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Diversität im Team - Vor- und Nachteile internationaler Teams

Es ist schon verrückt wenn man bedenkt, dass alleine 2014 ganze zwei Drittel der über 40.000 Neuankömmlinge vom Ausland aus nach Berlin gezogen sind (und damit meine ich nicht Westdeutschland).

Die IHK hat damals schon zurecht bemerkt, dass die Berliner Wirtschaft “immer internationaler” wird. (Quelle: Morgenpost )

Mittlerweile ist vor allem die Berliner Start-Up-Szene zu einem sehr beliebten Arbeitsplatz für internationale Zugezogene geworden. (Quelle: Tagesspiegel )

Das ist auch gar nicht so verwunderlich, denn hier treffen die meisten auf eine besonders offene, internationale Atmosphäre.

Das hängt einerseits damit zusammen, dass viele Start-Ups weltweit agieren und somit Englisch bei vielen zur ‘Amtssprache’ wird.

Andererseits macht die agile Arbeitsweise in vielen innovativen Unternehmen es auch leichter, überall auf der Welt jemanden mit ins Team zu holen.

So kann es schon mal vorkommen, dass in einem Team mehr als fünf Nationen oder Kulturkreise aufeinandertreffen und zusammen an einem Projekt arbeiten.

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Ganz allgemein liegt Internatonalität im Arbeitsumfeld sehr im Trend. Wer schon mal im Ausland oder in einem internationalen Team gearbeitet hat, hat auf dem CV alleine dadurch schon eine weitere Qualifikation erlangt.

Wer heute nicht international unterwegs ist, hat schon fast den Anschluss verpasst.

Was ist es aber konkret, was sich in der Zusammenarbeit verändert, ist ein Team besonders international?

Was das Arbeiten in internationalen Teams besonders macht

Englisch als Arbeitssprache

Viele junge Unternehmen entscheiden sich von vornherein dazu, Englisch als Unternehmensprache zu etablieren.

Es erleichtert einem z.B. global zu rekrutieren oder zu verkaufen.

Wenn man in einem internationalen Team anfängt, ist das also schon mal etwas, an das man sich eventuell gewöhnen muss. Man sollte es allerdings als Vorteil sehen.

Nicht nur, dass es einem erlaubt, Sprachkenntnisse aufzufrischen und zu verbessern. Ich persönlich finde es sogar einfacher, bei der Arbeit auf Englisch zu kommunizieren, da mir einiges leichter von den Lippen geht als im Deutschen.

Interessanterweise geht es vielen sogar so, dass sie auf Englisch ein ganz anderes Selbstverständnis von sich haben, als in ihrer Muttersprache. Man kann sich durchaus freier fühlen wenn man in einer anderen Sprache als der eigenen professionell unterwegs ist.

Im Zweifel hilft einem das professionelle Kommunizieren auf einer anderen Sprache auch dabei, sich dadurch besser auf die rein professionelle Seite in einem selbst zu konzentrieren.

Unterschiedliche Lösungsansätze

In einem Team, was nicht hierarchisch durchdekliniert ist bis ins letzte Zahnrad, ist es umso wichtiger, dass alle Teammitglieder ihre Problemlösungskompetenzen miteinander teilen können.

Ist das Team dazu noch international, ist dieser Prozess noch interessanter, da unterschiedliche professionelle Erfahrungen und Backgrounds natürlich auch zu unterschiedlichen Herangehenweisen führen.

Davon können einerseits die Mitarbeiter profitieren.

Nimmt man alles zusammen, kann es aber sogar dazu führen, dass ein Projekt innovative Anstöße bekommt und so noch erfolgreicher wird.

Denn wo unterschiedliche Köpfe aufeinandertreffen und an einer gemeinsamen Sache arbeiten, entstehen auch die meisten Innovationen - eine Feststellung, die schon durch mehrere Studien bewiesen wurde. (Quelle: Scientificamerican )

Offene, transparente Kommunikation

Wenn sich ein Unternehmen dazu entscheidet, internationaler zu rekrutieren, ist das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Warum?

Nicht nur, dass Diversität Teams innovativer werden lässt. Auch die Kommunikation zwischen den Teammitglieder verändert sich in der Regel zum Besseren.

