√∂nnte auch sagen, es handelt sich um eine Lizenzvergabe bzw. eine Verleihung der Nutzungsrechte. Beide Parteien gehen dabei eine Partnerschaft ein.¬†

Am Beispiel eines Fitnessstudios √ľbernimmt also der gr√ľndungswillige Franchise-Nehmer eine Filiale und betreibt diese unter dem Namen, beispielsweise FitBox, in eigener Regie, allerdings unter wesentlichen Vorgaben des Franchisegebers. Dazu muss sich der Franchisenehmer verpflichten, der im Gegenzug ausf√ľhrlich geschult wird, um die vertraglich festgesetzten Anforderungen des Franchisegebers richtig und erfolgreich umsetzen zu k√∂nnen.¬†¬†

Im folgenden nennen wir ein paar Vor- und Nachteile bei der Gr√ľndung eines Franchise-Unternehmens - allgemein und mit Bezug zum Fitness-Markt:¬†

Vorteile

  • Du agierst unter einer bereits bekannten/etablierten Marke und √ľbernimmst und nutzt ein bestehendes, vielfach schon sehr erfolgreiches Gesch√§ftskonzept. Du bist faktisch aber trotzdem dein eigener Boss, denn wie du deine Filiale f√ľhrst, ist ja dir √ľberlassen (solange sie mit den Vereinbarungen konform gehen). Gleichzeitig bekommst du aber auch Unterst√ľtzung des Franchisegebers, hast also immer einen Partner an deiner Seite. F√ľr viele Neugr√ľnder, die sich eventuell einen Alleingang in die Selbst√§ndigkeit (noch) nicht zutrauen oder nicht √ľber eine entsprechende fachliche (Sport-) Ausbildung verf√ľgen, ein ganz wichtiger Aspekt. Das bedeutet also auch, dass du nicht unbedingt eine spezielle Ausbildung daf√ľr ben√∂tigst.
  • Auch f√ľr Quereinsteiger ist Franchise gut geeignet, um im eine Selbst√§ndigkeit zu starten.
  • Da du im bzw. unter dem Namen einer bereits bekannten Marke agierst - musst du erst einmal nicht viel in Werbe- und Marketingma√ünahmen, was die Marke anbelangt, investieren. Das bezieht sich nat√ľrlich nicht auf Ma√ünahmen, die dann deine "Filiale" selbst¬† betreffen. Nat√ľrlich wirst du, am Beispiel einer bekannten Fitness-Kette, Mitglieder allein schon wegen des Namens bekommen, dennoch bleibt es deinen Aktionen √ľberlassen, wie du individuell an neue Mitglieder kommst. Denn eines ist nicht zu vergessen: Es gibt ein gro√ües Angebot auf dem Fitness-Markt.¬†¬†
  • Du profitierst von Schulungen und Weiterbildungen zum Gesch√§ft und bei Innovationen¬† durch den¬† Franchisegeber.
  • Der Neuanfang als Selbst√§ndiger im Fitness-Bereich ist nach wie vor ein lohnendes Gesch√§ft.¬†

Nachteile 

  • Je nach Gesch√§ftsmodell bzw. -konzept sind die, f√ľr dich zu t√§tigenden Investitionen unterschiedlich hoch und k√∂nnen unter Umst√§nden gro√üe Summen erfordern. Hier ist immer Vorsicht und ein gut durchdachter Ansatz geboten. Achte darauf, wie die Konditionen des Franchise-Gebers sind. Pr√ľfe, ob du ein evtl. hohes finanzielles Risiko tragen kannst und willst.¬†
  • Es gibt harte Konkurrenz und hohen Wettbewerb auf dem Fitness-Markt. Trotzdem diese Sparte erfolgreich ist, solltest du dir hier √ľberlegen, ob du dir das zutraust.
  • Je nach Mentalit√§t und Firmen-Philosophie des Franchisegebers, hast du eventuell mit unflexiblen, festen oder unmodernen Strukturen zu tun. Das kann dazu f√ľhren, dass auch du dich nur in einem starren Rahmen bewegen kannst. Das w√§re hinderlich f√ľr deinen Erfolg. Deswegen ist es wichtig, die Zielgruppe genau zu kennen und auf moderne und trendige Konzepte zu achten. Allerdings: Im Fitness-Bereich ist das eher selten der Fall, weil Sport und Fitness ja eine sehr moderne Sparte ist, die immer wieder frischen Wind durch neue Trends erf√§hrt.¬†
  • Du bist eventuell sehr abh√§ngig von deinem Franchisegeber - nat√ľrlich individuell unterschiedlich - zum Beispiel in Bezug auf Gesch√§fts-Kleidung, Ausstattung, Werbe-Aktionen, einheitliches Marketing etc.¬†

