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Das Girokonto - Alles was du über Girokonten wissen solltest

Seinen Namen hat das Girokonto aus dem Italienischen. Giro bedeutet Kreis oder Umlauf, wodurch auch schon klar wird, für welche Art Bankgeschäfte Girokonten am besten geeignet sind. Es ist normalerweise das Umlaufkonto, auf dem alle Zahlungen eingehen und von denen laufend Beträge abgebucht werden. Bei Angestellten ist es das typische Gehaltskonto und bei Selbstständigen und Unternehmen das Geschäftskonto, das für alle Geldeingänge und -ausgänge verwendet wird.

Da die meisten Zahlungsvorgänge in unserem Alltag elektronisch abgewickelt werden, hat inzwischen nahezu jeder mindestens ein Girokonto. Gehaltszahlungen, die Miete für die Wohnung, Kreditraten, Krankenkassenbeiträge oder Steuerzahlungen werden ausschließlich elektronisch über das Girokonto abgewickelt.

Wenn wir Konten mit dem reinen Bargeldverkehr vergleichen, ist ein Girokonto das Portemonnaie.

Unterschiedliche Konten für unterschiedliche Zwecke

Vom Girokonto zu unterscheiden sind andere Konten, wie zum Beispiel

  • Sparkonten,
  • Kreditkartenkonten,
  • Tagesgeldkonten oder
  • Festgeldkonten.

Sparkonten, wie zum Beispiel die früher sehr beliebten Sparbücher, Tageskonten oder Festgeldkonten sind in erster Linie dafür da Geld anzusparen. Es ist nicht üblich, regelmäßige Zahlungsverpflichtungen von diesen Konten zu begleichen, weshalb solche Vorgänge in der Regel auch mit hohen Kosten verbunden sind. Dafür ist aber das Guthaben auf solchen Konten in der Regel höher verzinst als auf einem Girokonto.

Wenn wir Konten mit dem reinen Bargeldverkehr vergleichen, sind Sparkonten vergleichbar mit einem Sparschwein.

Kreditkartenkonten sind die Konten, die gewöhnlicherweise hinter Kreditkarten stehen. Bei der klassischen Kreditkarte hast du ein bestimmtes Kreditlimit und kannst die Kreditkarte bis zu dieser Höhe verwenden. Einmal im Monat bekommst du eine Abrechnung und der gesamte Betrag wird von deinem Girokonto abgebucht und der (Kreditkarten-)Kredit wird so wieder getilgt.

Seit einigen Jahren gibt es immer mehr Misch- und Zwischenformen, wie zum Beispiel Prepaid-Kreditkarten, die nur mit Guthaben funktionieren, Kreditkarten, hinter denen ein Ratenkredit steht und pro Monat immer nur eine kleine Rate des in Anspruch genommenen Kredits von deinem Girokonto abgebucht wird oder auch Kreditkarten, die kein eigentliches Kreditkartenkonto haben, sondern bei denen alle Zahlungen direkt vom Girokonto abgebucht werden. Dadurch hast du alle Vorteile, die Kreditkarte mit sich bringen, nimmst aber keine Schulden (= Kredit) auf.

Wenn wir Kreditkartenkonten mit dem Bargeldverkehr vergleichen, handelt es sich nicht um das Portemonnaie oder das Sparschwein, sondern eher um einen Kumpel, mit dem du zusammen unterwegs bist, den du jedes Mal anpumpen musst, wenn du etwas bezahlen möchtest.

Was ist ein Guthabenkonto?

Das Gegenteil zum klassischen Kreditkartenkonto ist das sogenannte Guthabenkonto.

Das Guthabenkonto ist keine eigene Kontenform, es ist ein Sammelbegriff für Konten, bei denen es keine Überziehungsmöglichkeiten gibt. Es ist also nur möglich Guthaben auf dem Konto zu haben.

Sparkonten sind immer Guthabenkonten und auch Girokonten sind reine Guthabenkonten, wenn du keinen Dispokredit eingeräumt bekommen hast. Selbst Prepaid-Kreditkarten, die du vor Verwendung aufladen musst und die du nicht überziehen kannst, können als Guthabenkonten bezeichnet werden.

Zinsen auf dem Girokonto

In der Regel gibt es keine oder nur sehr geringe Zinsen auf das Girokonto. Durch die, inzwischen schon sehr lange Niedrigzinsphase werden bei den führenden Banken in der Regel nicht mehr als 0,0-0,2% Zinsen gezahlt. Wenn du nun noch berücksichtigst, dass von diesen Zinsen 25 % Kapitalertragsteuer einbehalten wird (Bedingung: kein Freistellungsauftrag), sollte klar werden, dass die Zinserträge nie nennenswerte Höhen erreichen werden.

Als Anlageform oder um sein Geld zu “parken” ist das Girokonto also gänzlich ungeeignet.

Es kann zwar sein, dass du in der Quartalsabrechnung ein paar Euro gutgeschrieben bekommst, allerdings solltest du dir Gedanken machen, wenn du zu viel Geld auf dein Girokonto bekommst. Das bedeutet im Umkehrschluss nämlich auch, dass du eine Menge Geld auf dem Girokonto liegen hast, dass du auch deutlich gewinnbringender anlegen könntest.

