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Die besten Spartipps für Selbständige

Schon wieder eine Mieterhöhung, Strom- und Gaskonzerne kündigen bereits die nächste Preissteigerung an und im Supermarkt steht gefühlt monatlich eine größere Summe auf dem Kassenzettel, obwohl die Tüte beim Verlassen immer leerer scheint. Im Gegenzug sind die Honorare für neue Projekte schon ewig nicht mehr gestiegen, bzw. wenn du höhere forderst, wird der Auftrag ganz schnell einem anderen Selbständigen oder Unternehmern gegeben und du guckst mal wieder in die Röhre. Eine Entwicklung, die vielen, die ihre Brötchen selbständig verdienen, Sorgen bereitet. Ich bin jetzt seit vielen Jahren so unterwegs und nach meinem Empfinden war es selten so schwer am Ende des Monats genug auf dem Konto zu haben. Vor allem wenn man täglich hart dafür arbeitet. Und jetzt soll es auch noch darum gehen, wie du mehr sparen kannst. Na Danke! Denn steckst du die meiste Energie und Zeit in deine Selbständigkeit, bist du sicher nicht unbedingt an Spartipps interessiert. Oder doch? Es gibt sicherlich genügend Menschen, die ihre Finanzen gut im Blick und im Griff haben. Anderen gelingt das eventuell weniger. Da laufen oft Kosten im Hintergrund, die man schnell aus dem Auge verliert oder schon längst vergessen hat. Oder neben der Arbeit und eventuell Familie bleibt einfach keine Zeit, um sich um solche Dinge zu kümmern. 

Festzuhalten ist...: … und das ist sicher die gute Nachricht, es gibt so einige Stellen, bei denen eindeutig Sparpotential vorhanden ist.  

Die Vorbereitung deiner Selbständigkeit ist das A und O

… beziehungsweise solltest du dein laufendes Business regelmäßig überprüfen, um eventuell schnell Anpassungen vornehmen zu können.

Diese Schritte sind: gute und effektive Planung, Festlegen deiner Ziele und Sparsamkeit. 

Planung

Die richtige Planung ist Grundvoraussetzung einer jeden Selbständigkeit. Eine guter Business-Plan, eine Kosten/Nutzenanalyse und eine Aufstellung über die Dinge, die unbedingt nötig sind mit einer gleichzeitigen Gegenüberstellung der vorhandenen finanziellen Mittel und was eventuell zusätzlich  aufgebracht werden muss. Das gilt natürlich vor allem für den geschäftlichen Bereich, aber auch deine privaten Kosten müssen dort mit einfließen. Denn es bringt nichts, wenn du zwar dein Unternehmen bzw. deine Selbständigkeit auf die Beine stellst, aber dann im privaten Bereich nicht mithalten kannst. Stelle zudem all deine Ausgaben auf den Prüfstand: was muss wirklich sein und was kannst du eventuell von der Liste streichen. Hier bieten sich zum Beispiel Abos, die du gar nicht (mehr) brauchst, Mitgliedschaften oder unnötige Versicherungen an. Egal ob du am Anfang stehst oder schon seit Jahren selbständig bist – überprüfe diese Kosten und Ausgaben regelmäßig.

Ziele

Setze deine Ziele realistisch. Willst du zu schnell zu hoch hinaus, läufst du eher Gefahr, deine Ziele zu verfehlen. Gut, eine gute Portion Optimismus und Enthusiasmus gehören zu jedem Geschäft, doch bleibe stets objektiv und passe deine Ziele den realen Gegebenheiten an. Vor allem für den finanziellen Rahmen sollte stets eine realistische Einschätzung gelten. 

Du kannst dir folgende Fragen stellen, falls du am Beginn einer Existenzgründung oder beispielsweise auch vor der Vergrößerung deines Unternehmens stehst: 

  • Wie viel Eigenkapital habe ich zur Verfügung? 
  • Kann ich mir etwas leihen oder brauche ich einen Kredit von der Bank? 
  • Wie sieht es mit der Rückzahlung und Tilgung aus?
  • Habe ich Anspruch auf staatliche Förderung? 
  • Welche Unternehmensform ist die richtige für mich?
  • Brauche ich ein Gewerbe oder kann ich als Kleinunternehmer agieren (steuerliche Gründe)?
  • Wie sieht es mit den steuerlichen Angelegenheiten aus? 

