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So erstellst du die perfekte "Über mich" - Seite

Die "Über mich"-Seite (wahlweise: "Über uns"; "About"; "Unsere Geschichte") ist meistens die einzige und auch effektivste Möglichkeit für Menschen, schnell einen Eindruck von dir zu gewinnen. Vorweg: Die Aufmerksamkeitsspanne auf Websites ist nicht besonders hoch und deshalb muss auch dieses Element deines Online-Auftritts präzise, vermittelnd und übersichtlich sein.

Ein paar Tipps bezüglich des Erstellens einer perfekten "Über mich"-Seite sollst du hier erhalten. Dabei geht es nicht nur um die Optik, sondern viel mehr um die richtige Sprache.

Warum ist die "Über mich"-Seite so wichtig und wo gehört sie hin?

Kunden und Mitmenschen werden sich deine Website ansehen wollen. Und sie wollen auch etwas über dich wissen - sei es, weil sie einfach neugierig sind, oder weil sie meinen, dadurch etwas über deine Arbeit zu erfahren. Deine Selbstdarstellung auf dieser Unterseite ist als erster Eindruck zu verstehen. Und da es stimmt, dass man einen schlechten ersten Eindruck nur schwerlich wieder gut machen kann, musst du in diese kleine Unterseite viel Zeit stecken.

Hier findet sich ein kurzer Abriss davon, wer du eigentlich bist und was du tust. Sprache und Inhalt entscheiden darüber, wie du (und dein Business) wahrgenommen werden. Eine gute Selbstbeschreibung kann sympathisch, professionell, diskret, kreativ und vieles mehr sein - je nach Person und Zielgruppe. Du kannst mit einem guten Text punkten oder eben potenzielle Kunden vergraulen. Gleichzeitig gibt es in jeder Branche einen gewissen sprachlichen Usus. Du kannst dich dem anpassen und Zugehörigkeit zeigen oder dich auch abheben.

Wichtig ist, dass deine "Über mich"-Seite überhaupt gefunden wird. Dafür empfiehlt es sich, sie im Reiter deiner Website übersichtlich genug darzustellen. Die Verlinkung zu dieser Seite sollte genauso aussehen wie die Verlinkungen zu jeder anderen wichtigen Unterseite. Die Informationen über dich und dein Business sind hierarchisch nicht höher zu werten als beispielsweise eine Übersicht deiner Projekte - aber eben auch nicht niedriger. Eigendarstellung ist bei aller Bescheidenheit dennoch angebracht. Sie ist im Übrigen ein wichtiges Element deines Personal Brandings .

Erste Person Singular oder dritte Person Singular? - Ein Vergleich

Es lässt sich immer wieder feststellen, dass Menschen sich online gern in der dritten Person beschreiben. Zugegeben: Das hat natürlich Charme, wirkt aber oftmals abgehoben, schlichtweg seltsam - oder wie gewollt und nicht gekonnt.

Die erste Person kommt auch nicht ohne Probleme daher: Früh haben wir gelernt, dass es sich nicht schickt, ständig Sätze mit "Ich" zu beginnen. Zudem ist es in der Tat befremdlich, von sich selbst in der ersten Person zu lesen. Bei Sätzen, die mit "Ich denke" oder "Ich glaube" beginnen, schwingen beim Drüberlesen gern Selbstzweifel mit.

Das Problem mit dem "Ich" ist relativ leicht zu lösen, wenn du deine Satzstellung anpasst. Beispiel:

  • Um die Anzahl der Ichs zu reduzieren, verwende ich lieber mehr Nebensätze und sinnvolle Konjugationen.

Zudem wirkt das Schreiben in der ersten Person immer persönlicher. Wichtig ist, dass du hier keine Unsicherheit ausstrahlst. Wenn du dich selbst darstellst, dann muss das authentisch und selbstsicher sein. Es ist letzten Endes ja nicht wichtig, wie es sich anhören würde, sondern nur, wie es sich liest. Zudem musst du nicht viel erklären - du sollst ja nicht diskutieren. Es geht um kurze, verständliche Statements, die einen Bezug zu dir und deiner Arbeit haben. Persönliches ist sekundär, doch dazu gleich mehr.

