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Draufsicht auf einen Laptop mit Anzeige des Einkommensteuerrechners von Kontist.

Einkommensteuerrechner für Selbstständige - Ein Tool zur Ermittlung der Einkommensteuer

Hast du schon einmal "Einkommensteuererklärung Selbstständige" oder ähnliches in der Suchmaschine deines Vertrauens eingegeben und dich danach nicht klüger als vorher gefühlt? Steht die Einkommensteuererklärung an und du bist (fast) ahnungslos? Du hoffst, dass ein praktisches Tool dir die helfen kann? Du hast Angst, dass du zu wenig zurücklegst und plötzlich viel nachzahlen musst?

Dann hast du Glück: Damit du die Einkommensteuererklärung für Selbstständige und die wichtigen Faktoren zur Berechnung verstehst, sollst du hier an die Hand genommen werden. Wir gehen einmal Punkt für Punkt durch und am Ende wartet unser Einkommensteuer-Rechner auf dich.

Einkommensteuer und Einkommensteuererklärung

Die Einkommensteuer muss jeder zahlen, der Einnahmen erzielt. Es ist dabei unerheblich, aus welcher Form von Tätigkeit die Einnahmen stammen: Es werden also selbstständige Arbeit, nichtselbstständige Arbeit, Einnahmen aus der Landwirtschaft und so weiter besteuert. Auch geldwerte Leistungen oder Renten gehören hierzu.

Die Einkommenssteuer wird nach dem Nettoprinzip erhoben. Das ist auch der Knackpunkt bei der Einkommensteuererklärung für Selbstständige, denn letzten Endes zahlst du nur Steuern auf deinen "Gewinn", also auf die gesamten Einnahmen abzüglich der absetzungsfähigen Ausgaben (Werbekosten). Der Überblick hierüber (und über alle weiteren Faktoren zur korrekten Berechnung deiner Einkommensteuer) wird dir gleich noch gewährt. Deine "Netto-Einnahmen" heißen nun Einkommen.

Die Einkommensteuer richtet sich auch nach der Gesamtgröße deines Einkommens und steigt prozentual an. Liegt dein Einkommen aber bei 9.000 Euro oder weniger (Stand 2018), zahlst du überhaupt keine Einkommensteuer. Du möchtest mehr erfahren über die Einkommensteuererklärung für Selbständige, dann lies unseren Blog Post: Einkommensteuererklärung für Selbstständige .

Merke: Desto weniger Einkommen du hast, desto weniger Einkommensteuer zahlst du. Und bei der Einkommensteuerberechnung für Selbständige geht es eben auch darum, so exakt wie möglich zu sein - damit du weißt, wie viel du zahlen musst und damit du nebenbei lernst, was du alles absetzen kannst, um deine Steuerlast zu drücken.

Mann mit orangenen Shirt betrachtet vor seinem Computer die Einkommensteuererklärung des Finanzamts.

Welche Faktoren in die Einkommensteuererklärung einfließen

Die Einkommensteuererklärung für Selbstständige ist umfassend, aber im Grunde logisch. Ein Überblick über die Faktoren, die auch in unserem Einkommenssteuerrechner beachtet werden, folgt nun.

1. Deine Einnahmen

Wie viel wirst du dieses Jahr vermutlich einnehmen? Die Angabe erfolgt ohne Beachtung einer Umsatzsteuer - diese wird ja ohnehin ans Finanzamt umgeleitet. Die Schätzung sollte hier gut sein, aber eben auch realistisch.

Wenn du zu wenig angibst, musst du am Ende nachzahlen. Wenn du zu viel angibst, zahlst du auch zu viel. Es ist allerdings leichter, nachzuzahlen, als Geld zurückzubekommen (oder verrechnen zu lassen). Schon deshalb sollte dieser Wert recht genau sein.

2. Betriebsausgaben (monatlich)

Betriebsausgaben sind Werbungskosten und bezeichnen im Grunde alle Ausgaben, die du deshalb tätigen musstest, weil sie deiner Tätigkeit dienen. Hier gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Zum einen kannst du von einer Pauschale Gebrauch machen. Der Fiskus "gönnt" hier jedem 1000 Euro im Jahr, also circa 83 Euro im Monat. Für ein paar wenige Branchen gibt es andere Pauschalen (mach dich da einmal schlau).

