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Wieso ein Minijob manchmal der beste Freund des Selbstständigen ist

Wenn man sich selbstständig machen will, kommt es nicht selten vor, dass man den Job den man schon Jahre lang gemacht hat und der einem die Brötchen auf den Tisch bringt, aufgeben muss um sich selbstständig zu machen.

Es ist eher selten so, dass man einen fließenden Übergang hinbekommt und es schafft sich neben der Anstellung, ein Geschäft als Nebeneinkommen aufzubauen, welches den Grundstein zur Selbstständigkeit legen kann.

Wie schwierig es ist, einen fließenden Übergang hinzukriegen hängt auch stark von der eigenen Tätigkeit ab.

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Mehr Geld für Selbstständige durch einen Minijob

Als Selbstständiger mit einem Minijob als Nebenberuf kannst du bis zu 5.400€ pro Jahr Steuerfrei beziehen (450€ x 12 Monate) da in den meisten Fällen von der einheitlichen Pauschalierung der Einkommensteuer Gebrauch gemacht wird und diese somit (einschließlich Kirchensteuer & Solidaritätszuschlag) vom Arbeitgeber übernommen wird.

Würdest du den selben Umsatz mit einer selbstständigen Tätigkeit machen, würden die Einnahmen mit 30% versteuert, was im Endeffekt 1.620€ weniger in der Tasche für dich bedeuten würde.

Für Selbstständige die “gerade so” profitabel sind und mit dem Minijob insgesamt nicht die Schwelle von 8.354€ im Jahr überschreiten, ist es daher ratsam zu schauen ob man die Grundvoraussetzungen für einen zusätzlichen Minijob erfüllt.

Was sind Minijobs?

Als einen Minijob bezeichnet man den kleinsten Job auf dem Arbeitsmarkt, der auch als normale Teilzeitbeschäftigung gilt.

Als Minijob werden alle Tätigkeiten bezeichnet, die folgende Merkmale aufweisen:

  • Geringfügigkeit durch Verdienst: Der Maximalverdienst für einen Minijob liegt bei 450€ im Monat, dabei werden Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld auf die 450€ dazugerechnet.
  • Zeitgeringfügigkeit: Wenn die Tätigkeit max 70 Arbeitstage im Kalenderjahr, bzw 3 Monate im Kalenderjahr ausgeführt wird, spricht man von einer Zeitgeringfügigkeit. Überschreitet man diese Zeitgrenze, wird die Geringfügigkeit durch den Maximalverdienst von 450€ im Monat definiert.

Was du beachten solltest: Die Zeitgeringfügigkeitsregelung bleibt bis zum 31. Dezember 2018 in Kraft. Ab dem 1. Januar 2019 wird wieder die alte Regelung mit 50 Arbeitstagen oder 2 Monaten im Kalenderjahr in Kraft treten.

Weitere Vorteile von Minijobs für Selbstständige

Falls du die Voraussetzungen für einen Minijobs erfüllst, fallen für diese Einnahmen auch keine Sozialabgaben an.

Du bezahlst unter anderem keine:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung (§ 7 Sozialgesetzbuch V)
  • Rentenversicherung (§ 5 Abs. 2 Sozialgesetzbuch VI)
  • Arbeitslosenversicherung (§ 27 Abs. 2 Sozialgesetzbuch III)

Was es hier noch zu beachten gilt: Selbstständige die freiwillig in der Gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, müssen manchmal doch die Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen, da die meisten Krankenkassen selber regeln welche Einnahmen für die Berechnung der Beiträge genutzt werden und meistens gehören Einnahmen aus Minijobs auch dazu.

Falls deine Selbstständigkeit noch nicht in der Phase ist, in der du von den Einnahmen auch gut Leben kann, lohnt es sich sehr die kleinen Einnahmen als Minijob zu deklarieren, und so mehr von dem Verdienst in der Tasche zu behalten. Du musst dabei nur beachten, nicht zu viel zu verdienen, denn sonst verlierst du leider die Vorteile die ein Minijob mitbringt.