facebook-pixel
kuenstlersozialkasse-erfahrungsbericht

Das A & O des SEO - Suchmaschinenoptimierung wie die Profis

Was früher die Visitenkarte war ist heute die Website, jeder Selbstständige sollte eine haben, aber nicht jeder versteht wie man eine eigene Website auch für die Kundengewinnung nutzen kann.

Viele erstellen zu diesem Zweck lieber Social Media Profile und versuchen durch Networking (LinkedIn oder Xing) oder Vergrößerungen der Social Media Anhängerzahlen (Instagram, Snapchat, Youtube, etc.) Aufmerksamkeit, Leads oder Verkäufe zu generieren.

Dabei wird die Homepage (falls in eine investiert wurde) nur noch als zusätzlicher Informationsträger oder Verkaufsstelle genutzt und generiert von selber keine Besucher und auch keine Conversion.

Der Grund für ein solches Handeln ist, dass der Aufbau einer Onlinepräsenz, die langfristiges organischen Wachstum haben soll, sehr viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen kann - wenn man es ohne Plan macht. Dazu kommt noch, dass mit der Anzahl der veralteten Beiträge zum Thema SEO, sehr viele Leute, die sich mit dem Thema beschäftigen, falsche und manchmal sogar gefährliche Strategien aufnehmen die kurz- und langfristig mehr Schaden als Nutzen bringen.

Don'ts des SEO

Bevor du selber viel Arbeit in eine falsche Strategie investierst, stelle ich einige Beispiele für gefährliche Strategien vor:

Keyword stuffing:

Eine Page erstellen, die eine extrem große Keyword Density (Verhälthnis Keyword zum Gesamttext) für das gewünschte Keyword beinhaltet.

Link Einkauf

Der Einkauf von diversen dubiosen Diensten funktionierte jahrelang wie eine Eins, über Nacht konnte man für die exotischsten und teuersten Keywords rangieren wenn man nur genug Geld in den Linkeinkauf investiert hat. Wie und wieso es verboten wurde, könnt Ihr in diesem Blog Post von Jeff Deutsch , einem der größten Linkverkäufer, erfahren. Die Google Updates “ Panda ” und “ Penguin ”, mit dem die Qualität der Verlinkungen und des Websiteinhalts einen sehr hohen Stellenwert beim Ranking eingenommen hat, war auch bislang der Grund für den größten Aufschrei in der SEO Gemeinschaft. Viele Dienste sind über Nacht aus dem Geschäft rausgeflogen und extrem erfolgreiche Projekte sind über Nacht zusammengestürzt.

Link Exchange

Eine zeitlang gab es diverse Foren und Communities, die nur dafür da waren, dass Website-Besitzer Verlinkungen untereinander ausgetauscht haben. Zur Zeit sind viele erwiderte Verlinkungen zwischen Websites ein schlechtes Ranking Signal und können zu einer Reciprocal backlink penalty von Seiten Googles führen. Linkaustausch funktioniert immer noch, aber nur wenn man es clever anstellt.

Content Spinning / Automatisch generierter Content:

Inhalte ohne Mehrwert, die die richtige Struktur für SEO hatten, haben bis vor ein paar Jahren noch tausende Besucher auf Websites mit qualitativ wertlosem Inhalten gelockt. Das hat so gut funktioniert, dass ich 2013 in weniger als 6 Monaten ein Projekt mit weniger als 300 Besuchern am Tag auf 30.000 Besucher am Tag gebracht habe, einfach in dem ich einen Bot mit Tausenden von “longtail Keywords” gefüttert habe und er mir für jeden von diesen eine optimierte Page erstellt hat. Dann kam Google Hummingbird. Hummingbird war mehr als ein einfaches Update zum Google Search Algorithmus, es war ein Neuaufbau. User Intent (Die Motivation, die ein Nutzer bei einer Suchanfrage verfolgt) wurde plötzlich das Wichtigste bei einer Suchanfrage. Die Semantik, der Kontext in welchem Websiteinhalte geschrieben wurden, wurden zu wichtigen Rankingfaktoren. Der Google Knowledge Graph wurde eingeführt und der Suchende bekam seine Antworten schneller und genauer als je zuvor,.