Ansonsten wird halt akribisch berechnet. Posten, die in frage kommen, sind die folgenden:

a) Miete

Du kannst deine Miete anteilig geltend machen, wenn du daheim arbeitest und einen abgeschlossenen Raum, der ausschließlich zu Arbeitszwecken dient, hast. Dies wird allerdings in der Regel überprüft. Für viele Selbstständige ist dies aber ein großer Posten.

b) Reisekosten

Reisekosten sind Kosten, die im Rahmen einer auswärtigen Tätigkeit, die für die Arbeit notwendig war, angefallen sind. Hierzu findest du in unserem Blog Post genaueres: Wie erstelle ich eine Reisekostenabrechnung als Freiberufler?

c) Sonstige Posten

Dieses ist der größte Bereich. Hier finden sich zum Beispiel Versicherungen und Beiträge (allerdings nicht deine Krankenversicherung). Gemeint sind etwa für den Beruf sinnvolle Mitgliedschaften und eben gegebenenfalls speziellere Versicherungen.

Leasing-Kosten fallen hier ebenfalls rein. Dazu Telefon- und Internetverträge , so sie denn gewerblich genutzt werden (allerdings mit einem maximalen Anteil von 20 Prozent und 20 Euro monatlich). Ähnliches gilt für Geschäftsessen (oder eben für als geschäftlich deklarierte Essen).

Außerdem musst fallen hier die "echten" Werbekosten an (bei Werbegeschenken mit maximal 35 Euro pro Jahr pro Person) und die Ausgaben, die du tätigen musst, um überhaupt arbeiten zu können. Hierunter fallen Rohstoffkosten, Kosten für Bürobedarf, eventuell das Mieten eines Co-Working-Spaces und so weiter.

Beachtet werden weiterhin größere geldwerte Güter. Dies meint Anschaffungen, wie etwa Computer, ein neues Handy (für die Arbeit), Büromöbel, Maschinen, etc. Hier ist zu beachten, dass für die verschiedenen Anschaffungen jeweils nur ein Teil des Betrages geltend gemacht werden kann und die Kosten pro Jahr abgesetzt werden. Zudem werden die Beträge über die Jahre der voraussichtlichen Nutzungsdauer gestreckt - ein Posten von 400 Euro für einen Computer wird beispielsweise über fünf Jahre mit je 80 Euro berechnet. Bei den zuständigen Behörden (online) findest du hierzu eine detaillierte Übersicht.

Beim beruflich genutzten Wagen gelten mehrere Dinge: Die KFZ-Haftpflichtversicherung kann abgesetzt werden, Vollkasko und Teilkasko nicht. Zudem tust du bei Nutzung deines Wagens zu beruflichen Zwecken gut daran, die Pendlerpauschale geltend zu machen.

Wichtig ist hier auch die Erwähnung von außergewöhnlichen Belastungen - also vor allem Bestattungs- und Behandlungskosten. Hier gibt es verschiedene Regularien. Hohe, "außerplanmäßige" Ausgaben lassen sich häufig verrechnen.

Der letzte Posten bei den Werbungskosten betrifft Ausgaben, die durch andere Menschen entstehen. Das sind zum einen deine Angestellten (falls vorhanden) und zum anderen externe Dienstleister. Externe Dienstleister sind die Menschen, die von dir beauftragt werden, also etwa Handwerker, Grafikdesigner, Texter und so weiter. Allerdings ist zu beachten, dass die Absetzbarkeit der Kosten gedeckelt ist, von Posten zu Posten schwankt und auch etwas mit deinem Beruf zu tun haben muss. Bei handwerklichen Tätigkeiten ist der Fiskus großzügiger: Auch solche in deiner Wohnung können teilweise geltend gemacht werden, wenn du in ihr arbeitest.

Damit du einen Überblick über die Gesamtheit deiner Betriebsausgaben behältst, solltest du hier einfach immer mitschreiben und alle Rechnungen aufbewahren (was du ohnehin tun musst). Bitte habe genau im Blick, welcher Anteil der Kosten auch wirklich absetzungsfähig ist. Das Finanzamt erkennt selten 100 Prozent an, sondern es gelten für alle Posten gesonderte Regelungen.

Die Einkommensteuererklärung für Selbstständige wird dir umso leichter fallen, desto besser du deine Einnahmen und deine Betriebsausgaben kennst. Nach einiger Zeit im Beruf hast du die Erfahrung, die es dir erlaubt, dies pauschal für jeden Monat zu schätzen. Zudem musst du dir einfach nur merken, dass fast alle Kosten, die im Zusammenhang mit deinem Job entstehen, als Betriebsausgaben gelten.

