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4 Vorurteile gegen├╝ber Freelancern, die ├╝berhaupt nicht stimmen

Vorurteile und Freelancer haben vieles gemeinsam: Beide gibt es in unendlich vielen Formen und beide k├Ânnen richtig gut oder richtig schlecht sein. In diesem Teil betrachten wir deshalb mal Vorurteile, die dich als Freelancer betreffen.

Freelancern wird ja allerlei nachgesagt. Wenn du irgendwo erw├Ąhnst, dass du selbstst├Ąndig oder Freiberufler bist, dann kommen oftmals die gleichen S├Ątze oder Fragen auf dich zu. Au├čerdem haben viele Menschen ein Bild von Freelancern im Kopf, das ein paar positive und ein paar negative Klischees beinhaltet.

Dieses Bild schwappt nat├╝rlich auch auf Menschen ├╝ber, die den Einstieg ins Freelancer-Leben erst in Angriff nehmen. Sie h├Âren dann zum Teil allerlei Unfug, der sie entmutigen kann. Auch Freelancer selbst ├╝bernehmen unhinterfragt die Vorurteile, die andere gegen sie haben und stellen sich damit teils in ein falsches Licht. Richtig ist aber, dass an weit verbreiteten Klischees wenig bis nichts dran ist. Vier besonders prominente Vorurteile gegen Freelancer sollen deshalb hier auf den Pr├╝fstand kommen.

Vorurteile Gegen├╝ber Freelancern 1. Keine Jobsicherheit

Das wohl unsinnigste Vorurteil gegen├╝ber Freelancing, ist das mit der Jobunsicherheit. Viele Menschen scheinen Angst davor zu haben, dass der Job pl├Âtzlich nicht mehr existent ist (was ja oftmals seine Berechtigung hat), leiten dann aber aus ihrem eigenen Angestelltenverh├Ąltnis ab, dass sie in Sicherheit arbeiten w├╝rden. Gleichzeitig vermuten sie, dass es f├╝r dich schwer sei, deinen Job zu behalten. Schlie├člich h├Ąttest du ja keinen Vertrag, der dir zusagt, was du wann erwarten kannst.

Dabei ist dein Job eine Frage deiner Auftragslage und ├╝ber die hast du die volle Kontrolle. Akquise (mehr dazu hier in Artikel Mit 5 einfachen Schritten zu mehr Kunden ), Leistung und deine pers├Ânlichen Qualit├Ąten bestimmen dar├╝ber, wie "sicher" dein Job ist. Schlie├člich generiert sich die Sicherheit aus der Auftragslage, die du bestimmst. Du hast zudem viel mehr Gestaltungsspielraum und bist dein eigener Chef. Wenn du also gut in dem bist, was du tust, gibst du dir selbst alle notwendige Sicherheit.

Gleichzeitig sind Angestellte auf ihren Arbeitgeber angewiesen. Er bestimmt als einziger ├╝ber ihre Jobsicherheit: Der Angestellte hat zumindest in den meisten Situationen wenig bei gro├čen Entscheidungen des Konzerns mitzureden. Und eine K├╝ndigung mit vier Wochen Vorlauf seitens eines Arbeitgebers (so viel zur Jobsicherheit) unterscheidet sich auch nicht viel von geplatzten Auftr├Ągen beim Freelancer. Nur, dass du ja noch andere Kunden in der Hinterhand hast. Dein Stammkunden-Pool ist dabei dein Sicherheitsnetz.

Gleichzeitig bist du als Freelancer flexibel und kannst zur Not andere Schwerpunkte setzen, wenn ein Bereich nicht ganz so gut funktioniert. Du bist also nicht zwingend auf diese eine Sache angewiesen. Stattdessen kannst du deine Talente und F├Ąhigkeiten zusammenf├╝hren.

Damit ist dieses Vorurteil gegen Freelancer, welches ein besonders schwach gest├╝tztes ist, widerlegt.

Vorurteile Gegen├╝ber Freelancern 2. Freelancer leiden unter Einsamkeit

"Der Freelancer arbeitet so circa 70-100 Stunden in der Woche und hat deshalb kein Sozialleben. Und er arbeitet allein, deshalb muss er einsam sein."

Richtig ist, dass du h├Ąufig allein mit den Dingen zurechtkommen musst. Aber auch das bedeutet schlie├člich Freiheit. Damit du nicht sozial vernachl├Ąssigt wirst, empfiehlt sich ein Blick auf die Work-Life-Balance . Du bist zwar eigenverantwortlicher, aber das ber├╝hmte Vorurteil gegen├╝ber Freelancern, dass sie einsame W├Âlfe seien, trifft ja nur auf die zu, die ihr ganzes Leben ihrer Arbeit widmen. Und auch das kann mitunter sehr erf├╝llend sein.

Der andere Faktor ist der Arbeitsplatz. Dadurch, dass du meist allein arbeitest, hast du auch niemanden um dich herum. Im Home Office f├Ąllt dies besonders auf. Aber wenn du diesbez├╝glich Lust hast, mal etwas Neues auszuprobieren und ganz regul├Ąr bei der Arbeit mit Menschen in Kontakt zu kommen, haben wir noch ein paar Anregungen f├╝r dich: Wie finde ich den besten Arbeitsplatz f├╝r mich . Ob du nun im Caf├ę, Home Office oder im Co-Office arbeitest, macht n├Ąmlich einen Unterschied. Kontakt zu Menschen ist wichtig und bringt viel. Widerlege also dieses Vorurteil gegen├╝ber Freelancern, indem du ein soziales Wesen bleibst und den menschlichen Kontakt genie├čt.

