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Selbstständig im Direktvertrieb - Geld verdienen mit Homeshopping

Homeshopping: Das erinnert an die 50er Jahre, an die legend√§re Tupperparty - seit √ľber 70 Jahren der Inbegriff des Direktverkaufs und immer noch up to date. Und auch wenn du noch nie auf einer Tupperparty warst, so wei√üt du sicher was da passiert: Eine gute Freundin oder Bekannte (ja die m√§nnlichen Gastgeber sind in dieser Branche tats√§chlich selten), l√§dt G√§ste aus dem Freundes- und Bekanntenkreis zu sich nach Hause ein und veranstaltet eine kleine Party. Es gibt Schnittchen, Sekt und Frauentalk und nebenbei werden die n√ľtzlichen und vermeintlich unkaputtbaren K√ľchenhelfer vorgestellt und ausprobiert. Die sogenannte ‚ÄěTupperberaterin‚Äú hat zu jeder Frage eine Antwort und wenn sie ihren Job richtig gut macht, geht mindestens die H√§lfte der G√§ste mit einer Bestellung nach Hause und die Beraterin mit einer dicken Provision. Alle hatten eine sch√∂ne Party und die Beraterin einen h√ľbschen (Neben-)Verdienst.

Doch Homeshopping ist noch mehr als Tupperparty und tatsächlich voll im Trend. Immer mehr Unternehmen entdecken den Mehrwert dieses direkten Vertriebskanals und nutzen diesen als vorrangiges oder zusätzliches Marketinginstrument.

Aber was ist Homeshopping √ľberhaupt?

Homeshopping, Social Shopping oder Social Selling: Es gibt verschiedene Begriffe, die den Direktvertrieb zu Hause beschreiben. Mit der Digitalisierung und den neuen sozialen Medien, hat das Homeshopping-Konzept noch weitere Dimensionen dazu gewonnen, die das Direktmarketing erleichtern und sogar erweitern.

Homeshopping ist der Vertrieb von Waren und Produkten zu Hause, durch Berater/innen, Consultants oder Shopping Advisors, die als Experte/innen auftreten und sich mit Hilfe von Gastgeber/innen auf Partys einladen lassen. Homeshopping ist nicht Teleshopping, auch wenn sich bei der Google-Suche die Verbindung dazu leicht herstellen lässt. Home Events, bei denen Produkte und Waren direkt probiert, angefasst, aus nächster Nähe betrachtet werden können, haben nichts mit der Anpreisung von Produkten zu tun, die telefonisch auf Teleshopping-TV-Formaten, bestellt werden können.

Homeshopping ist soziales Kaufen, unter Freunden und Bekannten in Form eines netten Events in persönlicher Atmosphäre.

F√ľr wen ist Homeshopping was?

Die Anbieter von Homeshopping-Konzepten werben um ihre Berater/innen mit:

  • flexiblen Arbeitszeiten
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • finanzieller Unabh√§ngigkeit - Bezahlung nach Leistung
  • karriereorientierten Entwicklungsm√∂glichkeiten, z. B. durch Schulungen
  • geringem finanziellen Risiko ohne Einstiegsh√ľrden
  • und nat√ľrlich jede Menge Spa√ü und Anerkennung

Angesprochen werden ganz klar Frauen und (werdende) M√ľtter, die sich neben ihrem Beruf oder neben der h√§uslichen Arbeit/Kinderbetreuung ein (zweites) Standbein aufbauen wollen. Das Konzept klingt also ideal f√ľr Frauen, die lange nicht mehr in ihrem Beruf t√§tig waren, sich beruflich neu orientieren wollen, nach der Babypause nicht in ihren alten Job zur√ľckkehren m√∂chten, sich schon immer selbstst√§ndig machen wollten, daf√ľr aber nicht √ľber das entsprechende Kapital verf√ľgen oder gerne weniger Risiken eingehen m√∂chten. Es richtet sich an Frauen, die ein zielgruppenspezifisches, soziales Umfeld haben, flexibel arbeiten m√∂chten, die sehr kommunikativ sind und Spa√ü am Verkaufen haben. Homeshopping ist Vertrieb. Das bedeutet auch nicht-erfolgreiche Verkaufspartys hinzunehmen und es das n√§chste Mal besser zu machen.

Vertriebsgeschick und Leidenschaft f√ľr den Verkauf ist das A und O in diesem Job. Du solltest dich f√ľr das Thema begeistern und dir deine Branche aussuchen, die zu dir passt. Welche das zum Beispiel sein kann, verraten wir dir sp√§ter im Text.

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Was brauche ich um mich als Homeshopping-Consultant selbstständig zu machen?

Die meisten Homeshopping-Berater/innen sind selbständig, obwohl einige Unternehmen, wie zum Beispiel AVON auch eine Festanstellung anbieten.

