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Business Kreditkarte - Immer überall liquide sein

Die Kreditkarte ist längst als alltägliches Zahlungsmittel etabliert. In vielen Ländern wird sie dem Bargeld sogar schon vorgezogen. Etwa in Norwegen, wo es üblich ist, selbst Kleinstbeträge mit Plastikkarte statt mit Münzen oder Scheinen zu zahlen.

Jetzt, da immer mehr Banken für jede Kontobewegung – und sei es das Abheben von Bargeld – Gebühren verlangen, wird die Kreditkarte auch hierzulange zu einem immer beliebteren Zahlungsmittel. Ob für den Online-Einkauf, die Zahlung im Geschäft oder nach einem Restaurantbesuch: Die Kreditkarte wird gezückt. Schließlich werden gerade die beiden Multis Visa- und Mastercard fast überall akzeptiert.

Kreditkarte geschäftlich nutzen – die Business Kreditkarte

Im Alltag wird die Kreditkarte von den meisten Menschen für Privateinkäufe genutzt. Doch auch Selbstständige, Leiter von kleinen und mittelständischen Unternehmen und die Mitarbeiter von Großkonzernen nutzen Kreditkarten zur Zahlung von geschäftlichen Einkäufen. Angefangen beim Restaurantbesuch mit Kunden bis hin zur Flugreise zum nächsten Meeting.

Für solche Zwecke gibt es neben der gewöhnlichen Kreditkarte die Business Kreditkarte. Zwar besteht die Möglichkeit, auch für geschäftliche Zwecke die private Kreditkarte zu verwenden. Der Einsatz einer Business Kreditkarte birgt jedoch viele Vorteile, über die man als Arbeitnehmer oder Selbstständiger nachdenken sollte.

Wenn du mehr zum Thema Geschäftskonto für Selbständige lesen willst, hier kommst du zu unserem Blog Artikel " Muss man als Selbständiger eigentlich ein Geschäftskonto führen? Oder reicht ein Privatkonto? ".

Warum benötigt man eine Business Kreditkarte?

Grundsätzlich kannst du auch mit deiner privaten Kreditkarte all deine geschäftlichen Transaktionen tätigen. Doch birgt der Einsatz einer Business Kreditkarte kaum zu unterschätzen Vorteile.

Trennung von privaten und geschäftlichen Transaktionen

Einer der entscheidendsten Vorteile, die für den Einsatz einer Business Kreditkarte neben einer privaten Kreditkarte sprechen: Du trennst deine privaten und geschäftlichen Ausgaben. Wenn du selbstständig bist, erleichtert dir das die Buchhaltung am Ende des Monats. Schließlich erhältst du jeden Monat eine übersichtliche Auflistung deiner geschäftlichen Transaktionen, die du einfach in deine Buchhaltung übertragen kannst.

Sinnvolle Bonusprogramme

Einige Business Kreditkarten sind speziell auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden zugeschnitten. Kein Wunder, denn gerade, wer viel im Ausland unterwegs ist, setzt gerne seine Kreditkarte zum Bezahlen ein. Schließlich spart man sich den Geldwechsel und bei manchen Kreditkartenanbietern sogar die Auslandseinsatzgebühr. Um dieser Zielgruppe einen besonderen Anreiz für den Einsatz einer Business Kreditkarte zu schaffen, ermöglicht der Besitz bestimmter Business Kreditkarten den Zugang zu exklusiven Lounges am Flughafen. Auch die Teilnahme am Miles and More-Programm von Lufthansa ist mit vielen Business Kreditkarten möglich.

Schonung der Liquidität

Üblicherweise wird das Konto eines Kreditkartenbesitzers zu Beginn des Folgemonats für den Ausgleich der belasteten Kreditkartensumme genutzt. Bei Business Kreditkarten sieht das ein wenig anders aus: Viele Anbieter verlängern das Zahlungsziel um 20 Tage, so dass der Karteninhaber ein Zahlungsziel von bis zu 50 Tagen hat. Und das komplett zinsfrei. Besser als jeder Dispo.

Detaillierte Auflistung deiner Transaktionen

Bei Business Kreditkarten bekommst du üblicherweise monatlich eine detaillierte Übersicht zu den getätigten Transaktionen. Heutzutage ist es üblich, dass diese digital über das Benutzerkonto zur Verfügung gestellt wird. Wer eine Auflistung in Papierform wünscht, kann dies bei seinem Kreditkarteninstitut beantragen. Besonders praktisch: Beide Optionen nutzen. So bekommst du einmal monatlich die detaillierte Übersicht für deine Buchhaltung in Papierform, kannst aber zwischenzeitlich online jederzeit deine Transaktionen beobachten und nachvollziehen.

