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Wie kann ich am besten Geld ins Ausland überweisen?

Wenn du irgendwann das Bedürfnis hattest, Geld ins Ausland zu überweisen, hast du bestimmt bemerkt, dass es viel teurer ist als die Überweisung im Inland vorzunehmen. Früher waren die Preise für die Überweisung noch viel höher und es dauerte viel länger als heute. Heutzutage ist es viel einfacher geworden, dank einiger Umstellungen. Die Überweisungen wurde deutlich erleichtert durch die Einführung des SEPA-Überweisungsverfahren, aber auch durch verschiedene Anbieter und Zahlungsdienstleister, die den klassischen Banken immer mehr Konkurrenz machen. In diesem Artikel wirst du alle Informationen über Geldüberweisungen ins Ausland erfahren.

Wenn du also Geld ins Ausland überweisen musst oder auch aus dem Ausland in dein Heimatland, hast du viele verschiedenen Möglichkeiten. Die verschiedenen Dienstleistungen für Geld-Überweisungen, kosten unterschiedlich viel Geld. Zu diesen Dienstleistungen gehören:

1. Die traditionelle Banküberweisung

In der Regel bietet jede Bank in Deutschland, aber auch im Ausland, die Möglichkeit eine Auslandsüberweisung zu machen. Jedoch ist diese Methode oft auch die teuerste und die langsamste die du verwenden kannst. Sie gehört trotzdem zu den beliebtesten Methoden, weil sie sehr zuverlässig und sicher ist. Typischerweise sind die Gebühren (außerhalb der EU) im Durchschnitt bei 20 Euro für Überweisungen im Wert von 1000 Euro. Bis der Empfänger das Geld erhält können auch dabei bis zu 6 Tage vergehen. Im besten Fall kann das Geld auch nach 3 Tagen überwiesen werden. Wichtig ist zu beachten, dass die Wechselkursgebühr, die entsteht wenn es sich um unterschiedliche Währungen handelt, im von Bereich 0,25 % bis 1 % liegt. Du solltest immer nach dieser Gebühr fragen, da sie in der Regel nicht transparent kommuniziert wird.

2. Services für Geldtransfer

Eine viel schnellere Methode in Vergleich zu der klassischen Banküberweisung ist es einen Geldtransfer-Service zu benutzen. Mit dieser Methode kannst du in Sekunden Geld über die ganze Welt verschicken. Einige der bekanntesten Geldtransfer-Services sind MoneyGram und WesternUnion. Das Prinzip ist einfach: du zahlst Bargeld in einer der Filialen oder den Partner des Anbieters ein (bestimmte Geschäfte, Post usw.). Dann kann der Empfänger das Geld in einer entsprechenden Filiale abholen, indem er eine Referenznummer aus seinen Ausweis vorzeigt. Der große Nachteil dieser Methode sind die saftigen Gebühren. Für den überwiesenen Betrag von 1000 Euro werden ungefähr 80 Euro Gebühren berechnet. Weiterhin muss das Geld bei solchen Online-Überweisungen bar eingezahlt werden.

3. Online-Transfer-Service

Als eine günstigere und bequemere Alternative zu den Geldtransfer-Services sind die neueren Online-Transfer-Services. Hier wird alles Online gemacht, so dass du nicht in eine Filiale gehen und Schlange stehen musst. Die Gebühren für eine Überweisung von 1000 Euro bewegen sich hier so um 17 Euro, was viel günstiger ist als eine Auslandsüberweisung bei klassische Banken. Einige gute Anbieter hier sind azimo , worldremit und TransferWise . Der Empfänger kann das Geld direkt auf seinem Bankkonto erhalten, oder aber in bar bei einer Filiale abholen. Der Nachteil bei dieser Methode ist, dass sie nur in einer begrenzten Anzahl von Ländern zur Verfügung steht und nur einige Währungen unterstützt.

4. Paypal

Von Paypal hast du sicher schon gehört, da dieser Bezahldienst sehr oft für Online-Käufe genutzt wird. Mit Paypal kannst du aber auch mehr als nur einkaufen. Dieser Online-Dienst bietet auch die Möglichkeit, Geld sehr schnell und rund um die Welt zu verschicken. Jedoch ist Paypal im Vergleich zu anderen Anbietern ziemlich teuer, wenn es um weltweite Geldüberweisung geht. Der Grund dafür sind die hohen Wechselkursgebühren. Die Gebühren werden auch von anderen Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel dem Land, die Währung und die Art des PayPal-Accounts (ob es ein privater oder ein Händler Account ist). Für Überweisungen von 1000 Euro sind die Gebühren circa 40 Euro, mit zusätzlichen 4 % Wechselkurs-Gebühren. Im Vergleich zu Paypal sind andere Online-Transfer-Services viel günstiger.