Alleine arbeiten wirst du wohl weiterhin. Aber wenn du dich einsam f├╝hlst, ist zumindest in den meisten F├Ąllen auch jemand da, mit dem du plaudern kannst. Und auch gemeinsam verbrachte Pausen mit anderen Menschen helfen gegen die gef├╝hlte Einsamkeit bei der Arbeit.

Vorurteile Gegen├╝ber Freelancern 3. Mangelnde Erfahrung

Erfahrung schadet niemals. Aber sie ist keine Voraussetzung daf├╝r, als Freelancer zu beginnen. Wichtig ist, dass es eine Idee gibt, die zu einem Business f├╝hrt. Wichtig ist Durchhalteverm├Âgen. Wichtig ist es, Schritt f├╝r Schritt zum Profi zu werden. Die wenigsten Menschen werden als talentierter Business-Profi geboren und lernen deshalb an Universit├Ąten und in Seminaren Strategien. Auch Ratgeber verkaufen sich in gro├čen Massen. Doch alle diese Theorie ist nur ein kleiner Faktor, denn der Mensch w├Ąchst mit seinen bew├Ąltigten Aufgaben.

Zwar sind Kenntnisse im Rechnungswesen und f├╝r banale Rechtsfragen vonn├Âten, aber viel wichtiger ist, dass du dich und dein Produkt oder deine Dienstleistung immer weiter ausbaust und Kunden begeisterst. Dabei ist es nat├╝rlich so, dass viel Gelerntes im effizienteren Arbeiten besteht (zB. im Zeitsparen ). Aber viel wichtiger ist, dass du dein Ding mit ├ťberzeugung machst und deine Kunden dir vertrauen.

Steige also ein, wenn du es dir zutraust und fange einfach an. Klein hat jeder mal begonnen und richtig riesig werden tats├Ąchlich nur wenige. Aber erfolgreich und gut in der Sache kann jeder werden, der es versucht. Deine mangelnde Erfahrung kann auch ein Vorteil sein: Du gehst kreativer an die Dinge heran. Dadurch, dass dir nicht direkt ein Weg in der Form "so macht man das halt" vorschwebt, bist du gezwungen, einen eigenen - vielleicht besseren - Weg zu finden. Also mach einfach!

Vorurteile Gegen├╝ber Freelancern 4. Mund-zu-Mund-Propaganda ist das A & O

Selbst Freelancer best├Ątigen dieses Vorurteil gegen Freelancer immer wieder: So seien sie abh├Ąngig von Mund-zu-Mund-Propaganda, behaupten sogar, dass ihr gesamtes Business darauf basiert.

Nat├╝rlich ist Mund-zu-Mund-Propaganda super, denn sie f├╝hrt in kurzer Zeit in einem Netzwerk zu Auftr├Ągen. Aber zu dem Aspekt geh├Ârt auch, dass sich dieser Effekt irgendwann ersch├Âpft und dadurch wird die Mund-zu-Mund-Propaganda versiegen. Warum sollte dein Stammkunden-Pool auch jede Woche begeistert anderen Leuten von dir erz├Ąhlen?

Mund-zu-Mund-Propaganda ist gerade am Anfang sehr wichtig, denn sie verschafft dir in einem recht engen Kreis eine gute Basis, um dich zu behaupten. Aber f├╝r alles Weitere ist eine sehr diverse und pers├Ânliche Marketingstrategie vonn├Âten, die auf vielen verschiedenen Kan├Ąlen stattfindet. Mund-zu-Mund-Propaganda ist zudem - im Gegensatz zu deiner eigenen Marketing-Strategie ├╝ber Blogs, soziale Netzwerke usw. - nicht steuerbar.

Es ist also mit der Zeit viel wichtiger, dass die Informationen ├╝ber dein Business pr├Ąsenter und auffindbarer sind, als das, was so ├╝ber dich erz├Ąhlt wird. Es geht ultimativ darum, dass die Leute von allein auf dich zukommen (die Akquise bleibt dir dennoch nicht erspart) und dann - im Idealfall - auch wieder Mund-zu-Mund-Propaganda betreiben. Aber das Gleichgewicht verschiebt sich zugunsten der von der selbst forcierten und gepflegten Ebenen zum Generieren von Kunden und Auftr├Ągen.

Du merkst also, am Klischee des einsamen Workaholics, der jeden Tag um sein Geld und seine Existenz bangen muss, ist nicht viel dran. Schlie├člich sind Vorurteile gegen Freelancer ja vor allem darauf zur├╝ckzuf├╝hren, dass Menschen in anderen Jobverh├Ąltnissen glauben, dass ihr Modell richtig sei. Aber das geht dir als Freelancer hoffentlich genauso. Schlie├člich ist es doch gut, wenn man meint, dass der eigene Job genau der richtige und erf├╝llende sei, oder?

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