Jetzt weisst du, was du alles nicht machen solltest! Lass uns mit dem anfangen, was du auf jeden Fall befolgen solltest!

Do's des SEO

Am Besten fangen wir mit den Grundbedürfnissen , die deine Website erfüllen muss, um die Qualitätsrichtlinien von Google zu erfüllen, an:

1. Die Website muss Responsive sein:

Am 21. April 2015 kam das erste “ Mobil Friendly Ranking Factor Update ” von Google und wurde ab dem ersten Tag als “ Mobilgeddon ” bezeichnet. Dieses Update hat dafür gesorgt, dass Websites die mobilfreundlich (angepasst für die Ansicht auf allen mobilen Geräten) in organischen Suchanfragen bevorzugt behandelt wurden und besser rangierten. Deine Website sollte deshalb von Anfang an responsive sein. Falls du noch keine Website hast, ist es am einfachsten (aus mehreren Gründen, die wir in diesem Beitrag behandeln werden) wenn du deine Website auf Wordpress aufbaust, da fast alle Wordpress Templates responsive sind.

2. Die Ladezeit deiner Website sollte so kurz wie möglich sein:

Die Zeit, die deine Website braucht um zu laden ist auch ein wichtiger Ranking Faktor, diese kann man mit dem Pagespeed Tool von Google untersuchen und optimieren.

Gründe für hohe Ladezeit sind meistens einer oder mehrere der Folgenden:

  • Nicht komprimierte Bilder: Bilder im JPG / JPEG Format, die die volle Bildqualität nutzen, können sehr viel Speicherplatz einnehmen und verlangsamen das Laden der Website immens.
  • Inline CSS: generell sollte so wenig wie möglich inline code genutzt werden. Und CSS sollte, wo immer es möglich ist, komprimiert werden. Wie man die CSS einer Website optimieren kann könnt ihr in diesem Beitrag lernen.
  • Du nutzt kein Browser Caching und auch keine Komprimierung auf deiner Website. Browser caching erlaubt es deine Pages oder einen Teil davon auf dem Gerät des Users zu speichern, so dass beim nächsten Laden diese nicht erneut runtergeladen müssen. Komprimierung ist eine Servereinstellung welche es erlaubt, den Inhalt deiner Website wie eine .zip File zu komprimieren. Dies kann die Größe deiner HTML und CSS Dateien um bis zu 70% reduzieren, was die Ladezeit weiter optimiert.
  • Jede Page hat verschiedene Java Skripts, die im Hintergrund laufen. Es sind entweder Plugins oder Tracking Tools (Google Analytics, Facebook Tracking Pixel, etc), die du für dein Geschäft brauchst. Da der Browser den Quellcode der Website von oben nach unten bearbeitet und darstellt, sollten Skripts unter dem “Fold” (der erste sichtbare Teil einer Page) gesetzt werden.

3. Eine URL sollten auf keinen Fall dynamisch sein:

Dynamische URLs werden im Moment der Anfrage erstellt und können deshalb als solche auch nicht indexiert werden.

Beispiel einer dynamischen URL:

http://www.domain.de/kategorie/artikel.php?language=de&inhalt=dynamische-urls

Eine statische URL ist Bestandteil der Seite und wird als solche auch vom Google Crawler indexiert, ausserdem erlaubt diese, eine Platzierung des Haupt-Keywords für Suchanfragen für welches die Seite rangieren soll und wird als Premium Keyword Position bezeichnet.

Beispiel einer statischen URL:

https://kontist.com/posts/erwerbsminderungsrente-fuer-selbstaendige

4. Der Inhalt muss indexierbar sein:

Egal ob Bild oder Text, der Inhalt muss vom Google Crawler erkennbar und indexierbar sein. Ein schön designtes Bild oder eine tolle Infographic die die ganze Seite einnehmen, sind zwar hübsch, und für den Besucher auch eventuell von Wert, aber ohne Text hat es die Suchmaschine sehr schwer zu begreifen worum es bei dem Bild geht, deshalb muss man auf jeden Fall aufpassen dass jede Page genug indexierbaren Inhalt beinhaltet.

