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Wie du in der Transport- und Logistikbranche in die SelbstÀndigkeit startest

Du stehst vor der Entscheidung oder hast den Wunsch, dich selbstĂ€ndig zu machen? Heute stellen wir dir deshalb in unserer Reihe "SelbstĂ€ndig machen in...." die Transportbranche vor. Denn gerade fest angestellte Mitarbeiter im Transportwesen sehen sich hĂ€ufig mit sehr niedrigem Gehalt, schlechten Arbeitsbedingungen und vielen Arbeitsstunden konfrontiert. Und außerdem gibt es fĂŒr eine FirmengrĂŒndung in der Transport- und Logistikbranche gute Entwicklungschancen. Zum Beispiel als Transportunternehmer oder Spediteur. 

Im Sprachgebrauch werden die Begriffe Transport, Logistik oder Spedition hÀufig synonym verwendet, was allerdings nicht ganz korrekt ist. ZunÀchst also eine kurze ErklÀrung der einzelnen Begriffe:

  • Unter Logistik wird die Kontrolle, Planung und Steuerung von Informationen, Waren, Materialien und Ähnlichem verstanden, wobei sich der Bereich in zwei Teile gliedert: in die Administration und die Strategie. Ganz allgemein kann gesagt werden:

    Aufgabe der Logistik ist es, den Prozess, bestimmte Waren und GĂŒter zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu bestimmten Kosten zu transportieren, zu regeln. Unter diesem Aspekt sind die Bereiche Spedition und Transport als Teilbereiche der Logistik zu sehen. 

  • Eine Spedition, ein Unternehmen, das fĂŒr den Transport von Waren und GĂŒtern zustĂ€ndig ist und fĂŒr Kunden das Versenden dieser Waren und GĂŒter ĂŒbernimmt, hat fĂŒr sich betrachtet vielfĂ€ltige Aufgaben. Genauso mannigfaltig können die Waren und GĂŒter sein, die transportiert werden. Denn beispielsweise kann nicht jedes Gut in einem "normalen" LKW befördert werden - man denke nur an GefahrengĂŒter, Chemikalien oder Schwertlasttransporte.

    Hier mĂŒssen also verschiedene Voraussetzungen beachtet werden. Ganz allgemein ist eine Spedition Organisator eines Transports. Dabei bietet sie nicht nur die detaillierte Planung, sondern verfĂŒgt im besten Falle ĂŒber einen eigenen Fuhrpark. Geht es um einen Transport zu Wasser wird durch die Spedition ein FrachtfĂŒhrer beauftragt, der den Transport ĂŒbernimmt.  

  • Wie oben schon erwĂ€hnt ist der Transport ein Bestandteil des Logistikprozesses. Hier werden also Waren, GĂŒter oder auch Personen von einem Ort an einen anderen transportiert. Deshalb wird der Transport gerne auch als „ÜberbrĂŒckung von RĂ€umen (RaumĂŒberbrĂŒckung)“ bezeichnet.

Allgemeines

Die Transportbranche bietet ein weites Feld an Möglichkeiten. Denn zu transportieren gibt es jeden Tag unendlich viele Dinge. Egal ob Möbel, Pakete oder Briefe, Dokumente, Blumen, Lebensmittel, GetrĂ€nke, GefahrengĂŒter und vieles mehr. Fakt ist, in Zeiten wie diesen, in denen Paketversand und Onlinehandel boomen, kannst du als selbstĂ€ndiger Transportunternehmer durchaus erfolgreich sein.

Denn die Warenmengen wachsen kontinuierlich und erfordern fĂŒr die Warenauslieferung ein Mehr an professionellen Transportdienstleistungen. Eine Prognose besagt, dass die Nachfrage in der Zukunft sogar noch steigen wird, gerade weil Deutschland seit Jahren als Exportweltmeister gilt und in hohem Maße weltweit GĂŒter verschickt. NatĂŒrlich weiß momentan niemand, wie sich die Weltwirtschaftsalge konkret entwickeln wird. Doch die Prognosen sehen derzeit ganz gut aus. 

NatĂŒrlich gibt es - wie in jeder anderen Branche auch - gewisse Anforderungen und Voraussetzungen, die bei einer UnternehmensgrĂŒndung in der Transportbranche (wir konzentrieren uns hier auf diesen Bereich) zu beachten sind. Welche das sind und was wichtig ist, haben wir fĂŒr dich zusammengetragen.  

