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Halte deine Fixkosten gering

Fixkosten sind die Kosten, die fix - jeden Monat - auf dich zukommen. Bei Privatpersonen sind das in der Regel die Miete, Versicherungen, gelegentlich Ratenzahlungen und Kosten f├╝r den PKW (falls vorhanden). Bei Freelancern kann hier noch einiges hinzukommen, denn so mancher Job erfordert zus├Ątzliche Anschaffungen.

Bei Fixkosten handelt es sich um einen Kostenfaktor, auf den du einen gro├čen Einfluss hast. Im weiteren Verlauf dieses Blog Posts soll daher dargelegt werden, an welchen Stellschrauben du drehen kannst, um deine monatlichen Fixkosten geringer ausfallen zu lassen. Vorweg: Es geht viel um Abw├Ągung. Du wirst dich h├Ąufig zwischen Status bzw. Prestige und dem finanziell Sinnvollen entscheiden m├╝ssen.

Was sind Fixkosten beim Freelancer? - Eine ├ťbersicht

Erst einmal hast du die gleichen Fixkosten wie jeder andere auch - also Miete, Krankenversicherung, zus├Ątzliche Versicherungen (Haftpflicht, Zahnzusatz, Rechtsschutz etc.), Internet- und Mobilfunkvertrag - und gegebenenfalls finanzielle Verpflichtungen. Deine Konsumkosten - Lebensmittel, Essen und Getr├Ąnke au├čer Haus, Zigaretten usw. - geh├Âren hier ausdr├╝cklich nicht zu. Bei Fixkosten handelt es sich um sogenannte besch├Ąftigungsunabh├Ąngige Kosten oder auch Bereitschaftskosten. Gegen ihre Existenz kannst du wenig tun. Jeden Monat siehst du auf deinem Konto, was da anf├Ąllt. Diese privaten Kosten m├╝ssen jetzt einmal ausgeklammert werden, denn auf die hast du nur einen begrenzten Einfluss - etwa bei der Miete oder bei deinem privaten Fahrzeug.

Der Freelancer kennt noch mehr Fixkosten. Das beginnt etwa bei den sogenannten Produktionskosten. Hier sind alle Kosten vereint, die durch die Produktion deines Produktes zustandekommen. Das kann Maschinen (Wartung und Abzahlung) meinen, Materialbeschaffung (monatlich mitteln) oder auch das Zur├╝ckgreifen auf einen anderen Dienstleister in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden.

Weiterhin kommen alle Kosten hinzu, die ansonsten durch deinen Job anfallen: Mitarbeiter, B├╝rokosten, Kosten f├╝r eine Website, Versicherungen (branchenspezifisch) und die Mobilit├Ąt. Die Frage, ob sich ein Firmenwagen ├╝berhaupt lohnt sollte man in Ruhe abw├Ągen. Weiterhin kommen bei vielen Freelancern noch die Kosten f├╝r die IT hinzu, wenn du nicht gerade selbst in dem Bereich gut aufgestellt bist.

Grunds├Ątzlich gilt fast ├╝berall, dass Geld eingesetzt werden muss, um Geld zu erwirtschaften. Die Frage ist also, an welcher Stelle du Geld einsparen kannst, ohne deine Produktivit├Ąt einzuschr├Ąnken. Denn jeder Cent, der dir nicht monatlich durch deine regelm├Ą├čigen Kosten abhanden kommt, kann sch├Âner eingesetzt werden. So etwa zum Sparen, Ausgehen oder f├╝r den Urlaub. Da Fixkosten zudem monatlich sind, kannst du durch ein Verringern derselben sehr schnell absehen, was im Jahr beisammen kommt.

Warum du deine Fixkosten im Blick behalten solltest

Fixkosten sind in der Regel sehr stur: Sie lassen wenig mit sich verhandeln, ein Nichtbezahlen derselben f├╝hrt meistens zu Abmahnungen, dann zu Folgekosten und kann letzten Endes deine finanzielle Existenz bedrohen. Es versteht sich also von selbst, dass diese Kosten niedriger sein m├╝ssen als die dir zur Verf├╝gung stehende Geldsumme. Au├čerdem sollte pro Monat genug ├╝brig sein, damit du sparen kannst und ein halbwegs angenehmes Leben hast. Ob du daf├╝r 400 oder 1500 Euro im Monat f├╝r deine Freizeit brauchst, sei dir ├╝berlassen. Oder anders ausgedr├╝ckt: Wenn deine Fixkosten deine Eink├╝nfte ├╝bersteigen, ist dein restlichen Leben doch sehr eingeschr├Ąnkt.

Au├čerdem besteht bei deinen Fixkosten auch immer die Gefahr, dass sie sich erh├Âhen: Beitr├Ąge, Mieten und Co werden gelegentlich angepasst. Ein Zulieferer kann seine Preise erh├Âhen, eine notwendige Anschaffung macht pl├Âtzlich monatliche Raten n├Âtig. Insofern tust du gut daran, deine Fixkosten monatlich so zu halten, dass zur Not Luft nach oben ist - nur f├╝r den Fall.

