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Wie du mit einem Mehrkontenmodell finanzielle Freiheit erlangen kannst

Wusstest du, dass du dir sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich mehr finanzielle Freir├Ąume schaffen kannst - ohne dass du mehr Eink├╝nfte erzielen oder einen Kredit aufnehmen musst? Egal, ob du regelm├Ą├čig unter chronischem Geldmangel zum Monatsende leidest, du generelle Schwierigkeiten im Umgang mit Geld hast oder einfach nicht zum Sparen kommst, die L├Âsung k├Ânnte ein Mehrkontenmodell sein.

Was ist ein Mehrkontenmodell?

Bei dem Mehrkontenmodell verwendest du mehrere Konten, die verschiedenen Kategorien zugeordnet werden. Es ist ein Ordnungsprinzip, das dir erleichtert, dein Geld zu verwalten sowie erschweren soll, es unkontrolliert oder ├╝berhaupt auszugeben. Das Mehrkontenmodell aus separaten Konten hilft dir einen besseren ├ťberblick ├╝ber deine Ausgaben und deine Privat- sowie unternehmerischen Finanzen zu bekommen. In der Regel beinhaltet es zwischen drei und sechs Konten. Als Hauptkonto dient das Basiskonto, auf das deine Ums├Ątze und Eink├╝nfte eingehen. Von hier aus ├╝berweist du das Geld weiter auf die anderen Konten, die du dir f├╝r bestimmte Verwendungszwecke einrichtest.

Das Prinzip besteht darin, f├╝r jede finanzielle Verpflichtung sowie Bedarf ein Konto zu besitzen und das dort vorhandene Geld nur f├╝r diesen Zweck zu nutzen. Dazu bedarf es einer Verschiebung der eigenen Priorit├Ąten und einer Portion Selbstdisziplin. Mit dem Konzept des Mehrkontenmodells wird dir das vereinfacht, weil dir auf jedem Konto nur eine bestimmte Summe zur Verf├╝gung stehen wird. Insbesondere bei den privaten Ausgaben teilst du dir selbst ein Budget ein, mit dem du auskommen musst.

Gerade das Leben als Selbst├Ąndiger ist davon gepr├Ągt, dass man unregelm├Ą├čige Einnahmen hat und man laufend R├╝cklagen bilden muss. Sei es f├╝r Steuernachzahlungen, Krankenversicherungsbeitr├Ąge oder die eigene Altersvorsorge. Durch das Mehrkontenmodell wird man zu Disziplin gezwungen und l├Ąuft nicht Gefahr mehr Geld auszugeben, als man eigentlich zur Verf├╝gung hat. Das Kontist Gesch├Ąftskonto eignet sich besonders gut f├╝r ein Mehrkontenmodell. Wenn du es als Basiskonto nutzt, hast du durch die automatische Steuerberechnung jederzeit einen ├ťberblick ├╝ber zuk├╝nftige Steuerbelastungen. F├╝r weitere R├╝cklagen oder dein privates Budget k├Ânntest du zus├Ątzliche Konten verwenden.

Welche Konten sind f├╝r das Mehrkontenmodell sinnvoll?

1. Konto: Wie bereits erw├Ąhnt, beginnt das Mehrkontenmodell mit dem Basiskonto, auf das die Eink├╝nfte aus deiner Selbstst├Ąndigkeit oder Freelancer-T├Ątigkeit eingehen. Da es sich meist um steuerpflichtige Einnahmen handelt, bietet sich das Kontist Konto an. Von diesem Konto kannst du die (Fix-) Kosten f├╝r dein Unternehmen bezahlen.

2. Konto: Den sinnvollsten und wichtigsten Teil neben dem Basiskonto f├╝r Zahlungseing├Ąnge machen deine zus├Ątzlichen Privatkonten aus. Eines davon sollte f├╝r deine privaten Lebenshaltungskosten angelegt werden. Du rechnest also deine Fixkosten, wie Miete, Versicherungen, Strom, TV und so weiter zusammen und ├╝berweist diesen Betrag einmal monatlich von dem Basiskonto auf das Konto f├╝r Lebenshaltungskosten.

3. Konto: Nat├╝rlich m├Âchtest du auch mal ins Kino, deinen Geburtstag feiern oder Weihnachtsgeschenke kaufen. Dazu legst du dir f├╝r dein Mehrkontenmodell ein sogenanntes Spa├čkonto an, auf das du dir ein Taschengeld auszahlst.

Das Geld wird knapp, ist ein Kredit f├╝r Selbst├Ąndige die L├Âsung?

4. Konto: Wichtig ist f├╝r ein Mehrkontenmodell auch das R├╝cklage- und Sparkonto. Das kann sowohl f├╝r das Unternehmen als auch privat als R├╝cklage f├╝r unvorhergesehene Ausgaben verwendet werden. Es kommt zum Beispiel zum Einsatz, wenn du einen ├╝berraschenden Gro├čauftrag bekommst und f├╝r Leistungen in Vorkasse treten musst, bevor dein Kunde zahlt. Weitere Beispiele sind eine kaputte Waschmaschine, Autoreparaturen oder der Laptop, der den Geist aufgibt. Aber vielleicht droht dir auch eine Krankenkassen- oder Stromnachzahlung. Die Liste der m├Âglichen unvorhersehbaren Ausgaben ist endlos lang. Hier ist es gut und ratsam, zu jedem Zeitpunkt finanziell durch ein R├╝cklagenkonto vorbereitet zu sein. Das Ziel erreichst du, indem du jeden Monat oder nach jedem Geldeingang eine Summe X (zum Beispiel 10% der Einnahmen) vom Basiskonto auf das R├╝cklagenkonto ├╝berweist.