Selbst wenn du schnell auf das Geld zugreifen können musst, solltest du höhere Geldbeträge nicht auf dem Girokonto lagern. Für solche Fälle eignen sich besonders Tagesgeldkonten. Ein solches Konto kannst du bei fast jeder Bank als Zusatzkonto beantragen und du erhältst mit aktuell bis zu 1,0% deutlich mehr Zinsen als auf dem Girokonto.

Eine ganz neue Gefahr: Strafzinsen

Du bringst dein Geld zur Bank und nach einem Jahr sind aus 10.000 Euro 9.900 Euro geworden? Geld dafür zu bezahlen, dass man sein Geld zur Bank bringt, damit sie damit arbeiten kann?

Das war noch vor wenigen Jahren vollkommen unvorstellbar, ist jetzt aber Realität. Die Europäische Zentralbank (EZB) verlangt von den Geschäftsbanken Strafzinsen, die ihr Geld bei Ihnen anlegen. Diese negativen Zinsen auf Guthaben von aktuell 0,4% (Stand: 02/2017) werden schon von vereinzelten Banken auch an die Privatkunden weitergegeben.

Bisher sind fast nur Privatpersonen betroffen, die über 100.000 Euro auf dem Konto haben, aber die Banken geraten durch die negativen Zinsen immer weiter unter Druck und man kann davon ausgehen, dass auch bald auf geringere Vermögen Strafzinsen anfallen, wenn die EZB die Negativzinsen nicht bald aufhebt.

Die richtige Bank fürs Girokonto finden

Die Frage nach der richtigen Bank kann ich - welch Überraschung - nicht pauschal beantworten. Dafür sind die persönlichen Bedürfnisse und Präferenzen einfach zu unterschiedlich. Während die einen unbedingt auf kostenlose Bargeldabhebungen in Südamerika angewiesen sind, hat der andere noch nie in seinem Leben die Münchener Vorstadt verlassen und möchte seinen Bankberater aber jedes Jahr persönlich auf dem Oktoberfest treffen.

Genau so haben Studenten, Arbeitnehmer und Selbständige ganz unterschiedliche Bedürfnisse und brauchen deshalb unterschiedliche Girokonten. Wir von Kontist konzentrieren uns zum Beispiel ganz klar auf Selbständige und Unternehmen und arbeiten daran, dass perfekte Konto für Selbständige zu entwickeln. Dass wir dabei nicht alle Bedürfnisse von Rentnern auf Mallorca erfüllen, ist vollkommen klar. Für diese Zielgruppe gibt es andere Angebote.

Bevor du dich also für eine Bank entscheidest, solltest du dir klar machen, was für dich wichtig ist und worauf du verzichten kannst. Die folgenden Kriterien könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen:

  1. Kosten des Girokontos
  2. Service vor Ort und persönliche Ansprechpartner
  3. Digitalisierung und Online-Service
  4. Funktionen (Lastschriften, Daueraufträge etc.)
  5. Filialnetz
  6. Kreditkarte
  7. Dispokredit

Diese Liste ließe sich noch erheblich verlängern, aber ich denke, dass du mit diesen Punkten schon einen guten Überblick bekommen kannst.

Kosten des Girokontos

Die Kosten eines Girokontos sind für Viele ein ganz zentrales Kriterium bei der Kontowahl. Doch leider lassen sich die Kosten für ein Konto nicht immer ganz leicht vergleichen, da es mehrere Stellen gibt, an denen Banken abkassieren. Neben den Kontoführungsgebühren können noch Kosten für Überweisungen, Kontoauszüge, SMS-TAN, Rücklastschriften usw. entstehen. Der Kreativität der Banken sind keine Grenzen gesetzt. Die Sparkasse Soest verlangt sogar Gebühren für einzelne Klicks im Online-Banking , da “schon das bloße Anklicken der Seite technische Prozesse im Hintergrund auslösen würden und Kosten verursacht”.

Ich kann dir nur empfehlen, dass du ganz genau hinschaust, wenn die Kostenstruktur zu unübersichtlich ist und zu viel Kleingedrucktes enthält. Kontist steht für eine klare und faire Preisgestaltung, bei der die Kontoführung und alle grundlegenden Funktionen kostenlos sind .

Pauschal kann man durchaus sagen, dass Direktbanken ohne eigenes Filialnetz günstiger sind als klassische Banken. Bei Preisvergleichen, die du schnell im Internet findest, solltest du immer darauf achten, ob das kostenlose Girokonto unter Umständen nur eine kurzfristige Neukundenaktion ist. Wenn ein Konto nur für Neukunden kostenlos ist, Bestandskunden aber Gebühren bezahlen müssen, kannst du davon ausgehen, dass auch dein Konto nicht dauerhaft kostenlos bleiben wird.