Mit Schema.org Markup (muss nicht sein, ist in einigen Fällen von Vorteil) kann man Google auch sagen worum es sich bei dem Inhalt genau handelt. Der einzige Fall wo Schema.org Markup auf jeden Fall genutzt werden sollte, ist die NAP (Name, Adress, Phonenumber) Info, die im Footer der Website zu finden sein sollte, da diese bei lokalen Suchanfragen wie “Webdesigner in Bremen” sehr hilfreich ist.

Um eure eigenen Firmendaten im Schema.org Microformat zu generieren, könnt ihr auch das kostenloses Tool von Krick Interactive nutzen.

In Google Webmaster Tools könnt Ihr ein einfaches Tool finden, das euch erlaubt, eure Website oder Page so zu sehen wie Google. Das erlaubt euch sicherzustellen, dass der Inhalt der Page auch indexierbar ist. Um dieses Tool nutzen zu können müsst Ihr einfach auf “ Fetch as Google ” gehen.

Einfache Tricks für ein schnelles Ranking

Da wir mit den “Do’s & Don’ts” jetzt durch sind, sollten wir uns damit befassen was euch eigentlich nicht nur Besucher, sondern auch Kunden auf eure Website bringen wird. Denn schlussendlich ist das der einzige Grund, wieso es sich überhaupt lohnt Arbeit in eine Website und den dazugehörigen Inhalt zu investieren.

Keyword Research - aber richtig

Keyword Research ist die Planung, die vor der Erstellung von Inhalten stattfinden sollte. Sie soll Euch, bevor Ihr die Arbeit investiert, schon folgende Fragen beantworten können:

  • Wie hoch ist das Suchvolumen für eine Suchanfrage?
  • Wie ist die Wahrscheinlichkeit für die Suchanfrage zu rangieren?
  • Gibt es bei der Suchanfrage sogenannte “Rich Media” Suchresultate? Rich Media Resultate können die folgenden sein:
  1. Videos
  2. Produktvorschläge (Buch, Video,)
  3. Google Knowledge Graph Resultate
  4. und Ähnliches

Das Problem bei Rich Media Suchresultaten ist, dass bei einem Großteil der Fälle, die Rich Media Platzierung schon die Suchanfrage beantwortet. Das ist insbesondere der Fall bei Anfragen, die ein Google Knowledge Graph als Resultat beinhalten. Deshalb spielt es keine Rolle, ob man an erster Stelle oder an 50. Stelle der Suchresultate rangiert, man wird kaum Besucher über diese Suchanfrage erhalten.

seo-tipps-2018

Was ist ein Keyword?

Ein Keyword wie z.B “ Günstiger Webdesigner in Bremen ” besteht aus 3 Teilen:

  1. Webdesigner ”: Das ist der sogenannte “Kopf” des Keywords. Er ist unveränderbar und gibt der Suchanfrage den Kontext. Bei konkurrenzstarken Suchanfragen kann es evtl. Sinn machen ein Synonym zu nutzen, aber seit der Implementierung von Google Hummingbird nutzt Google auch das sogenannte “NLP” (Natural Language Processing), das den Wert des “Exact Match” Keywords stark reduziert hat.
  2. Günstiger ”: Ist der sogenannte “Tail” (Schwanz) des Keywords, dieser ist ein qualitativer Modifikator der Suche, spezifiziert was für Eigenschaften der “Kopf” haben soll, dieser verfeinert die Suche, aber verändert nicht den “User Intent” bei der Suchanfrage. z.B: günstig, schnell, bester, etc..
  3. In Bremen ”: Ist in diesem Fall der “Modifikator” des Keywords. Der Modifikator ist eins oder mehrere Worte die einen oder mehrere Aspekte der Suchanfrage verändern, In meisten Fällen handelt es sich dabei um den Standort, Marke oder Stil des “Kopfes”.

Keywords werden nach Länge als:

Head Keywords (kurze Suchanfragen wie “ Bitsundso ": sie haben ein sehr großes Volumen an Suchergebnissen und leiten zumeist zu einem erklärenden Resultat (Homepage, Wikipedia, Wörterbuch) an erster Stelle.