Sparsamkeit

Das ist sicherlich kein sonderlich beliebter Begriff, der auch eher nerven wird, aber doch irgendwie unerlässlich ist. In manchen Phasen einer Selbständigkeit kommt man einfach nicht umhin, in einigen Bereichen etwas sparsamer zu sein. Aber wenn du es als Investition in die Zukunft sehen kannst, ist das schon die halbe Miete. Sparsamkeit soll natürlich nicht bedeuten, dass du dir alles verkneifen sollst. Am besten hilft hier eine wöchentliche oder auch monatliche Ausgaben-Aufstellung. Wenn man es Schwarz auf Weiß vor sich sieht, fallen einem Kostenfresser beziehungsweise dann auch Einsparpotentiale leichter ins Auge. Ich wollte das auch nicht glauben und war immer überzeugt, das bestens im Griff zu haben. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich es dann doch einmal ausprobiert habe – und oh Wunder, ich habe definitiv etwas gefunden, womit ich danach sparsamer umgegangen bin.  Denn es müssen beispielsweise nicht immer große Vorräte angelegt werden. Das gilt für den privaten wie auch den geschäftlichen Bereich – also beispielsweise Nahrung und Büromaterial. Und vielleicht tut`s ja anfangs auch der gebrauchte Schreibtisch. Die Möglichkeiten, wie du sparsamer agieren kannst, sind zahlreich und individuell zu sehen. Es gibt aber definitiv Bereiche, in denen du ganz klar sparen kannst. 

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Hier kannst du sparen – ein paar hilfreiche Tipps

1. Mietkosten

Als Selbständiger brauchst du Räumlichkeiten für deine Arbeit – egal ob du als Freelancer tätig bist oder ein Unternehmen mit Angestellten gründest oder einen Laden eröffnest. Als selbständiger „Einzelkämpfer“ kannst du dir auch einen Arbeitsplatz zuhause einrichten, wenn dir das An- oder Einmieten in einem Büro zu teuer ist und die räumlichen Möglichkeiten dafür vorhanden sind. Es besteht dann ja auch die Möglichkeit, dein Arbeitszimmer steuerlich geltend zu machen. Perfekt, wenn deine private Wohnung noch einigermaßen erschwinglich ist – dann liegt hier schon einmal deutliches Sparpotential. Benötigst du aber separate Räume oder einen Laden, solltest du unbedingt die Mieten vergleichen - von Stadtteil zu Stadtteil variieren die Mietpreise teilweise enorm. 

Beachte: Wenn du ein Büro benötigst, spielt der Bezirk wahrscheinlich eine eher untergeordnete Rolle. Wenn du allerdings ein Geschäft eröffnest, muss der Standort natürlich zum Geschäftsmodell passen. 

2. Energiekosten

Sparpotential gibt es auch bei Strom und Gas. Auch wenn die Preise stetig steigen, lohnt es sich, regelmäßig den Anbieter zu wechseln. Wenn der Vertrag das hergibt, nutzen das manche sogar jährlich. Durch Wechselprämie, Neukunden- bzw. Willkommensbonus oder ähnliche Vorteile kannst du hier erheblich sparen. Über die entsprechenden Vergleichsseiten im Internet ist das sehr einfach zu bewerkstelligen. Meistens musst du nicht einmal selber kündigen, auch das übernimmt der neue Anbieter. Doch schau dir hierzu die jeweiligen Vertragsbedingungen immer genau an. 

Ein kleiner Tipp nebenbei: Du hat einen günstigeren Anbieter gefunden – gut und schön. Doch das allein wird nicht viel bringen, wenn du nicht auch auf effizientes Verbrauchsverhalten achtest. Also, nicht heizen und lüften gleichzeitig, lieber duschen als baden und die Zimmertemperatur mal ein oder zwei Grad runter drehen. Ebenfalls der Kauf von neuen, energieeffizienten Elektrogeräten und sich von den alten Stromfressenden Monstern – falls vorhanden – zu trennen, lohnt sich definitiv. Und auch wenn es oft belächelt wird: Geräte auf Standby oder Ladekabel in der Steckdose, wenn das Handy nicht geladen wird, ziehen definitiv Strom. Also, hier liegt viel Einsparpotential. Das gilt neben Strom und Gas auch für Versicherungen, Telefon-, Internet- und Handytarife. Ein regelmäßiger Anbieter-Vergleich sollte regelmäßig auf deiner Agenda stehen. 

3. Einrichtung und Inventar

Je nachdem, welches Geschäftsmodell du verfolgst, wird deine Einrichtung sehr unterschiedlich ausfallen. Arbeitest du zuhause und hast keinen Kundenverkehr, kannst du hier sparsam agieren. Aber natürlich solltest du trotzdem immer auf ergonomische und adäquate Möbel achten. Du wirst dort viel Zeit verbringen, also spare nicht am falschen Ende. Auch hier lohnt ein Preisvergleich. Mietest du ein Büro oder eröffnest einen Laden, lässt sich nicht an allen Enden sparen. Mache dir eine Liste für das benötigte Inventar und mache dir die Mühe, Preise zu vergleichen und in Ruhe zu entscheiden, was du brauchst. Gebrauchtmöbel sind oft in einem sehr guten Zustand und erfüllen ihren Zweck genauso wie neue. 