Tipp: Einige Girokonten sind erst kostenlos, wenn du einen bestimmten regelmäßigen Geldeingang verzeichnen kannst. Achte also darauf, ob das kostenlose Girokonto eventuell an Bedingungen geknüpft sind und ob du sie (dauerhaft) erfüllst.

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Service vor Ort und persönliche Ansprechpartner

Gerade für ältere Menschen und für Geschäftskunden, die immer wieder kurzfristige Kredite benötigen (z.B. im Immobilienbereich), ist ein persönlicher Ansprechpartner vor Ort von großem Wert. Er kümmert sich um alle Anliegen und ist sowohl telefonisch als auch persönlich immer erreichbar, wenn du Fragen hast.

Wenn du aber als Digitaler Nomade um die Welt reist und nur selten länger als vier Wochen an einem Ort bist, ist dir ein persönlicher Ansprechpartner für dein Girokonto wahrscheinlich egal. Oder dir ist zumindest egal, ob er in Villingen-Schwenningen oder im indischen Call-Center sitzt.

Nicht vergessen solltest du aber, dass ein Filialnetz mit Niederlassungen in Top-Lagen teuer ist und am Ende die Kunden der Bank dafür bezahlen - sei es nun in Form von Kontoführungsgebühren oder negativen Zinsen.

Digitalisierung und Online-Service

Die Zukunft liegt in der Vernetzung. Der Trend, den man in nahezu jeder Branche beobachten kann, macht auch nicht vorm Banking halt. Wozu solltest du noch Überweisungsträger ausfüllen und in der Filiale abgeben, wenn du auch alles mit einer App auf deinem Smartphone erledigen kannst?

Gerade als Selbständiger kann dir ein smartes Bankkonto eine Menge Arbeit abnehmen, wenn es sich intelligent in deine Prozesse einfügt und wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Kontist berechnet dir beispielsweise bei jedem Geldeingang die voraussichtliche Steuer, die du auf diesen Betrag zu leisten hast. Bisher waren gerade Steuerzahlungen eine große Gefahr für Selbständige , da man nie genau wusste, wie viel man von einem Betrag eigentlich zur Seite legen musste. Dieses Problem kann mit dem richtigen Geschäftskonto nun der Vergangenheit angehören.

Funktionen (Lastschriften, Daueraufträge etc.)

Wie nutzt du dein Girokonto? Brauchst du Online-Banking, Daueraufträge, Lastschriften, regelmäßige Kontoauszüge als PDF, die Möglichkeit in exotischen Ländern Geld abzuheben oder willst du viele internationale Überweisungen tätigen? Das alles ist nicht immer bei allen Banken selbstverständlich und kostenlos erhältlich.

Am besten schaust du dir einmal die Kontobewegungen der letzten Monate auf deinem aktuellen Girokonto an und überlegst dir, welche Funktionen du unbedingt brauchst. Es wäre doch ärgerlich, wenn du erst im Nachhinein feststellst, dass dir ganz zentrale Funktionen fehlen.

Filialnetz

Ein großes Filialnetz hängt eng mit dem Service vor Ort zusammen. Wenn dir eine persönliche Betreuung durch einen Bankberater wichtig ist, solltest du darauf achten, dass deine zukünftige Bank viele Filialen hat, in denen dir Bankmitarbeiter weiterhelfen können. Auch wenn du immer wieder auf Bargeld in bestimmter Stückelung angewiesen bist (z.B. als Wechselgeld für Kellner) und Bargeld einzahlen musst, solltest du dich für eine Bank mit eigenen Filialen entscheiden.

Doch der Schein kann auch trügen: Es gibt zum Beispiel sehr viele Sparkassen- und Volksbank-Filialen, aber diese Banken sind regional ausgerichtet und du kannst in einer Filiale der Hamburger Sparkasse beispielsweise kein Geld auf dein Kölner Sparkassen-Konto einzahlen.

Ein Vorteil eines großen Filialnetzes ist in der Regel die große Verbreitung der Geldautomaten und die Möglichkeit kostenlos an Bargeld zu kommen. Dieser Vorteil wird zwar durch Zusammenschlüsse von Banken (z.B. Cash Group oder Cashpool) etwas relativiert, du solltest den Punkt aber nicht vollkommen aus den Augen verlieren, wenn du regelmäßig auf Bargeld angewiesen bist.

Übersicht über Geldautomaten-Gruppen

  • Sparkassen-Finanzgruppe: ca. 25.700 Geldautomaten
  • Bankcard-Servicenetz (Volksbanken und Raiffeisenbanken): ca. 19.200 Geldautomaten
  • Cash-Group (Deutsche Bank, Commerzbank, Unicredit Bank etc.): ca. 9.000 Geldautomaten
  • Cashpool (Targobank, Sparda-Banken etc.): ca. 2.900 Geldautomaten

Kreditkarte

Deutschland ist nach wie vor ein Bargeld-Land. Nur in wenigen Industrienationen hängen die Menschen so sehr am Bargeld wie in Deutschland. Aber auch hier werden Kreditkarten immer wichtiger, auch weil sie im Internet das Zahlungsmittel Nr.1 sind.

