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Ein Vision Board erstellen - visualisiere dir deine Ziele!

Ein Vision Board (im Deutschen ganz erotisch als "Zielcollage" bezeichnet) beschreibt eine Darstellungsart von Zielen und Strategien, die in deinem Leben eine Rolle spielen. Es handelt sich vor allem um eine Visualisierungstechnik, welche keiner festen Form unterliegt. Ein Vision Board ist immer individuell und ausschlie├člich aus den Inhalten bestehend, die dir wichtig sind.

Auf einem Vision Board findet alles Platz, was du dir w├╝nschst. Auch ist hier Platz f├╝r Symbole, f├╝r grundlegende Gedanken, f├╝r Sinnspr├╝che, f├╝r wertvolle Fotos, f├╝r inspirierende Menschen oder Dinge und auch sonst alles, was du gerne zur Orientierung betrachtest. Das Vision Board ist die erwachsenere Variante eines Poesiealbums, wenn man so will.

Eine Zielcollage ist im Grunde eine gro├če Fl├Ąche, auf die du dich und deine Ziele/W├╝nsche projizierst. Was es genau mit W├╝nschen auf sich hat, erf├Ąhrst du noch weiter unten. Denn so viel sei verraten: Ein Vision Board ist vor allem f├╝r die Selbstreflexion und die Eigenmotivation geeignet.

Ein Vision Board ist nicht auf dich als Person beschr├Ąnkt: Es kann auch ein Business Vision Board werden, auf welchem du dich vor allem mit dir und deinem Freelancertum besch├Ąftigst. Du kannst auch gesch├Ąftliche und private Aspekte verkn├╝pfen. Das ist dir alles ├╝berlassen. Die Hauptsache bei dieser Visualisierungstechnik ist, dass du die Inhalte verstehst, sie dir gefallen und du dich mit ihnen identifizieren kannst.

Und besonders wichtig ist, dass diese Visualisierungstechnik sichtbar ist - also in physischer Form oder eben in besonders zug├Ąnglicher digitaler Form. Du solltest dich immer dann damit besch├Ąftigen, wenn dir ein Gedanke wichtig genug erscheint, um ihn darauf zu ├╝bertragen - schriftlich oder bildlich.

Was auf ein Vision Board passt

Auf einem Vision Board findet alles Platz, was dir wichtig erscheint. Du kannst Bilder verwenden und es ist egal, ob du sie gemacht hast, oder sie f├╝r etwas stehen. Wenn du beispielsweise einen F├╝hrerschein machen m├Âchtest, dann klebe dir doch ein Bild deines Traumautos auf deine Karte. Wenn du etwas geh├Ârt hast, was dich inspiriert hat, dann schreibe es auf. Hantiere mit den Bildern deiner Liebsten oder formuliere kleine Zettelchen. Nat├╝rlich sollst du dein Vision Board nicht f├╝r Einkaufslisten verwenden und auch generell nicht f├╝r kurzfristige Ereignisse; es geht ums gro├če Ganze bei der Sache. Allerdings kann es nat├╝rlich sehr hilfreich sein, wenn du gr├Â├čere Quartals- oder Monatsziele auch hier unterbringst. Schlie├člich werden sie mittels Visualisierung in einen Kontext mit deinen anderen W├╝nschen und Gedanken gebracht. Allein das macht es schon leichter, diese Ziele zu erreichen - oder zu verwerfen, wenn n├Âtig.

Ein Vision Board ist mittelfristig zeitlos: Die Dinge, die darauf sind, m├╝ssen f├╝r dich eine immerw├Ąhrende G├╝ltigkeit besitzen. Das bedeutet auch, dass sich Dinge darauf ├Ąndern, denn deine Gedankenwelt ist flexibel. Wenn ein Weg vielleicht doch nicht mehr zum richtigen Ziel f├╝hrt, dann m├╝ssen das Ziel oder der Weg ge├Ąndert werden.

Grunds├Ątzlich bieten sich zwei verschiedene Entw├╝rfe an: die Erstellung eines konkreten oder eines globalen Vision Boards. Das konkrete Modell meint, dass du alles einem Thema unterordnest, also beispielsweise deinem Business oder deinem Seelenheil. Alle Dinge darauf haben einen Bezug zu deinem Ziel in diesem Bereich. Es spielt keine Rolle, ob nur du diesen Bezug sehen kannst oder dir jeder klar denkende Mensch recht geben w├╝rde. Du bist da v├Âllig frei.