Bedeutet also: Die idealen Fixkosten sind locker bezahlbar - auch dann, wenn Unvorhergesehenes hinzukommt. Gleichzeitig sollten nach den Fixkosten und deinem durchschnittlichen finanziellen Bedarf zum Leben noch ein paar Euro ├╝brig bleiben, damit du sparen oder investieren kannst. Au├čerdem verh├Ąlt es sich auch so, dass fast jeder irgendwann ein relativ gleichbleibendes Auftragsniveau erreicht. Es wird gewisserma├čen eine Deckelung der Eink├╝nfte erreicht, die an sich nur durch mehr Arbeitsstunden, Preiserh├Âhungen oder Kostensenkungen verschoben werden kann. Und da die beiden ersten Stellschrauben unangenehm sind (f├╝r dich oder deine Kunden), solltest du zuerst an der letzten drehen.

Finanzielle Sicherheit ist in unserer Lebensrealit├Ąt immer anzustreben. Dabei sind Einnahmen und Ausgaben bei den meisten Menschen zyklisch; Geld kommt rein, Geld flie├čt raus. Die Kunst besteht also darin, die Menge des abflie├čenden Geldes zu kontrollieren.

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Am Beispiel B├╝ro

Ein B├╝ro - zu Neudeutsch: Office - ist ein massiver Kostenfaktor. Da gilt es zuerst zu kl├Ąren, ob du ├╝berhaupt eines brauchst. In unseren Blog Artikeln Wie finde ich den besten Arbeitsplatz? und Arbeiten von Zuhause aus - Der Traum vom Home Office findest du hoffentlich dazu Antworten. Es zeigt sich schnell, dass ein B├╝ro gar nicht immer notwendig ist. Die Arbeitsumfelder ver├Ąndern sich und das Meiste wird per Mail und Telefon gekl├Ąrt.

Tatsache ist, dass ein B├╝ro - vor allem zum Arbeiten und Empfang von Kunden oder Gesch├Ąftspartnern - umso teurer ist, desto schicker und besser gelegen es ist. Ein Arbeitsraum in einem Altbau in M├╝nchen kostet nun einmal weit mehr als eine Zweizimmerwohnung in Castrop-Rauxel. Entsprechend musst du dir ├╝berlegen, welchen Standard du f├╝r dein Business angemessen findest. W├Ąhrend ein Kreativer wahrscheinlich weniger wert auf ein B├╝ro im sechsten Stockwerk legt, kann dies bei einem selbstst├Ąndigen Headhunter oder Image-Berater anders sein.

Grunds├Ątzlich stellt sich die Frage, ob der finanzielle Aufwand in Relation zum Ertrag steht. Je weniger direkten Kundenkontakt du hast, desto weniger notwendig ist auch ein station├Ąres, privates B├╝ro. Beispielsweise zahlst du 600 Euro B├╝romiete (nicht in der M├╝nchener Altstadt), aber triffst im Schnitt nur drei Kunden im Monat. Selbst dann, wenn du diese drei Kunden je zum Essen einl├Ądst und noch einen Drink zum Vertragsabschluss ausgibst, wirst du die 600 Euro kaum erreichen. (Im ├ťbrigen lassen sich Spesen und B├╝rokosten mit der Einkommensteuer verrechnen.) Anders ist dies nat├╝rlich, wenn f├╝nfmal am Tag jemand bei dir ein- und ausgeht.

Es ergibt sich also, dass du gern einmal durchrechnen darfst, ob es nicht sinnvoller ist, deine Kunden einfach in einem Caf├ę oder Restaurant zu treffen. Gen├╝gend M├Âglichkeiten gibt es ja. Gerade dann, wenn es nur um Lagebesprechungen, Nachbearbeitungsw├╝nsche und ├Ąhnliches geht, reicht die Stunde im Caf├ę um die Ecke aus.

Die Fixkosten f├╝r das B├╝ro (oder eben f├╝r den Kaffee) sind einer der gr├Â├čeren Faktoren. Hier kannst du deine Kosten enorm reduzieren.

Am Beispiel Internet, Telefon und Co

Was zahlst du f├╝r deinen Mobilfunkvertrag? Wie viele Mobilfunkvertr├Ąge hast du? Und wo ist ├╝berall ein Internetanschluss angemeldet? Und wusstest du, dass du selbst f├╝r dein B├╝ro oftmals den Rundfunkbeitrag entrichten musst?