Longtail Keywords (lange Suchanfragen wie “ Bisundso Folge August 2016 ”): Longtail Suchanfragen sind sehr spezifisch und führen meistens zu wenigen Suchresultaten, die die meiste Relevanz mit der Suchanfrage haben.

seo-tipps-2018

Suchverhalten sollte bei der Keyword Research beachtet werden

Der Trend der letzten Jahren zeigt, dass sich die Länge der Suchanfragen stetig vergrößert. Zur Zeit besteht die durchschnittliche Suchanfrage aus 3 Wörtern , wobei 14% der Desktop Suchanfragen aus bis zu 6 Wörtern bestehen . Deshalb macht es Sinn, bevor man überhaupt anfängt Landing Pages oder Blog Posts zu erstellen, sich zu fragen “Wie beschreibe ich meinen Dienstleistung am besten in 3 Wörtern?” und daraufhin die Seite auf diese 3 Wörter zu optimieren. Die 3 Worte müssen den “Head” Teil des Keywords beinhalten, können aber auch einen längeren “Tail” beinhalten. Wenn du wünschst dass deine Page noch für Modifikatoren oder andere “Longtail” Suchanfragen rangiert, kannst du diese im Text oder in anderen Seitenelementen platzieren.

Hier sind einige Blog Posts die Keyword Recherche Schritt für Schritt beschreiben:

Blog Posts

Was ist eine Keywordrecherche? - SEOLytics.de

3 Schritte zum perfekten Keyword - Online-Marketing-Site.de

Die ultimative Keywordrecherche - SEOkratie.de

Hilfreiche Tools:

Keyword Planer von AdWords (Kostenlos)

Der Keyword Planer von Adwords hat im letzten Jahr beträchtlich an Wert als SEO Tool verloren, da er nicht mehr das (fast) genaue Suchvolumen für Keywords anzeigt, sondern nur einen Intervallwert. Der Nutzen dabei ist aber weiterhin zu sehen, welche Keywords sich in welcher Kategorie befinden, und daraus Informationen und Inspiration zu schöpfen.

Ahrefs.com

Nicht gerade günstig aber extrem Wertvoll. Deshalb lohnt es sich für die erste Recherche die 2 kostenlosen Wochen zu nehmen und dann eventuell, wenn kein Bedarf mehr besteht das Abo zu kündigen. Die Daten die euch von Ahrefs, für jedes Keyword, zur Verfügung gestellt werden sind:

  1. Suchvolumen (nach Land)
  2. Keyword Difficulty: Ein Wert zwischen 0 und 100 der den Schwierigkeitsgrad fürs Ranking für ein bestimmtes Keyword darstellt. Er zeigt euch, wie viele Backlinks Ihr auf die Page in etwa braucht, um in den Top 10 zu rangieren.
  3. Longtail Potential: Sagt aus, wie viele verschiedene Suchanfragen noch generiert werden können, die dein Keyword beinhalten. Sehr wichtig: Je höher die Zahl desto mehr Suchanfragen für die Eure Page in der Zukunft rangieren kann.
  4. Competitor Insights: Für welche Keywords rangiert Eure Konkurrenz.
  5. Related Keywords: Welche ähnlichen Suchbegriffe gibt es, wie viel Suchvolumen und welche Keyword difficulty haben sie.
  6. Ubersuggest (Kostenlos): Ein kleines Tool welches euch bei der Entdeckung neuer Keywords hilft.

Wie optimiert man eigentlich eine Seite für einen Suchbegriff?

Da die Keywords jetzt gefunden wurden, ist es auch an der Zeit die Seiten für die einzelnen Keywords zu optimieren. Um eine perfekt optimierte Page zu haben, sollte man qualitative aber auch strukturelle Richtlinien beachten.

Qualitative Richtlinien:

Textlänge:

In einer Studie von Backlinko ( Brian Dean ) aus dem Jahr 2016, bei der über 1.000.000 Suchresultate untersucht wurden, wurde ganz klar erwiesen dass Inhalte mit 1.500+ Wörtern tendieren höher zu rangieren, als Inhalte die weniger Wörter enthalten. Dieselbe Studie zeigt an, dass Inhalte die wenigstens ein Bild beinhalten auch eine höhere Chance haben höher zu rangieren.

