Mikrokredit beantragen: Schritt für Schritt mit Kontist
Schritt 1: Kontist Geschäftskonto eröffnen und aktiv nutzen
Wenn du noch kein Kontist Konto hast, eröffnest du zunächst ein Geschäftskonto. Nutze es anschließend aktiv für deine geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben. Nach mindestens drei Monaten aktiver Nutzung kannst du in der App eine Finanzierung anfragen.
Schritt 2: Deinen Kreditwunsch und die passende Laufzeit festlegen
Überlege dir vor der Anfrage, welchen Betrag du tatsächlich benötigst und welche Laufzeit zu deiner finanziellen Situation passt. Kontist bietet Finanzierungen zwischen 500 und 50.000 Euro mit Laufzeiten von einem bis 24 Monaten an. Ein höherer Betrag oder eine kürzere Laufzeit kann deine regelmäßige Rückzahlungsbelastung erhöhen.
Schritt 3: Digitale Analyse deiner Kontobewegungen statt Papierkram
Kontist und Froda analysieren deine Kontoaktivität und führen die erforderliche Bonitätsprüfung durch. Zusätzliche Einkommensnachweise, Gehaltsabrechnungen oder Jahresabschlüsse musst du dafür nicht hochladen. Innerhalb weniger Sekunden erfährst du, ob ein Angebot für dich verfügbar ist.
Schritt 4: Kreditangebot prüfen und digital annehmen
Wenn du ein Angebot erhältst, kannst du die verfügbare Kreditsumme, Laufzeit, Rückzahlungen und Kosten prüfen. Nimm dir dafür trotz des schnellen Prozesses ausreichend Zeit. Entscheidend ist nicht nur, ob dir der Kredit angeboten wird, sondern ob die Rückzahlung dauerhaft zu deinem Cashflow passt. Anschließend kannst du den Vertrag direkt in der App bestätigen.
Schritt 5: Geld innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt bekommen
Nach der Annahme des Angebots wird der Kreditbetrag innerhalb von 24 Stunden auf dein Kontist Geschäftskonto ausgezahlt. Du kannst das Geld ohne feste Zweckbindung für die aktuellen Bedürfnisse deines Unternehmens einsetzen.
Checkliste: Das solltest du vor der Mikrokredit-Anfrage klären
Unabhängig davon, bei welchem Anbieter du einen Mikrokredit beantragst: Ein unkomplizierter Antragsprozess ersetzt keine sorgfältige Finanzplanung. Kläre deshalb vor jeder Kreditaufnahme folgende Punkte:
- Wie viel Geld brauchst du wirklich? Kalkuliere den konkreten Finanzierungsbedarf und plane einen angemessenen Puffer ein, ohne unnötig viel Fremdkapital aufzunehmen.
- Wofür möchtest du den Kredit einsetzen? Ein klarer betrieblicher Zweck hilft dir zu beurteilen, ob die Finanzierung wirtschaftlich sinnvoll ist.
- Wie viel kannst du regelmäßig zurückzahlen? Berücksichtige dabei auch umsatzschwächere Monate und unvorhergesehene Ausgaben.
- Wann führt die Investition zu neuen Einnahmen? Die Rückzahlung kann beginnen, bevor sich eine Anschaffung oder Marketingmaßnahme finanziell auszahlt.
- Wie stabil ist deine aktuelle Umsatzlage? Prüfe bestehende Aufträge, erwartete Zahlungseingänge, laufende Kosten und mögliche Ausfälle.
- Welche Gesamtkosten entstehen? Vergleiche nicht nur den Zinssatz, sondern den vollständigen Rückzahlungsbetrag und mögliche zusätzliche Gebühren.
- Kannst du deine Liquidität ohne Kredit verbessern? Schnellere Rechnungsstellung, Anzahlungen, konsequentes Forderungsmanagement oder angepasste Zahlungsziele können den Kapitalbedarf reduzieren.
- Was passiert, wenn Einnahmen später kommen als geplant? Lege fest, wie du die Raten auch bei Verzögerungen bedienen könntest.
Vor- und Nachteile von Mikrokrediten am Beispiel von Kontist
Ob ein Mikrokredit zu deinem Unternehmen passt, hängt von deinem Finanzierungsbedarf und deiner Rückzahlungsfähigkeit ab. Der schnelle und unkomplizierte Zugang ist hilfreich, sollte aber nicht dazu verleiten, die Kosten und Risiken zu unterschätzen.