Wie oben schon erläutert, gibt es unterschiedliche Arten von Kreditkarten bzw. von Kreditkartenkonten. Welche Form für dich die beste ist, solltest du vorher für dich selbst entscheiden.

Bei einigen Banken musst du jährliche Kreditkartengebühren von bis zu 600,00 Euro zahlen. Bevor du dich vorschnell für ein Girokonto mit Kreditkarte entscheidest, solltest du auf jeden Fall einen Blick auf die Preise der Kreditkarte werfen.

Dispokredit

Ich kann dir nur dringend davon abraten, dauerhaft einen Dispokredit auf deinem Girokonto in Anspruch zu nehmen. Die Zinsen für solche Kontoüberziehungen sind sehr hoch und machen wirtschaftlich nur selten Sinn.

Aber gerade Selbständige können durchaus mal in Situationen kommen, in denen ein Girokonto mit Dispokredit den größten Liquiditätsengpass vermeiden kann. Wenn du kurzfristig kleinere Projekte vorfinanzieren musst oder Zahlungen von Kunden etwas länger auf sich warten lassen, kann ein Dispokredit unter Umständen praktisch sein.

Beim Dispokredit solltest du vor allem auf die Zinshöhe achten. Aktuell sollte dieser nicht über 7,0-8,0% liegen (Stand: 02/2017)

Girokonten für besondere Zielgruppen

Unterschiedliche Zielgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse, wenn es um das Girokonto geht. Das Nutzungsverhalten unterscheidet sich zum Teil erheblich und während sich junge Menschen beispielsweise sehr über mobiles Banking mit dem Smartphone freuen und es als Grundvorussetzung ansehen, sind viele Rentner damit überfordert und würden sich im Zweifel gegen eine Bank entscheiden, die sich zu digital aufgestellt hat.

Aus diesem Grund gibt es Girokonten, die auf die Bedürfnisse einer speziellen Zielgruppe abgestimmt sind. Es gibt beispielsweise spezielle Girokonten für Studenten, Girokonten für Selbständige oder Angebote für Rentner.

Girokonto für Jedermann

Der Begriff Jedermann-Konto kommt ursprünglich vom Recht eines jeden Bürgers auf ein Girokonto. Ohne Girokonto ist es sehr schwer an bestimmten geschäftlichen Vorgängen teilzunehmen, da zum Beispiel Gehälter oder Mietzahlungen fast ausschließlich elektronisch gezahlt werden.

Bis zum Juni 2016 gab es das Jedermann-Konto als freiwillige Selbstverpflichtung der Banken (initiiert vom ZKA - Zentralen Kreditausschuss). Seitdem gibt es das Zahlungskontengesetz (ZKG), dass jedem Verbraucher ein Basiskonto garantiert. Das gilt auch für Menschen ohne festen Wohnsitz wie Obdachlose oder Digitale Nomaden.

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ein Jedermann-Konto ein reines Basiskonto auf Guthabenbasis, bei dem keine Überziehungen zugelassen sind.

Girokonto für Studenten

“Studenten sind jung und haben kein Geld.”

Diese Aussage beinhaltet schon die wesentlichen Bedürfnisse, die Studenten bei Girokonten haben. Es sollte kostenlos und möglichst modern zu managen sein. Online Banking, Smartphone-Apps und elektronische Kontoauszüge sind für Studenten-Girokonten absolute Grundvoraussetzung.

Obwohl Studenten noch keine großen Gewinne versprechen, sind sie für die Banken eine sehr attraktive Zielgruppe und es viele Angebote für Studenten. Mit großen Willkommensprämien wird um den Nachwuchs gebuhlt. Dieses Phänomen ist recht leicht erklärt: Die meisten Menschen wechseln ihr Konto nicht besonders häufig und Studenten sind die Besserverdiener der Zukunft. Wenn eine Bank also gute Kunden akquirieren möchte, fangen sie früh damit an und bemühen sich möglichst früh um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe.

Die Girokonten für Studenten sind meistens übrigens nicht ausschließlich für Studenten. Auch als Azubi findest du ein breites Angebot an kostenlosen Girokonten.

Girokonto für Selbständige

Wenn du als Selbständiger schon einmal ein Girokonto eröffnen wolltest, kannst du mit Sicherheit bestätigen, dass das gar nicht so einfach ist und die meisten Banken dich nicht haben wollen. Es ist überraschend schwer ein einfaches Girokonto zu eröffnen, wenn man es geschäftlich nutzen möchte. Wenn du Rechtsanwalt, Arzt oder Architekt bist, hast du bei einigen Banken noch die Chance auf ein Girokonto. Für alle anderen sieht es deutlich düsterer aus. Und wir reden hier von reinen Guthabenkonten ohne Dispokredit.

Viele Selbständige nutzen deshalb ein zweites privates Konto für das Geschäftliche, laufen damit aber immer Gefahr, dass die Bank darauf aufmerksam wird und das Konto kündigt.

