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Warum stehe ich mir permanent selbst im Weg?

Schön, wenn alles läuft. Der Job ist cool, der Partner noch viel cooler. Die nächste große Reise steht an, nachdem die Beförderung durch oder der nächste Karriereschritt gemacht ist. Dann fühlen wir uns glücklich, selbstbewusst und erfolgreich. Diese Phasen gibt es und das ist auch gut so. Doch was, wenn es nicht so läuft? Oder der Schein trügt und du irgendwie das Gefühl hast, so ganz tief unter der Oberfläche läuft es eben doch nicht so rund?

Du hast momentan einfach die Empfindung, irgendwie in einer Sackgasse gelandet zu sein: Du stößt überall auf Hindernisse und der Schritt in die Selbständigkeit ist vielleicht ein zu großer gewesen? Diese Liste ließe sich noch ewig weiterführen. Doch als Beispiel, mit welchen Emotionen man im Leben konfrontiert sein kann, reicht sie sicher aus.

Es ist wohl nicht übertrieben, zu behaupten, dass jeder von uns so eine Phase im Leben schon einmal durchgemacht hat – wenn auch nur kurz. Und egal ob in jungen Jahren oder in der so genannten Midlife-Crisis – es fühlt sich immer äußerst unangenehm an. Oft scheint dann der Berg immer höher und fast unüberwindbar zu werden. Wenn man jetzt nicht in dem Glauben feststeckt, die anderen sind Schuld an dieser Misere, gibt es noch ein anderes Gefühl, dass sich mitunter stark in den Vordergrund spielen kann: Ich stehe mir irgendwie selbst im Weg.

Und - kommt dir das bekannt vor?

Dann lies gerne weiter, denn wir versuchen, diesem Phänomen etwas auf den Grund zu gehen.

Es kann viele Gründe geben, warum du das Gefühl hast, dir selbst im Wege zu stehen. Die Skala ist hier relativ breit gefächert: Dir fehlt beispielsweise Selbstvertrauen, oder Mut beziehungsweise Selbstwertgefühl, das ist die eine Richtung, in die es gehen kann. Die andere Richtung wäre vielleicht ein permanent zu hoher perfektionistischer Anspruch an die Dinge, die du in deinem Leben meistern willst. Wenn du jetzt verwundert bist, ja auch Perfektion kann dich hindern, weil es oft gar nicht möglich ist, diesen viel zu großen Anforderungen gerecht zu werden. Das kann dich ebenso auf deinem Weg behindern wie Mutlosigkeit oder mangelndes Selbstbewusstsein.

Wenn dir diese oder auch andere Aspekte jetzt bekannt vorkommen, du aber nicht weißt, wie du die damit verbundenen Schwierigkeiten lösen kannst, haben wir ein paar Tipps und Anregungen für dich zusammengestellt. Denn je länger du wartest, desto schwerer kann es unter Umständen werden, die Unklarheiten zu beseitigen. Lies dir die folgenden Punkte in Ruhe durch. Wenn du mit dem einen oder anderen etwas anfangen kannst, hast du schon mal genauere Anhaltspunkte, was du verändern kannst.

Du lebst nach dem Motto oder in dem festen Glauben, dass du dich immer nach den anderen richten beziehungsweise es allen recht machen musst. Da stellt sich schnell ein Gefühl ein, dass du zu kurz kommst. Oder du verlierst dabei deinen Fokus aus den Augen. Das kostet zudem viel Energie, die du dafür verwendest, nach den vermeintlichen Vorgaben der anderen zu leben – und für dich selbst und deine Ziele hast du dann keine Kraft mehr zur Verfügung. Rücke dich und deine Ziele in den Vordergrund – denn du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben.

Self Fulfilling Prophecy

Die so genannte „Self Fulfilling Prophecy“ kann dir einige Stolpersteine bescheren. Wenn du bemerkst, dass du oft negativ an Dinge heran gehst, so nach dem Motto „das wird bestimmt schief gehen oder das klappt bestimmt nicht oder ich werde bestimmt krank vor meinem wichtigen Termin“ - dann tritt dies meist auch genau so ein. Diese Negativ-Einstellung sorgt dafür, dass es dann auch schief geht, denn das Leben und was du anziehst oder erreichst, folgt deinen Gedanken. Wenn du dich darin erkennst, dann versuche deine Gedanken in dieser Hinsicht zu verändern, indem du zukünftig fest daran glaubst und davon ausgehst, dass dein Vorhaben klappen wird. Wenn du zögerlich bist oder es dir schwer fällt, dieses Vertrauen aufzubauen, mache dir klar, was vielleicht noch fehlt oder was du selbst dafür tun kannst, dass du sicherer wirst. Auch dauert es eventuell eine Weile, bis der

Erfolg kommt, denn dein Leben muss sich erst einmal auf die neue Gedankenrichtung einstellen.

Es geht tatsächlich etwas schief und du stellst dir die Frage „Warum immer ich?“ Dann sei ehrlich zu dir. Ist das wirklich so? An dieser Stelle ist es hilfreich, dir einmal vor Augen zu führen, was schon alles geklappt hat, wo du erfolgreich warst. Es ist keine Strafe, wenn mal etwas nicht gleich funktioniert. Oft es lediglich ein Indiz dafür, dass du an dieser Stelle noch etwas verändern musst.

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Warum das "Jetzt" so wichtig ist

Ein weiterer Hemmschuh, der dir den Weg steiniger machen kann, ist das Projizieren von Erfolg, Glück, das Erreichen deiner Ziele oder was auch immer in die Zukunft. „Wenn ich das oder das erst mal geschafft habe, dann werde ich glücklich, erfüllt, erfolgreich sein, meinen Traumjob finden, viel Geld verdienen etc.” . Das hält dich aber zu Hundert Prozent in einem Gedankenrad gefangen und verschiebt alles Positive auf einen zukünftigen Zeitpunkt, der aber nie kommen wird. So sorgst du dafür, dass du diese Ziele nie erreichen wirst.