Nat√ľrlich auch hier der Hinweis:

Auch wenn die Gr√ľndung eines Franchise-Unternehmens eine gewisse Sicherheit bietet und du auch ohne spezielle Ausbildungen starten kannst, solltest du √ľber unternehmerische und betriebswirtschaftliche Qualit√§ten verf√ľgen bzw. sie dir unbedingt aneignen. Denn du bist in einem gewissen Rahmen dein eigener Chef und handelst in eigener Verantwortung. Auch wenn dir der Franchisegeber ein relatives Sicherheitsnetz bietet, bist du f√ľr den Erfolg selbst zust√§ndig.¬†¬†

Im Fitness-Bereich und in vielen weiteren kannst du dich nat√ľrlich auch auf anderem Wege selbst√§ndig machen. Wie, das erf√§hrst du jetzt.

Selbständig in einem freien Gesundheitsberuf

Die freien Gesundheitsberufe haben sich in den letzten Jahren mehr und mehr etabliert und verzeichnen nach wie vor ein stetiges Wachstum - vielleicht sogar mehr als jemals zuvor. Da ist es verwunderlich, dass der Name gar nicht so richtig bekannt ist. Weder bei den "Nutzern" noch bei den Anwendern.  

Warum dieser zweite Gesundheitsbereich so wächst? Alle Methoden, die unter die freien Gesundheitsberufe fallen, dienen der Gesundheitsvorsorge. Sprich, was kann ich tun, um mein Wohlbefinden zu stärken und Entspannung zu erfahren, um gar nicht erst krank zu werden?

Der erste Gesundheitsmarkt, also das staatliche Gesundheitssystem bietet im wesentlichen medizinische Leistungen an, wenn man bereits Beschwerden hat. Auch wenn sich diesbez√ľglich in den letzten Jahren vieles getan hat. Zum Beispiel werden so genannte Pr√§ventionskurse und Vorsorgeleistungen von den Kassen finanziert oder bezuschusst. Dennoch bekommen die freien Gesundheitsberufe einen immer gr√∂√üer werdenden Stellenwert.¬†¬†

Nochmal zusammengefasst:¬† Zu den freien Gesundheitsberufen z√§hlen alle T√§tigkeiten und Methoden zur Gesundheitsf√∂rderung und zur prim√§ren Gesundheitsvorsorge. Es handelt sich allerdings um nicht-medizinische Gesundheitsleistungen. Das hei√üt sie z√§hlen nicht zu den medizinischen Berufen oder Gesundheitsfachberufen. Es gilt, wie oben schon erw√§hnt, dass die Angebote/Leistungen im Rahmen der freien Gesundheitsberufe fast ausschlie√ülich selbst/privat bezahlt werden m√ľssen.¬†

Zu den Themen der freien Gesundheitsberufe zählen zum Beispiel:

  • Gesundheitscoaching und Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Ern√§hrungberatung¬†
  • Wellness und Wohlbefinden
  • Stressbew√§ltigung und Entspannung¬†
  • Selbsterfahrung, Potential- und Pers√∂nlichkeitsentwicklung, spirituelle Begleitung¬†
  • Energie- und K√∂rperarbeit, Bodyworking¬†
  • Ganzheitliche K√∂rperpflege¬†
  • Kunst- und Atemtherapie

Beispiele f√ľr Berufsfelder sind unter anderem:

  • Gesundheits- oder Biopraktiker
  • Vital-Therapeut
  • Gesundheits- oder Ern√§hrungsberater
  • Pr√§ventologe
  • Heilberater und Psychologischer Berater
  • Yogalehrer oder Atemtherapeut
  • Betrieblicher Gesundheitscoach
  • Wellnesstrainer oder Fitnesscoach¬†

noch wichtig ist

¬†Es gibt f√ľr die freien Gesundheitsberufe bisher kein eigenes Berufsgesetz und auch keine rechtlichen bzw. staatlichen Zugangsvoraussetzungen - auch wenn dies Anfang der 2000er versucht wurde. Das blieb allerdings erfolglos.¬†

Wenn du dich also in einem Bereich der freien Gesundheitsberufe selbst√§ndig machen m√∂chtest, agierst du in eigener Verantwortung und Selbstverantwortung. Denn hier baut der Gesetzgeber rein auf die Eigenverantwortung der Anwender, Schulen, Lehrer und auf die Funktion der Berufsverb√§nde (die es gl√ľcklicherweise gibt).¬†

Obwohl es keine spezifischen Gesetze f√ľr die T√§tigkeiten der freien Gesundheitsberufe an sich gibt, finden aber verschiedenste Gesetze, (L√§nder-) Verordnungen und die aktuelle Rechtsprechung Anwendung. Das Haupt-Abgrenzungsmerkmal der freien Gesundheitsberufe von der Aus√ľbung der Heilkunde (zum Beispiel Arzt oder Heilpraktiker) steht im Heilpraktikergesetz.

