facebook-pixel

Warum strategische Partnerschaften wichtig sein können

Bist Du super aufgestellt mit deinem Business? Kannst du verschiedene Leistungen für deine Kunden erbringen? Oder wünscht du dir manchmal einen Partner an der Seite zu haben, der ergänzende Leistungen anbieten kann? Wenn du das Gefühl hast, dass dich eine solche strategische Partnerschaft nach vorne bringen könnte, dann bist du hier genau richtig. Denn um diese Fragestellung geht es in diesem Artikel.

Strategische Partnerschaft – eine kurze Definition:

Ganz allgemein und sehr vereinfacht ist die Rede von einer strategischen Partnerschaft, wenn zwei Firmen, Unternehmen oder eben auch Selbständige ganz, teilweise oder nur Projektweise in einer Zusammenarbeit miteinander kooperieren. Dabei kann die Zusammenarbeit in den unterschiedlichsten Ausprägungen und Quantitäten stattfinden. Außerdem gibt es diese Partnerschaften sowohl auf nationaler Ebene, können natürlich aber auch länderübergreifend wahrgenommen werden. Auch die Ziele beziehungsweise die Motive, sich einen oder mehrere strategische Partner zu suchen, können verschiedenartig ausgeprägt sein. Unter anderem können folgende Aspekte für dich dabei eine Rolle spielen:

  • der Wunsch nach einer Minimierung des unternehmerischen Risikos, beispielsweise durch Beteiligungen etc.
  • Stärkung der Position im Markt
  • einfachere Kundengewinnung, dadurch die Möglichkeit auf lästige Kundenakquise zu verzichten oder diese zu minimieren
  • Verstärkung der Kundenbindung
  • Gewinnmaximierung bzw. Steigerung des Erfolgs
  • Erweiterung des eigenen Angebots bzw. der eigenen Dienstleistungen, was du alleine vielleicht nicht schaffen würdest
  • Möglichkeiten der Annahme eines größeren Auftragsvolumens
  • Informations-Austausch und Bündelung von (unterschiedlichen) Fach- bzw. Wissensgebieten
  • zukünftige, gemeinsame Nutzung von Informationen, Fähigkeiten, Ressourcen und technischem Know-how

Natürlich kann das eine oder andere individuelle Ziel dieser Liste noch hinzugefügt werden, aber die oben genannten Punkte sind im Wesentlichen die Hauptgründe für eine strategische Partnerschaft.

Wann könnte die Möglichkeit strategische Partnerschaften einzugehen, für dich relevant sein?

Es geht natürlich in erster Linie um dein Business. Wenn du in allen Bereichen gut aufgestellt bist, über ein breites Netzwerk verfügst und spezielle Kontakte hast, die du zu einzelnen Themen hinzuziehen kannst, ist das schon mal die halbe Miete. Oftmals auch komplett ausreichend für dein persönliches Unternehmertum bzw. deine Selbständigkeit. Wenn du dabei noch ausreichend erfolgreich arbeitest und mit deinem Ergebnis am Ende des Geschäftsjahres mehr als zufrieden bist, befindest du dich auf einem richtig guten Weg. Und die Notwendigkeit, dich zu verändern oder Ahnliches ist – zumindest zu diesem speziellen Zeitpunkt - nicht gegeben.

Allerdings, wenn du das Gefühl hast, dein Business stagniert, ist nicht mehr erfolgreich, entwickelt sich nicht weiter oder dass du in manchen Bereichen alleine nicht mehr vorankommst, dann könntest du dir die Frage stellen, ob es nicht an der Zeit wäre, dir einen oder mehrere geeignete Partner an Bord zu holen, um dein „Unternehmen“ langfristig zu optimieren. Und bist du eventuell schon lange selbständig, stellt sich oft auch eine Art Betriebsblindheit ein, die den Erfolg auf intensive Weise einschränken oder blockieren kann. Strategische Partner bedeuten immer frischen Wind, neue Ideen und vor allem Inspiration. Neben dem Zuwachs an Know-how und Ressourcen kann diese Vorgehensweise deinem Business den Schub verpassen, den du ihm alleine nicht (mehr) geben konntest. Klar, niemand gibt gerne die Macht über sein „Baby“ ab, aber um zukunftsorientiert agieren und gegenüber der Konkurrenz bestehen zu können, ist eine strategische Partnerschaft oft der probateste Weg, um wieder auf die Erfolgsspur zu kommen. Und es liegt ja letztlich auch an den getroffenen Vereinbarungen.