Das globale Vision Board besch├Ąftigt sich hingegen mit allen Aspekten, mit denen du dich besch├Ąftigen willst. Meine pers├Ânlichen Big Five sind hier meine gr├Â├čeren Planungen (Urlaub, das Aufsuchen von guten Restaurants etc.), meine Partnerschaft, meine weiteren Vorstellungen bez├╝glich meines Schreibens, meine Bucket List und all die Dinge, die ich flei├čig aufschiebe. Ich pers├Ânlich visualisiere ├╝brigens gar nicht mal so viel, sondern bem├╝he vor allem Worte. Mein Vision Board gleicht vor allem einem Mind Map, wie du es aus der Gruppenarbeiten in der Schule, an der Uni oder von Workshops kennen d├╝rftest. Aber wie gesagt: Es gibt auch regelrechte Fotocollagen und interaktive 3D-Modelle am Computer. Nimm die Form, die dir zusagt.

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Was es dir bringt ein Vision Board zu erstellen

So ein Vision Board kannst du dir ansehen: du siehst eine Karte deiner Ziele und kannst dich immer wieder daran erinnern, wof├╝r du ├╝berhaupt lebst. Wenn du ein Tief hast, dann besch├Ąftige dich mit deinen Erwartungen an dich und die Welt. Das Sch├Âne ist ja, dass so eine Zielcollage nicht einmal realistisch sein muss: Du kannst auch eine protzige Villa abfotografieren und als dein Traumhaus betiteln. Es spielt keine Rolle, ob du dir das leisten k├Ânnen wirst - es gen├╝gt ja, wenn du es willst. Und wenn du lieber eine H├╝tte im finnischen Wald beziehen willst, kannst du auch die auf deinem Vision Board darstellen.

Die Betrachtung deines prominent platzierten Vision Boards h├Ąlt dich fokussiert; es erinnert dich an dein Tun und erinnert dich auch daran, warum du ├╝berhaupt tust, was du tust (zum Beispiel warum du ├╝berhaupt Freelancer geworden bist ) und nat├╝rlich kannst du dich in deine Phantasiewelt aus W├╝nschen und Zielen fl├╝chten. Auch das ist manchmal ganz sch├Ân, denn die Welt darf nicht nur aus dem Ist-Zustand bestehen.

Nicht zu untersch├Ątzen ist vor allem der wichtigste Aspekt der Visualisierung, n├Ąmlich der ├ťbergang von einem Gedanken zur Form. Wenn du einen Gedanken visualisierst, dann kannst du diesen noch einmal drehen und wenden. Dir f├Ąllt dann viel eher auf, wenn etwas "falsch" oder "richtig" ist, ob es funktionieren kann und ob du das ├╝berhaupt m├Âchtest. Wichtig ist hier, dass du den Unterschied zwischen deinen blo├čen Zielen und deinen echten W├╝nschen einmal kennenlernst.

Der Unterschied zwischen einem Ziel und einem echten Wunsch

Obgleich es sich um eine Zielcollage handelt, ist sie doch eher mit einer Wunschkarte zu vergleichen. Das liegt darin begr├╝ndet, dass ein Vision Board weiter reichen muss, als einfach nur deine Ziele in plakativer Form darzustellen. Hierf├╝r ist es notwendig, dass du deine Motivation hinterfragst (was sowieso immer eine gute Idee ist).

Dass du mehr Geld verdienen, vegetarisch essen oder mehr Sport machen m├Âchtest, ist die eine Sache. Aber steht dahinter als einzige Motivation wirklich nur, es zu tun? Und wenn ja - was bringt es dir dann? W├Ąchst du daran, dir selbst Dinge aufzutragen, ohne zu wissen, warum du das m├Âchtest?

Ein tiefer Wunsch - oder eben ein tiefes Bed├╝rfnis - erw├Ąchst aus aus dem Hinterfragen deiner Ziele in Kombination mit den dir innewohnenden W├╝nschen. Was ein wenig wie esoterische Glaubensschule klingt, meint eigentlich nur, dass du ein Bewusstsein f├╝r deine Ziele entwickeln musst.

