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Homeoffice, CafĂ© oder Co-Working-Space? Wie finde ich den besten Arbeitsplatz fĂŒr mich?

Erfolg als Freelancer zu haben, hat nicht nur etwas mit Fleiß, einer genialen Idee, einem guten Draht zu den Kunden oder gar GlĂŒck zu tun. Es geht auch darum, die perfekte ArbeitsatmosphĂ€re fĂŒr die eigenen Aufgaben zu finden. Und ob du nun Sales Manager, IT-Fachmann, Texter oder Graphik-Designer bist, spielt hierbei keine Rolle. Wer grĂ¶ĂŸtenteils allein arbeitet, wird sich frĂŒher oder spĂ€ter fragen, welcher Arbeitsplatz am besten zu ihm passt. Wenn du auch noch nicht ganz sicher bist, wo du am produktivsten und bei maximalem Komfort arbeiten kannst, mag dir die folgende GegenĂŒberstellung vielleicht helfen.

Ein Überblick ĂŒber die drei möglichen ArbeitsplĂ€tze mit ihren Eigenschaften findest du im Folgenden. Anschließend folgt der Vergleich. NatĂŒrlich erfĂ€hrst du auch, wie du das ideale Homeoffice, ein gutes CafĂ© oder einen tollen Co-Working-Space ausfindig machen kannst. Ein paar kleine RatschlĂ€ge werden dir beim Ausprobieren der Optionen behilflich sein - sodass auch du bald aus deinem Freelancer-Dasein eine örtlich und zeitlich geregelte Arbeit mit besten Resultaten machen kannst.

1. Das Homeoffice

Das Homeoffice ist der Klassiker und bietet auf den ersten Blick viele Vorteile. So ist es bequem, erspart dir das Pendeln, ist bestens ausgestattet (WLAN, KĂŒche, Bad usw.) und verursacht keine weiteren Kosten. Ganz im Gegenteil: Es ist in einigen FĂ€llen sogar möglich, einen Teil der Miete - fĂŒr das Arbeitszimmer - steuerlich geltend zu machen. Genaueres dazu findest du hier: Arbeiten von Zuhause aus - Der Traum vom Home Office . Dazu kannst du dir wirklich alles, was du an Arbeit zu tun hast, frei einteilen. Telefonate sind ohne Probleme möglich und die technische Ausstattung liegt ganz in deiner Hand.

Im Homeoffice musst du allerdings diszipliniert sein, denn dich wird niemand antreiben. Das Bett, Ablenkungen und viele Ausreden der Form "Ich könnte doch auch jetzt..." sind immer greifbar und bedrohen deinen Work Flow. Wenn du zudem eher zu den Prokrastinierenden gehörst, dann wird ein Homeoffice sich kaum positiv auf deinen Fleiß auswirken. Schließlich bleibt zuhause ja immer Zeit. Du könntest schließlich auch nachts arbeiten, oder?

Besonders vorteilhaft ist am Homeoffice dennoch, dass du in Sachen Familie weiterhin aktiv bleiben kannst. So können die Dinge des Alltags tatsÀchlich nebenbei gemacht werden - wobei die Arbeitsphasen im Flow nicht unterbrochen werden sollten, wenn es nicht wirklich nötig ist.

2. Das Café

Ein CafĂ© ist etwas Wunderbares: FĂŒr den geringen Preis von GetrĂ€nken (und Snacks) wirst du mit WLAN, vielen Menschen und - im Idealfall - freundlichem Personal versorgt. Die meisten moderneren CafĂ©s sind zudem lichtdurchflutet und besitzen verschiedene Sitzbereiche, die mehr oder weniger privat sind. Nicht zuletzt sind CafĂ©s in jeder Stadt in vielen Formen verfĂŒgbar, sodass sogar mal im Falle einer ungeplanten Schließung des eigentlichen LieblingscafĂ©s einfach ein anderes aufgesucht werden kann.

Im CafĂ© kannst du zudem Menschen begegnen. Ob dies gut oder schlecht ist, hĂ€ngt von dir und diesen Menschen ab - manchmal entwickeln sich GesprĂ€che und manchmal wird man bepöbelt, weil man stundenlang einen Sitzplatz besetzt. Das Telefonieren ist im CafĂ© in der Regel nicht angesagt, denn es ist schlicht unhöflich. Auch ToilettengĂ€nge sind mit der eventuellen Angst verbunden, dass sich jemand an den Arbeitsutensilien bedient. Andererseits findet sich immer jemand, der fĂŒnf Minuten auf die Dinge achtet.