Wichtigster Paragraf ist gleich der erste: "Aus√ľbung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsm√§√üig vorgenommene T√§tigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder K√∂rpersch√§den bei Menschen..." Das ist demnach nur √Ąrzten, Heilpratikern etc. vorbehalten.¬†

Anwendungen zum Zwecke der prim√§ren Gesundheitsvorsorge, wie beispielsweise zur Steigerung des Wohlbefindens, zur Entspannung, zur psychologischen Beratung und Unterst√ľtzung oder der Kr√§ftigung des K√∂rpers z√§hlen also nicht zur Aus√ľbung der Heilkunde und geh√∂ren demzufolge zu den freien Gesundheitsberufen.¬†¬†

Die Abgrenzung ist in der Tat manchmal nicht so einfach, mangels genauer Vorschriften auch nicht so leicht ersichtlich und teilweise wenig plausibel. Denn jeder, der also einen freien Gesundheitsberuf aus√ľben m√∂chte, muss deutlich und glaubhaft darstellen und erl√§utern, dass seine angebotenen Leistungen bzw. seine berufliche Ausrichtung keinen medizinischen Bezug haben.

Dieser Punkt ist besonders knifflig, weil es Methoden und Anwendungen gibt, die in beiden Bereichen praktiziert werden. Zum Beispiel z√§hlt die Fu√üreflexzonenmassage zu den medizinischen T√§tigkeiten, wie auch das klassische Shiatsu. Im Gegensatz dazu kann einfache Fu√ümassage im Rahmen eines freien Gesundheitsberufs ausgef√ľhrt werden. Beim Shiatsu gibt es ebenfalls eine spezielle Richtung, die als nicht-medizinisch einzuordnen ist. Hier gilt demzufolge besondere Vorsicht.

Wie erlangt man die Erlaubnis f√ľr einen freien Gesundheitsberuf?

 

Es besteht keine Pflicht f√ľr eine Ausbildung. Praktisch jeder darf in einem der freien Gesundheitsberufe in die Selbst√§ndigkeit starten. Um erfolgreich agieren zu k√∂nnen, ist eine fachliche Ausbildung allerdings immer anzuraten. Es hei√üt auch: Jeder sollte Kenntnis von den fachlichen und gesetzlichen Grundlagen des freien Gesundheitsberufes haben. Nur so ist ein professionelles Auftreten m√∂glich. Aus Unwissenheit das Risiko einzugehen, gesetzliche Vorschriften nicht einzuhalten, w√§re definitiv keine gute Idee.¬†

Als eine der Voraussetzungen zur Aus√ľbung eines freien Gesundheitsberufes werden seitens des Gesetzgebers ein sicheres K√∂nnen der ausge√ľbten Methode voraus gesetzt. Das kann einerseits bedeuten, dass du √ľber eine entsprechende Ausbildung verf√ľgst bzw. fachlich kompetent bist, um die jeweilige Methode auszuf√ľhren.¬† F√ľr alle nicht-medizinischen Bereiche ben√∂tigt man keine Heilpraktikererlaubnis.

Da es keine weiteren staatlichen Zugangsvoraussetzungen gibt, er√∂ffnet dies den Schulen und Ausbildern freier Gesundheitsberufe einen ziemlich gro√üen Radius in Bezug auf sowohl bereits bestehende Methoden als auch in der Entwicklung neuer Konzepte und sogar Berufsbilder. Das er√∂ffnet einen au√üergew√∂hnlichen Spielraum f√ľr neue, freie Gesundheitsberufe. Und neue Methoden f√ľr den hohen Bedarf an gesundheitsf√∂rdernden und erhaltenden Ma√ünahmen.¬†

Instanzen 

Es gibt diverse Berufsverb√§nde, die dich als Mitglied in dem jeweiligen freien Gesundheitsberuf unterst√ľtzen. Zum Beispiel in der Definition, Umsetzung und Aus√ľbung deiner gew√§hlten Sparte. Au√üerdem setzen sie sich daf√ľr ein, das Berufsbild des freien Gesundheitsberufs an sich zu st√§rken, ein Bewusstsein daf√ľr zu schaffen, um es mehr und mehr am Markt und in der Gesellschaft¬† zu etablieren. Die Verb√§nde¬† haben aber auch eine Kontroll- und Aufsichtsfunktion und entwickeln verbindliche Qualit√§ts- und Ethikrichtlinien.¬†

