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Selbstständig in der Modebranche - mit diesen Berufen wird dein Traum wahr

Du brennst für Design, Ästhetik und Trends im Fashionbereich, Mode ist deine Leidenschaft, die du unbedingt zu deinem Beruf machen möchtest? Oder du stehst vor einer beruflichen Neuorientierung und möchtest dich endlich in den Bereichen Mode und Design selbstständig machen?

Auch wenn wir bei einem Modejob oft zuerst an das klassische Modeln denken, die Branche hat noch viel mehr zu bieten. Wir zeigen dir attraktive Berufsfelder in der Modebranche, in denen du dich leidenschaftlich, kreativ aber auch unternehmerisch austoben kannst und geben Tipps, was du dabei hinsichtlich deiner Selbstständigkeit beachten solltest.

Selbstständig in der Modebranche: Modedesigner/in

Der wohl beliebteste Job in der Modebranche ist wohl der des Designers oder der Designerin. Eine abwechslungsreiche Tätigkeit, die nicht nur ein Gespür für Trends und Kreativität bedarf, sondern auch Kenntnisse im wirtschaftlichen Segment erfordert. Marktanalysen, Kostenkalkulation, Lieferantenpflege und Projektmanagement gehören ebenso zu deinen Aufgaben, wie Trendspotting und die regelmäßige Mitwirkung und Erstellung der Kollektionen.

Viele selbstständige Modedesigner/innen gründen gleich, oder bereits während des Studiums, ihr eigenes Label und gehen damit an den Markt. Einige andere probieren sich erst bei renommierten Designer/innen und Ateliers aus, bevor sie sich selbstständig machen oder bleiben im Angestelltenverhältnis.

Um als Modedesigner/in mit eigenem Label erfolgreich zu sein, ist es zunächst wichtig, sich die richtige Zielgruppe und Nische zu suchen. Du brauchst auf jeden Fall eine gute Marktanalyse und den richtigen Businessplan, entsprechend Kapital und vor allem viel Geduld, denn aller Anfang ist schwer! Es braucht Zeit - etwa drei Jahre - und somit insgesamt sechs Kollektionen, bis sich dein Business wirklich zu rentieren anfängt.

Mit der Gründung eines eigenen Labels hast du gute Chancen Kapital über eine Crowdfunding-Kampagne zu generieren. Zumindest für den Start. Welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, deine Marke ohne Eigenkapital aufzubauen, erfährst du in unserem Blog Artikel: Kann ich mich ohne Eigenkapital selbständig machen? .

Was du brauchst:

  • Kapital
  • Durchhaltevermögen
  • Unternehmerdenken
  • Businessplan
  • Kreativität und Gespür für Trends

Was du bekommst:

  • ein bisschen Glamour und roten Teppich, wenn du für bekannte Designer arbeitest
  • freie Entfaltung deiner Kreativität, wenn sich dein eigenes Label trägt

Selbstständig in der Modebranche: Inhaber/in eines Modegeschäftes online oder lokal

Zeichnen, Schneidern oder das Entwerfen von Kollektionen ist nicht dein Ding, aber Mode ist für dich trotzdem das Allergrößte? Du hast ein gutes Gespür für Trends und weißt was deiner Zielgruppe gefällt? Dann ist die Gründung eines Modegeschäfts vielleicht genau das Richtige für dich! Hier ist vor Allem dein kaufmännisches Wissen gefragt. Produkte müssen eingekauft und lukrativ verkauft werden. Eine gute Kalkulation, eine vernünftige Markt- und Standortanalyse sind das A und O. Willst du ein Ladengeschäft eröffnen, solltest du unbedingt daran denken, einen Gewerbeschein zu beantragen. Sollte dein Umsatz pro Geschäftsjahr 17.500 EUR im Jahr nicht überschreiten, kannst du sogar von der Umsatzsteuer befreiten Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen . So kannst du erstmal langsam starten und sehen, ob sich dein Geschäft rentiert.

Gerade im Bekleidungs- und Modebereich solltest du den Onlinehandel nicht außer Acht lassen und ihn als zweiten oder gar zentralen Vertriebsweg in Betracht ziehen. Wie das genau geht verraten wir dir hier in unserem Blog Post über Online-Shops .