Ein paar Fragestellungen, die dir dabei helfen k├Ânnten:

  • Wie sollen Menschen dich sehen und wie willst du einmal beschrieben werden?
  • Was ist dir wirklich am wichtigsten?
  • Wer willst du sein?
  • Was gibt dir einen Halt im Leben?
  • Wie definierst du Erfolg?
  • Welche moralischen Anspr├╝che stellst du an dich und deine Umwelt?

Es versteht sich irgendwie von selbst, dass die Zielsetzung " Mein Personal Branding optimieren ÔÇŁ gar nichts ist, wenn du deine Motivation dahinter nicht benennen kannst. Gleiches gilt f├╝r "Vegetarier werden" und "Mehr Freunde finden". Warum und wozu - das ist die Frage.

├ťber die Wertlosigkeit des Handels ohne echtem Bed├╝rfnis dahinter hat der gro├čartige Rainald Grebe das Lied "Alles was man tut ist gut" geschrieben. Und dennoch bleibt, dass du nat├╝rlich auch handeln musst, um ├╝berhaupt deinen inneren W├╝nschen zu begegnen. Soll hei├čen: So ein Vision Board sollte dich auch ein St├╝ck weit dazu zwingen, dich mit dir selbst zu besch├Ąftigen. Das kr├Ąftigt dich, denn du darstellen kannst, warum du du bist und warum du ├╝berhaupt etwas tust. Ein Mensch, der seine innere Motivation benennen kann, ist immer weiter als die anderen. Letzten Endes handelt sich hier auch um eine die Pers├Ânlichkeit st├Ąrkende Ma├čnahme.

Wie erstelle ich ein Vision Board?

Schritt 1 besteht darin, einfach anzufangen. Schnappe dir eine leere Fl├Ąche (ob analog oder digital) und schau sie dir an. Was fehlt? - Wahrscheinlich alles. Also beginnst du am besten damit, dass du dir Bereiche schaffst, die bestimmten Dingen vorenthalten sind. Da kann es zum Beispiel einen Arbeits-, einen Familien- oder einen Gl├╝ckskompassbereich geben. Nat├╝rlich darf auch gemischt werden oder du besch├Ąftigst dich nur mit einem Bereich.

Was ich als ersten Schritt empfehlen w├╝rde, ist das Visualisieren deiner eigenen Person. Bring zu Papier oder Pixel, was dich ausmacht und was deine pers├Ânlichen Werte sind. Davon ausgehend erw├Ąchst der Rest von ganz allein. Du hast ja keinen Zeitdruck und kannst die Grundstruktur auch ├╝ber Wochen anlegen. Wichtig ist nur, dass du mit jedem St├╝ck auf deiner Collage in dem Moment einverstanden bist, in dem es auf die Collage kommt. Du musst vor dir selbst alles auf deiner Zielcollage rechtfertigen k├Ânnen, damit es auch wirklich dein Vision Board ist.

Tats├Ąchlich gibt es kein verbindliches Rezept. Auch hier besteht die Kunst vor allem im Anfangen und dazu kannst nur du selbst dich motivieren. Aber ein m├Âgliches Rezept habe ich dennoch f├╝r dich.

Rezept f├╝r die Erstellung eines Vision Boards:

  • Eine freie Fl├Ąche
  • Bereitschaft, sich selbst kennenzulernen
  • Bilder und Symbole
  • Worte
  • Eine Prise Phantasie
  • Eine Hand voll W├╝nsche
  • Zwei bis f├╝nf wichtigste Aspekte
  • Ein Schuss Kreativit├Ąt

Alle Zutaten miteinander vermengen. Dabei darauf achten, dass die freie Fl├Ąche gut mit den zu streuenden und aufzutragenden Zutaten bedeckt wird. Die Statik bewahren und die Lockerheit nicht mit unn├Âtigem Ballast riskieren. Kurz nach Erstellung ruhen lassen und ├╝berpr├╝fen, ob das Ergebnis dir angemessen erscheint.

Anschlie├čend immer dann betrachten, wenn es n├Âtig wird. Falsch schmeckende Elemente ├╝bert├╝nchen oder entfernen. Das Einbringen von eigenen Zutaten ist f├╝r den optimalen Geschmack empfohlen. Nicht zu oft verr├╝hren und die ├ťbersichtlichkeit bewahren.

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