Schreiben für Engagement:

Es reicht nicht nur, dass man einen Text hat und Besucher generiert, man muss auch wirkliche Leser haben. Obwohl Google vehement die Nutzung der Google Analytics Daten für das SERP Ranking dementiert, gibt es genügend Indikatoren dass das Besucherverhalten die Suchmaschinenposition beeinflusst. Nicht zuletzt wird nach dem Experiment von Moz Gründer Rand Fishkin aus 2015 diese Hypothese in Fachkreisen nicht weiter bezweifelt.

Welche Art von Inhalten sollte man sinnvollerweise optimieren?

Für Freelancer und kleine Unternehmen macht es in erster Linie Sinn, Seiten mit Inhalten zu erstellen die ihre Arbeit und Dienstleistungen beschreiben. Im besten Fall hat man dann für jede mögliche Dienstleistung eine Seite, die für genau diese optimiert ist. Falls die eigene Spezialität doch sehr spezifisch definiert werden kann wie z.B “ freelance react native developer Berlin ” wäre dies von erheblichem Vorteil, da eine solche Suchanfrage ein sehr spezifisches Longtail Keyword darstellt, auf das auch nicht zu viele Webpages optimiert sind. Das Nutzen von Modifikatoren in diesem Fall hilft Euch einzugrenzen wo Ihr Eure Dienste anbietet, und kann bei eng lokalisierten Angeboten helfen schneller zu rangieren und Angebote zu erhalten.

Wenn man als Selbstständiger mehrere Dienste anbietet, macht es Sinn, für jeden dieser Dienste auch eine Seite auf der Website zu erstellen und die eigenen Qualifikationen oder das Portfolio darauf zu zeigen. Eine 2012 veröffentlichte Studie des Inbound Marketing-Giganten Hubspot hat erwiesen, dass Geschäfte mit mehreren Landing Pages auch mehr Umsatz generieren. Deshalb macht es auch Sinn, für jede Dienstleistung eine eigene Landing Page zu erstellen.

OnPage Optimierung: Was muss auf einer Page optimiert werden? - Strukturelle Richtlinien

Bei einer neuen Website ist es immer schwierig Inhalte zu kreieren, die interessant für Leser sind und bedeutungsvoll für die Suchmaschinen. Der Spagat zwischen Qualität und Struktur ist ohne eine gute Vorbereitung kaum machbar, deshalb geben auch viele Firmen ihre Blogs auf, und lassen den Inhalt verstauben, da er doch nichts bringt…

Bei Kontist hatten wir von Anfang an eine klare SEO Strategie die sich auf Inhaltserstellung, Qualität und Mehrwert für die Leser konzentriert hat. Suchmaschinenoptimierung oder gar Linkbuilding wurden zu Gunsten der Erforschung anderer Kanäle auf das Nebengleis geschoben bis genug “Fleisch” auf dem Blog war. Erst im Anschluss konnte eine großangelegte Optimierung abgeschlossen werden.

Die Zeit, die wir uns dafür genommen haben, hatte auch einen positiven Nebeneffekt: wir haben mit starkem Branding und PR Maßnahmen genügend Backlinks auf der Kontist.com Domain generiert um eine sehr starke Beschleunigung des organischen Wachstums zu garantieren.

Mitte 2017 haben wir uns entschlossen mit der OnPage Content Optimierung anzufangen um zu sehen wie sich die Aktivität auf das Suchvolumen auswirken wird.