Was du brauchst:

  • Kapital
  • kaufmännisches Grundwissen
  • Unternehmergeist
  • Businessplan
  • Gespür für Zielgruppen und Trends

Was du bekommst:

  • ein konkurrierendes Geschäftsfeld, bei dem du unbedingt deine Nische finden solltest

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Selbstständig in der Modebranche: Kostümbildner/in - ganz Oldschool

Was wären Theateraufführungen und Opern ohne die fantasievollen Kostüme der Schausteller/innen, Sänger/innen und Tänzer/innen?! Kostümbildner/innen sind die Urgesteine des Modedesigns. Sie entwerfen in Abstimmung mit Regisseur/in, Bühnenbildern/in und Maskenbildner/in die Kleidungsstücke der Darsteller/innen für die Inszenierung.

Als Kostümbildner/in solltest du über ein hohes Maß an Fantasie verfügen, Interesse und Wissen in Kulturgeschichte und Stil- und Materialkunde haben.

Kostümbildner/innen schneidern die Bühnengarderobe selten selbst, sondern geben ihre Entwürfe zur Umsetzung an den oder die hauseigene/n Schneider/in oder Gewandmeister/in.

Eine formale Ausbildung ist für diesen Beruf nicht notwendig, Kenntnisse im Schneiderhandwerk sind allerdings von Vorteil, um einzuschätzen, ob und wie die Kostüme praktisch umgesetzt werden können. Eine Ausbildung oder ein Studium als Kostümbildner/in oder als Mode/Kostümdesigner/in ist für viele der Start in diesen anspruchsvollen Beruf.

Selbstständig in der Modebranche: Kostümbildner/in - für Film und Fernsehen

Anders als der oder die Kostümbildner/in im Theater und Co. entwerfen Kostümbildner/innen beim Film und Fernsehen die Designs selten selbst. In enger Abstimmung mit der Produktion und Regie wird die Kleidung für den Dreh eingekauft oder aus dem Kostümverleih besorgt. Das ist verbunden mit viel Organisation und Recherche und einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen für die Schauspieler/innen, die oftmals ihre eigenen, teils auch eitlen Befindlichkeiten haben. Viele Kostümbildner/innen beim Film und Fernsehen beginnen ihren beruflichen Werdegang mit einem Praktikum, als Kostümassistenz oder Garderobiere.

Was du brauchst:

  • klassische Ausbildung
  • kulturgeschichtliches Wissen
  • viel Fantasie und Kreativität
  • Rücklagen für die spielfreie Zeit

Was du bekommst:

  • einen kreativen Job auf Projektbasis, der viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für alle anderen Mitwirkenden verlangt

Selbstständig in der Modebranche: Maßschneider/in

Ein klassischer und bodenständiger Beruf in der Modebranche ist der oder die Maßschneider/in. Nach einer dreijährigen Ausbildung fertigen Maßschneider/innen Kleidungsstücke individuell für ihre Kunden an, wie zum Beispiel Herrenanzüge, Hochzeitskleider oder auch traditionelle Kostüme. Maßschneider/in ist ein praktischer Beruf und erfordert weniger den Blick für aktuelle Trends als vielmehr handwerkliche Geschicklichkeit und Können. Der Beruf bietet eine hervorragende Grundlage, um sich in der Modebranche weiterzubilden, beispielsweise als Gewandmeister/in oder Modedesigner/in.

Was du brauchst:

  • handwerkliches Geschick
  • Unternehmergeist

Was du bekommst:

  • einen bodenständigen Modeberuf mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten

Selbstständig in der Modebranche: Modefotograf/in

In Zeiten von Instagram, zahlreichen Bildbearbeitung-Apps und Tools mit ihren dazugehörigen „Hobbyfotografen“, fällt es „echten“ Fotograf/innen nicht immer leicht, sich auf dem Markt mit ihrer Expertise durchzusetzen. Mit der Modefotografie verhält es sich ähnlich wie mit dem Modeln. Es gibt nur wenige, die es bis an die Spitze schaffen und der Weg dahin ist schwer.

Nur die wenigsten schaffen es für stylische Modemagazine, Zeitschriften, Marken oder für angesagte Designer/innen Aufträge zu ergattern.