Was du bei einer strategischen Partnerschaft beachten solltest

Um den Bedarf und die Art einer strategischen Partnerschaft für dich individuell festlegen zu können, solltest du folgende Punkte beachten:

  • ehrliche Analyse der individuellen Situation
  • genaue Bedarfsanalyse, das heißt in welchen Bereichen deines Business liegen die Schwachpunkte, wo gibt es Veränderungs- bzw. Verbesserungsbedarf
  • wo liegen deine Stärken bzw. die Stärken deines Business
  • sei offen und bereit für den Gedanken einer (oder mehrerer) Partnerschaften und mache dir die Vorteile und die wertvollen Möglichkeiten, die sich für dich daraus ergeben, klar
  • wie kann man deine defizitären Bereiche durch Partner am besten mit deinen Stärken bündeln
  • eventuelle Neuausrichtung deines Business-Konzepts
  • wie überwindest du etwaige Ängste, zum Beispiel vor Machtverlust oder Einschränkung deiner Selbständigkeit
  • welche Arten von Partnerschaften kommen für dich in Frage
  • wo und wie finde ich am besten den/die optimalen Partner, die zu dir passen
  • was muss ich bei Abschluss einer Partnerschaft berücksichtigen

Besonders Kleinunternehmer, aber auch mittelständische Unternehmen haben vielfach Angst, Partnerschaften einzugehen. Gründe hier können die Angst vor dem Verlust von Einfluss oder Macht im eigenen Unternehmen sein, das heißt im Umkehrschluss, dass der Partner eventuell zu viel Macht in „meinem“ Unternehmen bekommt. Das ist natürlich nur allzu verständlich. Durch den Abschluss eines detaillierten Vertrages und/oder einer Vereinbarung können diese Aspekte von vornherein vermieden werden.

Kontist - Banking for freelancers

Do your thing, not your taxes

Learn more

Vorteile

Die Vorteile von strategischen Partnerschaften liegen klar auf der Hand. Diese Liste wird sicherlich angeführt von dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“. Immer schneller wachsende Märkte und drastisch steigende Konkurrenz in fast allen Bereichen macht sinnvolle Kooperationen wichtiger denn je. Lange Zeit galt der Leitspruch des Einzelkämpfertums. Hauptsache ich. Hauptsache ich habe viel. Ein Irrglaube, denn die Realität zeigt, dass dieses Denken und diese Vorgehensweise zu einem massiven Verschleiß der eigenen Ressourcen geführt hat. Der Stärkere gewinnt, kann und sollte in unseren modernen Zeiten endlich tabu sein.

In vielen Teilen unserer Gesellschaft, vorwiegend im privaten Bereich, hat glücklicherweise schon ein gewisses Umdenken stattgefunden. Teilen, sich treffen, sich helfen, und das gegenseitige „zur Verfügung stellen“ bzw. der Austausch von unterschiedlichen Ressourcen lautet die Devise. Nachbarschafts-Seiten im Internet haben Hochkonjunktur. Und das ist auch gut so. Schön, wenn dies auch im unternehmerischen Denken ankommen würde. Im großen und internationalen Stil sind Fusionen und Beteiligungen ja schon sehr lange ein Mittel. Aber auch auf der kleineren Ebene sollte ein Umdenken stattfinden. Leise Tendenzen sind auch hier zu spüren. Doch muss dazu natürlich noch viel mehr Vertrauen entwickelt werden, dass der andere einem nicht etwa etwas wegnehmen möchte. Sondern dass man gemeinsam viel eher zu Erfolg und Effizienz gelangen kann. Denn ganz klar festzuhalten ist: Zukünftig werden wir eigenes und auf lange Sicht angelegtes Wachstum nur in Kooperationen realisieren können. Nur wer sich strategisch so aufstellt, dass alle Unternehmensressourcen optimal ausgeschöpft werden, wird am Markt bestehen.