Der LĂ€rmpegel ist zudem unterschiedlich hoch. Wenn du dich auch bei einer gewissen GerĂ€uschkulisse noch ohne Weiteres konzentrieren kannst, kann ein CafĂ© ideal sein. Zudem kannst du deine Arbeitszeit gut takten: Das CafĂ© hat feste Zeiten, das frei zugĂ€ngliche WLAN ist teils zeitlich begrenzt und auch der Rhythmus der anderen GĂ€ste kann dich beeinflussen. So kann die Arbeit im CafĂ© etwa regelmĂ€ĂŸiger Bestandteil am Morgen oder Nachmittag werden. Außerdem macht das Beobachten der anderen regelmĂ€ĂŸigen GĂ€ste auch Spaß.

3. Co-Working-Spaces

Hinter dem Anglizismus verbirgt sich eine Mischung aus Spielwiese fĂŒr Freelancer und GroßraumbĂŒro. Ein Platz im Co-Working-Space kann dabei alles sein: Ein bequemer Stuhl an einem einzelnen Schreibtisch, ein bequemer Stuhl an einem riesigen Gruppentisch, eine Ecke mit Couch oder ein BĂŒro zwischen weiteren BĂŒros und Ateliers. Kurzum: Co-Working-Spaces sind bunt und so sind auch die Leute, die dieses Modell zur Arbeit nutzen. Zwischen ruhigen Textern und lauten Vertrieblern findet sich alles und jeder. Dabei kannst du schnell Kontakte knĂŒpfen und dank der internen Organisation vieler Co-Working-Spaces an Community-Events usw. teilnehmen.

Die meisten ArbeitsplĂ€tze dieser Art bieten dir dabei eine tolle Ausstattung. Man kann sie stĂŒndlich, tĂ€glich oder monatlich mieten. Dabei variieren die Preise enorm und reichen von wenigen Euro am Tag bis hin zu Mieten, die den klassischen BĂŒros in nichts nachstehen. Andere Co-Working-Spaces sind unbequeme ArbeitsplĂ€tze mit lieblosen TrennwĂ€nden. Bei der Auswahl ist also ein wenig Vorsicht geboten.

Die bunten Menschen um dich herum können dich in deiner Arbeit positiv beeinflussen. Wenn alle gemeinsam ihren Aufgaben nachgehen, erzeugt dies eine Menge Energie, die dir bei der Zielsetzung und -umsetzung behilflich sein wird. Es kann aber auch sein, dass du dich ablenken lĂ€sst. Denn ein spannendes Fotoprojekt fĂŒnf Meter weiter ist zumindest fĂŒr den Moment hĂ€ufig interessanter als das Erstellen eines Kostenvoranschlags, oder?

Der zusammenfassende Vergleich von Homeoffice, CafĂ© und Co-Working-Space und ein paar weiterfĂŒhrende Gedanken bei der Auswahl deines Arbeitsplatzes

Die drei ArbeitsplÀtze bieten allesamt ihre Vor- und Nachteile. Es kann also helfen, wenn dir vorab selbst ein paar Fragen stellst.

Muss ich oft telefonieren? Brauche ich Musik, um mich zu konzentrieren? Muss es absolut still sein? Neige ich dazu, mit mir selbst zu sprechen? Alle diese Dinge benennen Faktoren, die eher dafĂŒr sprechen, nicht in einem CafĂ© zu arbeiten. Neben der unstetigen AtmosphĂ€re hat der Arbeitsplatz CafĂ© ĂŒbrigens noch einen Nachteil: Es ist zu verlockend, das mobile BĂŒro auch im Urlaub aufzubauen. Dies ruiniert dir ganz schnell deine verdiente Erholung, die mit ein paar Schritten allerdings richtig planen und ausleben kannst: Als SelbstĂ€ndiger Urlaub machen - mit 7 Schritte zur Erholung!

Dennoch ist ein CafĂ© dann ideal, wenn dir zuhause ansonsten die Decke auf den Kopf fĂ€llt und du einen AtmosphĂ€renwechsel brauchst, um ĂŒberhaupt produktiv zu sein. Ein CafĂ© erspart dir die BĂŒroatmosphĂ€re, bietet aber gleichzeitig einen Rahmen fĂŒr geregelte - und damit erfolgreiche - ArbeitsablĂ€ufe. Ausprobieren kannst du das auf jeden Fall. Wichtig ist natĂŒrlich auch, dass der Kaffee gut ist.

Auch sprechen ein paar Dinge gegen den Co-Working-Space. Solltest du etwa viel Wert auf geregelte AblĂ€ufe legen und eine eher sterile ArbeitsatmosphĂ€re schĂ€tzen, kann ein Co-Working-Space schnell zur Hölle werden. Die Leute kommen und gehen und bringen viele EindrĂŒcke. Gleichzeitig schleppen sie Essen und GetrĂ€nke ein und aus und können aufgrund von Projekten schnell mal spontan ein Meeting zwei Tische weiter einberufen. Auch ein kleines Budget macht einen Co-Working-Space schnell unattraktiv. FĂŒr wenige Euro am Tag gibt es in der Regel nĂ€mlich nur einen Stuhl an einem großen Tisch mit einigermaßen vernĂŒnftiger Ausstattung. Ein eigenes BĂŒro kostet viel Geld.