Als angesagte/r Modefotograf/in kommst du international viel rum und arbeitest insbesondere auch für ausländische Kunden. Bei der Rechnungsstellung ins Ausland gibt es hier aber einiges zu beachten: Worauf Du bei Rechnungen für ausländische Kunden achten musst .

Was du brauchst:

  • Leidenschaft für Fotografie und Mode
  • Kommunikatives Wesen
  • Talent für Organisation
  • Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch

Was du bekommst:

  • einen aufregenden Job im Modeumfeld, der sich auch für Quereinsteiger eignet

Selbstständig in der Modebranche: Modejournalist/in/ Modeblogger/in

Statt Mode zu machen oder sie zu verkaufen, könntest du auch einfach über sie berichten. Als Moderedakteur/in schreibst du beispielsweise für Print- und Onlinemagazine oder Zeitungen über Modemessen, Trends usw. oder kreierst fotografische Geschichten aktueller Looks in der Form des Storytellings.

Heute sind es zunehmend die Modeblogger/innen, die auf ihren Blogs über aktuelle Trends berichten oder diese sogar setzen. Fashionblogger/innen leben von ihrer Authentizität. Ihr persönlicher Geschmack entscheidet über Top oder Flop. Sie sind hervorragende Werbeträger/innen, weil sie Empfehlungen auf Augenhöhe aussprechen. Kein Wunder also, dass die erfolgreichsten unter ihnen mittlerweile auf den Fashionshows renommierter Designer/innen in der ersten Reihe sitzen.

Was du brauchst:

  • als Modeblogger/in einen Blog erstellen, dieser Artikel hilft dir dabei: Deinen eigenen Blog erstellen? So geht das!
  • ein Gespür für Trends und deine Zielgruppe
  • ein ausgeprägtes Netzwerk
  • viel Zeit und Leidenschaft für die Thematik

Was du bekommst:

  • einen abwechslungsreichen Job mit viel Verantwortung im journalistischen Bereich
  • mit etwas Glück und Ausdauer, einen Platz in der ersten Reihe der Fashion-Week

Selbstständig in der Modebranche: Stylist/in

Ob als Personal-Stylist/in oder als Stylist für diverse Modemarken: Leidenschaft und das richtige Gespür für Mode sollten dir förmlich im Blut liegen. Und nicht nur das, als Stylist/in bist du der Allrounder der Modebranche und bringst zu deinem Sinn für „Style“ noch ein geballtes Hintergrundwissen über Modegeschichte, Kostümhistorie und Material- und Stilkunde mit. Viele Stylist/innen sind bereits ausgebildete Modejournalist/innen.

Was du brauchst:

  • Wahnsinnig viel Leidenschaft für das Thema Mode
  • Logistik- und Organisationstalent
  • körperliche Belastbarkeit

Was du bekommst:

  • einen abwechslungsreichen (Jetset-) Job und bekannte Fotograf/innen und Models als Kolleg/innen für (namhafte) Modemagazine

Fazit

Jobs in der Modebranche sind so vielfältig und abwechslungsreich wie die Mode selbst und sie sind wirklich nur was für leidenschaftliche Modeliebhaber/innen. Die Möglichkeiten sich in der Modebranche selbstständig zu machen, könnten nicht besser sein. Ob in den Bereichen Redaktion, Design, Fotografie, Kunst und Kultur, traditionellem Handwerk oder als Kaufmann bzw. Kauffrau mit ausgeprägtem Modeinteresse, Wege in die Modebranche gibt es viele.

Um hier in der Selbständigkeit Fuß zu fassen, solltest du aber nicht nur Leidenschaft für Mode mitbringen, sondern auch über unternehmerische Skills verfügen. So brauchst du zum Beispiel für ein eigenes (Mode-)Geschäft einen Gewerbeschein, Anfangskapital und einen guten Businessplan. Um mehrere Auftraggeber gleichzeitig händeln zu können, ist ein gutes Zeitmanagement das A und O. Netzwerken und Organisieren sollten für dich keine lästigen Nebentätigkeiten sein. Wenn du also nicht nur passionierte/r Modeliebhaber/in bist, sondern dich auch flexibel und schnell in finanzielle und organisatorische Aufgaben einarbeiten kannst, steht deiner Selbstständigkeit in der Modebranche nichts mehr im Weg.