Außerdem sollte niemals der Faktor „Mund-zu-Mund-Propaganda“ vernachlässigt werden. Wenn du viele Leute aus deiner Branche (oder deiner Branche verwandt) kennst, kannst du dir einen Namen machen. Durch gutes Feedback wirst du schnell weiter empfohlen und das zieht eventuell schnellere Kreise als du denkst.

gewerbesteuererklaerung

Wie finde ich die geeigneten Partner

Eine gründliche Vorbereitung und die genaue Ausgestaltung einer strategischen Partnerschaft sind die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Suche. Haben sich geeignete Kandidaten gefunden, sollten auch die nachfolgenden Verhandlungen und die Vertragsausgestaltung auf einem soliden Fundament stehen. Die Gespräche sollten stets von Transparenz und Ehrlichkeit geprägt sein. Also, sprich deine Ängste an, deine etwaigen Vorbehalte und alles, was für dich persönlich relevant ist. Am besten sollte man sich sowieso erst mal kennen lernen und wissen, wie der andere tickt, bevor man sich für eine eventuell weitreichende Vereinbarung entscheidet. Wie sagt man doch so schön: Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Folgende Punkte kannst du in deine Suche miteinbeziehen:

  • Werde dir über deine Stärken klar und was du einem potentiellen Partner anzubieten hast. Stelle sie als deine Merkmale heraus. Je besser du deine Stärken „verkaufen“ kannst, desto interessanter wirst du/dein Unternehmen. Wenn du bei der Definition deiner eigenen Stärken Schwierigkeiten hast, solltest du dir eine unabhängige, neutrale Person suchen und diese bitten, dir dabei zu helfen.
  • Bringe deine Gründe, warum du einen Partner suchst, so ehrlich und transparent wie möglich vor, damit er einschätzen kann, worauf er sich einlässt, worauf es ankommt und ob er für deine Vorstellungen überhaupt in Frage kommt.
  • Verschweige nichts, was mit deinem Business zusammenhängt, damit es im Nachhinein kein böses Erwachen gibt und es eventuell zu spät ist.
  • Führe die Gespräche und die Verhandlungen aktiv.
  • Lass dich nicht unterbuttern oder über den Tisch ziehen.
  • Führe Gespräche mit mehreren Interessenten und potentiellen Partnern. Du musst auswählen können, denn man kommt nicht mit allen Menschen/Charakteren gleich gut klar. Manchmal stimmt die Chemie einfach nicht.
  • Suche in Netzwerken , die deinen Bereich abdecken. Hier kannst du andere Kleinunternehmer und Selbständige kennenlernen, sich mit ihnen austauschen und dir Ratschläge & Tipps holen. Vielfach bewährt haben sich auch die so genannten Networking-Partys, bei denen sich „Gleichgesinnte“ kennenlernen und sich über etwaige Zusammenarbeit und Kooperationen beraten können.
  • Es gibt auch spezielle Gründerzentren, die interessante und wichtige Informationsveranstaltungen, Schulungen, bestimmte Dienste und Leistungen (dann gegebenenfalls gegen eine Gebühr) anbieten.
  • Wenn du schon über ein Netzwerk verfügst, überlege zunächst, ob es darunter eventuell jemanden gibt, der für eine Partnerschaft in Frage kommt. Enge den Kreis immer weiter ein, bis du den optimalen Kandidaten gefunden hast. Befindet sich niemand Geeignetes in deinem Netzwerk, erweitere den Kreis und beginne mit der Suche außerhalb deines Netzwerkes.
  • Es gibt Agenturen, die sich auf die Vermittlung von strategischen Partnerschaften spezialisiert haben. Dort bekommst du auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Angebote, für die du aber natürlich bezahlen musst.

Abschließend ist noch Folgendes zu sagen

Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, solltest du immer am Ball bleiben. Und das nicht nur in den oben erwähnten Punkten, sondern du solltest dich kontinuierlich weiterbilden und informieren, um auf etwaige Veränderungen oder wechselnde Anforderungen stets schnell und angemessen reagieren zu können. Nur wer up to date ist, Entwicklungen nicht verschläft und sich die passenden Leute ins Boot holt - der wird alle potentiellen Klippen besser umschiffen können und langfristig erfolgreich sein.