Einige Beispiele f√ľr Berufsverb√§nde:¬†

  • BFG: Berufsverband f√ľr Gesundheitspraktiker
  • DBFG: Deutscher Berufsverband f√ľr Freie Gesundheitsberufe e.V.¬†
  • Dachverband f√ľr freie beratende und gesundheitsf√∂rdernde Berufe

Wie funktioniert die Gr√ľndung

M√∂chtest du dich in diesem Bereich selbst√§ndig machen, haben wir noch ein paar weitere Tipps f√ľr dich:

  • Es gibt Fachmessen, die einen guten √úberblick √ľber den gesamten Bereich bieten und auf denen du dich optimal informieren kannst. Klar, momentan fallen Messen leider weg, aber wenn sie 2021 wieder statt finden k√∂nnen, solltest du dir diese M√∂glichkeit nicht entgehen lassen. Als Beispiel seien hier Gr√ľnder- oder Gesundheitsmessen zu nennen, die es unter normalen Umst√§nden in allen gr√∂√üeren St√§dten in Deutschland gibt. Als Leitmesse f√ľr den Fitness-, Wellness & Gesundheitsbereich gilt die FIBO Global Fitness, die jedes Jahr im Fr√ľhling stattfindet. Geplant ist bisher der 8. bis 11. April 2021.

  • Es gibt auch zahlreiche Online-Seminare, Coaching-Angebote und sogar Unternehmensberater f√ľr diesen Bereich , die dich in allen Fragen einer Selbst√§ndigkeit in einem freien Gesundheitsberuf beratend unterst√ľtzen.

  • Du kannst dich auch bei der Agentur f√ľr Arbeit bzw. verschiedenen Institutionen informieren - vor allem √ľber staatliche F√∂rderungs- oder Finanzierungshilfen oder Gr√ľnderdarlehen.¬†

  • Auch die Industrie und Handelskammern bieten Infoseminare und zahlreiche Fach-Brosch√ľren an, die einen √úberblick √ľber Existenzgr√ľndung etc. bieten.¬†

Wenn du dich selbständig machen möchtest, gilt hier wie in allen anderen Berufen, Sparten oder Bereichen auch, eine solide Planung von Anfang an. 

Fragen, die du dir unter anderem stellen kannst: 

  • Ist deine Gesch√§ftsidee realistisch und stehst du voll und ganz hinter ihr?

  • Gibt es einen plausiblen und soliden Business-Plan, den du auch nach au√üen hin verkaufen kannst?

  • Gibt es die Bereitschaft, f√ľr dein Business wirklich konsequent einzustehen, dich daf√ľr zu 100% einzusetzen und auch evtl. Risiken einzugehen?¬†¬†

Hier gibt es ein paar Anregungen f√ľr die Erstellung eines Business-Plans Business-Plan f√ľr Selbstst√§ndige.

Weitere wichtige Punkte sind nat√ľrlich auch:¬†

  • Brauche ich eine Gewerbeanmeldung und was muss ich steuerlich beachten?

Grundsätzlich gilt, bist du unterrichtend oder beratend tätig, zählst du mit deiner Tätigkeit nach § 18 des Einkommenssteuergesetzes zu den sogenannten Freien Berufen, das heißt du musst kein Gewerbe anmelden. Du benötigst lediglich eine Steuernummer vom Finanzamt. Wenn du allerdings zusätzlich zu deinen Angeboten auch Produkte verkaufen möchtest, gilt das als Gewerbe und du musst das anmelden.

Das ber√ľhrt deine freiberufliche T√§tigkeit (Unterricht/Beratung) allerdings nicht. Achte hierbei immer auf getrennte Buchf√ľhrung. Lass dich unbedingt von einem Steuerberater unterst√ľtzen, denn gerade am Anfang kann das etwas kompliziert sein. Es gibt auch¬† √úberschneidungen und Abgrenzungen.¬†

  • Beachte auch, welche Krankenversicherung f√ľr dich in Frage kommt und wie es mit der Rentenversicherungspflicht aussieht.

  • Ben√∂tige ich weitergehende Beratung? (Bei den Verb√§nden kannst du dich informieren)

  • Ben√∂tige ich eine eigene Praxis oder miete ich mich irgendwo ein?

Das ist nat√ľrlich nur eine Auswahl an Aspekten, die zu beachten sind. Fachm√§nnischer Rat und professionelle Unterst√ľtzung sind beim Start in eine Selbst√§ndigkeit immer wichtig, um dein neues Business von Anfang an auf solidem Boden aufzubauen.¬†

Do your thing, not your taxes