Erstmal nebenberuflich starten

Sofern du dich im Direktmarketing selbst√§ndig machen m√∂chtest, solltest du vorher genau durchrechnen, ob sich eine volle Selbstst√§ndigkeit f√ľr dich wirklich lohnt. Viele beginnen erst einmal mit der nebenberuflichen Selbstst√§ndigkeit und als Kleinunternehmer/in mit weniger als 17.500 EUR Umsatz im Jahr.

Was ist mit Startkapital?

Als selbst√§ndige/r Shopping-Consultant brauchst du in der Regel nur ein geringes oder gar kein Startkapital. Manchmal wird ein eigenes Auto vorausgesetzt und bei einigen Anbietern geh√∂rt eine Gesch√§ftsausstattung, zum Beispiel bestehend aus Beraterkoffer mit Unterlagen und Produkten, dazu, die man vorher k√§uflich erwerben muss, um √ľberhaupt erst einmal loslegen zu k√∂nnen. Bedenken solltest du, dass es bei einigen Unternehmen und Partys √ľblich ist, Gastgeschenke mitzubringen, die selbst gezahlt werden m√ľssen.

Gewerbe anmelden

Wenn du dich als Shopping-Consultant selbstst√§ndig machen m√∂chtest, solltest du bedenken, dass du gewerbetreibend bist und deshalb ein Gewerbe anmelden musst. Wie das geht, verraten wir dir in unserem Blog Artikel Gewerbe anmelden - Schritt f√ľr Schritt zum eigenen Gewerbe .

Versicherung und Steuern

Sofern du deine Selbstst√§ndigkeit hauptberuflich ausf√ľhrst und nicht nebengewerblich, musst du auch daran denken, dass du versichert bist und dein Einkommen versteuern musst. Je nachdem wie hoch dein Umsatz ist, f√§llst du unter die Kleinunternehmerregelung oder auch nicht.

Davon hängt dann auch ab, ob du beim Finanzamt eine Gewinn- und Verlustrechnung machen musst, Vorsteuern vorauszahlen musst oder eine Einnahme-Überschuss-Rechnung völlig ausreicht. Alles, was du zur Einkommenssteuererklärung wissen solltest, erfährst du hier .

Dein Verdienst

Bei Homeshopping-Consultants variiert die Provision (Achtung: Brutto!) von 24% bis 50% des Umsatzes, den man bei seiner Veranstaltung gemacht hat. Aber nicht immer ist die Provision bares Geld, sondern gern wird auch mit Pr√§mien oder Rabatten bezahlt. Wer aus diesem Job ein lukratives Gesch√§ft machen m√∂chte, sollte ganz genau hinschauen und viel Zeit f√ľr die Planung und Umsetzung investieren. Denn nicht jeder Abend oder Nachmittag verspricht ein erfolgreiches Gesch√§ft. Gerade zu Beginn musst du auch R√ľckschl√§ge verkraften.

Deine Flexibilität

Alle Direktmarketing-Unternehmen werben mit flexiblen Arbeitszeiten, doch das stimmt nicht ganz, sondern ist vorrangig von deiner Zielgruppe und der Branche abh√§ngig. Gibt man ein Home-Event f√ľr (werdende) M√ľtter oder Hausfrauen, sollte man bedenken, dass man eher tags√ľber arbeitst√§tig ist, f√ľr berufst√§tige Kunden wird die Homeshopping-Party eher am Abend oder am Wochenende stattfinden.

In der Regel dauert so eine Homeshopping-Party zwei bis drei Stunden mit Open End. Dennoch solltest du auch die Wege dorthin einplanen, zeitlich und finanziell.

In welchen Branchen gibt es Homeshopping √ľberhaupt?

Schaut man sich die Zielgruppen von Homeshopping-Events genauer an - j√ľngere, √§ltere (h√§usliche) Frauen, (werdende) M√ľtter - wundert es nicht, welche Branchen den Direktvertrieb gern als erfolgreiches Unternehmenskonzept nutzen.

Beauty und Schmuck

Das Thema Beauty ist den Frauen ja quasi auf den sozialisierten Laib geschnitten. Es wundert also nicht, dass sich der Direktvertrieb hier √° la Homeshopping seit Jahrzehnten erfolgreich durchsetzt. Mit einem Jahresumsatz von √ľber 10 Milliarden US-Dollar ist AVON weltweit f√ľhrender Anbieter des Direktvertriebs in den Feldern Beauty und Schmuck, dicht gefolgt von der, ebenfalls amerikanischen, Sch√∂nheitsmarke Mary Kay , die √ľber 3,5 Millionen Menschen die M√∂glichkeit bietet, sich als selbstst√§ndige Beauty-Consultants den Lebensunterhalt (dazu) zu verdienen. Bei Mary Kay und AVON gehen also Kosmetik, Schmuck, D√ľfte, Cremes usw. √ľber den Laden- beziehungsweise Wohnzimmertisch. Die Unternehmen werben mit flexiblen Arbeitszeiten, individuellen Arbeitszeitmodellen, die auch Beruf und Familie vereinen und unbegrenzten M√∂glichkeiten f√ľr den pers√∂nlichen Wachstum. Von der Teilzeit- zur Vollzeitstelle - in jedem Fall zum finanziellen Erfolg.