“Das darf nicht sein und entspricht nicht der Gründerfreundlichkeit, die wir so gerne in Deutschland haben wollen”, haben sich die Gründer von Kontist gedacht und ein Konto speziell für Selbständige an den Start gebracht.

Tipp für die Praxis: Immer wieder taucht die Frage auf, ob man als Selbständiger überhaupt ein separates Geschäftskonto braucht und ob es nicht auch ausreicht, das private Konto auch für das Geschäftliche zu nutzen.

Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht und rein rechtlich könntest du auch alles über ein Konto abwickeln. Allerdings ist das aus vielen Gründen nicht empfehlenswert und sorgt immer wieder für Chaos in der Buchhaltung. Wenn du es ernst mit deiner Selbständigkeit meinst, solltest du unbedingt ein separates Geschäftskonto führen.

Weitere Informationen zu dem Thema findest du auch in unserem Artikel Muss man als Selbständiger eigentlich ein Geschäftskonto führen? Oder reicht ein Privatkonto?

Girokonto eröffnen - Worauf du achten solltest

Früher musste man persönlich in einer Bankfiliale erscheinen, um ein Girokonto zu eröffnen. Inzwischen ist es aber bei fast allen Banken auch möglich online ein Girokonto zu eröffnen.

In der Regel solltest du folgende Anforderungen erfüllen, um ein Konto eröffnen zu können:

  • Du bist mindestens 18 Jahre alt. Wenn du Minderjährig bist, brauchst du eine schriftliche Zustimmung deiner Eltern (oder anderer Erziehungsberechtigten)
  • Du brauchst einen Wohnsitz in Deutschland.
  • Du brauchst eine saubere Schufa ohne negative Vermerke. Wenn du negative Schufaeinträge hast, lehnen dich die meisten Banken kategorisch ab. Das höchste der Gefühle wäre ein reines Guthabenkonto.

Exkurs: Was ist die SCHUFA?

Für viele Menschen ist die Schufa Holding AG ein absolutes Schreckgespenst. Dabei ist dieses vage Unbehagen gegenüber der SCHUFA häufig einzig und allein auf Unwissen zurückzuführen.

Die SCHUFA speichert über fast jeden Menschen in Deutschland (aktuell etwa 66,4 Millionen Menschen und 5,2 Millionen Unternehmen) Daten über finanzielle Geschäftsbeziehungen. Dazu gehören zum Beispiel Girokonten, Kredite, Leasingverträge aber auch zum Beispiel Mobilfunkverträge. Es ist also grundsätzlich überhaupt nichts Negatives, wenn in deiner SCHUFA-Akte Einträge vorhanden sind.

Aus allen diesen Daten wird ein so genannter SCHUFA Score errechnet, der deine Kreditwürdigkeit nachweisen soll. Der maximale SCHUFA Score liegt bei 100 Punkten. Je schlechter deine Kreditwürdigkeit ist, desto niedriger ist dieser Wert. Wenn du gar keine Einträge bei der SCHUFA hast, wirst du in der Regel auch keinen richtig hohen SCHUFA Score erreichen können, da zukünftige Geschäftspartner auch keinerlei Auskünfte darüber erhalten, ob du regelmäßig deinen Zahlungsverpflichtungen nachkommst. Ganz nach dem Motto: Wer keinen Kredit aufgenommen hat, kann auch nicht beweisen, dass er die Raten pünktlich zahlt.

Schwierig wird es erst, wenn du dauerhaft deinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommst und beispielsweise deinen Dispokredit nicht mehr ausgleichst oder deine Leasingraten für dein Auto nicht mehr zahlst. Das kann zu einem negativen Vermerk in deiner SCHUFA-Akte führen und sorgt dafür, dass dein SCHUFA Score sinkt und es für dich deutlich schwerer ist neue Verträge abzuschließen oder Kredite aufzunehmen.

Einen solchen Eintrag bekommst du aber nicht, wenn du ein paar Tage im Rückstand bist, sondern nur wenn du wirklich nachhaltig zu spät zahlst und der Kredit oder Mobilfunkvertrag gekündigt wird.

Einmal pro Jahr kannst du übrigens kostenlos deine Daten bei der SCHUFA abrufen und einsehen, was über dich gespeichert ist.

Schritt für Schritt das Girokonto eröffnen Wenn du das Girokonto direkt in der Bankfiliale eröffnest, geht der Bankmitarbeiter alle Unterlagen gemeinsam mit dir durch und du kannst alle Fragen direkt loswerden. Deine EC- und Kreditkarte werden dir anschließend per Post zugesendet.

Die meisten Banken bieten inzwischen auch eine Online-Kontoeröffnung an. Der Prozess ist im wesentlichen identisch und so ganz 100%ig digital ist der Antrag meistens noch nicht.