Erste Schritte

Wenn du eine SelbstĂ€ndigkeit planst, solltest du zunĂ€chst deine unternehmerische Dienstleistung bzw. dein Angebot strategisch und umfassend planen. Das heißt konkret: Richte dein anvisiertes GeschĂ€ftsfeld und deine Nische (fĂŒr erfolgreiches Agieren) von Anfang an immer im Hinblick auf alle ZusammenhĂ€nge aus, die fĂŒr den Transportbereich eine Rolle spielen. Das eigene Unternehmen mit exaktem Firmenprofil zu grĂŒnden, erfordert eine effiziente Vorbereitung.

Als ein wichtiger Aspekt gilt natĂŒrlich die Frage, wie dein Unternehmen strukturiert sein soll. Bist du eine "One-Man-Show"? Das heißt, möchtest du alle Bereiche selbst abdecken, eingeschlossen den Fahrdienstleitungen? Oder siehst du dich eher im Hintergrund als Firmenlenker und stellst Fahrer und andere Mitarbeiter ein? Nur am Rande: Es ist klar, dass sich diese Ziele im Laufe der Zeit natĂŒrlich auch verĂ€ndern können und dĂŒrfen. 

Zur weiteren Vorbereitung deiner GrĂŒndung ist der gut ausgearbeitete Businessplan zwingend nötig. Ein professionelles Papier hilft dir nicht nur dabei, dein Unternehmen mit allen Einzelheiten ĂŒbersichtlich zu gestalten und auf ein solides Fundament zu stellen. Er ist auch unerlĂ€sslich, falls du einen Kredit aufnehmen musst, Förderungen oder einen GrĂŒndungszuschuss bei der Agentur fĂŒr Arbeit oder anderen Stellen beantragen willst. Denn all diese "Stellen" vergeben natĂŒrlich keine Zusagen auf blauen Dunst. 

Falls du zum Thema Businessplan mehr wissen möchtest, klicke hier: Business-Plan fĂŒr SelbststĂ€ndige.

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Wie du deine individuelle Nische findest und was danach zu tun ist

  • Analyse

WĂ€hle ein oder mehrere TransportgĂŒter, fĂŒr die es in deinem Umfeld Bedarf gibt. Wenn an deinem Standort schon mehrere Umzugsunternehmen ansĂ€ssig sind, braucht es wahrscheinlich nicht noch ein weiteres. Wobei es natĂŒrlich auch darauf ankommt, ob du auf dem Land oder in einer Großstadt ansĂ€ssig bist. Je ausgefallener deine GeschĂ€ftsidee oder je weniger es jemandem mit deiner angestrebten Dienstleistung gibt, desto mehr potentielle Kunden und mehr Erfolg wirst du haben.

Im ersten Schritt solltest du also grĂŒndlich recherchieren, ob deine Idee in deinem Umkreis Sinn macht. FĂŒhre dazu eine genaue Standort- bzw. Konkurrenzanalyse durch, indem du deinen Aktionsradius exakt definierst. Möchtest du GĂŒter regional (in deinem Umkreis) transportieren oder Deutschlandweit, innerhalb Europas oder sogar weltweit? Wobei sich diese Frage sicherlich maßgeblich nach deinen Startbedingungen richten wird. FĂ€ngst du als Solopreneur an, wirst du dich anfangs wahrscheinlich eher auf deinen nĂ€heren Umkreis fokussieren.

Manche werden aber auch das Motto "think big" verfolgen und gleich groß einsteigen. Und du solltest dir auch die Frage stellen, ob du dein Angebot nur an GeschĂ€ftskunden richtest, ob du im Privatsektor agieren möchtest oder beides.

  •  Kosten

Dazu gibt es viele Fragen, unter anderem: Wie bist du finanziell aufgestellt? Bist du alleine oder hast du eine Familie zu versorgen? Hast du Eigenkapital zur UnternehmensgrĂŒndung oder brauchst du einen Kredit? Wie sieht es mit ExistenzgrĂŒndungszuschĂŒssen aus? Wie ist es mit dem Equipment? Was benötigst du fĂŒr dein Unternehmen? 

Denn eines ist klar, im Gegensatz zu beispielsweise einer SelbstĂ€ndigkeit als Texter, bei der du Zuhause arbeitest und eher keine allzu hohen Investitionen hast, musst du dich als Transportunternehmer, je nach GrĂ¶ĂŸe deiner Firma, ganz anders aufstellen. Unter anderem wirst du ein BĂŒro- und/oder LagerrĂ€ume benötigen, natĂŒrlich entsprechende Fahrzeuge und einiges mehr.