Die Zahlen waren und sind immer noch eines - großartig!

seo-tipps-2018

OnPage Optimierungscheckliste

Um diesen Erfolg zu generieren, haben wir uns eine OnPage Optimierungscheckliste erstellt, die die folgenden Elemente beinhaltet:

URL des Blogbeitrags
  • Wie ist die jetzige URL?
  • Wie sollte die optimale URL aussehen? Die optimale URL ist kurz, beinhaltet das Keyword und der Blog ist in einem Subdirectory anstatt auf einer Subdomain

Welches ist das gewählte Keyword für den Beitrag

Meta Title
  • Wie lang ist der Titel, ist das gewünschte Keyword im Meta Title enthalten?
  • Die optimale Länge des Meta Titles ist zwischen 50 und 60 Zeichen, bei dieser Zeichenlänge wird der ganze Titel in den Suchresultaten angezeigt, der Meta Title sollte auf jeden Fall das Keyword beinhalten
Meta Description
  • Wie lang ist die Metabeschreibung, ist das gewünschte Keyword in der Description enthalten?
  • Die optimale Länge der Meta Description liegt bei maximal 300 Zeichen. Das Keyword sollte auf jeden Fall in der Beschreibung enthalten sein.
Wordcount
  • Wie schon oben beschrieben sollte ein Beitrag der für ein qualitativ hochwertiges Keyword rangieren soll, eine Mindestlänge von 1500 Wörtern haben.
Keyword Density

Seit langem ein Streitpunkt in der SEO Industry: spielt die Keyword Density überhaupt eine Rolle? In 2013 und 2014 habe ich auf einer deutschen Telefonnummer-Website ausführliche Tests zu dem Thema ausgeführt und meine Erkenntnisse sind folgende:

  • Eine gute Keyword Density liegt zwischen 1.5% und 2% des Gesamtinhaltes auf der Page (Header, Footertext inklusive)
  • Die Berechnung der Keyworddichte wird von der Wortanzahl im Keyword beeinflusst. Ein 1-Wort Keyword (A) welches 20 mal in einem Beitrag von 1000 Worten zu finden ist, hat eine Keyworddichte von 2%. Falls man jedoch ein 2-Wort Keyword bei gleicher Textlänge 20 mal wiederholt, haben wir eine Keyworddichte von 4%. Dies ist besonders wichtig für E-Commerce- und Dropshipping-Websitebesitzer, bei denen der Inhalt der Produkt Pages basierend auf einem Template generiert wird. Bei der Anzahl der Produktseiten, die solche Websites besitzen, ist die Anpassung der Keyworddichte ein einfacher Weg das Suchvolumen schnell zu erhöhen.
Alt Tag in Medien
  • Ist das Keyword im Alt-Tag (Alternativer Tag, wird angezeigt wenn das Bild nicht zu sehen ist) vertreten?
H-Titel Struktur
  • Ist die Titelstruktur logisch? z.B: 1 Haupttitel (H1), für jeden thematischen Abschnitt des Haupttitels ein Untertitel (H2), je jeden thematischen Abschnitt eines Untertitels ein weiterer Untertitel (H3), etc…
  • Ist das Keyword im H1 enthalten?
  • Ist das Keyword in weiteren Titeln in irgendeiner Form enthalten?

Der Gedanke hinter so einem SEO Ansatz war und ist, dass wir nicht die am besten optimierte Website der Welt haben müssen. Sie muss einfach besser optimiert und inhaltlich stärker als die Konkurrenz sein, um beim Ranking weit oben zu stehen.

Linkbuilding: Was funktioniert in 2018?

Fast nichts…

Und es macht kaum Sinn hier etwas zu machen. Wenn man manuell Links in Foren, Blog Kommentaren, Directory Websites erstellt, ist es wahrscheinlicher, dass man Kunden verliert als dass man sie langfristig gewinnt. Die Autorität der nicht kontextuellen Links wurde von Google in den letzten Jahren immer wieder herabgestuft, deshalb macht es auch wenig Sinn einfach einen Link irgendwo auf einer Domain zu haben und zu erwarten dass der “Linkjuice” Wunder bewirkt.

Was funktioniert ist, das was schon immer funktioniert hat, und immer funktionieren wird:

Broken Linkbuilding

Outreach zu Webmastern um auf einen 404 Link zu verweisen, und eine Alternative auf der eigenen Website anzubieten. Als Maßnahme ist es eine der Anstrengendsten, aber dafür auch die die die höchste Erfolgsquote beinhaltet, da kein Websitebesitzer gerne 404 Links sieht und gerne eine Alternative übernimmt. Eine erfolgreiche Linkplatzierung resultiert in einem kontextuellen Backlink der von Google als hochwertig angesehen wird. Wie genau es gemacht wird könnt ihr bei SEO-Trainee.de lesen.