Aktuell können wir folgende Formen der Online-Kontoeröffnung beobachten:

  1. Du beantragst online ein Konto und bekommst ein paar Tage später alle Unterlagen per Post zugesendet. Diese Unterlagen füllst du aus und schickst sie unterschrieben zurück an die Bank. Die Legitimationsprüfung erfolgt meistens über das sogenannte Post-Ident-Verfahren, bei dem in einer Postfiliale deine Identität überprüft wird und sichergestellt wird, dass deine Unterschrift echt ist.
  2. Du füllst die Unterlagen online aus, musst sie anschließend ausdrucken und per Post an deine Bank senden. Die Legitimationsprüfung findet ebenfalls über das Post-Ident-Verfahren statt.
  3. Du füllst die Antragsformulare online aus und kannst sie elektronisch versenden. Auch die Legitimationsprüfung findet online statt und du musst deinen Schreibtisch nicht verlassen. Die Überprüfung deines Ausweises findet zum Beispiel per Webcam statt

Dauer der Kontoeröffnung

Wenn du dein Konto direkt in der Bankfiliale eröffnest oder deine Bank eine Online-Legitimationsprüfung anbietet, kannst du normalerweise schon nach wenigen Minuten bis zu 24 Stunden auf dein Konto zugreifen. Soweit zumindest die Theorie.

In der Praxis werden die Kontokarten und Zugangsdaten (PIN, User-ID etc.) per Post versendet und sind somit erst nach 3-7 Tagen bei dir. Wenn das Post-Ident-Verfahren verwendet wird, wie es bei den meisten Online-Anträgen üblich ist, kann die Kontoeröffnung bis zu drei Wochen dauern.

Hinweis: Aus Sicherheitsgründen werden alle Unterlagen der Bank einzeln versand. Du wirst nach der Kontoeröffnung also über mehrere Tage verteilt einige Briefe mit allen Kontokarten und Codes bekommen.

Welche Unterlagen du für die Kontoeröffnung brauchst

Es gibt nichts Nervigeres als zu einem Banktermin zu fahren, um kurz nach der Begrüßung zu erfahren, dass man die wichtigsten Unterlagen vergessen hat und in der nächsten Woche noch einmal wiederkommen muss. Deshalb solltest du dich vorher erkundigen, welche Unterlagen deine Bank zur Eröffnung des Girokontos benötigt.

Unterlagen, die du immer bei der Eröffnung des Girokontos parat haben solltest:

  • gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • Einkommensnachweise der letzten Monate - Wenn du einen Dispokredit oder eine Kreditkarte brauchst, solltest du als Neukunde nachweisen, dass du ein regelmäßiges Einkommen hast. Bei Angestellten reichen die letzten drei Gehaltsabrechnungen. Als Selbständiger würde ich die betriebswirtschaftliche Abrechnung der letzten drei Monate und den letzten Steuerbescheid mitnehmen.

Girokonto wechseln - Was du bei einem Wechsel beachten solltest

Rein technisch gesehen ist der Wechsel des Girokontos sehr einfach, da dir deine aktuelle (neue) Bank dabei hilft und sich in der Regel sogar um die Kündigung des vorherigen Kontos kümmert. Du musst also im Antragsformular nur ankreuzen, dass du das Konto wechseln möchtest und deine neue Bank kümmert sich um den Umzug.

In der Praxis hat sich dieses Vorgehen allerdings nicht immer als besonders sinnvoll erwiesen, da es in der Regel noch Zahlungsvorgänge wie zum Beispiel Daueraufträge, Lastschriften und Einzugsermächtigungen auf das alte Konto gibt.

Gerade als Selbstständiger solltest du damit rechnen, dass deine Kunden deine Kontoverbindung in ihrem Buchhaltungsprogramm angelegt haben und nicht jedes Mal die Bankverbindung von deinen Rechnungen abtippen. Es kann also durchaus passieren, dass auch weiterhin Zahlungsvorgänge auf dem alten Girokonto stattfinden.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, das alte Konto noch etwa zwei Monate weiter zu betreiben und den Wechsel zum neuen Girokonto nach und nach zu vollziehen.

Während Daueraufträge ganz einfach bei der neuen Bank eingerichtet werden können, musst du bei Lastschriften, Einzugsermächtigungen und auch bei deinen Kunden explizit darauf hinweisen, dass du ein neues Konto hast und die Bezahlung über das neue Girokonto abrechnen möchtest.

Du solltest dir dafür eine Liste von allen Adressaten anlegen und allen eine kurze Nachricht mit der neuen Kontoverbindung senden. Um diese Liste zu erstellen, gehst du am besten deine Kontoauszüge der letzten zwölf Monate durch und prüfst bei jeder Zahlung, ob sie eventuell per Lastschrift oder Einzugsermächtigung gezahlt wurde. Ein solch langer Zeitraum ist leider notwendig, da viele Versicherungsbeiträge, Vereinsmitgliedschaften aber auch Steuern nur einmal pro Jahr abgebucht werden.

Für alle geschäftlichen Transaktionen ist es übrigens zusätzlich empfehlenswert, dass du auf deinen Rechnungen einen ausdrücklichen Hinweis auf die neue Kontoverbindung schreibst.

Nach einer Übergangsphase von etwa zwei Monaten sollten alle deine Kunden und alle Zahlungsempfänger deine neue Kontoverbindung haben und du kannst das alte Konto schließen. Dafür reicht in der Regel eine kurze formlose Kündigung bei der Bank mit dem Vermerk, wohin das Restguthaben des Girokontos überwiesen werden soll.