Auch hier hilft der Businessplan, um einen genauen Überblick zu bekommen. Die Liste ist hier aber noch nicht zu Ende. Ein weiterer Aspekt, der zum Tragen kommt: Hast du vor, dich GeschĂ€ftspartnern zusammen zu schließen und/oder Angestellte zu beschĂ€ftigen, ergibt dies zusĂ€tzliche, auch finanzielle Anforderungen an deine Firma und dein Knowhow. 

Weitere Kostenfaktoren sind die dringend erforderlichen Versicherungen, die du abschließen musst, wie zum Beispiel die Gewebehaftpflicht- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung. "SelbststĂ€ndige FrachtfĂŒhrer im gewerblichen GĂŒterkraftverkehr sind nach § 7a GĂŒKG (GĂŒterkraftverkehrsgesetz) verpflichtet, sich gegen GĂŒter- und VerspĂ€tungsschĂ€den abzusichern".

Empfehlenswert ist eine FrachtfĂŒhrerversicherung, die dich zum Beispiel vor hohen EntschĂ€digungsforderungen seitens eines Auftraggebers schĂŒtzt, falls Waren beim Transport beschĂ€digt werden, kaputt oder sogar verloren gehen. Auch bei eventuellen VerspĂ€tungen, falls du dich vertraglich verpflichtet hast, die Waren zu einem konkreten Zeitpunkt zu liefern, sichert dich diese ab.

DarĂŒber hinaus musst du auch deinen privaten Versicherungsschutz in die Kalkulation mit einbeziehen. Hier sind unter anderem die Krankenversicherung, Kranken - und Krankentagegeld, eine Unfallversicherung und die Kosten fĂŒr deine Altersvorsorge wichtig. Als Mitglied in der Berufsgenossenschaft werden auch hier BeitrĂ€ge fĂ€llig. Und last but not least: Auch deine Fahrzeuge kosten Geld - Anschaffung, Leasingraten, Versicherungen und Instandhaltungs- bzw. Reparaturkosten schlagen teilweise monatlich zu Buche. 

  • Fahrzeugpark

Diesem Punkt widmen wir uns hier jetzt nochmal explizit. Denn ob du als Einzel-Kleintransportunternehmer, als Kurierdienstleister, als mittelstĂ€ndischer Transportunternehmer oder als Groß-Spediteur agierst, die adĂ€quaten Fahrzeuge sind deine Haupt-Existenzgrundlage, wenn du ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen möchtest. Die Planung und Anschaffung der entsprechenden Fahrzeuge hĂ€ngt schlicht und ergreifend davon ab, wen oder was du transportieren möchtest.

Dann erst kannst du festlegen, welche und wie viele Fahrzeuge du benötigst und wie groß oder speziell diese sein mĂŒssen. Auch das gehört stets schon in den Businessplan, steht dies doch in direktem Zusammenhang mit den finanziellen Mitteln, die du zur VerfĂŒgung haben musst. Heißt, wie kostspielig das Ganze wird, ob dein privates Kapital reicht oder ob du externe Geldgeber brauchst.

Festzuhalten ist: Startest du als Einzel-Kleinunternehmen und möchtest zum Beispiel private UmzĂŒge abwickeln, benötigst du ein anderes Fahrzeug als wenn du Großkunden oder gleich eine "ganze" Spedition grĂŒnden möchtest. 

Noch ein Wort dazu: Fahrzeug (e) kaufen oder leasen? Beide Varianten haben Vorteile bzw. Nachteile. Leasing wĂ€re auf jeden Fall eine empfehlenswerte Lösung, weil du nicht schon in der GrĂŒndungsphase eine hohe Summe fĂŒr die Anschaffung in die Hand nehmen musst. Wenn du ein Fahrzeug kaufst, kannst du es allerdings als Anlagevermögen geltend machen - was bei geleasten Fahrzeugen nicht geht - und es darĂŒber abschreiben.

Das mindert deine Steuerlast und du gewinnst Mittel fĂŒr neue Investitionen. FĂŒr die Anfangsphase gibt es aber auch Alternativen: entweder ein gebrauchtes Fahrzeug zu kaufen, um deine Ausgaben kleiner zu halten oder du mietest/least/finanzierst ein Fahrzeug und kaufst es dann nach einer gewissen Zeit (so genannte Schlussrate). 

Sobald dein Unternehmen rentabel lĂ€uft, kannst du erzielte Gewinne teils in neue, auch effizientere und klimaschonende Fahrzeuge (Steuervorteile) investieren und teils RĂŒcklagen aufbauen. In dieser Hinsicht ist es auf jeden Fall hilfreich, sich gut beraten zu lassen. Ein Steuerberater kann alle Möglichkeiten prĂŒfen und dir die beste Variante darlegen. 