5. Bitcoin

Für alle, die risiko- und experimentierfreudig sind, gibt es die digitale Krypto-Währung, der sogenannte Bitcoin. Die Überweisung dauert hier nur ein paar Minuten und mit nur geringen Gebühren. Es müssen auch keine Währungen umgerechnet werden, was sich auch positiv auf die Gebühren auswirkt. Eine der meist geschätzten Eigenschaften bei Bitcoins ist die Anonymität: Während einer Überweisung werden keine sensiblen Daten zwischen dem Sender und dem Empfänger ausgetauscht. Da diese Währung aber noch nicht weltweit bekannt und akzeptiert ist, ist sie keine gute Option für die Geldüberweisung ins Ausland. Mehr über Bitcoins kannst du in unserem Artikel Was sind eigentlich Bitcoins? lesen.

SEPA-Überweisung

Schon seit 2014 gilt in allen EU-Ländern das SEPA-Verfahren. Daran nehmen nicht nur die EU-Länder teil, sondern auch die Länder des EWR Liechtenstein, Island, Norwegen, sowie auch die Schweiz, Monaco und San Marino. Mit dem SEPA-Verfahren wurden die bargeldlosen Zahlungen europaweit vereinheitlicht. Mit SEPA sind die Überweisungen deutlich schneller und günstiger. Wenn du mehr über das SEPA-Verfahren erfahren willst, kannst du vieles dazu in unserem Artikel Was Du über SEPA und die Möglichkeiten des europäischen Zahlungsverkehrs wissen musst erfahren.

Grundsätzlich gilt, dass die SEPA-Überweisung nicht mehr kosten darf, als eine innerstaatliche Überweisung. Wie viel es kosten wird, hängt also von deinen Bankkonditionen ab, die du mit deinem Kreditinstitut abgeschlossen hast.. Falls du zum Beispiel ein kostenloses Girokonto hast, bei dem alle Überweisungskosten schon enthalten sind, wirst du auch bei SEPA-Auslandsüberweisungen nichts extra zahlen müssen.

Die Geldüberweisung bei einer SEPA-Überweisung darf nicht länger als einen Arbeitstag dauern. Falls das Geld an einem Freitag überwiesen wird, muss es am Montag beim Empfänger sein, da die Wochenendtage keine Bankarbeitstage sind.

SEPA-Überweisungen und Kontist

Mit dem Geschäftskonto von Kontist kann du jederzeit kostenlose Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums vornehmen. Also sind alle Überweisungen, die innerhalb des einheitlichen europäischen Zahlungsraums getätigt werden, kostenlos ( natürlich sind damit auch die inländischen Überweisungen gemeint). Das Konist Geschäftskonto für Selbständige hat noch viele weitere tolle Features, wie zB. die Mastercard. Überzeug dich selbst: Kontist Mastercard .

Überweisungen in nicht EU-Länder

Nicht nur EU-Länder nehmen am SEPA-Verfahren teil, sondern auch zahlreiche nicht EU-Länder wie zum Beispiel Norwegen, Schweiz, Großbritannien usw. Falls du Geld in diese Länder überweisen willst, solltest du Folgendes beachten:

Überweisung in die Schweiz, Monaco oder San Marino

Diese Länder gehören weder zu den EU-Ländern noch zum EWR, aber beteiligen sich trotzdem am SEPA-Verfahren. Jedoch unterliegen sie nicht der entsprechenden EU-Preisverordnung. Deshalb können die Gebühren für die Überweisung in die Schweiz, nach Monaco oder San Marino, höher sein.

Gebühren für Währungsumrechnungen

In der Regel darf die SEPA-Überweisung nicht mehr als eine Inlandsüberweisung kosten. Dies gilt auch für Länder die keinen Euro haben, wie zum Beispiel Norwegen oder Großbritannien. Bei der SEPA-Überweisung in oder von Nicht-Euro-Ländern können versteckte Gebühren anfallen, durch die Währungsumrechnungen. Der Grund dafür ist, dass die Banken den „bankeigenen Devisenkurs“ verwenden, der viel schlechter als der offizielle Wechselkurs ist.