Zusätzliche Leistungen

Je nach Anbieter und Kreditkartentyp bekommst du zu deiner Business Kreditkarte attraktive Zusatzleistungen. Etwa Rabatte bei Autoverleih-Services oder Reiseversicherungen. Allerdings musst du in solchen Fällen mit einem höheren Grundpreis für deine Kreditkarte rechnen, der sich aber je nach Zusatzleistung durchaus für dich lohnt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Business- und einer privaten Kreditkarte?

Höhe des Kreditrahmens

Der Kreditrahmen von Business Kreditkarten fällt in der Regel höher aus, als bei privat genutzten Kreditkarten. Besonders spürbar ist das bei Unternehmen, die jedem Mitarbeiter eine Business Kreditkarte zur Abwicklung ihrer geschäftlichen Ausgaben überlassen. Hier können monatlich bis zu Millionen Euro an Umsätzen getätigt werden, die nicht durch das Kreditkarteninstitut gedeckelt werden. Als Selbstständiger wird der Kreditrahmen sicherlich niedriger ausfallen, aber dennoch höher sein, als bei einer Privatperson. Übrigens lässt sich über den Kreditrahmen oder auch die Zusatzleistungen und Gebühren jederzeit mit dem Kreditkartenanbieter verhandeln. Am besten natürlich vor Abschluss des Kreditkartenvertrags, da du in diesem Fall in der besseren Position bist.

Länge des Zahlungsziels

Die meisten Business Kreditkartenanbieter gewähren ihren Geschäftskunden ein längeres Zahlungsziel als Privatkunden, die eine normale Kreditkarte wünschen. In der Regel endet das zinsfreie Zahlungsziel mit dem Ende des Monats – also im besten Fall nach 30 Tagen. Bei vielen Business Kreditkarten wird dieses zinsfreie Limit um 20 Tage auf maximal 50 Tage erweitert. Das erhöht die Liquidität für den Karteninhaber.

Grundkosten der Kreditkarte

Während immer mehr Anbieter von gewöhnlichen Kreditkarten keine oder geringe Grundgebühren verlangen, sondern lediglich Beiträge für Barabhebungen (und selbst das nicht immer!) oder den Auslandseinsatz, sind die Grundkosten für Business Kreditkarten recht hoch. Viele schrecken daher vor der Anschaffung einer geschäftlichen Kreditkarte zurück. Dabei kann sich der Beitrag durchaus rechnen. Etwa durch die Inkludierung einer sinnvollen Zusatzleistung, wie einer Reiseversicherung, die unabhängig von der Kreditkarte abgeschlossen mehr Kosten verursachen könnte. Zum anderen können die Gebühren für die Barabhebung an Automaten bei privat genutzten Kreditkarten hoch ausfallen (als Ausgleich für die fehlende Grundgebühr), bei Business Kreditkarten dagegen geringer. Wenn du regelmäßig mit deiner Kreditkarte Geld abheben möchtest oder sie im Ausland einsetzt, lohnt sich also in jedem Fall ein Vergleich der Konditionen – und nicht nur der Grundgebühr.

Zusatzleistungen für Karteninhaber

Viele Kreditkartenanbieter bieten ihren Kunden zusätzlich zu ihrer Kreditkarte spezielle Sonderleistungen an. Etwa Rabatte bei ausgewählten Partnern, Zusatzversicherungen und die Teilnahme an Bonusprogrammen. Diese Angebote gibt es zwar auch bei gewöhnlichen Kreditkarten – bei Business Kreditkarten fallen sie jedoch meist deutlich attraktiver aus und sind auf die Bedürfnisse des Arbeitnehmers oder des Selbstständigen zugeschnitten.

Wie bekomme ich eine Firmen-Kreditkarte?

Wenn du eine Business-Kreditkarte haben möchtest, hast du in der Regel zwei Optionen:

Du bekommst eine Business Kreditkarte von deinem Unternehmen gestellt.

Du bist selbstständig oder eigenständiger Unternehmer und beantragst die Kreditkarte selbst.

Wenn du zur ersten Kategorie gehörst, musst du nichts weiter unternehmen. Das erledigt dein Arbeitgeber für dich. Gehörst du dagegen zur zweiten Kategorie, musst du dich selbst um die Beantragung der Kreditkarte kümmern. Das ist aber wirklich nicht schwer. In der Regel kannst du deine Business Kreditkarte ganz einfach online beantragen.

Übrigens: Bei vielen Angeboten sind neben deiner Business Kreditkarte weitere Kreditkarten für deine Mitarbeiter inklusive. Und auch der Zahlungsrahmen lässt sich bei vielen Angeboten für jeden Mitarbeiter individuell regeln.