Die monatlichen Betriebskosten braucht der Rechner, um festzustellen, wie viel von deinem Einkommen überhaupt versteuert wird. Wenn du dir wirklich unsicher bist, oder meinst, dass die dir zustehende Pauschale genügt, dann trage den entsprechenden Wert ein.

3. Wie hoch sind deine sonstigen Einkünfte?

Dein Beruf ist die eine Sache. Aber selbstverständlich wird bei der Einkommensteuererklärung für Selbstständige auch nach anderen Einkommen gefragt. Hier gilt alles, was für den Fiskus Einkommen ist.

4. Kirchenmitgliedschaft

Die Angabe, ob du in der Kirche bist oder nicht, ist relevant. Wer keine Kirchensteuer zahlen will, muss aus der Kirche austreten. Die Kirchensteuer beträgt acht oder neun Prozent von Einkommensteuer. Entsprechend erhöht sich deine Gesamtsteuerlast, wenn du in der Kirche bist.

Die Einkommensteuererklärung für Selbstständige ist auch eine gute Gelegenheit, mal über einen Austritt oder Wiedereintritt nachzudenken.

5. Bist du verheiratet?

Auch das ist relevant. Bei Verheirateten gelten andere Steuerfreibeträge und andere Höchstgrenzen. Wenn die Einkommen der Ehepartner sehr unterschiedlich hoch sind, lohnt sich die Zusammenveranlagung durchaus. Ansonsten kann es in einigen Fällen auch sinnvoll sein, die Steuererklärung nach wie vor getrennt vorzunehmen.

Solltest du nicht verheiratet sein, wirst du ohnehin "gewöhnlich" verrechnet.

6. Wie viel wird dein Partner verdienen?

Bei der gemeinsamen Steuererklärung spielt das gemeinsame Einkommen eine Rolle. Hierzu darf wieder geschätzt und gerechnet werden. Die Einkommensteuererklärung für Selbstständige wird - das soll hier nicht verschwiegen werden - nicht leichter, wenn zwei Menschen eine Erklärung abgeben. Allerdings ist dies in fast allen Fällen mit Einsparungen verbunden.

Wenn du unverheiratet bist, spielt diese Frage keine Rolle. Das Einkommen des Partners ist nur bei Ehegatten relevant und auch nur, wenn ein gemeinsamer Haushalt erkennbar ist.

Mann vor dem Laptop sitzend, überlegt welche Faktoren in die Einkommensteuererklärung einfließen.

7. Wie viel bezahlst du für deine Altersvorsorge? (Verheiratet)

Bei Verheirateten wird der Anteil der absetzbaren Summe von der Altersvorsorge (hier gelten bestimmte Höchstgrenzen bzgl. der Absetzbarkeit und Summe, die du bei deiner Versicherung in Erfahrung bringen kannst) gemeinsam veranschlagt. Es ist unerheblich, wer welchen Anteil zahlt.

8. Kinder? (Verheiratet)

Kinder bedeuten Freibeträge. Allerdings nur dann, wenn die einzusparenden Steuern durch Nutzung des Freibetrages höher sind als das erhaltene Kindergeld. Das rechnet glücklicherweise das Finanzamt für dich nach.

9. Wie viel bezahlst du für deine Altersvorsorge? (Unverheiratet)

Ebenfalls die absetzungsfähigen Ausgaben für deine Altersvorsorge. Zu beachten ist, dass für Unverheiratete (Ledige) andere Höchstgrenzen gelten.

10. Kinder? (Unverheiratet)

Auch hier braucht es eine Angabe. Schließlich sollen gerade Alleinerziehende möglichst entlastet werden.

Insgesamt sei festgehalten, dass die Steuerbelastung bei einem verheiratetem Paar umso niedriger wird, desto unterschiedlicher die Einkommen sind und desto mehr Kinder zur Familie gehören. In den allermeisten Fällen wird sich die Steuererklärung für Selbstständige aber vor allem darum drehen, dass die Betriebsausgaben stimmen und auch ansonsten alles beachtet wurde.

All diese Faktoren finden sich in unserem Einkommensteuerrechner wieder: Einkünfte, Ausgaben, Familienstatus und so weiter. Damit du also auch herausfinden kannst, was in Sachen Steuerbelastung auf dich zukommt, probiere das praktische Tool doch einfach aus. Von dir braucht es nur Zahlen und ein paar Angaben und versorgt dich mit einer Angabe in Höhe der von dir zu entrichtenden Steuer.

Los gehts mit unserem Einkommensteuerrechner

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