Hinweis: Für Verbraucher wird es in Zukunft immer leichter mit dem Girokonto zu einer neuen Bank zu wechseln. Durch ein europäisches Gesetz sind die Banken seit kurzem dazu verpflichtet, dem Kunden beim Umzug des Girokontos zu helfen. So muss die neue Bank zum Beispiel den Versicherungen, Telefonanbietern und Stromversorgern die neue Kontoverbindung mitteilen. Sie ist dazu in der Lage, weil sie die Daten der vergangenen 13 Monate von der alten Bank zur Verfügung gestellt bekommt. Sollte sie dabei ein Fehler machen, steht sie in der Haftung.

Da deine Bank aber trotzdem nicht zwingend alle Informationen hat, solltest du in diesem Fall die Verantwortung nicht vollkommen abgeben. Das gilt besonders bei Girokonten, die du für dein Unternehmen nutzt.

Wie viele Girokonten du betreiben darfst

Der ein oder andere fragt sich in diesem Zusammenhang vielleicht, wie viele Girokonten man eigentlich betreiben darf.

Eine gesetzliche Regelung gibt es nicht und theoretisch könntest du eine ganze Reihe von Girokonten eröffnen.

Aber einmal abgesehen davon, dass es in den meisten Fällen nur wenig Sinn macht 20-30 Girokonten zu unterhalten, werden auch Geschäftsbeziehungen wie zum Beispiel der Betrieb eines Girokontos immer an die SCHUFA gemeldet werden. Dort könnte es einen etwas skurrilen und unseriösen Eindruck machen, wenn du eine solche Zahl an Girokonten unterhältst.

Wenn du auf diesen Konten jeweils auch ein Dispokredit nutzen möchtest, kannst du davon ausgehen, dass du bei den meisten Banken abgelehnt wirst. Die Gefahr, dass du überall den Dispokredit ausreizt und dann verschwindest ist zu groß.

Prämien zur Kontoeröffnung

Viele Banken versuchen neue Kunden mit attraktiven Prämien zu ködern und überbieten sich mit Geschenken und Startguthaben. Aktuell erhältst du bis zu 150 Euro, die dir bei einer Kontoeröffnung ausgezahlt werden.

Solche Prämien sind grundsätzlich eine super Sache. Wer freut sich nicht, wenn auf einem neuen Konto gleich 100 Euro Guthaben vorhanden sind?

Da eine solche Kontoeröffnungsprämie naturgemäß aber nur ganz am Anfang bei der Kontoeröffnung ausgezahlt wird und ein durchschnittliches Girokonto eine Laufzeit von vielen Jahren hat, sollte eine kurzfristige Premiere keine entscheidende Rolle bei der Kontowahl spielen.

Du kannst dir sicher sein, dass keine Bank etwas zu verschenken hat und auch der Willkommensbonus wieder refinanziert werden muss. Ich empfehle deshalb, dass du beim Vergleich der Girokonto-Konditionen immer auf die Preise, Zinsen und Prämien für Bestandskunden schaust. Du bist schließlich deutlich länger Bestandskunde als Neukunde.

Wenn sich allerdings zwei Angebote sehr ähnlich sind, kannst du die Prämie zur Kontoeröffnung selbstverständlich auch als als Entscheidungskriterium hinzuziehen.

Dabei solltest du immer darauf achten, an welche Bedingungen dieser Bonus geknüpft ist. Häufig verlangen die Banken über einen bestimmten Zeitraum (häufig 2-3 Monate) einen regelmäßigen Geldeingang in bestimmter Höhe. Das hat den Hintergrund, dass die Banken wollen, dass du das Girokonto auch tatsächlich nutzt und nicht nur das Konto eröffnet hast, um die Kontoeröffnungsprämie abzugreifen.

Ob es tatsächlich möglich ist, einen ernsthaften Profit durch Kontoeröffnungsprämien zu erzielen, hat vor einiger Zeit Stern TV mit einem interessanten Versuch getestet.

Welche Kosten können bei Girokonten entstehen?

Ein bedingungslos kostenloses Girokonto bedeutet für die meisten Banken ein Verlustgeschäft. Eine Analyse der Boston Consulting Group hat ergeben, dass Banken mit kostenlosen Girokonten im Durchschnitt pro Kunde bis zu 30 Euro Verlust im Jahr machen.

Aus diesem Grund sind viele kostenlose Angebote gar nicht so kostenlos, wie sie auf den ersten Blick wirken. Das Geld wird einfach nur auf anderen Wegen eingenommen. Es ist empfehlenswert, die Gebührenstruktur vor Eröffnung des Girokontos genau zu prüfen und bei kompliziertem und langem Kleingedruckten besondere Vorsicht walten zu lassen.

Auch Online-Vergleichsseiten gegenüber ist ein gesundes Maß an Misstrauen zu empfehlen. Solche Vergleichsportale finanzieren sich in der Regel über Vermittlungsprovisionen und haben deshalb nicht unbedingt im Sinn die klarste Preistransparenz zu bieten.