Worauf sollte ich achten, wenn ich eine Firmen-Kreditkarte beantrage?

In erster Linie solltest du dir bewusstmachen, warum du eine Business Kreditkarte brauchst und welche Vorteile dir die Karte bieten soll. In Abhängigkeit von deinen Bedürfnissen wählst du dann die passende Business Kreditkarte für dich.

Du reist viel

In diesem Fall sollte bei der Karte eine Reiseversicherung inkludiert sein. Außerdem besonders spannend für dich: Die Höhe der Kosten für den Auslandseinsatz. Auch wenn es nur wenige Prozent sind, kommt hier bei regelmäßigen Trips ins Ausland schnell eine hohe Summe zusammen.

Du benötigst oft Bargeld

Wenn du regelmäßig Bargeld benötigst, solltest du eine Firmen-Kreditkarte wählen, bei denen die Gebühren für die Barabhebungen möglichst gering sind. Die Höhe der Gebühren betragen meist einen konkreten prozentuellen Anteil der abgehobenen Summe.

Du hast Mitarbeiter

Bei manchen Business Kreditkarten werden weitere Zusatzkarten für die Mitarbeiter angeboten – und diese meist zu besonders günstigen Konditionen. Wenn du Angestellte hast, die durch dich mit Firmen-Kreditkarten ausgestattet werden sollten, lohnt sich in jedem Fall ein Vergleich der Gebühren für die Mitarbeiterkreditkarten.

Du willst einen Liquiditätsvorteil

Du möchtest von einem möglichst langen Zahlungsziel profitieren? Dann solltest du eine Business Kreditkarte wählen, die dir ein verlängertes Zahlungsziel von bis zu 50 Tagen garantiert. Bei privaten Kreditkarten liegt das Zahlungsziel in der Regel bei 30 Tagen.

Du möchtest bestimmte Zusatzleistungen

Je nach Lebenslage und Job, solltest du bei der Wahl deiner Business Kreditkarte die Zusatzleistungen vergleichen. Fliegst du viel, ist die Teilnahme am Miles and More-Programm sicherlich attraktiv für dich. Möchtest du aus Rabatten – etwa bei Autovermietern – deinen Nutzen ziehen, überprüfe die Konditionen der verschiedenen Kreditkarten-Anbieter. Es gibt natürlich auch viele weitere Zusatzleistungen, die von Kreditkartenanbieter zu Kreditkartenanbieter variieren. Der Vergleich lohnt sich für dich auf jeden Fall.

Welche Business Kreditkarten gibt es?

Kartendoppel

Immer mehr Banken bieten ihren Kunden das sogenannte Kartendoppel – eine Master- und eine Visakarte – an. Das hat gleich zwei Vorteile: Eine Karte kann privat, die andere geschäftlich genutzt werden. Zum anderen hast du eine Kreditkarte in petto, falls einmal die andere nicht akzeptiert werden sollte.

Revolving Business-Kreditkarte

Anders als bei einer klassischen Kreditkarte, bei der mit Ablauf des Zahlungsziels die Rückzahlung der getätigten Umsätze komplett erfolgt, findet die Rückzahlung bei den Revolving Kreditkarten in monatlichen Raten statt. Diese orientieren sich entweder prozentual an dem getätigten Umsatz oder es wird monatlich ein fest vereinbarter Betrag abgebucht. Der Clou: Der vereinbarte Kreditrahmen lässt sich bei der Revolving Kreditkarte komplett zinsfrei nutzen, sollte eine komplette Rückzahlung zum Monatsende (oder -anfang) erfolgen. Eben wie bei einer normalen Kreditkarte. Die Option einer Teilrückzahlung ist aber jederzeit gegen Zinsen gegeben.

Prepaid Kreditkarte

Die Prepaid Kreditkarte ist ein besonderer Kartentyp: Sie wird zunächst mit Geld aufgeladen, bevor du sie einsetzen kannst. Ähnlich wie bei einer Gutscheinkarte, gehst du also erst in Vorkasse, um die Karte danach zum Zahlen zu nutzen. Der Vorteil: Du hast die volle Kontrolle über deine Finanzen und kannst keinesfalls mehr ausgeben, als auf der Karte an Guthaben zur Verfügung steht. Außerdem ist bei diesem Kartentyp keine Bonitätsprüfung erforderlich. Der Nachteil: Du kannst von vielen Vorteilen, die eine gewöhnliche Business Kreditkarte mit sich bringt (etwa ein längeres Zahlungsziel), nicht profitieren.