4. Absetzbare Kosten

Das lohnt sich für alle Selbständigen. Ob als Freiberufler, Freelancer, Geschäftsinhaber oder Unternehmer. Was sich alles von der Steuer absetzen lässt (Link: Was kann man alles von der Steuer absetzen?)– hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem Büro- und/oder Betriebsausstattung, das KFZ, das du auch geschäftlich nutzt, Spesen, Werbungskosten etc. Was auch eine Rolle spielt, ist, ob du Umsatzsteuerpflichtig bist oder nicht. Anders gesagt, ob du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst und daher keine Umsatzsteuer auf deinen Rechnungen ausweisen musst. Das minimiert zwar den organisatorischen Aufwand in steuerlichen Dingen, bedeutet aber auch, dass du nicht vorsteuerabzugsberechtigt bist. Wenn du unsicher bist, lass dich am besten von einem Steuerberater briefen oder lese einfach unseren Blog Post Alles Wissenswerte zur Umsatzsteuer.

umsatzsteuer

5. Versicherungen

Das Thema, das viele Selbständige umtreibt. Egal wo du Informationen zu diesem Thema suchst, es werden einem so viele Versicherungen dringend angeraten und als unerlässlich verkauft – allein dafür bräuchtest du ein Jahresgehalt. Klar, einige Versicherungen sind wichtig, wie Haftpflicht oder Rechtsschutz. Informieren kannst du dich hierzu in unserem Blog Artikel Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherungen für Selbständige - darauf solltest du achten. Lasse dich eingehend beraten – denn ein Versicherungsbedarf ist individuell sehr verschieden und einige Absicherungen braucht es definitiv nicht. Wenn du viele unnötige Versicherungen in deinem Portfolio hast, ist das einfach nur totes Kapital. 

6. Immer Preise vergleichen

Dass man als Selbständiger Verhandlungsgeschick benötigt, ist zwingend nötig. Denn wenn es um Honorare, Einkaufspreise von Waren oder um Konditionen mit Zulieferern oder Dienstleistern geht – kannst du mit jedem guten Verhandlungsergebnis richtig sparen beziehungsweise deinen Gewinn maximieren. Ich würde jedem Selbständigen, der sich auf diesem Gebiet nicht ganz fit oder unsicher fühlt, dringend empfehlen, dies wirklich zu üben. Und wenn erforderlich sogar ein Business-Coaching in Anspruch zu nehmen. Das ist zwar eine Ausgabe, aber mittelfristig ist das eine wertvolle Investition, die sich schnell auszahlen könnte. Auch wenn dies nicht besonders nett formuliert ist: Es gibt an dieser Stelle viele Möglichkeiten, die du ausschöpfen kannst. An der nächsten Ecke gibt es das, was du gerade brauchst, vielleicht zu besseren Konditionen. Und Hände weg von vielversprechenden Werbekampagnen, die oft nur teuer sind, aber im Endeffekt nichts bringen. Wenn du Werbung für dich oder dein Unternehmen machen möchtest, entscheide mit Bedacht und wähle nur das aus, was auch wirklich für dich passend ist.

7. Ein finanzielles Polster ist Pflicht

Gerade dieses Thema ist so eine Sache. Es geht um Sparsamkeit und Sparmöglichkeiten, du bist vielleicht grad im Aufbau und jetzt auch noch das. Klar, was nicht geht, geht nicht. Dennoch wird es dir unter Umständen schlaflose Nächte ersparen und dir ein ruhigeres Gefühl vermitteln, wenn du ein paar Rücklagen aufbauen kannst. Denn leider: Unvorhergesehene Ausgaben können immer auf dich zu kommen. Rechne deine finanziellen Möglichkeiten durch und schaue, wie viel du eventuell monatlich zur Seite legen kannst. Auch kleinere Beträge bringen etwas. Auch wenn leider keine Zinsen! Am ehesten gibt’s noch etwas bei einem Tagesgeldkonto. Auch wenn die Erträge minimal sind, das Handling ist einfach, flexibel und das Guthaben jederzeit verfügbar. Da der Zinssatz aber sehr variabel ist, solltest du auch hier regelmäßig vergleichen. 

Und apropos: Hast du schon ein Geschäftskonto? Hier bist du bestens beraten Kontist - Das Geschäftskonto, das mitdenkt.

8. Schon mal mit teilen versucht?

„Share it“ - Teilen macht mehr und mehr Schule. Denn hast du dir schon einmal die Frage gestellt, ob du wirklich alles selber besitzen musst, was du vielleicht nur einmal im Monat brauchst? Diese Dinge verstopfen nur deine Wohnung, dein Büro und sind immer mit Kosten verbunden. Mittlerweile kannst du (fast) alles leihen - von der Bohrmaschine über die Leiter bis hin zum Fahrrad oder Auto. Also, ob Car-Sharing, Leihmotorroller oder -fahrräder oder sogar der „geteilte“ Arbeitsplatz – hier besteht großes Einsparpotential. Über die entsprechenden Portale findest du garantiert alles, was du brauchst.

Fazit

Du siehst, es gibt viele Stellen, an denen du sparen kannst. Wenn du clever agierst und dir die Mühe machst, regelmäßig deine Einnahmen und Ausgaben - geschäftlicher und privater Natur – zu überprüfen und dann auch zu agieren, steht deinen zukünftigen Einsparungen nichts mehr im Wege.