Dies funktioniert auch umgekehrt, nämlich indem du ständig Ereignisse aus der Vergangenheit analysierst und dir die Frage stellst „Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich dieses oder jenes anders gemacht hätte? Wäre mein Projekt dann erfolgreich gewesen?“ . Was aber dadurch passiert, ist, dass du die Gegenwart völlig aus den Augen verlierst. Du hältst dich mit Vergangenem beschäftigt, das du jetzt sowieso nicht mehr ändern kannst. Und die Energie, die du für Anstehendes bräuchtest, ist am Festhalten der Vergangenheit gebunden. Was du tun kannst, ist, ganz ehrlich zu analysieren, was tatsächlich schief gelaufen ist. Das ist ein Fakt. Halte dich aber nicht länger als nötig damit auf und schaue, was du jetzt verändern kannst, welche Schritte jetzt die nötigen sind.

Routine als Falle

Gerade für Freiberufler ist Routine oft eine Falle. Und auch ein häufiges Missverständnis. Andere sagen, ja du als Selbständiger hast ja so viele Freiheiten. Ja, das stimmt, aber nur teilweise. Denn genau diese Freiheiten können dazu führen, dass man sich viel mehr disziplinieren muss. Außerdem sitzt man meist allein in seinem Kämmerlein und hat keinen Kollegen, der mal schnell ein motivierendes Wort parat hat. Dieses Muss an Selbstdisziplin führt häufig dazu, dass du in einem starren Ablauf gefangen ist. Wenn du dann glaubst, dass dich etwas blockiert oder eben dafür sorgt, dass du nicht weiter kommst, dir also selbst im Weg stehst, kann es nützlich sein, deine tägliche Routine aufzubrechen. Das können Kleinigkeiten sein. Verändere den Tagesablauf. Wenn du dich zum Beispiel gleich nach dem Aufstehen, am besten noch im Bademantel mit einer Tasse Kaffee an den Rechner setzt, fange deinen Arbeitstag anders an, so als müsstest du ins Büro. Da erscheinst du ja auch nicht im Pyjama. Laufe vielleicht erst mal um den Block – jetzt in der Frühlingssonne lässt sich am besten Energie tanken. Mache ein paar Sportübungen. Kleine Veränderungen in der Routine können wahre Wunder bewirken.

Perfektionismus

Wir hatten es vorhin schon angesprochen: Auch ein zu hoher Anspruch kann hinderlich sein. Wenn du denkst, du musst immer alles perfekt erledigen oder du darfst keine Fehler machen, kann das äußerst kontraproduktiv sein. Natürlich sind wir immer bestrebt, die Dinge in unserem Leben – egal ob Job, Beziehung oder Familie – so gut wie nur möglich hinzubekommen. Und das ist wunderbar. Dennoch herrscht in manchen Menschen ein so hoher Perfektionismus, also die Latte liegt stets bei 200 Prozent, dass man selten in der Lage sein wird, diese Hürde zu nehmen. Das Schlimme aber ist: Wenn du davon angetrieben bist, versuchst du natürlich dieses Ziel permanent zu erreichen, verausgabst dich, wirst verbissen, scheiterst und bist dann frustriert, dass du deine Ziele nicht erreichst. Und du denkst die ganze Zeit, „aber ich tue doch alles dafür....!“ Das macht mit der Zeit müde und vorallem eines: wütend. Das kann dich in einen ziemlichen Teufelskreislauf führen, den du unbedingt durchbrechen solltest. Hier führt dich die Lösung schnurstracks in Richtung Gelassenheit. Wahrscheinlich möchtest du das nicht hören, aber du musst die Dinge wirklich gelassener sehen und Spaß und Freude daran entwickeln, bei dem was du tust. Auch Fehler gehören dazu. Genieße, was du bis jetzt erreicht hast und lege die Latte auf das Niveau, das realistisch ist.

Damit kommen wir zum vielleicht wichtigsten Aspekt: Der richtige Zeitpunkt ist immer jetzt . Du kennst das: Du steckst in einer unangenehmen Situation fest (wie z.B. Ich steh mir selbst im Weg), weißt ganz genau, dass dringender Handlungsbedarf besteht, fühlst dich darin aber wie gelähmt, überfordert oder auch ängstlich. Das führt dann letztlich dazu, dass wir diesen Stein ewig vor uns her rollen und die Lösung vor uns herschieben. Aber: Die beste Zeit, anzufangen, ist immer genau jetzt . Auch kleine Schritte sind wertvoll und bringen große ins Laufen.

Und um eines ganz klar zu sagen, du darfst um Hilfe bitten. Klar, jeder ist seines eigenen Glückes Schmid, das heißt deine persönlichen Baustellen kannst nur du beheben. Aber du musst nicht alles alleine tun auf diesem Weg. Suche dir Unterstützung. Oft haben wir Angst davor, um Hilfe zu bitten oder Schwierigkeiten einzugestehen. Aber manchmal hilft schon ein gutes Gespräch, ein Rat oder einen Freund zu bitten, wie er deine Situation einschätzt. Manchmal tut es auch gut, sich professionelle Hilfe zu holen, zum Beispiel einen Coach, der dich bei Schwierigkeiten fachmännisch unterstützen kann. Lies mehr dazu in unserem Blog Warum sich gerade Selbstständige einen Coach nehmen sollten .

Habe den Mut und das Vertrauen, dass die Dinge sich in deinem Sinne regeln, wenn du sie angehst.