F├╝r das Mehrkontenmodell sollte neben einem R├╝cklagenkonto grunds├Ątzlich auch ein Sparkonto bestehen. Hier wird jeden Monat eine feste Summe eingezahlt und gespart. Dieses Sparkonto ist tabu f├╝r dich und Abhebungen sind nur vorzunehmen, wenn du dein Sparziel erreicht hast, wie beispielsweise deine Traumreise, ein neues Auto oder die Anzahlung f├╝r dein Eigenheim.

5. Konto: Um beruflich wettbewerbsf├Ąhig zu bleiben, deine fachliche Kompetenz stets auf dem neuesten Stand zu halten und idealerweise dich und dein Unternehmen weiterzuentwickeln, sind Fort- und Weiterbildungen ein unbedingtes Muss. Auch Beratungen und Coachings geh├Âren mittlerweile zu jeder pers├Ânlichen Weiterentwicklung. Aber auch das kostet Geld und kann schnell teuer werden. Gut, wenn du mit einem Fortbildungskonto darauf vorbereitet bist.

6. Konto: Nur wenn du regelm├Ą├čig spendest, ist ein Spendenkonto sinnvoll. Auch hier zahlst du monatlich eine bestimmte Summe ein. An das Guthaben dieses Kontos gehst du nur, wenn du eine Spende machen m├Âchtest.

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Die finanzielle Reichweite vom Mehrkontenmodell

Als Selbstst├Ąndiger und Freelancer sind Eink├╝nfte nie sicher. Schon morgen k├Ânntest du in eine Situation kommen, die deine Ums├Ątze pl├Âtzlich deutlich sinken l├Ąsst. Allerdings bleiben deine Fixkosten in gleicher H├Âhe bestehen und von irgendwas musst du schlie├člich auch leben. Aber wie sollen die Kosten gedeckt werden, wenn sie deine Ums├Ątze ├╝bersteigen? Hier kommt die finanzielle Reichweite ins Spiel. Meistens liegt sie bei kleinen und mittelst├Ąndischen Unternehmen bei weniger als zwei Monaten. Das bedeutet, sie k├Ânnen mit ihren finanziellen Mitteln maximal zwei Monate ├╝berbr├╝cken, wenn die Ums├Ątze sofort einbrechen w├╝rden. Danach wird es eng und die Kosten m├╝ssen drastisch reduziert werden. F├╝r Solo-Selbst├Ąndige bedeutet das h├Ąufig das Aus der Selbst├Ąndigkeit. Zwei Monate oder eine noch k├╝rzere finanzielle Reichweite ist demnach keine gute Idee und f├╝r deine Existenz gef├Ąhrlich. Aus diesem Grund sollte deine finanzielle Reichweite als Solo-Selbst├Ąndiger mindestens sechs Monate betragen. Diese Zeitspanne reicht meistens, um den Umsatz wieder anzukurbeln und die Kosten moderat zu senken. Sollte deine finanzielle Reichweite ├╝ber zw├Âlf Monate liegen, solltest du dir einmal Gedanken machen, ob du nicht zu ├╝bervorsichtig bist. Vielleicht gibt es sinnvolle Investitionen, wie beispielsweise eine PR- oder Werbekampagne, die deine Ums├Ątze steigen lassen. Wenn du zu hohe R├╝cklagen bildest, freut sich als erstes das Finanzamt ├╝ber die hohen Steuereinnahmen. Vielleicht kannst du ein Marketingkonto in deinem Mehrkontenmodell integrieren.

Wie du das Mehrkontenmodell umsetzt

Das Umsetzen von einem Mehrkontenmodell ist nicht schwer. Du kannst mehrere Konten f├╝r jeden Verwendungszweck er├Âffnen. Am besten startest du zun├Ąchst einmal mit einem Basiskonto und erweiterst dein System erst nach und nach. Schlie├člich soll sich das Mehrkontenmodell ganz an deine Bed├╝rfnisse anpassen.

Im zweiten Schritt geht es darum, wie genau die Verteilung des Geldes aussehen soll. Vorab solltest du dazu wissen, dass es wichtig ist, sofort nach Eingang deiner Ums├Ątze die Geldverteilung vorzunehmen und nicht erst f├Ąllige Rechnungen zu begleichen.

Von dem Basiskonto solltest du deine anderen Konten f├╝r R├╝cklagen, Fixkosten, Fortbildungen, Sparziele und Spa├č bedienen. Die Summen sollten jeden Monat mit einem gleichbleibenden Prozentsatz berechnet werden. Ob dies 10 oder 20 Prozent sein sollen, liegt in deiner Priorit├Ątensetzung und an den Zielen, die du erreichen m├Âchtest.

Im Alltag solltest du dich nur bei den Konten bedienen, f├╝r dessen Verwendungszweck sie gedacht sind. Kalkuliere genau, wie viel Geld du im Monat f├╝r die einzelnen Bereiche ben├Âtigst. Stehen beispielsweise im n├Ąchsten Monat einige Geburtstage an, die ein gro├čes Loch in dein Spa├čkonto rei├čen k├Ânnen, musst du Priorit├Ąten setzen: Einen Geburtstag streichen und daf├╝r die Freundin ins Kino einladen oder dann doch lieber auf Letzteres verzichten? Wichtig ist, dass du dich nicht an den anderen Konten bedienst, die nicht f├╝r Freizeitvergn├╝gen gedacht sind. Nur so kann das Mehrkontenmodell funktionieren und dir mehr finanzielle Freiheit verschaffen.

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