Der immense Vorteil liegt darin, dass ein Co-Working-Space sehr individuell ausfallen kann und die neuen Kontakte dir auch neue Möglichkeiten bieten. Der Austausch kann schließlich immer FrĂŒchte tragen. Außerdem kannst du aus einem Co-Working-Space in vielen FĂ€llen einen richtigen StĂŒtzpunkt fĂŒr dich und deine TĂ€tigkeiten gestalten - inklusive Telefondurchwahl und Postadresse.

Das Homeoffice hingegen ist bequem. Allerdings mĂŒssen fĂŒr den Erfolg auf Dauer ein paar Dinge gegeben sein: So ist es etwa so, dass alle Menschen, die in der Wohnung wohnen, genĂŒgend Platz haben mĂŒssen. Wenn das Homeoffice also im gemeinsamen Schlaf- oder Wohnzimmer errichtet wird, kann dies zu Konflikten fĂŒhren.

Wenn du ein Meister des Selbstmanagements bist (so wirst du es: 10 Tipps fĂŒr erfolgreiches Zeitmanagement ) und dir maximaler Freiraum wichtig ist, ist das Homeoffice die beste Wahl. Es erspart dir Arbeitswege und ermöglicht dir maximale FlexibilitĂ€t. Allerdings wirst du feststellen, dass die fehlende Grenze zwischen Privatem und der Arbeit schnell zu Stress fĂŒhren kann.

Den idealen Arbeitsplatz finden

Vorab musst du dir eine einfache Frage beantworten: Kann ich mir Option XY leisten?

Wenn dein Budget eher sehr schmal bis nicht vorhanden ist, haben sich die Optionen des Anmietens erĂŒbrigt. Die PrioritĂ€t muss wohl erst in der Mehrung deines Budgets liegen. Gleichzeitig solltest du dich im Vornherein darĂŒber schlau machen, ob du als Freelancer oder Freiberufler deinen Arbeitsplatz steuerlich geltend machen kannst.

Wenn du daheim arbeiten willst, musst du dich fragen, ob deine Wohnung genĂŒgt. Wenn nicht, kann ein Ortswechsel angestrebt werden. Vor allem dann, wenn es dir in jedem Fall möglich sein wird, deinen Arbeitsplatz steuerlich geltend zu machen, bedeutet dies oftmals, dass eine grĂ¶ĂŸere Wohnung nicht zwingend mit Mehrkosten verbunden ist. Je nach Stadt ist die Wohnungssuche dabei natĂŒrlich unterschiedlich schwierig.

Übrigens: FĂŒr lĂ€ngere Aufenthalte im Ausland oder in anderen StĂ€dten gibt es einige Plattformen, die du zum vorĂŒbergehenden Beziehen von Wohnungen nutzen kannst. So lĂ€sst sich das Anmieten von "Ferien-Appartements" mit der Nutzung als Homeoffice kombinieren.

Ein CafĂ© lĂ€sst sich schnell ausfindig machen. Wenn dir eines gefĂ€llt, frag am besten nach, wann und ob du mehrere Stunden dort sein kannst, ohne dem "Laufpublikum" einen Platz zu kosten. Es sagt kaum jemand Nein zu einem arbeitenden Menschen mit Laptop. Allerdings solltest du natĂŒrlich darauf achten, dass du auch etwas zu dir nimmst, wĂ€hrend du da bist. Wenn du ein StammcafĂ© gefunden hast, mach dir am besten einen mehr oder minder festen Zeitplan: Das sichert dir, dass du auch wirklich produktiv und diszipliniert sein kannst. WLAN findet sich zudem in immer mehr CafĂ©s. Und wenn du mal irgendwo bist, wo du dich nicht auskennst, hilft dir eine schnelle Suche bei der Suchmaschine deines Vertrauens.

Co-Working-Spaces findest du ebenfalls online. Wichtig ist, dass du vorab einen Eindruck gewinnen kannst. Webseite, Rezensionen und die Möglichkeiten, sich den Ort vor einer finanziellen Zusage anzuschauen, sollten gegeben sein. Hier hörst du am besten auf dein BauchgefĂŒhl. Schließlich bist du es, der diesen Arbeitsplatz fĂŒr Tage, Wochen oder Monate anmietet und deshalb sollten deine BedĂŒrfnisse auch erfĂŒllt sein.