Vorschriften, Anmeldung und Qualifikation

Als Transportunternehmer musst du verschiedene Gesetze und Verordnungen beachten und ein Anmelde- und Genehmigungsverfahren durchlaufen. ZunĂ€chst ist die Gewerbeanmeldung als Transportunternehmer (im GĂŒterkraftverkehrsgewerbe) zu tĂ€tigen. Hier ist eine Voraussetzung die so genannte Erlaubnispflicht. Wenn du LKWs ĂŒber 3,5 Tonnen betreiben möchtest, benötigst du eine Erlaubnis (Lizenz) von der zustĂ€ndigen Verkehrsbehörde. Kleinere Transporter unter dieser Gewichtsklasse sind dagegen nicht erlaubnispflichtig. Dann benötigst du nur eine einfache (regulĂ€re) Gewerbeanmeldung. 

Bei der erlaubnispflichtigen Gewerbeanmeldung gibt es darĂŒber hinaus weitere Voraussetzungen fĂŒr die Lizenzerteilung. Du musst dazu das entsprechende Formular ausfĂŒllen, auf dem du ganz bestimmte und fĂŒr den Vorgang wichtige Angaben - persönlicher und geschĂ€ftlicher Natur - machen musst. Oberste PrioritĂ€t hat dabei eine detaillierte Beschreibung deines angestrebten Leistungsspektrums.

Dieser Aspekt ist entscheidend dafĂŒr, welche Nachweise du fĂŒr die Gewerbeanmeldung beibringen musst: Zur EignungsprĂŒfung, ob du als Transportunternehmer zur GeschĂ€ftsfĂŒhrung eines GĂŒterkraftverkehrsunternehmens in der Lage bist, gelten folgende Nachweise:  

  • Dein finanzielles Leistungsvermögen: Entweder verfĂŒgst du ĂŒber genĂŒgend Eigenkapital. Dazu zĂ€hlen auch finanzielle Reserven fĂŒr Transporter. Außerdem musst du beim Gewerbeamt in der Regel auch eine UnbedenklichkeitserklĂ€rung vom Finanzamt und eventuell auch von der Berufsgenossenschaft und der Krankenkasse einreichen.

    Gegebenenfalls mĂŒsstest du auch eine Kreditzusage vorlegen, falls dies der Fall sein sollte. Bedenke auch, dass all diese Schritte mit Kosten verbunden sind, wie die Gewerbeanmeldung selbst (im Schnitt um 50 bis 80 Euro, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden) und weitere Kosten fĂŒr die zu erbringenden Nachweise.
  • Deine persönliche, unternehmerische ZuverlĂ€ssigkeit: Auch diesen Aspekt musst du belegen. Als Nachweis gilt hier das polizeiliche FĂŒhrungszeugnis und der Auszug aus dem Gewerbezentralregister. Bedenke: GrĂŒndest du ein Unternehmen mit mehreren Gesellschaftern, mĂŒssen alle Beteiligten diese Nachweise erbringen. Zum Thema Rechtsform findest du spĂ€ter im Text noch mehr Infos.
  • Deine fachliche Eignung und Qualifikationen: FĂŒr eine SelbstĂ€ndigkeit in diesem Bereich werden entsprechende Fachkenntnisse vorausgesetzt. Neben den speziellen FachkundeprĂŒfungen bei der Industrie- und Handelskammern (kosten um die 200 Euro) dient eine vorab erfolgreich abgeschlossene Fach-Ausbildung oder ein entsprechendes Studium als Qualifikation.

    Berufsbilder sind unter anderem Speditionskaufleute, Verkehrsfachwirte, Kaufleute im Straßen- und Eisenbahnverkehr mit der Fachrichtung GĂŒterverkehr, Diplom-Betriebswirte mit entsprechend berufsrelevanten Schwerpunkten. DarĂŒber hinaus gibt es eine Anzahl an "neuen" Bachelor-StudiengĂ€ngen wie "Transport und Logistik" oder "Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik".

Konkrete Ausbildungsberufe sind unter anderem: 

  1. Kaufmann/Kauffrau fĂŒr Spedition und Logistikdienstleistungen
  2. Fachkraft fĂŒr Möbel-, KĂŒchen- und Umzugsservice
  3. Berufskraftfahrer/-in
  4. Kaufmann/Kauffrau bzw. Fachkraft fĂŒr Kurier-, Express- und Postdienstleistungen
  5. Fachkraft fĂŒr Hafenlogistik

Konkrete StudiengÀnge sind unter anderem:

  1. Logitstikmanagement
  2. MBA International Logistics & Trade
  3. Verkehrslogistik mit Schwerpunkt Transport und Verkehr 

Wenn du aus einer anderen Branche kommst, kannst du eine FachkundeprĂŒfung bei der Industrie- und Handelskammer ablegen. Informiere dich am besten, bei der fĂŒr dich zustĂ€ndigen IHK ĂŒber Kosten und Termine. Ist dies der Fall solltest du fĂŒr den gesamten Anmeldeprozess mehr Zeit einplanen. 