Es ergibt sich, dass jemand, der daheim arbeitet und alle Vertr├Ąge ausschlie├člich f├╝r eine Wohnung (Home Office) hat, Geld spart. Denn du kannst durchaus deinen Arbeitscomputer privat nutzen und auch dein Arbeitsmobiltelefon kann privat genutzt werde. Spezielle Vertr├Ąge f├╝r Gesch├Ąftskunden sind in Zeiten der Flatrate eigentlich nur dann sinnvoll, wenn du gesch├Ąftlich bedingt sehr viel auf mobiles Internet oder g├╝nstige Auslandstelefonie angewiesen bist. Aber das ist bei den wenigsten Menschen der Fall.

Reduziere also deine Fixkosten, indem du deine Vertr├Ąge b├╝ndelst. Ein einziger Vertrag f├╝r Mobilfunk und mobiles Internet sowie einer f├╝r das Festnetztelefon und DSL gen├╝gen.

Schaffe deine station├Ąre Arbeitspr├Ąsenz ab und nutze digitale Optionen

Brauchst du wirklich einen festen Anlaufpunkt f├╝r Kunden? Es wurde ja gerade schon dargelegt, dass du deine Kunden auch ├╝berall - auch in ihrer N├Ąhe - treffen kannst. Bei den meisten Freelancer-Jobs ist das problemlos m├Âglich. Insofern kann es auch sinnvoll sein, den verringerten Fixkosten zuliebe ganz auf irgendeine Form von angemieteter R├Ąumlichkeit zu verzichten.

Wer etwas ├╝ber dich wissen will, wird ohnehin auf deine Website sto├čen. Baue doch stattdessen diese aus. Und achte hier dann darauf, dass die "Miete" f├╝r die Website und die Wartungskosten sich im Rahmen halten. Es gibt viele g├╝nstige Website-Anbieter, die ein Baukastenprinzip anbieten, aus dem sich gut und ├╝bersichtlich eine Webpr├Ąsenz basteln l├Ąsst. Das spart im Vergleich zur ma├čgeschneiderten Website ├╝brigens viel Geld. Die Bezahlm├Âglichkeiten richten sich dabei nach dem Umfang der Optionen. Und was du hier brauchst, h├Ąngt ganz von dir ab. Ein Online-Shop ist nat├╝rlich reichhaltiger und komplizierter programmiert als das Portfolio eines Illustrators auf einer Website.

Weitere Fixkosten als Freelancer

Firmenfahrzeug (siehe weiter oben), Mitarbeiter und Versicherungen? Was braucht es wirklich?

Beim Firmenfahrzeug ist dies relativ einfach: Wenn die entstehenden Fixkosten des Wagens den Mehrertrag durch die Mobilit├Ąt nicht rechtfertigen k├Ânnen, muss der Wagen weg. Ein Mitarbeiter, der zwar da ist, aber leider nicht so viel einbringt, wie er kostet, muss ebenfalls weg - oder weniger arbeiten. Anders verh├Ąlt sich mit externen Dienstleistern, auf die du aufgrund deiner Arbeit angewiesen bist: Hier kannst du dich h├Âchstens nach der Konkurrenz umsehen oder musst dich trauen, neu zu verhandeln.

Bez├╝glich der Versicherungen l├Ąsst sich keine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen, aber ein paar Gedanken dazu gibt es in unserem Blog Post [Welche Versicherungen sind wirklich sinnvoll?]]( https://kontist.com/posts/welche-versicherungen-sind-wirklich-sinnvoll ).

Fixkosten reduzieren dank einer ├ťbersicht

Bevor du dich daran machst, deinen Mietvertrag f├╝r das B├╝ro zu k├╝ndigen und deinem Mobilfunkanbieter nach zehn Jahren die Scheidung einzureichen, solltest du einmal aufschreiben, wo und wie deine Fixkosten anfallen. Manchmal ergeben sich ganz schnell Einsparungspotenziale. Denn auch sehr kleine Summen (Vereinsbeitr├Ąge, alte Mobilfunkvertr├Ąge, das nicht genutzte Abo eines Streaming-Dienstes) sind Teil deiner Fixkosten. Die k├Ânnen also zuerst rausgestrichen werden.

Wenn du deine ├ťbersicht hast, dann geht es um die schon angesprochenen Kosten-Nutzen-Rechnungen und - fast noch wichtiger bei nicht optionalen Posten - um Anbietervergleiche. Als guter Gesch├Ąftsmann solltest du dich immer darum bem├╝hen, den besten Anbieter zu finden. - Das gilt f├╝r dein Konto/Gesch├Ąftskonto ( schon mal Kontist ausprobiert?) , deinen IT-Spezialisten und auch f├╝r die regelm├Ą├čige Autow├Ąsche. Fixkosten kannst du n├Ąmlich fast ├╝berall reduzieren. Und manchmal wirst du dich eben von nicht sinnvollen Kostenfaktoren trennen m├╝ssen. Das Geld ist woanders sicher sinnvoller angelegt.

Und denk dran, je geringer deine Fixkosten sind, umso h├Âher ist dein Gewinn!

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