Neben den erfolgreichen Direktvertrieb-Unternehmen, die ihren Gr√ľndungsursprung in den 1950er Jahren haben, gibt es aber auch durchaus neue Anbieter f√ľr die direkte Vertriebsart. Pippa & Jean , ein junges Unternehmen aus Deutschland, ist seit 2011 auf dem Markt und stellt sich als eine Social Selling Community vor, die modebegeisterten Menschen eine Plattform bietet, sich mit dem Verkauf von Designerschmuck, Accessoires und Schmuck selbstst√§ndig zu machen. Der etwas altmodische Begriff Homeshopping wird zur Style Party, die Beauty-Berater/innen werden zu Style Coaches, die neben der ‚ÄěBeauty-Tasche‚Äú sogar noch eine pers√∂nliche Online-Boutique besitzen, um soziale Kontakte und die Reichweite der Produkte zu erweitern.

Direktvertrieb und E-Commerce, das trifft den Zeitgeist. Social Selling : Direktvertrieb kombiniert mit vollst√§ndiger digitaler Integration - das ist das moderne Homeshopping-Konzept. Ebenfalls im Social Selling Segment vertreten sind dekoster , Luna Schmuckst√ľcke und Stella & Dot .

Fashion und Homedecor

Nach dem erfolgreichen Direktvertrieb mit Schmuck und Kosmetik hat auch die Bekleidungs- und Heimtextilienbranche das Social Shopping Konzept f√ľr sich entdeckt. Pomp de Lux und Milk Copenhagen , beides d√§nische Kindermodemarken setzen ebenso auf diesen Vertriebstrend. Die Unternehmen betreiben ihren eigenen Online-Shops, verzichten auf die klassischen Retailer und bringen die Kleidungsst√ľcke, mit Hilfe von ‚ÄěShopping Advisors‚Äú, direkt nach Hause zu den Kunden, um die Fr√ľhjahrs- und Winterkollektionen in pers√∂nlicher Atmosph√§re bekannt zu machen und schlie√ülich zu verkaufen. Die ‚ÄěShopping Advisors‚Äú folgen dem gleichen Prinzip wie die Beauty-Consultants. Die Shopping Advisors pr√§sentieren auf dem Gastgeber/innen-Event die Kleidungsst√ľcke - die Kunden bestellen flei√üig im Online-Shop. Weitere Anbieter dieser Branche sind: CAPTAIN TORTUE f√ľr Damenmode und optidee f√ľr Homedecor.

Haushalt

Homeshopping-Partys haben sich im h√§uslichen Segment bew√§hrt. Das zeigt uns nicht nur die legend√§re Tupperparty. Auch das Unternehmen Vorwerk hat mit seinem Thermomix bereits den Kultstatus in der K√ľche erreicht. Die K√ľchenmaschine ist pr√§destiniert daf√ľr, gesellige Kochparties zu veranstalten, um das Produkt in seiner Vielfalt vorzustellen.

Welche Branchen und Firmen noch den Direktvertrieb wählen, um selbstständige Shopping Advisors zu werben, könnt ihr am besten auf der Webseite des Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. nachlesen.

Homeshopping - ist das was f√ľr dich?

Wenn du vor hast, dich als Shopping Advisor selbstst√§ndig zu machen, solltest du in jedem Fall eine gewisse Leidenschaft und ein Talent f√ľr den Verkauf mitbringen.

Du solltest dich f√ľr dein gew√§hltes Branchenelement begeistern. Interessiert dich Kindermode null, wirst du sie auch nicht verkaufsf√∂rdernd pr√§sentieren k√∂nnen, es sei denn du hast viel schauspielerisches Talent, aber dann w√§re Schauspielerei vielleicht eher ein Job f√ľr dich?!

Du solltest beachten, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis du dir einen Kundenstamm aufgebaut hast. Die wenigsten starten gleich von Null auf Hundert.

Und du solltest nat√ľrlich gut organisiert sein (eigentlich eine Voraussetzung des Selbstst√§ndigseins √ľberhaupt), um deine Events lukrativ planen zu k√∂nnen.

Wenn dir das alles zusagt, dann nichts wie hin - zur Homeshopping-Party!