Newsworthy Content: “10x Content”

Einen Beitrag zu schreiben der von großen Publishern/ Magazinen/ Nachrichtenwebsites aufgenommen wird ist nicht wirklich einfach. Man muss schon im Vorfeld gute Recherche betreiben, potentielle Promotoren finden die Ähnliches schon in Social Media geteilt haben und einen sehr großen Mehrwert / starken Gedankenansatz im Beitrag verarbeiten um diese Methode effektiv zu nutzen. Der Inhalt muss nicht wirklich ein Blogbeitrag sein, es kann sich auch um eine Infografik, ein Video, ein Bild oder ein Slide Deck handeln. Hauptsache aussagekräftig und interessant. Die größte Herausforderung ist dabei die Distribution. Sie funktioniert am besten mit direktem Outreach an die Leuten (Influencern, Autoren, etc…), die es interessieren könnte - sowohl über Social Media als auch per Email. Brian Dean - Backlinko, beschreibt diese Strategie gerne auch als die “ Skyscraper Technique ”

Gastbeiträge und Content Partnerschaften

Wenn man sich als guter Autor schon etabliert hat oder Spezialist ist in seinem Feld, kann man davon ausgehen, dass man sehr einfach Guestblogging Möglichkeiten finden kann. Es ist wichtig zu verstehen, wie stark die Domain ist auf der man einen Gastbeitrag schreiben will und welche Art von Backlinks man von der Domain erwarten kann. Viele Websitebetreiber erlauben nur die nofollow Verlinkung in Blogbeiträgen von Gastautoren, was für SEO nicht wirklich viel Auswirkung hat.

Mein genereller Stand zum Linkbuilding ist, dass Content das A und O für SEO ist. Mehrwert in der Form von Fachwissen, Problemlösungen die einfach erklärt sind und einfach übernommen werden, einzigartige kreative Inhalte. Sie bauen zu Einem das Vertrauen der Nutzer zum Blog und der Marke auf und werden gerne sowohl in Social Media als auch auf deren eigenen Websites geteilt. Es ist Inhalt der inspiriert und polarisiert, der die meiste Anerkennung und die meisten Backlinks generiert. Ein gutes Beispiel dafür ist “The World Longest Invoice.” welches den Fakt, dass 71% der Freelancer Probleme haben Ihre Rechnungen bezahlt zu kriegen, nutzt um Aufmerksamkeit auf die Ausnutzung der Freelancer in der Digitalwirtschaft zu lenken. Die einzelne Page hat in kurzer Zeit tausende Backlinks generiert. Selbst nach einem Domainwechsel sind immer noch 195 Domains, die auf diese Website verlinken, was mehr ist als 95% der Websites jemals haben werden.

seo-tipps-2018

Fazit:

SEO ist schon immer Kunst und Wissenschaft in Einem gewesen. Bei so vielen Rankingfaktoren ist es sehr schwer eine empirische Formel zu erstellen wie eine Page auszusehen hat um zu rangieren und doch ist eins schon immer wahr gewesen und wird immer wahr sein:

Wenn qualitativ hochwertiger Content erstellt wird, der zum teilen, diskutieren und verlinken anregt, wenn du alles Mögliche dafür tust, dass die Erfahrung deiner Websitebesucher so positiv wie möglich ist, egal ob es um Ladegeschwindigkeit, Leserlichkeit auf verschiedenen Geräten oder Textformatierung geht, dann kannst du auch erwarten, dass Google dir mehr Nutzer schickt und, dass deine Domain Authority mit der Zeit stetig wächst.

Für positive Nutzererfahrung gibt es keine Alternative.

Wenn du Fragen zum Beitrag oder SEO hast, teile bitte den Beitrag auf Facebook oder Twitter und stelle deine Frage an @Kontist, ich werde mich persönlich darum kümmern, dass die Fragen so akkurat wie möglich beantwortet werden.