Als weitere Qualifikation gilt auch eine mehrjÀhrige, einschlÀgige Berufserfahrung (auch in leitender Position).

Zudem solltest du ĂŒber unternehmerische und kaufmĂ€nnische FĂ€higkeiten verfĂŒgen, die zum FĂŒhren einer eigenen Firma - ohne oder mit Angestellten - dringend nötig sind. 

Und dann noch die alles entscheidende Frage: VerfĂŒgst du ĂŒber alle entsprechenden Fahrerlaubnisse (FĂŒhrerscheinklassen), wenn du auch selber "fahren" möchtest? 

Und noch wichtig zu wissen: Strebst du an, mit deinem Unternehmen auch ĂŒber die Landesgrenzen hinaus tĂ€tig zu werden, benötigst du eine Gemeinschaftslizenz (EU-Lizenz). Diese gilt dann sowohl innerhalb Deutschlands, in der EU und auch in der Schweiz. Soll es auch in Drittstaaten außerhalb der EU und der EuropĂ€ischen Wirtschaftsgemeinschaft gehen, bedarf es weiterer, spezieller Genehmigungen. 

Möchtest du zudem mit deinem Unternehmen auch Personen befördern, brauchst du eine Beförderungserlaubnis der Verkehrsbehörde. 

Um hier nicht den Überblick zu verlieren, helfen dir ausfĂŒhrliche Beratungen in allen Fragen weiter -  durch den Steuerberater deines Vertrauens, bei der IHK und den entsprechenden VerbĂ€nden, zum Beispiel beim "Bundesverband Spedition und Logistik e. V." (DSLV).

Gut zu wissen: Die formalen Anforderungen sind sehr aufwĂ€ndig und der Anmelde- und Genehmigungsvorgang kann einige Zeit (mehrere Monate) in Anspruch nehmen. Achte also darauf, dass du alle Unterlagen rechtzeitig zusammen hast. So kann bestenfalls dein GrĂŒndungsprozess reibungslos laufen, Zeit- und Geldverschwendung vermieden werden und dein Start optimal von Statten gehen. 

Welche Rechtsformen fĂŒr dein Unternehmen in Frage kommen

Eine UnternehmensgrĂŒndung ist immer auch mit Risiken verbunden - plane deswegen bereits im Vorfeld grĂŒndlich und solide. Neben der Kostenplanung und der damit verbundenen LiquiditĂ€t spielt natĂŒrlich auch die Haftung ein große Rolle. Und die ist abhĂ€ngig von der gewĂ€hlten Rechtsform deiner Firma. Denn es ist ein Unterschied, ob du als Einzelunternehmer, Personengesellschaft oder als Kapitalgesellschaft firmierst. Alle Formen haben Einfluss auf die Haftung und auf ein eventuelles Startkapital. Beispielsweise muss bei der GmbH ein Startkapital (in der Regel 25.000 Euro) eingelegt werden, auf das die Haftung dann beschrĂ€nkt ist. Als Einzelunternehmer haftest du mit deinem gesamten Privatvermögen. Lasse dich auch hier beraten, was fĂŒr dein geplantes Unternehmen die beste Rechtsform ist. 

Ein Wort zum Schluss

  • Gute (GeschĂ€fts-) Kontakte knĂŒpfen 
  • Ein Netzwerk aufbauen
  • Dich um deine GeschĂ€ftsausstattung, wie Visitenkarten, Website etc. kĂŒmmern
  • Beratungen in Anspruch nehmen
  • Weiterempfehlungen generieren (das ist natĂŒrlich ein Aspekt, der erst etwas spĂ€ter zum Tragen kommt, wenn dein Unternehmen schon am Laufen ist. Aber es ist gut, sich so frĂŒh wie möglich mit diesem Thema zu beschĂ€ftigen.) Ein paar Anregungen dazu findest du hier Weiterempfehlungen - Wie schaffe ich es, von meinen Kunden/Auftraggebern weiterempfohlen zu werden?.

Und wie eingangs schon erwĂ€hnt: Die Transport-Branche erlebt gerade großen Aufwind und bietet GrĂŒndungswiligen und Kennern der Branche gute Chancen fĂŒr ein eigenes Unternehmen. 

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