Das Schreiben in der dritten Person bleibt eine Option. Denn in der dritten Person kannst du eine funktionale Sprache viel leichter umsetzen. Du kannst sehr leicht auf das Schildern von Gedankengängen verzichten und dich rein auf die Fakten konzentrieren: "Er tut jenes. Dabei verwendet er dieses. Sie können ihn von x bis y erreichen."

Du musst dich hier selbst entscheiden. Ich persönliche empfehle bei Einzelkämpfern das Ich. Das wirkt einfach authentischer und vor allem nicht abgehoben. Denn alles, was in der dritten Person beschrieben wird, wirkt automatisch ein wenig distanzierter. Aber natürlich kann es auch sein, dass dir das Schreiben über dich in der dritten Person leichter fällt. Wenn dies so ist, dann mach das ruhig.

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Inhalte einer "Über mich"-Seite und wie du sie umsetzen kannst

Die wichtigsten Dinge müssen im Text weit vorne stehen, denn die Leser haben nie viel Zeit. Das heißt, der Mehrwert für den Leser sollte sich bereits im ersten Absatz erschließen. Das wiederum bedeutet, dass der Teil deiner Biographie, die nicht unmittelbar etwas mit deinem jetzigen Business zu tun hat, hinten ansteht. Sinnvolle Fragestellungen an dich selbst sind:

  • Wer bin ich?
  • Was biete ich an?
  • Wie haben meine Kunden ganz konkret einen Mehrwert von mir?

Das ist auch schon alles Wichtige. Fang damit an, wer du bist, erzähl kurz etwas zu deinem Hintergrund oder dem Hintergrund deines Businesses und erkläre dann kurz und verständlich, was du anbietest und wie du das machst. Das ist im Grunde der Inhalt der ersten drei oder vier Sätze.

Danach folgen detaillierte Informationen - etwa über deine Arbeitsweise, über ein paar ausgewählte Projekte (hier einfach nur anreißen und verlinken) und über deine Vita. Die Vita sollte sich relativ weit hinten im Text befinden, da deine Vita wahrscheinlich auch nicht so geil ist, dass der Leser beeindruckt sein wird. (War ein Scherz. Es wirkt nur einfach bescheidener, wenn du dich nicht über deine Qualifikationen definieren musst.)

Deine "Über mich"-Seite besteht im kürzesten Falle aus einem oder zwei Absätzen. Allerdings kannst du dies auch ausweiten, wenn genug Material vorhanden ist. Was dich und dein Business besonders macht, ist hervorhebenswert. Das können Mitarbeiter sein, eine spezielle Arbeitstechnik und natürlich die positiven Worte deiner zufriedenen Kunden.

Wenn du dich dafür entscheidest, über eine Leistungsbeschreibung und eine Vita hinauszugehen, dann verwende Zwischenüberschriften. Bei größeren Themenkomplexen, die du anschneidest, sind vielleicht Verlinkungen angebracht. Nicht alles, muss auf dieser einen Seite sein. Vielmehr darf der Kern dessen, was du mitteilen willst - also wer du bist, was du machst und wie du das machst - nicht verloren gehen. Es gilt insgesamt: Weniger ist mehr.

Wer bist du und wer ist deine Zielgruppe?

Die "Über mich"-Seite ist ein Kontaktpunkt und als solcher muss er zur Zielgruppe passen. Das beginnt schon mit der Sprache: Rechtsberater und Buchhalter verwenden andere Adjektive als Menschen, die Fairtrade-Produkte verkaufen. Der eine will Fakten darstellen und seine Leistung logisch begründen und der andere will Emotionen wecken.