Ein ernsthafter und umfassender Vergleich aller Girokonten ist sehr mühselig, da viele Banken das Vergleichen absichtlich erschweren. Insbesondere regionale und lokale Filialbanken wie Sparkassen oder Volksbanken haben in der Regel kein Interesse online vergleichbar zu sein und du findest die Preislisten nur als Aushang oder auf Anfrage in der Bankfiliale.

Neben den allgemeinen Kontoführungsgebühren können vor allem noch für folgende Vorgänge Gebühren anfallen:

  • Überweisungen
  • Kreditkartenzahlungen
  • Bargeldabhebungen
  • Rücklastschriften
  • Daueraufträge
  • Online Banking und TAN-Listen
  • Kontoauszüge
  • Lastschriften
  • Erstellung der Jahressteuerbescheinigung

Dazu kommen hohe Zinsen auf Dispokredite oder unter Umständen sogar negative Zinsen auf das Kontoguthaben.

Da durch die komplizierten Kostenstrukturen und die vielen Vorgänge, die Gebühren verursachen können, ein klarer und einfacher Vergleich häufig sehr schwierig ist, solltest du besonders darauf achten, dass es eine klare und leicht verständliche Gebührenstruktur gibt. Dass diese Gebühren leicht verständlich und übersichtlich erläutert werden sollten, versteht sich von selbst.

Alle Informationen über die Preise eines Kontist-Girokontos, findest du übrigens hier: Zur Preisübersicht

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Kontoführungsgebühren vs. kostenloses Girokonto

Durch die inzwischen schon lang anhaltende Niedrigzinsphase und die großen Altlasten aus der Bankenkrise stehen viele Banken finanziell unter Druck und immer mehr Banken wenden sich von der Idee des kostenlosen Girokontos ab.

So haben beispielsweise die Postbank und die Hypovereinsbank in den letzten Monaten angekündigt, dass es in Zukunft bei Ihnen keine kostenlosen Girokonten mehr geben wird. Die Zeiten, in denen es der Finanzbranche ausnahmslos gut ging, sind wohl endgültig vorbei.

Nichtsdestotrotz bleibt das Girokonto für viele Kreditinstitute das Einstiegsprodukt Nummer eins, um neue Kunden zu gewinnen, denen sie später weitere Leistungen, wie zum Beispiel Kredite, Sparverträge oder Depots verkaufen können.

Aktuell sind folgende Girokonten kostenlos verfügbar:

Du hast also nach wie vor die Chance auf ein kostenloses Girokonto, auch wenn es nicht mehr so viele Wahlmöglichkeiten gibt, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war.

Wir von Kontist setzen ebenfalls auf ein kostenloses Girokonto. Das Basiskonto hat eine klare Preisgestaltung und ist für jeden Selbstständigen kostenlos erhältlich. Doch auch wir müssen unsere Kosten decken und bieten deshalb bald ein kostenpflichtiges Premiumkonto an, mit dem du deutlich mehr Features nutzen kannst. Hier findest du weitere Informationen zum kostenlosen Girokonto von Kontist: Zur Kontoeröffnung

Kostenloses Girokonto ohne Mindestgeldeingang

Du solltest bei einem kostenlosen Girokonto immer darauf achten, ob es wirklich immer kostenlos ist oder ob du bestimmte Bedingungen erfüllen musst.

Bei vielen Banken erhältst du zum Beispiel das kostenlose Girokonto nur, wenn du unter 26 Jahre alt bist oder ein Gehalt bzw. eine Rente von mindestens 3000 Euro pro Monat erhältst. Ein kostenloses Girokonto für Selbstständige ist die absolute Ausnahme und fast nur mit einmaligen Sonderangeboten verbunden.

Zwar gibt es seit einigen Monaten die gesetzliche Vorschrift, dass dir die Banken ein Basiskonto (Guthabenkonto) zur Verfügung stellen müssen, allerdings besteht kein Recht auf ein kostenloses Konto.

Fazit

Etwa 75 % aller Bankkunden haben noch nie ihr hauptsächlich genutztes Girokonto gewechselt. Das haben Marktforschungen zum Beispiel von der Unternehmensberatung zeb ergeben. Offensichtlich ist ein Wechsel des Girokontos für die meisten Menschen zu aufwendig bzw. erscheint es ihnen zu aufwendig.

Auch wenn es schwieriger wird ein bedingungslos kostenloses Girokonto zu finden, lohnt sich ein Preisvergleich immer und du hast die Möglichkeit eine Menge Geld zu sparen. Die Banken wissen genau, dass die meisten Kunden das Konto nur sehr selten wechseln und verlangen deshalb gerade bei den Bestandskunden zum Teil sehr hohe ungerechtfertigte Gebühren.

Ich empfehle dir deshalb, dass du dir die Zeit nimmst und aktuelle Angebote miteinander vergleichst. Du könntest durch einen einfachen Kontowechsel mehrere 100 Euro pro Jahr sparen.