Die Zusammenarbeit in einem internationalen Team zwingt die Teammitglieder dazu, sich besser vorzubereiten, alternative Sichtweisen zu antizipieren und einzunehmen, und zu verstehen, dass es manchmal Kraft und Zeit braucht, um einen Konsens zu erreichen. (Quelle: http://www.scientificamerican.com/article/how-diversity-makes-us-smarter/ )

Die offene, transparente Kommunikation zwischen den Teammitgliedern spielt hierbei eine große Rolle.

Besonders in internationalen Teams ist das wichtig. Man hat schließlich nicht von vornherein ein Gespür dafür, was für andere eine No-Go-Area ist.

Und damit wären wir auch schon bei einem nächsten Punkt.

Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz gehört mittlerweile zu den wichtigsten Themen wenn es um professionelle Qualifikation geht.

Wer schon viel in unterschiedlichen Ländern und mit internationalen Teams zusammengearbeitet hat, der oder die weiß, wie hilfreich es ist, wenn man vorher bereits erste Erfahrung mit anderen Backgrounds gemacht hat.

Interkulturelle Kompetenz bildet sich mit der Zeit und mit Erfahrung und ist im Grunde nichts anderes als eine offene und respektvolle Herangehenweise an Menschen.

Im professionellen Bereich geht es darum, dass man die Fähigkeit aufbaut, empathisch mit anderen Menschen zu sein, die unter Umständen ganz anders ticken als man selbst.

Denn das ist die Basis dafür, besser auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten zu können.

Durch die Zusammenarbeit wird das eigene Netzwerk internationaler

Ein ehemaliger Kommilitone von mir hat es geschafft durch seine letzte Tätigkeit bei einem internationalen Berliner Start-Up, einen Job in Brasilien zu landen.

Durch diese Gelegenheit hat sich sein Netzwerk enorm vergrößert und ist jetzt viel diverser.

In internationalen Teams zu arbeiten bringt zwangsläufig mit sich, dass die meisten deiner Mitarbeiter selbst internationale Netzwerke haben an die man anknüpfen kann.

Man könnte sogar sagen, dass die Netzwerkerweiterung zum Selbstläufer wird, sobald man zum ersten Mal in einem internationalen Team gearbeitet hat.

Abgesehen davon, dass man also professionell profitiert wenn man in einem internationalen Team arbeitet, kann es auch persönlich eine Bereicherung sein.

Schließlich lernt man ganz unterschiedliche Menschen kennen und alleine das ist spannend.

Neue Eindrücke und Rezepte

Im Ausland oder in einem internationalen Team zu arbeiten bedeutet auch, dass man mit ganz unterschiedlichen Menschen in Berührung kommt, die vielleicht ansonsten unentdeckt für einen geblieben wären.

Deswegen tut ein ‘Über-den-eigenen-Tellerrand-gucken’ nicht nur der Karriere gut. Auch persönlich macht man neue Erfahrungen und lernt sich selbst neu kennen.

Vielleicht ist es am Anfang nicht ganz reibungslos, weil erst eine gemeinsame Ebene der Kommunikation gefunden werden muss. Aber sobald man sich erst einmal aufeinander eingelassen und aneinander gewöhnt hat, ist es eine sehr bereichernde Erfahrung.

Vielleicht weitet man das eigene kulinarische Wissen, bricht mit eingefahrenen Überzeugungen und Sichtweisen oder, wenn man viel Glück hat, trifft auf Menschen, die zu guten Freunden werden können.

Arbeiten in internationalen Teams weitet einen

Wenn man anfängt in einem internationalen Team zu arbeiten, kann es sein, dass man am Anfang erst einmal aus der eigenen Komfort Zone heraus katapultiert wird.

Denn vieles, was für einen selbstverständlich ist, an das man gewöhnt ist, egal ob es mit Arbeitsabläufen oder den Umgang im Team zu tun hat, muss man neu überdenken.

Man wird vieles in Frage stellen und sich dazu bereit erklären müssen, auf Neues offen und flexibel einzugehen und kompromissbereit zu sein.

Eines hilft einem hier bestimmt: Neugierde.

Und wenn die nicht da ist, wird sie spätestens dann geweckt, wenn man anfängt in einem internationalen Team zu arbeiten.