Überweisung in Fremdwährung

Wenn du eine Rechnung bekommst, die in einer fremden Währung wie zum Beispiel Schweizer Franken angegeben ist, kannst du sie nicht einfach mit einem Euro-Betrag bezahlen. Da die Wechselkurse nicht konstant sind, könnte der Empfänger einen kleineren Betrag als vereinbart erhalten. In so einem Fall muss die klassische Auslandsüberweisung verwendet werden. Eine solche Überweisung hat nichts mit der EU-Preisverordnung zu tun, so dass die Preise deutlich höher sein und die Überweisung deutlich länger brauchen könnte. Es sollte schon am Anfang festgelegt werden, wer die Kosten übernehmen wird (der Empfänger, der Sender oder beide geteilt).

Weltweite Überweisungen (außerhalb des SEPA-Raumes)

Wenn ein Land kein SEPA-Verfahren verwendet oder die Überweisung in einer fremden Währung durchgeführt wird, geht es um eine klassische Auslandsüberweisung. Abhängig vom Zielland oder der Region, können die Auslandsüberweisungen verschieden lang dauern. Zur Orientierung ist hier eine Tabelle:

LandDauer der Überweisung
Ost- und Südeuropa (keine EU-Länder)3 – 15 Tage
USA / Kanada / Neuseeland / Australien2 – 5 Tage
Asien / Südamerika / Afrika4 – 20 Tage

Wie hoch die Gebühren bei einer Auslandsüberweisung sind, hängt von der Bank ab. Manche Banken bieten auch beleglose Buchungen an, die günstiger als die klassische Überweisung am Schalter sind. In der folgenden Tabelle sind die Kosten für Überweisungen bei einigen deutschen Bankhäusern angezeigt:

BankKosten für die Überweisung
VolksbankAbhängig von der jeweiligen Volksbank
SparkasseAbhängig von der jeweiligen Sparkasse
CommerzbankFür Überweisungen bis 250 Euro sind die Gebühren 7,50 Euro. Für größere Überweisungen sind die Gebühren 0,15 % des Betrags (dabei min. 12,50 Euro)
PostbankOhne Beleg sind die Gebühren 1,50 Euro und mit Beleg sind sie 8,50 Euro. Der Zahlungsempfänger kann weiter Gebühren haben
Deutsche BankGebühren für beleglose Buchungen sind 0,15 % des Betrags (dabei min. 10 Euro)
DKBGebühren von 12,50 Euro für Beträge bis 12 500 Euro. Für größere Beträge fallen 0,001 % Gebühren an (dabei maximal 150 Euro)
Comdirect0,15 % für Beträge bis 250 Euro (dabei min. 7,67 Euro). Für größere Beträge fallen auch 0,15 % Gebühren an (dabei min. 12,50 Euro)

Der Sender kann bei Auslandsüberweisungen entscheiden, wer die Kosten übernehmen wird. Dabei kann er eine der folgenden Optionen wählen:

OUR – die Kosten werden vom Überweisenden übernommen

BEN – der Überweisungsempfänger trägt die Kosten

SHARE – die Kosten werden geteilt

Bei Auslandsüberweisungen ist es wichtig zu beachten, dass Überweisungen die 12.500 Euro übersteigen, bei der Deutschen Bundesbank gemeldet werden müssen. Dabei ist es nicht wichtig, ob es sich um einen SEPA- oder um einen Auslandszahlungsverkehr handelt.

Fazit

Da Geldüberweisungen außerhalb der EU immer mit erhebliche Kosten verbunden sind, solltest du versuchen dies zu vermeiden. Alternativen sind, die Überweisung mit deiner kostenlosen Kreditkarte, mit der du weltweit kostenlos Geld abheben kannst, machst oder ein lokales Konto in dem Gastland eröffnest und die Überweisung mit diesem Konto machst. Es ist recht gut möglich, dass in beiden Fällen hohe Kosten anfallen. Jedoch kannst du manchmal die Situation nicht vermeiden, Geld außerhalb der EU zu überweisen. Wenn du in so eine Situation gerätst, ist es am besten einen Online-Transferservice zu nutzen. Dazu gehören zum Beispiel TransferWise, WorldRemit oder Azimo. Diese Optionen sind meistens die schnellsten und günstigsten.