Es gibt Dinge, die sich beißen: Wenn du Illustrator bist, dann mag es zwar gut sein, wenn du deinen technischen Hintergrund kurz darlegen kannst. Aber wenn du es nicht schaffst, mit ein paar Adjektiven und Bildern zu zeigen, was du wirklich anbietest, dann stehen die Chancen gut, dass der Auftrag nicht zu dir kommt. Außerdem musst du den Spagat zwischen ein paar wenigen aussagekräftigen Adjektiven und einer Überfrachtung mit denselben schaffen. Grundsätzlich gilt beim Beschreiben, dass Adjektive so weit wie möglich vermieden werden sollten, aber ein paar gute, verständliche und sehr präzise Adjektive können das ganze sprachliche Bild verändern.

Grundsätzlich gibt es nur zwei sprachliche Richtungen, die Kommunikation in Wort und Schrift haben können: Locker oder förmlich. Du solltest dich bei der Erstellung deiner "Über mich"-Seite tunlichst daran halten, dich hier deiner Zielgruppe anzupassen.

Eine zielgruppenorientierte Ansprache ist ein hervorragendes Mittel, um neue Kunden zu gewinnen. Denn so eine schriftliche Selbstdarstellung lässt sich auch nutzen, um neue Kunden zu generieren - beispielsweise als diskreter Link in einer Kontaktmail oder als Teil der Signatur. Zudem finden Menschen andere Menschen gut, die sie gut verstehen. Sorge also dafür, dass deine Kunden dich verstehen.

In einigen Fällen bieten sich zudem Multimedia-Inhalte an. Bei Menschen, die mit Bildern arbeiten, sind Diashows gut. Wenn du besonders persönlich sein willst, dann nutz doch ein kleines Video, in dem du die Besucher deiner Website direkt ansprichst. Du hast hier alle Freiheiten solange das zusätzliche Material den wichtigsten Teil nicht dominiert. Zudem müssen Multimedia-Inhalte einen informativen (oder visuellen) Mehrwert haben - ansonsten sind sie überflüssig.

Was zu vermeiden ist

Einige Dinge sind in diesem Zusammenhang unklug. Nebst dem überschwänglichen Verwenden von Adjektiven sowie einer generelle Unfähigkeit sich kurz zu fassen, ist dies beispielsweise die übermäßige Prahlerei.

Bescheidenheit ist eine Tugend und das ist der Grund dafür, warum Kundenbewertungen und positives Feedback relativ diskret und weit unten im Text sein sollten. Mindestens sollte aber vor dem Einblenden von x verschiedenen Feedbacks per Zwischenüberschrift darauf hingewiesen werden, dass genau das jetzt kommt.

Außerdem sind zu lange "Über mich"-Seiten furchtbar ermüdend und das vor allem dann, wenn die wichtigsten Informationen nicht direkt im ersten Absatz stehen. Gleiches gilt für Wiederholungen: Wenn du beispielsweise an anderer Stelle darüber schreibst, wie du arbeitest und wie es funktioniert, musst du das hier nicht noch einmal machen. Es einfach nur kurz anzureißen und zu verlinken, genügt.

Die Vita wird auch nicht nach vorn gestellt, denn sie ist nur von sekundärem Interesse. Gleiches gilt für eine eventuelle Beschreibung deiner Person. Die ist nicht notwendig und sollte sich daher auch - wenn überhaupt - nur dezent am Rande wieder finden.

Zudem wirkt eine abgelaufene - also nicht aktuelle - Eigenbeschreibung immer dann seltsam, wenn Informationen sichtlich überholt sind. Die richtige Wartung dieser Unterseite ist also wichtig (genau wie es ansonsten auch wichtig ist, sich Zeit für das Marketing zu nehmen: posts/eigenes-marketing).

Fazit: Die perfekte "Über mich" - Seite

Um eine gute "Über mich" - Seite zu erstellen, solltest du genau diese Punkte bedenken:

  • Überlege: Wer bin ich, was mache ich und was hast du davon?
  • Vita und Kundenstimmen nach hinten
  • Sprache beachten
  • Auf übermäßigen Gebrauch von Adjektiven verzichten
  • Zielgruppenorientiert schreiben
  • Informationen kurz und bündig darstellen
  • Gegebenenfalls mit Medien unterstützen
  • Die Seite leicht auffindbar machen
  • Auf Unnötiges konsequent verzichten
  • Weitere Themenkomplexe ausgliedern