Vorteile
- Schneller digitaler Prozess: Die Anfrage erfolgt direkt in der App und ein mögliches Angebot wird innerhalb weniger Sekunden angezeigt.
- Überschaubare Finanzierung: Mit Beträgen ab 500 Euro kannst du den Kredit an einen konkreten kleineren Kapitalbedarf anpassen.
- Weniger Unterlagen: Kontist verlangt keine Einkommensnachweise, Gehaltsabrechnungen oder Jahresabschlüsse.
- Aktuelle Geschäftsdaten zählen: Die Kontoaktivität kann ein realistischeres Bild deines laufenden Geschäfts vermitteln als ältere Jahreszahlen allein.
- Keine klassischen Sicherheiten: Immobilien, Aktien oder andere klassische Kreditsicherheiten sind nicht erforderlich.
- EU-gestützte Konditionen: Die InvestEU-Garantie ermöglicht einen gedeckelten Zinssatz und soll den Zugang für kleine Unternehmen erleichtern.
- Schnelle Auszahlung: Nach Annahme des Angebots wird das Geld innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt.
- Flexible Verwendung und Rückzahlung: Es gibt keine feste Zweckbindung und eine vorzeitige Rückzahlung ist kostenlos möglich.
Nachteile und Grenzen
- Kontist Konto erforderlich: Du kannst den Kredit erst beantragen, nachdem du das Geschäftskonto mindestens drei Monate aktiv genutzt hast.
- Begrenzte Kreditsumme: Für Vorhaben mit einem Kapitalbedarf von mehr als 50.000 Euro ist das Angebot nicht geeignet.
- Kurze bis mittlere Laufzeit: Die Rückzahlung über maximal 24 Monate kann je nach Kreditsumme zu einer spürbaren regelmäßigen Belastung führen.
Welche Alternativen gibt es zum Mikrokredit?
Ein Mikrokredit ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, dein Unternehmen zu finanzieren. Welche Alternative passt, hängt davon ab, ob du kurzfristige Liquidität, Geld für eine konkrete Anschaffung oder langfristiges Wachstumskapital benötigst.
Klassischer Geschäftskredit
Brauchst du einen höheren Kreditbetrag oder mehr Zeit bei der Rückzahlung, kann ein klassischer Geschäftskredit besser geeignet sein. Banken verlangen dafür häufig umfangreichere Unterlagen und Sicherheiten, können aber höhere Beträge und längere Laufzeiten anbieten.
Förderkredit
Die KfW und die Förderbanken der Bundesländer bieten verschiedene Programme für Gründungen, Investitionen und Betriebsmittel an. Förderkredite können günstige Konditionen bieten, müssen aber häufig vor Beginn des Vorhabens beantragt werden. Die Bearbeitung kann zudem mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Crowdfunding oder Crowdinvesting
Beim Crowdfunding sammelst du Geld von vielen Unterstützern, zum Beispiel für ein neues Produkt oder Projekt. Beim Crowdinvesting investieren mehrere Anleger in dein Business. Für beide Varianten musst du andere von deiner Idee überzeugen – und es ist nicht garantiert, dass du am Ende genug Geld zusammenbekommst.
Leasing oder Mietkauf
Benötigst du vor allem ein Fahrzeug, eine Maschine oder technische Ausstattung, kann Leasing deine anfängliche finanzielle Belastung reduzieren. Dafür entstehen regelmäßige Raten und das finanzierte Objekt gehört dir – je nach Vertragsform – zunächst nicht.
Factoring
Beim Factoring verkaufst du unbezahlte Rechnungen an einen Dienstleister und bekommst dein Geld schneller. Das kann hilfreich sein, wenn deine Kunden lange zum Bezahlen brauchen. Dafür fallen allerdings Gebühren an und Factoring passt nicht zu jedem Business.
Cashflow und Liquidität verbessern
Manchmal lässt sich der Kreditbedarf zumindest reduzieren. Mögliche Maßnahmen sind Anzahlungen, kürzere Zahlungsziele, schnellere Rechnungsstellung, konsequentes Mahnwesen, das Verschieben nicht dringender Ausgaben oder das Neuverhandeln von Zahlungsfristen mit Lieferanten.